MSM Kapseln kaufen? Was verbirgt sich hinter dem Nahrungsergänzungsmittel „Methylsulfonylmethan“ und ist es überhaupt gesund?

Vor kurzem stieß ich im Netz auf das Nahrungsergänzungsmittel mit der Abkürzung „MSM“, mit seinem ehrlich gesagt schwer auszusprechenden vollständigen Namen „Methylsulfonylmethan“. Ein echter Zungenbrecher und mir ehrlich gesagt bis dato auch völlig unbekannt. Einfacher zu merken wäre es, wenn man den eigentlichen Namen verwendet, denn MSM (Methylsulfonylmethan) ist nichts anderes als eine organische Schwefelverbindung in winziger kristalliner Form, die man im Handel als Kapseln oder auch als Pulver kaufen kann. Natürliche organische Schwefelverbindungen, wie sie in solchen Nahrungsergänzungsmitteln enthalten sind, sollen positive Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Natürliche Vorkommen von organischen Schwefelverbindungen gibt es hingegeben schon reichlich in Lebensmitteln, wie z.B.  Eiern, Sauerkraut, Fleisch, Milch oder auch hoch konzentriert in schwefligen Natursalzen, wie z.B. Kala Namak. Dieses Salz wird aufgrund seines wirklich stark nach Eier schmeckenden Geschmackes, was auf den hohen Schwefelanteil zurückzuführen ist, gerne von Veganern verwendet um z.B. Tofu nach Rührei oder anderen tierischen Erzeugnissen schmecken zu lassen. Macht eine zusätzliche Einnahme von konzentriertem Methylsulfonylmethan gesundheitlich einen Sinn? Was steckt hinter dem Boom von MSM Kapseln und Pulvern?

MSM Methylsulfonylmethan Kapseln kaufen macht das gesundheitlich Sinn
(MSM in Kapselform, sollte man wenn man es einnehmen möchte vorziehen, da der Geschmack von Schwefel nicht gerade angenehm ist. Die Kapseln öffnen sich erst im Magen und geben dort die organischen Schwefelverbindungen an den Körper frei.)

Schwefel und Schwefelverbindungen als traditionelles Heilmittel?
Schwefel gilt bereits seit einigen Jahrhunderten als Heilmittel, dabei sind selbstverständlich nicht die gefürchteten und zu Recht gemiedenen giftigen Schwefelverbindungen aus Industrie und Straßenverkehr gemeint. Es geht um die natürlich vorkommenden und organischen Schwefelverbindungen, wie sie in vielen unbehandelten Lebensmittel in unterschiedlicher Anreicherung vorkommen. Schon im frühen Mittelalter galt Schwefel und dessen Verbindungen als ein „Heilmittel“ für viele Krankheiten, davon waren einige natürlich nicht mit Schwefelverbindungen heilbar oder überhaupt behandelbar, bei anderen zeigte der Schwefel jedoch tatsächliche Wirkung. Unter anderem soll Schwefel zu dieser Zeit vor allem in Europa gegen Hautkrankheiten, Gelenkschmerzen und nach damaligem Wissen noch nicht auf Bakterien zurückzuführende Krankheiten verwendet worden sein. Leider war der medizinische Fortschritt natürlich nicht annähernd auf dem Niveau von heute, was bei einer Behandlung zu einer nicht seltenen Beigabe von Arsen und Quecksilber führte und somit für die Gesundheit wiederum fatale negative Auswirkungen hatte. Die positive Wirkung von Schwefel wurde allerdings auch bei Einzelanwendung damals schon bekannt. Wissenschaftliche Studien und Untersuchungen gab es im Vergleich zu heute selbstverständlich keine dazu. Blickt man noch weiter zurück in die Vergangenheit, dann wurde Schwefel als Desinfektionsmittel bereits vor mehreren Tausend Jahren von den Ägyptern genutzt. Seine Desinfektionskraft macht ihn auch heute noch zu einem beliebten Konservierungsmittel für die verschiedensten Anwendungsbereiche der Lebensmittelindustrie. In diesem Fall ist der Schwefel allerdings in den meisten Fällen chemisch bearbeitet worden und in Form von Sulfiten und Schwefeldioxid in Lebensmitteln im Einsatz.

Warum sind viele Menschen in der heutigen Zeit von einem Schwefelmangel in der Ernährung betroffen?
Nach wie vor gibt es genügend Nahrungsmittel, welche einen unterschiedlich hohen Gehalt an natürlichen Schwefelverbindungen beinhalten. Durch die immer stärker werden Massenproduktion im konventionellen Ackerbau und den damit verbundenen erheblichen Einsatz chemischer Kunstdünger, bei gleichzeitiger völliger Auslaugung der Böden, finden allerdings immer weniger Schwefelverbindungen aus dem Boden bis in die Fruchtstände und Blätter der Pflanzen. Bio Produkte und natürliche Düngemittel die in Maßen eingesetzt immer noch am „gesündesten“ sind, wie z.B. einfache Kuhgülle, enthalten diese Schwefelverbindungen in natürlicher Form. Zudem wird im Bio Anbau der Boden nicht zu intensiv genutzt und kann sich erholen. Je natürlicher ein Lebensmittel erzeugt wird, desto besser für seine später enthaltenen Nährstoffe und die Umwelt. Schlechte Ernährungsgewohnheiten, industriell stark bearbeitete „Lebensmittel“ und kaputte und chemieverseuchte Böden führen jedoch bei immer mehr Menschen zu Mangelerscheinungen, dies betrifft allerdings nicht nur organische Schwefelverbindungen.

Mögliche gesundheitliche Vorteile von organischen Schwefelverbindungen, sowie Studien-Quellen zu MSM (Methylsulfonylmethan)
MSM soll aus gesundheitlicher Sicht viele positive Aspekte haben und sogar in der Lage sein, viele verschiedene Krankheitsbilder zu verbessern oder gar zu heilen. Allerdings ist MSM nicht ohne Grund als Nahrungsergänzungsmittel eingestuft und sollte nicht ohne Bedenken bei jeder Krankheit eingesetzt werden. Erster Ansprechpartner bleibt somit ein spezialisierter Facharzt und eine echte medizinische Prüfung eines jeden Krankheitsbildes. Zwar gibt es tatsächlich auch sogenannten „medizinischen Schwefel“, jedoch sollte auch dessen Anwendung besser mit vorheriger ärztlicher Beratung erfolgen. Erwartet also keine Wunder bei der Einnahme von MSM Präparaten, auch wenn sie in Maßen konsumiert als nicht bedenklich für die Gesundheit gelten sollen. Sicherlich sind natürliche organische Schwefelverbindungen tatsächlich sehr wichtig für unseren Körper. Darüber hinaus sollen sie aber auch folgende Krankheitsbilder bessern können und dem Organismus positive gesundheitliche Aspekte eröffnen:

  • Schwefel wird gebraucht um Glutathion, ein Antioxidans im Körper im Kampf gegen freie Radikal zu unterstützen
  • Schwefel wirkt nachweislich stark antibakteriell, es wird gegen Ausschläge, Akne und andere bakterielle Hautkrankheiten eingesetzt
  • Der Schwefel ist wichtig für das Immunsystem, er ist grundlegender Bestandteil unseres Körpers
  • Er soll sich positiv auf viele Allergien auswirken (siehe Studienergebnisse weiter unten)
  • Schwefel wirkt gegen Entzündungen
  • Die Einnahme von Schwefelverbindungen soll Arthrose Schmerzen lindern
  • Es soll eine positive Wirkung auf Knorpel- und Gelenkschmerzen festgestellt worden sein
  • Schwefel wirkt sich positiv auf die Haargesundheit aus
  • Organische Schwefelverbindungen stärken die Fingernägel
  • Mehr Schwefel in der Ernährung kann das allgemeine Hautbild verbessern
  • Selbst eine leichte Verbesserung bei hartnäckigen Hautkrankheiten wie der Rosacea soll beobachtet worden sein
  • Es soll bei Muskelschäden die Regenerationskraft verstärken
  • Im Darmtrakt soll MSM eine negative Auswirkung auf dort möglicherweise vorhandene Pilze und Parasiten haben, daneben soll es das positive Bakterienmilieu im Darm verbessern
  • Die organischen Schwefelverbindungen werden von vielen Menschen zur Unterstützung einer Entgiftung eingenommen

Quellen und Studien zu MSM, sowie weiterführende Links:
Hier noch einige Studienquellen, sowie weiterführende Links zu MSN und dessen Wirkung:

Nahrungsergänzungsmittel „MSM“ oder natürliche organische Schwefelquellen?
Es stellt sich natürlich die Frage, ob man bei einer gesunden und ausgewogenen Ernährung nicht schon genug natürliche Schwefelverbindungen aufnimmt. Ich würde behaupten ja, allerdings schaffen eine solche Ernährungsweise leider nur die wenigsten Menschen. Tägliches schnelles herunter schlingen von Kantinen „Essen“, Industrienahrung und wenig bis gar keiner ausgewogenen Ernährung machen eine ausreichende Aufnahme von MSM kaum möglich. Wenn man zu Nahrungsergänzungsmitteln greifen muss, dann sollte man allerdings auch nur reine Produkte kaufen, welche frei von unnötiger zugesetzter Chemie wie z.B. Farbstoffen oder Stabilisatoren sind. Ein Beispiel ist z.B. das MSN Kapselprodukt von Manako. Zwei weitere Bespiele gibt es weiter unten in diesem Beitrag, sowie ein wichtiger Hinweis für Vegetarier und Veganer!

Welche Lebensmittel enthalten von Natur aus viel Schwefel?
Einige Lebensmittel, sowohl tierischen als auch rein pflanzlichen Ursprungs beinhalten von Natur aus höhere Konzentrationen organischer Schwefelverbindungen. Diese sind in unterschiedlich hoher Konzentration enthalten. Generell sollten bei folgenden Lebensmitteln allein schon aus Umwelt- und Gesundheitsgründen die jeweiligen Bio Qualitäten vorgezogen werden.

  • Eier
  • Fleisch, vor allem von der Gans
  • Sauerkraut
  • Milch
  • Käse
  • Muscheln
  • Kaviar
  • Erdnüsse
  • Fische, insbesondere Flundern und Schollen
  • Pistazien
  • Brokkoli
  • Sesam
  • Bei hohem Verzehr auch Feldsalat

Kala Namak Salz als natürlicher Schwefellieferant?
Kala Namak ist im Grunde kein reines Lebensmittel, sondern ein Steinsalz mit sehr hohem Schwefelgehalt, weshalb es natürlich nicht in hohem Maße verzehrt werden kann. Dennoch unterstützt es auf natürliche Art die Schwefelversorgung unseres Körpers. Ein empfehlenswertes und sehr reines Kala Namak gibt es von der Firma Biova. Aufgrund des hohen Anteils an Schwefel schmeckt es wie alle Salze dieser Art nach Eiern.

MSM (Methylsulfonylmethan) Nahrungsergänzungsmittel, oder echtes Heilmittel?
Organische Schwefelverbindungen sind meiner Meinung nach absolut wichtig in der Ernährung. Während Schwefel Einzug in viele Medikamente gefunden hat und seit Jahrtausenden medizinisch Anwendung findet, hat es auch als Nahrungsergänzungsmittel seine Daseinsberechtigung. Es ist sowohl als Nahrungsergänzungsmittel, als auch als Medikamenten durch viele wissenschaftlichen Studien als wirksam eingestuft worden. Bei jeder in Frage kommenden Krankheit einfach sorglos MSM als Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen, ist aber nicht Sinn der Sache, lassen sie sich daher unbedingt zuerst von einem Facharzt untersuchen und gegebenenfalls anderweitig therapieren. Gegen eine normale Aufnahme von MSM als Nahrungsergänzung ist jedoch nichts einzuwenden.

Wo kann ich MSN Kapseln kaufen und was gilt es bei einem Kauf sonst noch zu beachten?
Quellen für MSM Produkte in Kapseln oder Pulverform gibt es im Netz unzählige. Wichtig ist es, wie bereits weiter oben erwähnt beim Einkauf unbedingt auf eventuell enthaltene Zusatzstoffe in den Nahrungsergänzungsmitteln zu achten. Das Methylsulfonylmethan sollte rein sein, das heißt völlig frei von chemischen Trennmitteln, Stabilisatoren, Farbstoffen, Emulgatoren oder gar Konservierungsstoffen mit zweifelhaften gesundheitlichen Auswirkungen. Noch vertretbar sind harmlose Trennmittel wie „Magnesiumstearat“ oder auch „Magnesiumsalze von Speisefettsäuren“. Für Veganer und Vegetarier sollten aber die verschiedenen Arten des letzteren Trennmittel unbedingt pflanzlichen Ursprungs sein, siehe auch den Beitrag:
Sind Mono- und Diglyceride kurz E471 in Backwaren und anderen Lebensmitteln ungesund?
Zu empfehlen und auch bereits von Kunden sehr gute bewertet sind die Produkte von:

  • Sports Health
    (Aktuell ist keine Rinder-Gelatine für Kapsel verwendet, keine Trennmittel usw.)
  • Vihado
    (Zwar mit Magnesiumsalze von Speisefettsäuren, jedoch Vegan!)
  • Manako
    (Aktuell nichts für Veganer und Vegetarier wegen Rindergelatine!)


Fazit:
Schwefel findet sich in jedem Lebewesen wieder, auch der menschliche Körper braucht es als Grundlage zum Leben. Ein derart für unsere Gesundheit wichtiger Stoff, sollte also nicht unter mangelnder Zuführung stehen. Egal ob man nun über eine sehr ausgewogene und gesunde Ernährung organische Schwefelverbindungen konsumiert, oder auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgreift, die Versorgung ist essentiell. Schwefel gilt seit Jahrtausenden als wichtiger Stoff zur Bekämpfung von unerwünschten Bakterien, Pilzen und Parasiten, ist aber in der Ernährungswissenschaft bisher nur bedingt  erforscht. Es ist an der Zeit dies zu ändern, denn seine gesundheitlichen Auswirkungen sind äußerst vielfältig, sowohl positiv, als auch im Falle eines Mangels negativ.

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