Antibiotika, Pflanzenschutzmittel, Hormone und andere Medikamente in Geflügelfleisch

Der massive Einsatz von Antibiotika in der Geflügelmast, allen voran bei Huhn und Pute ist längt kein Geheimnis mehr. Antibiotika werden teilweise eingesetzt wie normales Futter, um die Tiere in der schnellen, nur wenige Tage dauernden Wachstumsphase bis zur Schachtung irgendwie überleben zu lassen. Je intensiver die Massentierhaltung und je mehr Hühner auf immer kleinerer Fläche gezüchtet werden, desto billiger zum einen das Fleisch, desto schlechter aber auch die Behandlung der Tiere und desto mehr Einsatz von Medikamenten ist nötig, damit die Tiere ihre kurze qualvolle Lebensdauer durchhalten können.
Die meisten Verbraucher möchten es eben billig, da wird nicht darauf geachtet, ob Antibiotika eingesetzt wurde, die Tiere Gen-Futter bekamen, dass teilweise mit hochgiftigem Pflanzenschutzmitteln behandelt wurde, oder ob sogar Wachstumshormone und ähnliche nette Medikamente und Zuchtbeschleuniger eingesetzt wurden.
Das Wohl der Tieren steht hinter all dem natürlich an letzter Stelle. Wenn das Geflügelfleisch billig ist, dann ist es egal wie es den Tieren geht, oder man interessiert sich erst gar nicht dafür bzw. macht die Augen davor zu, damit man auch weiter billiges Hühnchen und Putenfleisch konsumieren kann.

Welche gesundheitlichen Gefahren gehen von Geflügel wie Pute und Hühnchen aus?

  1. In Geflügel wurde in unzähligen Studien und Untersuchungen teils extreme Antibiotikawerte gemessen, oft werden nicht nur 1-2 Antibiotika in die Tiere gepumpt, sondern ein ganzer Cocktail, dies führt über kurz oder lang insbesondere bei falscher Anwendung zu Multiresistenten Keimen, die sich auf dem Geflügelfleisch und in den Ställen ausbreiten und so auf den Menschen übergehen können. Daneben ist es logisch das der Konsum von Antibiotika durch Hühnchen und Pute nicht gerade die Gesundheit eines Menschen fördert.
  2. Immer billigeres Geflügel bedarf immer billigerer und meist schlechterer Futtermittel. Es wird vermehrt Gen-Soja und anderes „gesundes“ Kraftfutter, sowie Zusatzstoffe zur Geflügelmast eingesetzt. Das wirkt sich nicht nur auf die Fleischqualität, sondern auch auf den Gesundheitswert des Fleisches selbst aus. Offiziell ist das natürlich wieder alles unbedenklich, die ständigen Skandale, die mittlerweile selbst in den Mainstreammedien kommuniziert werden  sagen etwas ganz anderes!
  3. Pestizide, also Pflanzeschutzmittel sind für den Anbau der Gen Soja Monokulturen essentiell. Auf diesen Feldern lebt sonst nichts mehr. Es bedarf hoch aggressiver Unkrautvernichter um dieses Soja in Ruhe wachsen zu lassen. Von der gewaltigen Umweltzerstörung abgesehen sind natürlich auch die Futtermittel nicht unbelastet. Auch hier sind natürlich offiziell die Grenzwerte für den Verbraucher einzuhalten, aber auch kleine Mengen dieser Nervengifte schaden erheblich der Gesundheit.
  4. Hormone werden immer häufiger in der Geflügelzucht eingesetzt, diese Hormone gehen beim Verzehr zu kleinen Teilen auch auf den Menschen über, wer sich mit Hormonen etwas genauer beschäftigt hat, der weis was sie im Körper alles durcheinander bringen können und welche Veränderungen mit Hormonen einher gehen.

Geflügelfleisch Antibiotika
(Ist Geflügelfleisch wirklich sicher oder eine gesundheitliche Gefahr?)

Die Massentierhaltung von Geflügel und die Folgen für die Tiere und das Fleisch, guten Appetit!

Wer schon einmal Aufnahmen der gigantischen Hühner- und Putenställe mit ihren hunderttausendfach eingesperrten und auf winzigen Raum lebenden Hühnern und Puten gesehen hat, dem sollte schon beim Anblick der Appetit vergehen. Herausgerissene Federn, Entzündungen, eitrige Wunden, blutige und überbelastete Gelenke durch das viel zu schnelle Wachstum sind absolut keine Ausnahme. Den Tieren geht es in ihrer sehr kurzen und qualvollen Lebenszeit mehr als schlecht. Diese Tiere werden dann zu schönen „leckeren“ und billigen Filetstückchen, oder versetzt mit Chemie und Zusatzstoffen bedenklicher Art zu Nuggets und Co verarbeitet, um dann für einen Spottpreis der günstiger als Obst und Gemüse ist im Discounter, oder Supermarkt angeboten zu werden.
Mehr dazu auch unter: „Warum Fleisch viel zu billig ist
Abgesehen davon ist auch außerhalb des Geflügelstalls die Umwelt von extremer Zerstörung auf Grund von GEN-Soja Anbau und den Einsatz von Pestiziden, die von ihrer Giftigkeit ein nie da gewesenes Ausmaß angenommen haben schwer belastet und in teilen bereits nachhaltig geschädigt.

Was sind die alternativen zur Massentierhaltung und Qualzucht von Geflügel?

  1. Bio Geflügel aus seriösen Betrieben kaufen
  2. Mindestens auf tierschutzgeprüfte Produkte extensiver Landwirtschaft zurückgreifen
  3. Kein Geflügel mehr essen

Was kann ich als einzelner Verbraucher tun gegen die Massentierhaltung bei Geflügel, Umweltzerstörung und das teils ungesunde billig Geflügelfleisch?

Die Lösung ist ganz einfach.
Nicht mehr kaufen!

Kaufen sie einfach nichts mehr von den  minderwertigen tierfeindlichen und teils gesundheitsschädlichen Produkten. So wie sie ihren Konsum auf Null zurückfahren werden durch sie keine Tiere mehr unter diesen Bedingungen gehalten, die Nachfrage sinkt, oder steigt zumindest nicht mehr durch ihren Konsum. Natürlich wird das Argument kommen, dass trotzdem die Massentierhaltung und Umweltzerstörung weiter geht, weil viele ignorante Menschen trotz Kenntnis dieses Zustandes weiter konsumieren. Das ist aber grundlegend falsch. Warum sonst würden denn seit Jahrzehnten mehr und mehr Vegetarier als Konsumenten für diesen Markt fehlen und immer mehr Menschen auf die Nachhaltigkeit ihrer Produkte achten und die Industrie so zu neuen „guten“ Produkten zwingen. Hätten nie die ersten Menschen angefangen gegen Atomkraft, für nachhaltige saubere Energie, gegen das Waldsterben, gegen Umweltverschmutzung ect. zu demonstrieren, oder selbst aktiv zu werden, dann wäre die Erde schon lange völlig kaputt.

Fazit: Ich kaufe als absolutes Mindestkriterium nur Geflügel aus extensiver Landwirtschaft mit tierschutzgeprüfter Haltung, sowie ich eine gute nachhaltige Bio Quelle für mein Hühnchen gefunden habe, werde ich auf diese umstellen. Lieber viel weniger und gesünderes Fleisch essen, als diesen teils sogar krankmachenden Abfall. Auf Pute verzichte ich bereits seit Jahren komplett. Gänse-Stopfleber und andere grausame Abscheulichkeiten kommen bei mir erst gar nicht ins Haus!



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