Das sind die fünf ungesündesten und schädlichsten Azofarbstoffe, mit Bedenklichkeiten von Allergien, Hyperaktivität, Alzheimer, Erbgutschädigung bis hin zu Krebs

Es gibt viele ungesunde Farbstoffe, welche als Zusatzstoffe in unseren „Lebensmitteln“ landen. Zu den gefährlichsten Farbstoffen für unsere Gesundheit gehören die künstlichen hergestellten und stark bedenklichen „Azofarbstoffe“. Diese Gruppe wird rein synthetisch hergestellt und zeigt vor allem bei einzelnen Farbstoffen erhebliche Gesundheitsgefahren, die größtenteils in Studien nachgewiesen sein sollen. Azofarbstoffe sind derart ungesund und bedenklich, das Lebensmittel mit diesen Zusatzstoffen einen Warnhinweis für Kinder tragen müssen. Dieser lautet: „Kann Aktivität und Aufmerksamkeit bei Kindern beeinträchtigen“. Wer seinen Kindern mit Gewissheit solche Lebensmittel zum essen gibt, der sollte sich fragen ob ihm die Gesundheit seiner Kinder wirklich am Herzen liegt. Zwar gelten auch Azofarbstoffe wie zu erwarten offiziell als unbedenklich, solange sie innerhalb der Grenzwerte konsumiert werden, doch waren einige bis vor ein paar Jahren in Deutschland noch vollständig verboten. Diese Regelung wurde im Falle von „Tartrazin“ z.B. von der EU gekippt. Der Stoff ist derart allergen und gefährlich, das er vorher nicht nur in Deutschland, sondern auch der Schweiz und Österreich komplett verboten war. In vielen Ländern ist er dies auch noch heute. Die EU glich diesen Umstand jedoch per Gesetz einfach an und nun darf er wieder in bestimmten Lebensmitteln verkauft werden, natürlich mit Warnhinweis. Auch dürfen Azofarbstoffe ohne zusätzliche Deklarierung bei der Produktion mit Aluminium versetzt werden. Es handelt sich dann um Aluminiumfarblacke, welche von der Industrie gerne auch bei Medikamenten eingesetzt werden. Aluminium ist extrem gesundheitsschädlich, steht im dringenden Verdacht Krankheiten wie Demenz und Alzheimer zu begünstigen und wurde nach langer Zeit auch endlich aus vielen Deodorants herausgenommen. Siehe auch „Sind Deos und Deosprays mit Aluminiumsalzen gesundheitsschädlich und krebserregend?

Türkischer Zucker ungesund und oft voll von schädlichen Azofarbstoffe
(Vor allem in vielen Süßigkeiten, aber auch in einigen Medikamenten kommen Azofarbstoffe verstärkt zum Einsatz. In „türkischem Zucker“, auch „türkischer Honig“ genannt (siehe Foto) sind z.B. oftmals eine ganze Menge dieser giftigen Farbstoffe enthalten, auch in Dragees, Zuckerguss, Fruchtgummis, Desserts und sogar in vermeintlich gesunden Lebensmitteln wie Algensalat, können die schädlichen synthetischen Azofarbstoffe enthalten sein.)

Die Top 5 der ungesündesten Farbstoffen unter den Azofarbstoffen:

Platz 5 Azorubin E 122 (passender Zusatzstoff Beitrag zu diesem Farbstoff)
Herstellung:
100 Prozent synthetisch im mehrfachen chemischen Prozess der sogenannten „Azokupplung“
Verwendung: Farbstoff für eine starke Rotfärbung von Lebensmitteln
Mögliche Gefahren und eventuelle Risiken: Kann ADHS und Aufmerksamkeitsstörungen bei Kindern begünstigen, möglich verwendetes Aluminium kann langfristig zu neurologischen Problemen führen
Muss einen Warnhinweis für Kinder tragen: Ja
Kann gesundheitsschädigendes Aluminium enthalten? Ja

Platz 4 Cochenillerot A, E 124
Herstellung:
100 Prozent synthetisch, Hauptbestandteil Natriumsalze
Verwendung: Ersetzt das natürliche Karmin welches aus Blattläusen gewonnen wird gegen die billige synthetische Variante E 124
Mögliche Gefahren und eventuelle Risiken: ADHS und Hyperaktivität Förderung bei Kindern, Alzheimer, Demenz, Nervenschäden bei Aluminiumeinsatz, In Tierversuchen soll es erbgutschädigende Ergebnisse gezeigt haben
Muss einen Warnhinweis für Kinder tragen: Ja
Kann gesundheitsschädliches Aluminium enthalten? Ja

Platz 3 Gelborange S E 110
Herstellung:
100 Prozent synthetisch, Hauptbestandteil Natriumsalze bzw. Calcium- und Kaliumsalze
Verwendung: Färbt Lebensmittel gelb, wird auch als Mischungen mit anderen Farbstoffen für weitere Farbgebungen verwendet.
Mögliche Gefahren und eventuelle Risiken: Allergene Wirkung, ADHS und hyperaktivitätsbegünstigend bei Kindern, neurologische Gefahr durch mögliches Aluminium, ebenfalls soll auch dieser Farbstoff erbgutschädigend sein (Tierversuch).
Muss einen Warnhinweis für Kinder tragen: Ja
Kann gesundheitsschädigendes Aluminium enthalten? Ja

Platz 2 Amaranth E 123
Herstellung:
chemisch ähnlich dem Azorubin
Verwendung: Zur stärkeren Farbgebung in begrenztem Einsatz vorhanden, hauptsächlich bei alkoholischen Getränken/Sodas, bis hin zu Lebensmitteln wie Kaviar.
Mögliche Gefahren und eventuelle Risiken: Stark allergene Wirkung, in einigen Tierversuchen soll es erbgutschädigende und nierenschädigende Wirkung gezeigt haben, daneben können langfristig Probleme neurologischer Art durch eingesetztes Aluminium auftreten.
Muss einen Warnhinweis für Kinder tragen: Ja
Kann gesundheitsgefährdendes Aluminium enthalten? Ja

Platz 1 Tartrazin E 102
Herstellung:
100 % Chemie, aus Erdölderivaten im mehrstufigen Verfahren synthetisch hergestellt
Verwendung: Licht-, Hitze- und Säurebeständiger Azofarbstoff mit dunkler Farbgebung
Mögliche Gefahren und eventuelle Risiken: Hoch allergene Wirkung, mit Symptomen von Hautausschlag bis schwere Ekzemen, stark erbgutschädigend, krebserregend, schlecht für das Immunsystem, hoch gefährlich für Menschen die empfindlich auf Acetylsalicylsäure reagieren! Möglich begünstigend für Hyperaktivitätsstörungen bei Kindern. Derart bedenklich das es in Deutschland bis vor einigen Jahren sogar komplett verboten war!
Muss einen Warnhinweis für Kinder tragen: Ja
Kann gesundheitsschädigendes Aluminium enthalten? Ja

Beispielprodukte in denen die gefährlichen Azofarbstoffe Verwendung finden:
Azofarbstoffe werden in einem sehr großem Umfang (Mehr als 5000 Produkte!) und völlig unterschiedlichen Lebensmitteln eingesetzt. Diese sind unter anderem:

  • Süßwaren
  • Desserts
  • Soßen
  • Glasuren
  • Käse (Rinde)
  • Alkoholische Getränke
  • Softdrinks
  • Fertiggerichten aller Art
  • Lachsersatz
  • Surimi
  • Kaviar
  • Algensalat
  • Backwaren
  • Schmelzkäse
  • Chips und Knabberartikel
  • Konfitüren
  • Würzmittel

Daneben sind diese Farbstoffe in sehr vielen Medikamenten anzutreffen und dies nicht nur als Farbgebung für Pillen und Dragees, sondern auch in flüssiger Form zum Trinken! Soll das dann gut für die Gesundheit sein?!

Sind Azofarbstoffe in Bio-Produkten erlaubt?
Nein, in keinem essbaren Teil eines Bioproduktes dürfen Azofarbstoffe enthalten sein.

Wie wahrscheinlich ist es von Azofarbstoffen krank zu werden?
Ob man nun direkt von ein paar Dragees mit Azofarbstoff oder einem Glas Lachsersatz krank wird, ist äußerst unwahrscheinlich. Die vielen Negativberichte, Studien und Quellen zu dieser Farbstoffgruppe sprechen jedoch eine eindeutige Sprache. Je mehr und je häufiger man Azofarbstoffe konsumiert, desto höher die Chance sich eine mögliche Nebenwirkung bzw. auch langfristige körperliche Schädigung zu erhalten. Auch die einzeln verzehrte Menge erhöht das Risiko erheblich, vor allem wenn man über den „empfohlenen“ Grenzwerten liegt. Ein ständiger Verzehr von Azofarbstoffen ist absolut zu vermeiden! Selbst von offizieller Seite, welche Azofarbstoffe ganz legal verwenden lässt wird hier gewarnt!

Welche negativen Studien, Untersuchungsberichte und Quellen gibt es zu Azofarbstoffen und deren gesundheitsschädigende Wirkung?
Ich habe im Netz mehrere hundert Negativberichte und Quellen zur Schädlichkeit von Azofarbstoffen, sowie deren spezifischer und teils gravierender Nebenwirkungen auf unseren Körper gefunden. Hier ein paar sehr interessante Link:

Auch auf meiner Homepage über Zusatzstoffe www.zusatzstoffe-liste.de sind die oben aufgeführten Azofarbstoffe nochmals etwas genauer erklärt und können über die dortige Suchfunktion schnell gefunden werden.

Warum dürfen Lebensmittel mit derart ungesunden und schädlichen Farbstoffen überhaupt verkauft werden, wenn sie von so vielen Stellen als zumindest „bedenklich“ eingestuft werden?
Weil der Gesetzgeber dies so entschieden hat und Deutschland trotz vorherigem nationalem Verbot z.B. von Tartrazin von der EU Gesetzgebung überstimmt wurde (Thema EU Angleichung). Man hält die umstrittenen Farbstoffe trotz gesetzlichem Warnhinweis für ungefährlich, wenn sie im normalen Rahmen und innerhalb der gesetzlichen Grenzwerte verwendet werden. Was ich davon halte, behalte ich nun besser für mich.



Persönliches Fazit:
Man sollte prinzipiell in einer gesunden Ernährung auf gar keine Fall Azofarbstoffe zu sich nehmen. Die Liste an möglichen Gefahren, sowie die nationalen Verbote, die teils extremen allergenen Eigenschaften, sowie negativen Tierversuche, sollten eigentlich schon bei gesundem Menschenverstand vom Kauf abhalten. Vielen Verbrauchern ist es leider immer noch völlig egal was sie essen, oder sie möchten einfach nicht alle Zutatenlisten durchlesen, bevor sie ein Produkt kaufen. „Billig“ steht leider immer noch im Fordergrund und die Bequemlichkeit sich darauf zu verlassen, das schon nichts Giftiges oder akut Schädliches in den Lebensmitteln enthalten sein wird. Verlassen würde ich mich nie darauf! Selbst in den sonst so lebensmitteltechnisch freizügigen und experimentierfreudigen USA, aber auch in Australien, sind einige der bei uns zugelassenen Azofarbstoffe illegal für den Einsatz in der Lebensmittelproduktion und werden als zu große Gefahr für die Bevölkerung und deren Gesundheit eingestuft!

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