Vitamin D Mangel in Deutschland, trotz Sonne und gesunder Ernährung zu wenig Vitamin D3?

Der Vitamin D Mangel ist aktuell zum echten „Trendthema“ geworden, in Deutschland sollen je nach Quelle zwischen 60 bis 90 Prozent der Bevölkerung an einem Vitamin D Mangel leiden. Die meisten Menschen wissen weder etwas davon, noch vermuten sie hinter vielen akuten oder chronischen Symptomen bzw. Krankheiten, dass eventuell ein Vitamin D Mangel durch eine langjährige Unterversorgung dahinter stecken könnte. Es dauert oft auch einige Jahre bis sich die ersten deutlichen körperlichen Symptome bzw. Schäden bei zu wenig des „Sonnenvitamins“ im bzw. am Körper zeigen können. Ein Vitamin D Mangel ist tatsächlich sehr weit verbreitet und wird auch unterschiedlich definiert, zumindest ab wann bzw. welchem Wert es sich tatsächlich um einen Mangelzustand handelt. Viele Menschen bringen Symptome wie Müdigkeit, Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen, Osteoporose oder eine höhere Wahrscheinlichkeit bei niedrigem Vitamin D Spiegel im Blut an Krankheiten wie z.B. Multiples Sklerose zu erkranken überhaupt nicht mit zu wenig Vitamin D in Verbindung. Einzig die gefährliche Krankheit „Rachitis“ bei Babys ist Recht bekannt, welche durch einem starken Vitamin D Mangel in den Monaten nach der Geburt zustande kommt und durch die Gabe von Vitamin D3 bereits im Krankenhaus und auch in der Nachsorge bzw. Versorgung durch den Arzt bis ca. zum 1 Lebensjahr des Kindes nahezu komplett in unserem Land beseitigt wurde. Das ist auch der Grund warum Babys bis zum ersten Lebensjahr zu der Gruppe in der Bevölkerung mit der geringsten Wahrscheinlichkeit auf einen Vitamin D Mangels gehören. Wer glaubt eine gesunde Ernährung kann dem Vitamin D Mangel entgegen wirken der wird leider enttäuscht werden. Vitamin D ist nur in wenigen Nahrungsmitteln enthalten und dann auch nur in äußerst niedrigen Konzentrationen. Selbst in Eiern, Pilzen und Fisch befindet sich viel zu wenig Vitamin D3 um auch nur ansatzweise den Tagesbedarf decken zu können. Deshalb bleibt nur die Sonne als natürlicher Faktor, um über die Haut Vitamin D bilden zu können, oder eben möglichst zusatzstofffreie Nahrungsergänzungsmittel. Natürliches Vitamin D3 gibt es zur Vitamin D Mangelbekämpfung bzw. zum Heben des Vitamin D Spiegels auf ein möglichst gesundes Niveau in unterschiedlichen Formen. Es ist sowohl als von ungesunden Zusatzstoffen freies D3 aus tierischen Ursprung zu haben, als auch in der veganen Vitamin D 3 Variante*, welche ebenfalls der Gesundheit zuliebe unbedingt ohne unnötige Chemie auskommen sollte.


(Vitamin D über die Sonne, das geht in Deutschland nicht das ganze Jahr über, Sonnencremes und zu viel Kleidung bzw. Jobs in Büros und geschlossenen Räumen sorgen selbst in den Sommermonaten bei vielen Menschen für einen Vitamin D Mangel. Im Herbst und Winter weitet sich dieser Mangel dann durch drastisch fallende Vitamin D Werte im Blut deutlich aus.)



Vitamin D Mangel trotz Sonne und regelmäßigen Spaziergängen?
Wer genug und absolut natürliches Vitamin D haben möchte, der sollte neben der gesunden Ernährung  unbedingt die Sonne als wichtigsten Faktor in Betracht ziehen. Dabei ist es wichtig am besten täglich 10-20 Minuten je nach Hauttyp mit so wenig Kleidung wie möglich und ohne Sonnencreme in die Sonne zu gehen. Das Problem ist hierbei „nur“ die Umsetzbarkeit und die Jahreszeiten, denn nahezu der komplette Herbst und Winter, sowie teils auch der Frühling ist an vielen Tagen in Deutschland nicht gut geeignet für die Vitamin D Bildung. Ein Spaziergang im Winter produziert genau wie im Spätherbst oder auch im zeitigen Frühjahr kaum bis gar kein Vitamin D, auch wenn manche Menschen glauben, dass die natürliche Vitamin D Bildung über die Haut allein schon beim Rausgehen an die frischen Luft automatisch selbst im tiefsten Winter geschieht. „Nur“ etwas Tageslicht reicht absolut nicht, es braucht Sonne um ausreichend Vitamin D bilden zu können und diese dann auch noch im richtigen Einstrahlungswinkel und im Idealfall zur Mittagszeit! Ein ganz fataler Gegenspieler zur natürlichen Vitamin D Bildung der Haut, ist neben der starken Bekleidung der Menschen auch der massive Einsatz von zu viel- und im Faktor zu hoch angesetzten Sonnencremes. Sowohl Kleidung als auch Sonnencremes reduzieren bzw. blockieren die Vitamin D Produktion in hohem Maße und können sie sogar zeitweise ganz zum erliegen bringen. Wenn im Sommer nur die Arme und Beine, sowie das Gesicht aus der Kleidung schauen und diese dann noch mit Faktor 50 Sonnenschutzcremes dick eingeschmiert sind, dann wird dadurch eine normale Vitamin D Bildung vom Körper gar nicht mehr möglich gemacht. Wer zusätzlich auch noch einen Job in geschlossenen Räumen hat und nur noch bestenfalls die Abendsonne genießen kann, der hat eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit auf einen zu niedrigen Vitamin D Wert im Körper.

Keine Sonnencreme und wenig Kleidung in der Sonne?
Ist das nicht schädlich für die Gesundheit der Haut -> Stichworte Hautkrebs und vorzeitige Hautalterung?

Es ist richtig, dass zu viel Sonne der Haut schadet, allerdings wird Vitamin D auch recht zügig von unserer Haut produziert. Je heller der Hauttyp umso schneller geht dieser Vorgang bei gesunden Menschen. 15-20 Minuten reichen im Schnitt schon locker bei einem hellhäutigen Hauttyp in der Mittagssonne und bei wenig Bekleidung aus, um zwischen 8000 IE bis 10000 IE (internationale Einheiten des Vitamin D3) zu produzieren. Man soll natürlich nicht in der Sonne bleiben bis die Haut sich rötet oder gar zu einem Sonnenbrand neigt. Ein kurzes Sonnenbad ohne Schutz verursacht der Haut in der Regel bei gesunden Menschen keinen nachhaltigen Schaden, danach kann man sich dann immer noch mit Kleidung verhüllen oder eincremen. Vorsichtiges herantasten, bräunen und kurze Aufenthalte in der Sonne sind wichtig für eine natürliche Vitamin D Produktion und die Vorbeugung eines Vitamin D Mangels.

Habe ich einen Vitamin D Mangel und wo kann ich meinen Vitamin D Spiegel wissenschaftlich seriös testen lassen?
Ob Du einen Vitamin D Mangel hast, kann nur ein Arzt oder Heilpraktiker bzw. eine Person mit medizinischer Ausbildung über einen Bluttest im Labor genau feststellen. Ich habe meinen Vitamin D Wert im Blut bei einem Heilpraktiker gegen 30 Euro mit vielen anderen Vitaminen und Spurenelementen zusammen im Labor nach wissenschaftlichen Kriterien testen lassen. Der Wert lag nach dem Sommer und trotz größtenteils pescetarischer Ernährung mit sehr viel fettem Fisch und nach einigen ausgiebigen Sonnenbädern bei nur 31 ng/ml. Der Wert 31 ist dabei schon im Vergleich zum deutschen Durchschnitt recht gut, es ist kein schwerer Mangel, jedoch lag dieser Wert auf diesem Niveau am Ende des Sommers! Ab Oktober kann man die Vitamin D Produktion bis ca. März in Deutschland größtenteils vergessen, selbst wenn man oft in die Natur geht. Bei 31 ng/ml lag also mein Jahreshöhepunkt an Vitamin D im Blut, man kann sich also vorstellen, wo dieser Wert wohl Ende des Winters gelegen haben könnte, auf jeden Fall viel zu niedrig und auf wahrscheinlich akutem Mangelniveau. Als guter Vitamin D Wert wird von den meisten Ärzten und Heilpraktikern sowie Experten, welche sich wirklich intensiv mit dem Thema Vitamin D auskennen ein Niveau zwischen 50-60 ng/ml, teilweise auch 70 ng/ml im Blut angesehen. Einige sagen sogar Werte bis 80 ng/ml sind Top. Bei meiner Frau habe wir übrigens auch den Vitamin D Wert bestimmen lassen. Sie ißt wesentlich weniger fettreiche Fische, befand sich aber im Vergleich zu mir viel öfter draußen in der Natur, trotzdem erreichte sie im Herbst bereits einen schlechten Wert von nur 22 ng/ml Vitamin D im Blut. Werte unter 20 ng/ml gelten als deutlicher Mangel und sind schlecht für die Gesundheit. Ich würde  ausschließlich zur korrekten Vitamin D Wert Ermittlung im Blut die klassische Blutentnahme bei medizinisch geschulten Fachpersonal und durch ein seriöses auf wissenschaftlichen Grundlagen arbeitenden Labors empfehlen, bevor man über eine Vitamin D Supplementierung nachdenkt!



Fazit:
Inzwischen ist es kein Geheimnis mehr, dass in Deutschland viele Menschen unter einem Vitamin D Mangel zu leiden haben. Dies betrifft aber auch viele andere Länder, vor allem dann, je weiter diese vom Äquator entfernt liegen. Bereits ab dem 41. Breitengrad ungefähr bei Rom (Italien) wird die Aufnahme von Vitamin D zunehmend schwerer. Je weiter man von dieser Zone entfernt wohnt, desto unwahrscheinlicher ist eine gute Vitamin D Versorgung über das Jahr in Form von ausreichend Sonneneinstrahlung und die damit verbundene natürliche Produktion über die Haut. Die Wahrscheinlichkeit eines Vitamin D Mangels steigt so deutlich an, weshalb man wirklich in regelmäßigen Abständen oder zumindest einmal im Jahr (ideal im Winter) sein Blut kontrollieren lassen- und ggf. auf Nahrungsergänzungsmittel, möglichst frei von unnötiger Chemie zurückgreifen sollte. Eine korrekte medizinische Beratung kann hier allerdings nur im individuellen Fall ein Arzt leisten.


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