Vitamin D3 gefährlich, schädlich und giftig als Nahrungsergänzungsmittel!? Meine persönliche Meinung und Erfahrung zur Vitamin D Einnahme

Immer wieder liest man von der Gefährlichkeit zu hoher Vitamin D Mengen sowie den vielen damit zusammenhängenden Risiken-, und Nebenwirkungen und wie schädlich doch „zu viel“ Vitamin D für die Gesundheit ist und wie giftig es für unseren Körper sein kann. Solche und weitere Aussagen werden dann teils schon ab meiner Meinung nach sehr niedrigen Vitamin D Tagesmengen von 800-1000 IE gemacht. Fakt ist natürlich, dass zu viel künstlich aufgenommenes Vitamin D3/D2 krank machen kann und ein Vitamin D Spiegel von weit über 100ng/ml Blut garantiert ungesund ist und auch schwere körperliche Schäden bis hin zu lebensbedrohlichen Symptomen erzeugt! Um Vitamin D ranken sich viele Mythen. Für die einen ist es ein wahres Wunderheilmittel, für die anderen sind Vitamin D Werte von 20 ng/ml kein Mangel (offizielle Angabe!) und Vitamin D Mengen über 1000 IE am Tag gesundheitsschädlich oder werden sogar als giftig bezeichnet. Irgendwo in der Mitte davon liegt die Wahrheit. Vitamin D ist zum einen wirklich sehr wichtig und gesund für den Körper, zum anderen basieren aber noch viele Empfehlungen zur Dosierung und zu den „gesunden“ Menge im Organismus auf teils „fragwürdig“ alten Daten. Dieser Beitrag beruht hauptsächlich auf meinen persönlichen Erfahrungen und meiner Meinung zu Vitamin D. Wie alle Beiträge auf meinem Blog dient er rein zu allgemeinen informellen Zwecken. Eine korrekte medizinische Beratung kann nur von einem Arzt durchgeführt werden. Lasst Euch daher von einem Facharzt der mit diesem Thema vertraut ist beraten und experimentiert nicht einfach ohne vorherigen Check Eurer Blutwerte mit hohen Vitamin D Dosierungen. Die tägliche Vitamin D Aufnahmemenge Menge muss individuell berechnet werden und hängt von vielen Faktoren ab (siehe auch diesen Beitrag)!


(Vitamin D Kapseln mit 5000IE Tagesdosis, für viele Vitamin D Kritiker „toxisch und gefährlich für die Gesundheit“! Aus eigener Erfahrung hatte ich zu Beginn selbst von meinem Arzt eine empfohlene Tagesmenge von mindestens 3500IE angeraten bekommen und das bei einem Vitamin D Spiegel von 31 ng/ml im Blut! Begonnen hatte ich mit 10000-20000IE am Tag – ich lebe noch – sogar sehr gut und gesund, auch wenn ich aufgrund eines anderen Faktors Vitamin D „Nebenwirkungen“ bekam. Vitamin D3 gibt es inzwischen auch zur individuellen und sehr leichten Dosierungen in Tropfenform als vegane Variante*)



Vitamin D Einnahme meine persönlichen Erfahrungen
Einmal ganz davon abgesehen, dass ich jetzt mit höherem Vitamin D Spiegel im Blut viel seltener Sonnenbrand bekomme, selbst bei längerer Aufenthaltsdauer in der Sonne (wurde mir so auch von vielen anderen D3 „Konsumenten“ bestätigt), hat mir Vitamin D meiner Meinung nach als zusätzliche Hilfe aus einer tiefen Lebenskrise geholfen. Dazu habe ich auch den mit Studienlinks zu D3 und Depressionen hinterlegten Beitrag „Vitamin D Mangel und Depressionen, eigene Erfahrung mit Vitamin D3 und Burnout-Depressionen sowie passenden Studien-Links zum Thema“ geschrieben. Ansonsten fühle ich mich mit gesundem Vitamin D Spiegel von 70 ng/ml viel fitter, weniger müde und meine Infektanfälligkeit ist drastisch zurückgegangen, diese war während meiner Burnout Zeit ohnehin deutlich erhöht. Kurz gesagt ich fühle mich mit dem jetzigen Vitamin D Wert viel wohler, habe jedoch zusätzlich auch meine Ernährung deutlich umgestellt und nehme noch andere Vitamine und Mineralstoffe auf natürlicher Basis. Wichtig ist gerade bei der Vitamin D3/D2 Einnahme die Kombination mit Magnesium und Vitamin K2, zumindest dann, wenn man diese nicht ausreichend über die Ernährung decken kann oder bereits ein bestehender Mangel vorherrscht.

Eine „hohe“ Vitamin D Dosierungen soll ungesund, schädlich und gar giftig für den Körper sein?
Vorab, ich bin selbst Gegner dieser Megadosierungen oder Stoßtherapien von mehreren 100 Tsd. IE Vitamin D3, außer es liegt wirklich ein extremer Mangel vor oder eine Krankheit und eine solche Therapie findet ausschließlich unter ärztlicher Kontrolle statt! Die Frage ist nur, was ist wirklich eine hohe Vitamin D Dosis? 800-1000 internationale Einheiten (kurz IE) Vitamin D am Tag als hoch zu bezeichnen, finde ich äußerst fragwürdig und ehrlich gesagt einen Witz. Die Sonne produziert zusammen mit der Haut an einem schönen klaren Sommertag bei einem gesunden Menschen auf ganz natürliche Weise und ohne Probleme zwischen 8000-10000IE Vitamin D3, je nach Quelle sogar bis zu 15000IE. Wenn das die natürliche Menge eines Tages ist, wie sollen dann Tagesaufnahmen von mehr als 1000 IE gefährlich sein? Mit 800-1000IE am Tag ist ein Vitamin D Spiegel der als gesund gilt z.B. 60-70ng/ml im Blut aus meiner Sicht unmöglich zu erreichen. Eine erwachsene Frau, welche den ganzen Tag einen Job im Innendienst leistet und 70 Kilo wiegt, wird mit solch winzigen Dosen wohl kaum einen gesunden Wert in annehmbarer Zeit erreichen können, wenn überhaupt. Ich finde alle Dosierungen bis 20000IE in der Anfangsphase bei einem niedrigen Vitamin D Spiegel oder einem akuten Mangel für mich persönlich als Ok. Das kann man mit entsprechend hohem Magnesium und K2 Werten und natürlich einer Blutuntersuchung auch 2-3 Wochen durchziehen. Danach auf 2500-5000 IE pro Tag je nach „Sonnen Expose“ umzusteigen finde ich absolut natürlich. Alles langfristig über 10000IE am Tag ist mehr als die Natur-, also der Mensch über die Haut produziert. Naturvölker haben je nach Äquatornähe und Wetterlage auch Werte von 60 – 80 ng/ml im Blut, dies deckt sich auch mit dem von mir angestrebten gesunden Wert von 70ng/ml. Dies würde ich mit 800-1000IE am Tag nie erreichen. Diese Menge reicht höchstens um einen Mangel der in Deutschland bei einem sehr niedrigen Vitamin D Wert von nur 20ng/ml Blut angesetzt ist entgegenzuwirken. 20ng/ml wird von Vitamin D Experten, aber auch von vielen Heilpraktikern und Ärzten allerdings nicht mehr als „gesunder Wert“ bezeichnet. Selbstverständlich sind viel zu hohe Vitamin D Dosierungen allerdings wirklich giftig, dazu aber später mehr.

Vitamin D3 über Nahrungsergänzungsmittel soll schädlich für die Gesundheit sein?
Oft wird gesagt bzw. behauptet, dass alle „künstlich“ zugeführten Vitamine ungesund seien, so auch Vitamin D3 bzw. Vitamin D2. Vitamin D3, welches absolut natürlich ist und möglichst frei von irgendwelchen ungesunden Zusatzstoffen sein sollte, hat natürlich nicht denselben Effekt wie ein ausgiebiges aber verantwortungsvolles Sonnenbad (kein Sonnenbrand oder gar Sonnenstich holen!), oder eine gesunde Ernährung mit Vitamin D reichen Nahrungsmitteln, welche natürlich auch noch andere Vitamine und Mineralstoffe sowie Spurenelemente enthalten. Jedoch ist die Ergänzung mit angemessenen Vitamin D3 Mengen meiner Meinung nach viel besser als einen Vitamin D Mangel zu bekommen oder eine permanente Unterversorgung mit daraus resultierenden schlechten Vitamin D Spiegel im Blut in Kauf zu nehmen.

Zu viel Vitamin D3 macht krank?
Zu viel künstlich zugeführtes Vitamin D macht tatsächlich krank. Während über die Nahrung keine Mega-Dosierung Vitamin D3 oder D2 aufgrund der geringen Menge in natürlichen Lebensmitteln zugeführt werden kann und auch die Haut ab ca. 10Tsd-15Tsd Internationalen Einheiten Vitamin D (IE) am Tag die Produktion einstellt, kann mit den Nahrungsergänzungsmitteln tatsächlich viel zu viel Vitamin D aufgenommen werden. Ab Werten von 90 ng/ml Vitamin D im Blut ist man definitiv überversorgt. Je höher dieser Wert steigt, desto mehr Nebenwirkungen treten auf. Werte von 150 ng/ml Vitamin D sind absolut fatal für die Gesundheit und können bis zum Tod führen! Es macht keinen Sinn einen Vitamin D Wert über 80ng/ml anzustreben. Man sollte auf keinen Fall hohe Vitamin D Dosierungen über einen längeren Zeitraum ohne ärztliche Kontrolle vor allem in Form von regelmäßigen Bluttests zu sich nehmen. Wie alle fettlöslichen Vitamine ist also ein verantwortungsvoller Umgang mit D2/D3 Präparaten wichtig. Eine Übertreibung bei der Einnahme ist genau wie bei den Vitaminen A und E völlig fehl am Platz! Vitamin D ist sehr wichtig für unseren Körper, der Vitamin D Spiegel sollte nicht zu niedrig sein, aber eben auch auf keinen Fall zu hoch! Gleiches gilt für die Vitamine A + E. Wer Vitamin D3/D2 ohne seine Zusammenspieler Magnesium und K2 einnimmt, erhöht das Risiko auf Nebenwirkungen auch ohne Überdosierung, dies gilt insbesondere für die ausreichende Magnesiumversorgung!



Fazit:
Der verantwortungsvolle Umgang mit Vitamin D als Nahrungsergänzungsmittel, begleitet von regelmäßigen ärztliche Kontrollen durch Blutuntersuchungen und individuell berechnete Vitamin D Dosierungen lassen von der Einnahme von Vitamin D nur sehr geringe Risiken für die Gesundheit ausgehen. Die Vorteile einer gesunden Vitamin D Versorgung, sowie eines ebenso gesunden Vitamin D Spiegels im Blut kommt dem Körper und dem Wohlbefinden sehr zugute und ist äußerst wichtig für den gesamten Organismus. Neben den bekannten gesundheitlich positiven Aspekten des Vitamin D, welches im eigentlichen Sinne gar kein Vitamin, sondern ein Hormon bzw. eine Hormonvorstufe in Form von D2 und D3 ist, besteht bei vielen teils schweren Krankheiten wohl ein Zusammenhang mit einem Mangel und deren Wahrscheinlichkeit sowie Heilungschancen. Mehr dazu auch im Beitrag: „Vitamin D zur Vorbeugung bzw. Behandlung von Multiples Sklerose (MS), Krebs und Osteoporose?“, welchen ich natürlich entsprechenden mit Studienlinks verknüpft habe.

Gerne möchte ich in diesem Beitrag auf ein Video zu Vitamin D, welches sich auf einem meiner Lieblings YouTube Kanäle befindet hinweisen. Es stammt von Benjamin Weidig und erklärt vor allem das Vitamin D Mangelthema mit allen Zusammenhängen und den entsprechenden Dosierung fachlich sehr gut und ist dabei schön lebendig. Wer sich dafür interessiert; unbedingt anschauen! Es ist wirklich gut gemacht und einwandfrei erklärt:
https://www.youtube.com/watch?v=AoPu7nbDT44&t=555s


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