Natürliche Garnelen sind sehr gesund, welche Alternativen es zu den vielen asiatischen Antibiotika-, Hormon- und mit Zusatzstoffen belasteten Garnelenprodukten gibt

Die Garnelen, nicht nur aus den asiatischen Garnelenfarmen geraten zu Recht immer wieder in die Kritik. Von einem starken Antibiotikaeinsatz, Hormon- und Wachstumsbeschleuniger während der Zucht, bis hin zu Chemikalien und den am Ende der Produktion hinzugefügten Zusatzstoffen, gibt es viele berechtigte Kritikpunkte. Auch sind die Futtermittel oft sehr schlecht und mit Pestiziden und Schwermetallen belastet. In einigen Garnelenfarmen werden teilweise sogar Lederreste aus den Färberreinen Indiens in Pelletform verfüttert. Die daraus resultierenden möglichen gesundheitlichen Gefahren sind enorm hoch, vor allem bei einem langfristigen und hohen Konsum solcher meist sehr billiger Garnelenprodukte. Garnelen die naturbelassen sind und aus Wildfängen stammen bzw. aus nachhaltigen und ökologischen Aquakulturen sind hingegen sehr gesunde Nahrungsmittel, mit vielen wertvollen Eiweißen, Mineralien und Vitaminen und das bei einem sehr geringen Fettgehalt.

Garnelen gesund oder ungesund warum viele Garnelenprodukte schädlich für die Gesundheit sind
(Sind Garnelen gesund oder ungesund? Viele Garnelenzüchter nutzen gefährliche Chemikalien, billiges Gen Futter mit Pflanzeschutzmittelresten, Wachstumshormone, Antibiotika und teilweise sogar mit Schwermetallen und Bleichmitteln belastete Reste aus der Lederindustrie als Futtermittel)

Garnelen, woher kommen die meisten Garnelenprodukte und wie werden sie produziert?
Neben den klassischen Wildfängen aus dem Pazifik und dem Atlantik stammen die meisten Garnelenprodukte aus Aquakulturen. Über 90 Prozent dieser Garnelen werden in Asien in teilweise gigantischen Garnelenfarmen produziert. Die größten Produzenten sind hier Thailand, Indonesien, Vietnam, Bangladesch und Indien.

Die unterschiedlichen Produktions- und Fangarten von Garnelen grob unterteilt:

Garnelen aus Wildfängen
Hier werden die größten Mengen aus dem Pazifik, sowie dem Atlantik gewonnen. Mit großen Netzen bei sehr kleiner Maschengröße werden gezielt Garnelen aus den Fangründen gehoben. Die bekanntesten Garnelen aus Wildfang sind die sehr oft verwendeten „Eismeergarnelen“, welche größtenteils aus den Meeresgebieten vor Grönland gefangen werden, weshalb ihr Zweitname oft auch „Grönlandgarnele“ lautet. Sind diese Sorten ohne chemische Zusatzstoffe eingefroren und vorher nur mit Wasser bzw. Salz glasiert worden, dann handelt es sich hierbei um Produkte, die zu den gesündesten Garnelen überhaupt zählen. Oft werden sie jedoch aufgrund ihrer kleineren Größe und des sehr milden Geschmacks verkannt.

Bio Garnelen aus nachhaltiger und ökologischer Aquakultur
Direkt nach den Garnelen aus Wildfängen sollten ökologisch erzeugte Garnelen bevorzugt werden. Allerdings hängt die Nachhaltigkeit und der Gesundheitswert dieser Garnelen auch stark von der Art der Bioproduktion ab. In der Regel sind diese Garnelen aber deutlich gesünder und nachhaltiger erzeugt worden, als es bei den konventionell erzeugten Produkten der Fall ist. Gen-Soja mit möglichen Pflanzenschutzmittelrückständen, Wachstumshormone, chemische Nahrungsergänzungen und Antibiotika zur permanenten Behandlung sind hier in der Regel untersagt. Auch die Schäden an Natur und Umwelt sind deutlich geringer, als bei den konventionellen Garnelenfarmen. Leider werden auch Bio Produkte nicht selten mit bedenklichen Zusatzstoffen nach dem Fang und vor dem einfrieren behandelt.

Garnelen aus nachhaltiger und kontrollierter Aquakultur in konventioneller Zucht
Bekommt man weder Garnelen aus Wildfängen, noch aus guter ökologischer Aquakultur, dann gilt es spätestens jetzt genau aufzupassen. Nur weil „Premium“ auf einer Packung konventionell erzeugter Garnelen steht, heißt das noch lange nichts in Bezug auf die Erzeugung und Qualität der Produkte. Auch die meisten Qualitätssiegel sind mehr oder weniger nichts sagend und wertlos. Hat das konventionelle Produkt jedoch ein ASC Siegel, welches für nachhaltige Aquakultur mit möglichst geringer Belastung für die Umwelt und guter Produktqualität, sowie niedrige Sterblichkeitsrate der Tiere steht, dann kann man schon viel sorgenfreier zugreifen. ASC heißt aber nicht Bio! Das sollte jedem klar sein der solche Produkte kauft!

Billig Garnelen aus konventioneller Zucht ohne seriöse externe Kontrolle
Wer einmal die chemisch kontaminierten und völlig verdreckten „Teiche“ in Thailand, Bangladesch, Indonesien und Vietnam gesehen hat, in denen die meisten der asiatischen Garnelen gezüchtet werden, dem vergeht ganz schnell der Appetit auf jegliche Garnelenprodukte. Es ist nicht nur ein kleiner Teil der Garnelenindustrie, die mit verheerenden Auswirkungen auf die Umwelt und massiven Antibiotika, Hormon- und Chemieansatz ihre Garnelen halbwegs am Leben erhält und dann als „gesunde“ Garnelenprodukte verkauft. Oft reicht es den Herstellern dann auch nicht, dass sie schon solche billigen Produktionsbedingungen allein geschaffen haben, sie mischen auch gerne noch unzählige Zusatzstoffe zu den Garnelen hinzu, spritzen sie mit Wasser, Salzlösungen, Phosphaten und anderen teilweise sogar verbotenen Chemikalien auf, um sie so schwerer und besser haltbar zu machen. Nicht alle günstigen Garnelenprodukte sind natürlich von diesen schlechten Herstellern, ein bedeutender Teil allerdings schon, weshalb ich beim Kauf nie sicher sein kann, was ich da gerade kaufe, also heißt es für mich bei solchen Garnelen einfach nur: Finger weg!
Das Gesundheitsrisiko ist mir viel zu hoch, außerdem ist gleichzeitig auch die Umweltbelastung dieser Farmen unfassbar zerstörerisch! Die Futtermittel sind ebenfalls stellenweise eine ganz große Katastrophe und man kann froh sein wenn man nur Garnelen mit Antibiotika und mit Pestiziden belasteten Gen Soja als Futtermittel gegessen hat. Selbst mit Schwermetallen, Bleichmitteln und Chemikalien belastete Lederreste, sowie Tiermehle aus fraglicher Herkunft kommen in solchen Garnelenfarmen teilweise zum Einsatz.

Mein Buchtipp
Das TEUBNER Handbuch Fisch & Meeresfrüchte
Neben Garnelen werden in diesem Buch unzählige Fisch und Meeresfrüchtearten sehr detailliert mit Hochglanzbildern und ausführlicher Beschreibung dargestellt, es bleibt dabei trotz seiner Ausführlichkeit leicht verständlich.

Wie gesund sind natürliche oder naturnah aufgewachsenen Garnelen ohne Zusatzstoffe?
Hat man sich Garnelen aus Wildfang, oder biologischer Aquakultur ohne bedenkliche Zusatzstoffe gekauft, dann hat man ein sehr gesundes Lebensmittel erworben! Garnelen haben sehr viele gesunde Inhaltsstoffe, ganz wenig Fett und sind leicht verdaulich.

Die Nährwerte, Vitamine, Mineralstoffe und Aminosäuren von Garnelen:
Die Zusammensetzung und Nährwerte von Garnelen sind perfekt für eine gesunde Ernährung geeignet, denn sie enthalten weniger als 0,3-0,4 % gesättigte Fettsäuren, bei nur 1,8 % Gesamtfettanteil, zudem haben sie absolut keine Kohlenhydrate. Der Eiweißgehalt beträgt gleichzeitig über 20 %. Der Kaloriengehalt von Garnelen beträgt je nach Sorte nur 80-110 kcal pro 100 g. Neben all diesen positiven Eigenschaften, besitzen Garnelen viele Vitamine, Mineralien und wertvolle Aminosäuren, diese sind unter anderem:

Vitamine

  • Vitamin A (gering)
  • B Vitamine vor allem Vitamin B3 und B 6
  • Vitamin C (gering)
  • Vitamin D
  • Vitamin E

Mineralien/Spurenelemente

  • Calcium
  • Magnesium
  • Kalium
  • Phosphor

Aminosäuren (nur die bedeutendsten erwähnt)

  • Leucin
  • Lysin
  • Arginin
  • Phenylalanin
  • Glutaminsäure

Garnelen und die Gesundheitsgefahren, welche bei einem langfristigen Verzehr von chemisch stark belasteten Garnelenprodukten auftreten können.
Von Schwermetallen über Pflanzenschutzmittel, Antibiotika, Hormonen, bis hin zu teilweise bedenklich Zusatzstoffe, wie den Farbstoff E122 Azorubin und andere Azofarbstoffen, aber auch E223 Natriumdisufit, Benzoate oder E451 Triphosphate können in Garnelenprodukten enthalten sein. Daneben gibt es auch eine ganze Reihe von gesundheitsschädlichen und hierzulande verbotenen Chemikalien und Zusatzstoffen, die sich immer wieder in derartigen Garnelenprodukten finden. Roh sollten Garnelen übrigens niemals verzehrt werden, selbst die vor gekochten Varianten sollten man besser nochmals ordentlich durch erhitzen.

Die Gefahren für die Gesundheit durch schlechte Garnelenprodukte und deren Zusatzstoffe:

  • Bauchschmerzen
  • Darmprobleme
  • Durchfall
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Kopfschmerzen
  • Erhöhte Schwermetallbelastung des Körpers
  • Nervenschäden
  • Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörungen
  • Allergische Reaktionen
  • Herz- Kreislauferkrankungen
  • Schäden am Erbgut
  • Krebserkrankungen, vor allem Darm-, Bauchspeicheldrüsen- und Magenkrebs

Auf was man beim Kauf von Garnelen und Garnelenprodukten achten sollte
Zunächst sollte der Preis eine eher untergeordnete Rolle spielen, nicht alle hochwertigen Garnelenprodukte müssen teuer sein, oft sind sogar Wildfänge, wie z.B. die Grönlandgarnele besonders günstig zu haben. Der Grund hierfür ist, dass der Verbraucher vor allen in Größe, Aussehen und Preis die Qualität der Garnele sieht. Dies sind jedoch nicht die Merkmale, auf die man beim Kauf von Garnelenprodukten achten sollte.

Viel wichtiger sind:

  • Wildfang, Bio oder ASC Produkte?
  • Keine bedenklichen Zusatzstoffe enthalten?
  • Festigkeit und Konsistenz
  • Natürliche Färbung
  • Milder Geruch, nicht fischig oder muffig!


Fazit:
Garnelen sind sehr gesunde Lebensmittel, wenn man auf ihre Produktionsart, Herkunft und ihre Zusatzstoffe achtet. Je natürliche die Garnele, umso höher ihr Gesundheitswert. Dies muss sich auch nicht immer im Preis niederschlagen. Gerade Grönland bzw. Eismeergarnelen kann man aus Wildfängen bedenkenlos und meist auch günstig kaufen. Allerdings sollte man bei diesen farblich hellen und von der Konsistenz her weichen Sorten, auf die leider oftmals viel verwendeten und nicht selten sehr bedenklichen Zusatzstoffe achten. Von den mit Azofarbstoffen gefärbten Garnelenprodukten, bis hin zu mit Benzoaten und Phosphaten haltbar gemachte Garnelensalaten, gibt es hier sehr viel Unnatürliches in den Regalen der Supermärkte und and den Fischtheken zu kaufen.

Dieser Beitrag hat Dir gefallen?
Dann freue ich mich sehr, wenn Du ihn teilst.
Vielen Dank!
Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.