Vitamin D3 Einnahme Nebenwirkungen und Risiken? – Kann Vitamin D auch ohne Überdosierung Nebenwirkungen hervorrufen und welche Symptome können dabei entstehen?

Vorab, dieser Beitrag darf wie alle anderen Beiträge auf meinem Blog nicht als medizinischer Ratschlag verstanden werden, diese Tätigkeit kann nur ein zugelassener Arzt erbringen. Ich habe jedoch sehr ausführlich im Netz recherchiert und möchte hier eine kleine informelle Zusammenstellung über Vitamin D und dessen mögliche Risiken und Nebenwirkungen auf den Körper bzw. die Gesundheit aufbereiten. Alle Informationen sind deshalb ohne Gewähr auf Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität, auch wenn ich sie sehr sorgsam gewählt habe. Die tägliche empfohlene und offiziell als für die Gesundheit unbedenklich geltende Zufuhr von 800 – 1000 IE halte ich persönlich jedoch für nicht plausibel und unrealistisch niedrig, um einen erheblichen Vitamin D Mangel ausreichend zu bekämpfen oder gar einen Vitamin D Wert von 70 ng/ml im Blut zu erreichen. Es reichen im Sommer bereits 20-30 Minuten mit freiem Oberkörper in der Mittagssonne völlig aus, um locker 10000 IE und mehr Vitamin D3 zu bilden. Warum dann also dieser sehr niedrige „unbedenkliche“ Wert für die empfohlene Tagesdosis? Natürlich kann es bei der Vitamin D Einnahme zu Nebenwirkungen kommen, schlimme Nebenwirkungen und körperliche Schäden sind jedoch in der Regel erst bei deutlicher und vor allem langfristiger Überdosierung zu befürchten. Ich bin ein Gegner von Vitamin D Megadosen ohne triftigen Grund, oder einer langfristiger und unkontrollierten Einnahme von deutlich mehr als 10000 IE am Tag. Zudem würde ich jedem Vitamin D Nutzer vorher dringend empfehlen sich von einem Arzt oder Heilpraktiker ein ausführliches Blutbild machen zu lassen und sowohl den aktuellen Vitamin D Spiegel im Blut, als auch gleichzeitig Magnesium und Vitamin K(K2) messen zu lassen. Alle drei sind wichtige Kofaktoren und können maßgeblich die möglichen Nebenwirkungen einer zusätzlichen Vitamin D Einnahme, – welche jedoch recht selten auftreten – reduzieren oder gar verhindern.


(Kann die Vitamin D3 Einnahme auch Nebenwirkungen schon vor einer Überdosierung hervorrufen? Aus eigener Erfahrung kann ich ganz klar sagen: „Ja, das kann sie“, insbesondere wenn dem Körper Magnesium fehlt! Ich ergänze daher je nach Bedarf meine Vitamin D3 Einnahme mit ausreichend Magnesiumcitrat*, welches natürlich ebenfalls genau wie ein gutes Vitamin D3* ohne unnötige und teils bedenkliche Zusatzstoffe auskommen sollte!)



Vitamin D3 Nebenwirkungen und Risiken auch ohne eine Überdosierung oder einen kritisch hohen Vitamin D Spiegel?
Abgesehen von langfristig viel zu hohen Vitamin D Spiegeln von über 90 bis 100 ng/ml Blut, oder gar Werten die wirklich akut gefährlich sind von 120 – 150 ng/ml und deutlich mehr (bis hin zur Vergiftung durch zu viel künstlich aufgenommenes Vitamin D3/D2), können auch schon bei normalen Vitamin D Therapien mit 10000 IE am Tag, teils auch schon mit 5000 IE Nebenwirkungen auftreten. Dies ist vor allem bei sehr niedrigen Vitamin D Spiegeln als Ausgangsposition der Fall die mit „Megadosen“ aufgefüllt werden sollen und bei fehlenden Kofaktoren. Diese sind insbesondere ein Mangel an Magnesium oder ein sehr niedriger Vitamin K/K2 Spiegel im Blut bzw. Körper. Mehr dazu habe ich unter dem Beitrag „Vitamin D3, Magnesium und Vitamin K2, eine wichtige Kombination“ zusammengefasst. Somit liegt es oft nicht einmal am zusätzlichen Vitamin D selbst, sondern an fehlenden Nährstoffen. Klassisch für eine Nebenwirkung von Vitamin D3 in Verbindung mit Magnesiummangel ist z.B. Herzstolpern und Herzrhythmusstörungen.

Nebenwirkungen die bei einer „normalen“ Vitamin D Spiegelerhöhung auftreten könnten (insbesondere wen Kofaktoren wie Magnesium fehlen!):

  • Herzstolpern
  • Übelkeit
  • Innere Unruhe
  • Zuckungen (insbesondere Augenlieder und einzelne Muskeln)
  • Herzrhythmusstörungen
  • Angstzustände
  • Gesteigerter Durst
  • Häufigeres Wasserlassen
  • Müdigkeit
  • Beeinträchtigung der Verdauungsorgane

Viele der Symptome gelten als selten bei kleineren Vitamin D Dosen von 5000 – 10000 IE am Tag. Diese Dosierungen dürfen auch nur von einem Arzt verschrieben werden und sind teilweise auch kaum frei erhältlich, da von offizieller Seite aus nur 800 – 1000 IE als sicher für die Gesundheit gelten. Spricht man jedoch mit Personen die sich wirklich damit auskennen und auch mit gut geschulten Ärzten und Heilpraktikern, so wird schnell klar, dass diese niedrigen Mengen sehr fragwürdig sind, um einen Vitamin D Spiegel erfolgreich nach oben zu treiben, da sie oft nicht einmal reichen um den Tagesbedarf zu decken. Ich habe in meiner Eigentherapie, welche ich mit einer ausführlichen Blutanalyse beim Arzt begann zwischen 10000 – 20000 IE pro Tag an Vitamin D zu mir genommen. Inzwischen liege ich bei 5000 IE täglich im Herbst und Winter. Im Sommer nehme ich nur selten bis gar kein Vitamin D3, wenn ich ausreichend an die Sonne komme. Im Frühling sind es dann ab und zu 2500 IE oder 5000 IE je nach Sonnenhäufigkeit.

Nebenwirkungen und Risiken sowie langfristige körperliche Schäden bei einer deutlichen Vitamin D Überdosierung?
Ich lese immer wieder im Netz über „Megadosen“ und „Stoßtherapien“ von teilweise weit über 100 Tsd. IE als Eimal-Dosis oder mehreren Folgedosen von 50000 IE und das in manchen Fällen sogar über Wochen! Auch Menschen die sagen das sie täglich ganzjährig 20 Tsd. bis 40 Tsd. IE zu sich nehmen begegnet man gar nicht so selten. Ich halte nichts von Vitamin D3 Megadosen oder einer standardmäßigen Einnahme von derart hohen Werten. Die Grenze unseres Körpers für eine natürliche Vitamin D Aufnahme bzw. Verarbeitung über die Haut durch die Sonneneinstrahlung im Sommer liegt je nach Quelle bei 10000 – 20000 IE am Tag. Ich finde das alles was mittel- bis langfristig über das natürliche Niveau hinaus geht nicht gesund ist. Zudem muss man bedenken wie stark die Nebenwirkungen wohl sein könnten, wenn ein Mensch der z.B. unter einer Unterversorgung oder gar einem schweren Magnesiummangel leidet plötzlich 100000 IE Vitamin D aufnimmt und dann mit Folgedosen von 20-40 Tsd. IE am Tag weiter macht. Das kann echt übel werden, gerade in Bezug auf Nerven und den Herzrhythmus! Die Vitamin D3 Aufnahme verbraucht massiv Magnesium, vor allem bei sehr hohen Dosen um durch Enzyme in das Hormon „Calcitriol“ also die Endstufe von Vitamin D umgewandelt werden zu können. Daneben führt eine Vitamin D Überdosierung und dauerhaft zu hohe Werte zu ernsten gesundheitlichen Schäden, welche auch bleiben können! Extreme Vitamin D Werte im Blut führen zu einer Vergiftung des Körpers mit Vitamin D3 und können im Extremfall sogar tödlich enden!

Mögliche Nebenwirkungen bei massiven Überdosierungen bzw. Vitamin D Werten von deutlich über 100 ng/ml Blut.
Ab 150 ng/ml im Blut sind Nebenwirkungen durch künstliche Zuführung von Vitamin D3 fast schon garantiert, daher sollte niemals ein solch hoher Wert erreicht oder gar angestrebt werden! Dieser Werte wären definitiv nicht gesund und stellen neben möglicherweise bleibenden Schäden sogar akute Lebensgefahr dar! Bei sehr hohen Vitamin D Dosierungen, welche ich auch aus persönlicher Sicht absolut nicht ohne Grund empfehlen würde, sollte man sich immer in kontrollierte ärztlicher Betreuung befinden und in relativ kurzen Abständen die Blutwerte überprüfen lassen! Ich halte unnatürlich hohe Vitamin D Spiegel von über 80ng/ml nach all meiner Recherche im Netz und aufgrund meiner Meinung für gesundheitlich absolut nicht zuträglich und auch nicht erstrebenswert!
Derart hohe Werte können folgende schwerwiegenden Nebenwirkungen haben:

  • Erhebliche Muskel und Gelenkschmerzen
  • Verkalkung der Nieren
  • Im Extremfall Nierenversagen und langfristige Nierenschäden!
  • Ablagerungen von Calcium in Blutbahnen und weichen Gewebeteilen (vor allem bei Vitamin K2 Mangel und viel zu hohen Vitamin D Aufnahmen bzw. Blutspiegeln können diese sehr stark werden!)
  • Angst und Panikzustände, sowie extreme Unruhe
  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit
  • Durchfall oder Verstopfung
  • Kopfschmerzen
  • Übelkeit bis hin zu starkem Erbrechen
  • Azotämie (eine gefährliche und erhöhte Stickstoffkonzentration im Blut)
  • Austrocknung des Körpers
  • Allgemein Hypervitaminose (Vitamin D „Vergiftung“), sehr gefährlich!

Damit es nicht zu derartigen Symptomen bzw. Schäden durch zu viel Vitamin D kommt, ist es absolut wichtig mit der Einnahme nicht zu übertreiben und unter ärztlicher Aufsicht mit Kontrolle durch entsprechende Bluttests den Spiegel langsam auf das gewünschte bzw. gesunde Niveau zu heben. Ich rate aus persönlicher Meinung ganz dringend von einer Selbsttherapie mit Megadosen Vitamin D3 ab! Wenn man einen besonders niedrigen Vitamin D Spiegel hat, dann sollte auch dann eine Therapie mit hohen Dosen immer nur unter Aufsicht geschehen. Ich würde nie meinem Körper Dosierungen in Form von Werten ab 50000 IE täglich oder auch als Einmaldosierung zuführen! Lieber langsam und mit Zwischenkontrollen und vor allem auch dabei den Magnesium- und Vitamin K2 Spiegel im Auge behalten! Vitamin D ist essentiell und ausgesprochen wichtig für die Gesundheit, das heißt aber nicht, dass ständig gigantische Mengen davon auch gesund sind. Als ein gesunder Vitamin D Spiegel gelten je nach Einschätzung Werte zwischen 50-60 ng/ml bzw. 70ng/ml im Blut. Auch Werte von bis zu 80 ng/ml werden je nach Quelle noch für Ok, wenn auch für recht hoch gehalten. Werte darüber hinaus kommen selbst bei Naturvölkern, welche sich täglich an der Sonne befinden nicht vor, weshalb ich von solchen Regionen beim Vitamin D Spiegel auch nichts halte. Ich strebe bei mir selbst einen Vitamin D Wert zwischen 60-70 ng/ml an und halte diesen für natürlich und gesund.



Fazit:
Wichtig ist ein gesundes und individuelles Maß bei der Vitamin D Einnahme! Während ich die 800IE – 1000IE zur täglichen Einnahme, – welche offiziell als völlig ausreichend empfohlen werden – aus persönlicher Sicht als viel zu gering ansehe, so halte ich auch von Mega-Dosierungen ab 50000IE und aufwärts, oder ganzjährige tägliche Dosen von über 10000IE nichts. Der Vitamin D3/D2 Bedarf ist ohnehin absolut individuell, siehe auch diesen Beitrag zur „Vitamin D3 Berechnung„. Einem 90 Kilogramm schwerem Mann z.B. mit einem Vitamin D Spiegel von 10 ng/ml und einem ganztägigen Bürojob mit Dosierungen von 800-1000IE am Tag zu kommen um irgendwann 70ng/ml im Blut zu erreichen, halte ich persönlich für einen Witz bzw. ein Ding der Unmöglichkeit. Sucht Euch einen guten Arzt oder Heilpraktiker der sich wirklich mit dem Thema auskennt und lasst Euer Blut zunächst checken. Wenn ihr die Ergebnisse habt, dann hebt Euren Vitamin D Spiegel langsam und schonend unter regelmäßiger Kontrolle an, bis er ein gesundes Niveau erreicht hat (Dabei auf eine ausreichende Magnesium- und K2 Zufuhr achten!). Ein extrem niedriger Vitamin D Spiegel und mögliche Krankheiten durch Vitamin D Mangel, in denen tatsächliche hohe Dosen Vitamin D3 Sinn machen könnten, möchte ich natürlich einmal ganz außen vorlassen, diese Fälle gehören ohnehin ausschließlich in ärztliche Hände.

Dieser Beitrag ist Teil der ausführlichen Artikelserie zu Vitamin D


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