Wechseljahresbeschwerden und wie sie auf natürlicher und pflanzlicher Basis gelindert werden können

Es ist möglich Wechseljahresbeschwerden selbst zu lindern?
Jede Frau wird irgendwann in die Wechseljahre kommen, einige Hinweise darauf zeigen sich bereits ab einer Überschreitung des 40. Lebensjahres. Viele fürchten sich vor ihnen, weil sie viele Veränderungen – seelische, hormonelle, körperliche – mit sich bringen. Doch die Furcht vor den kommenden möglichen Symptomen ist größtenteils unberechtigt. Die Wechseljahre sind ein ganz natürlicher Vorgang, der zum Leben dazugehört. Zudem können Frauen ihre Wechseljahresbeschwerden unter Umständen selbst lindern. Wenn sie das schaffen, kann diese Zeit des körperlichen Wandels für viele eine sehr spannende sein.


(Lavendel und Baldrian können während der Wechseljahre gerade bei Schlafproblemen und zur Entspannung helfen. Es gibt eine Vielzahl an Pflanzen gerade aus der Kräuterwelt, die bei einigen Symptomen zur Linderung eingesetzt werden können. Auch kann eine Tageslichtlampe bei leicht depressiven Verstimmungen aufhellend wirken, oder ein Check des aktuellen Vitamin D Status und eine damit entsprechend verbundene Auffüllung des Vitamin D Speichers. Dazu auch mehr in der großen Artikelserie zu Vitamin D. Wichtig ist bei größeren Beschwerden immer zuerst von einem Arzt eine genaue Diagnose und mögliche Behandlungsweise einzuholen, Naturheilmittel, Kräuter, neue Verhaltensweisen und Vitamine können dabei unterstützend wirken. Bei Nahrungsergänzungsmitteln sollte jedoch vorher ebenfalls durch einen entsprechenden Facharzt eine Blutanalyse durchgeführt werden, um genau sehen zu können wo letztendlich mögliche Vitamin- und Mineralstoffmängel vorliegen.)



Welche Wechseljahresbeschwerden gibt es?
Um Wechseljahresbeschwerden selbst, zum Beispiel mit pflanzlichen Mitteln in den Wechseljahren, zu lindern, sollten Betroffene das Thema „Wechseljahre“ genauer unter die Lupe nehmen.

Wann die Wechseljahre – die auch Klimakterium genannt werden – beginnen, ist von Frau zu Frau sehr unterschiedlich. Bei manchen gehen sie bereits Mitte 40 und bei anderen erst Ende 50 los. Die Lebensbedingungen, die Lebensweise und die genetische Disposition – jeder Mensch hat eine andere Veranlagung dafür – können einen Einfluss darauf haben, ob die Wechseljahre mit ihren Wechseljahresbeschwerden etwas früher oder später in Erscheinung treten.

Zu den Wechseljahren kommt es, weil die Eierstöcke nach und nach weniger Hormone produzieren. Dies führt dazu, dass irgendwann kein Eisprung mehr stattfindet. Ist dieser Zeitpunkt gekommen, ist es für eine Frau nicht mehr möglich, schwanger zu werden. Durch das Auf und Ab der Hormone in dieser Zeit kann es zu typischen Wechseljahresbeschwerden kommen, diese sind beispielsweise:

  • Hitzewallungen
  • Schwindel
  • Leistungsschwäche
  • Schlafstörungen
  • depressive Stimmungen
  • Nervosität
  • Muskel- und Gelenkschmerzen
  • trockene Haut
  • Migräne und Kopfschmerzen
  • verstärkter Haarwuchs oder Haarausfall

Zu diesen Wechseljahresbeschwerden kommt es, weil der Körper, wegen der hormonellen Umstellung, seine Stoffwechselabläufe neu anpassen muss. Besonders betrifft das Prozesse, wie etwa die Regelung der Körpertemperatur oder die Durchblutung der Haut, an welchen die weiblichen Geschlechtshormone beteiligt sind. Es können oft mehrere Jahre vergehen, bis sich der Körper auf einem stabilen Niveau eingependelt hat.

Wechseljahresbeschwerden lindern: So kann es zu Hause klappen:
Wenn sich die ersten Wechseljahresbeschwerden bemerkbar machen, können unter Umständen pflanzliche Mittel die Beschwerden lindern. Um die 60 bis 70 Prozent der Frauen, die sich am Anfang ihrer Wechseljahre befinden, haben das Gefühl, dass ihnen pflanzliche Produkte helfen. (Q1) Beispiele für diese sind zum Beispiel Lavendel oder Salbei. Lavendelöl kann einen beruhigen Effekt haben und dadurch das Einschlafen erleichtern. Salbei, als Kraut oder als Tee, reduziert bei manchen Frauen die Schweißbildung, was bei Hitzewallungen helfen kann.

Doch auch diese einfachen Tricks können eine Hilfe sein, wenn es darum geht, Wechseljahresbeschwerden im Alltag selbst zu lindern:

  • Anpassungsfähige Kleidung: Frauen in den Wechseljahren sollten Unterwäsche aus natürlichen Materialien wie Baumwolle oder Seide tragen. Genau wie Funktionswäsche, die gerne von Sportlern getragen wird, leiten diese Materialien Feuchtigkeit, die bei Hitzewallungen entsteht, nach außen ab. Dadurch bleibt die Haut trocken.
  • Kaltes Wasser: Wenn eine Frau merkt, dass ihr plötzlich wärmer wird, kann sie die Innenseiten ihrer Handgelenke für circa fünf Minuten unter kaltes, fließendes Wasser halten. Denn dieses kühlt den Körper wieder etwa ab. Auch das Eintauchen der Ellenbogen in ein Becken mit kaltem Wasser hat eine ähnliche Wirkung.
  • Tätig sein: Vor allem bei Schlafproblemen ist es besser, sich nicht stundenlang im Bett hin und her zu wälzen, sondern das Beste aus der neu gewonnen Zeit zu machen. So kann beispielsweise ein Buch gelesen oder ein Gedanke notiert werden. Dadurch wurde in dieser Zeit etwas getan, was gut für einen ist. Zudem dauert es danach oft nicht viel länger als eine halbe Stunde, bis die Müdigkeit einsetzt.
  • Bürstenmassage: Wenn die noch feuchte Haut, während des Duschens oder kurz danach, mit einer Bürste massiert wird, kann das gegen trockene Haut helfen. Das Massieren entfernt abgestorbene Hautschuppen und regt gleichzeitig die Durchblutung an.

(Q1) Bopp, Annette: Wechseljahre. Den eigenen Weg finden, Berlin 2016, S. 47.



Fazit:
Die Wechseljahre sind, auf eine gewisse Art und Weise, eine Einstellungssache. Nicht nur der Körper, sondern auch der Geist, muss sich an die neuen körperlichen Umstände gewöhnen. Wenn Frauen ihren Wechseljahren offen begegnen und im Zweifel auch ihren Arzt um Rat fragen, sind die Wechseljahresbeschwerden ein lösbares Problem, das niemandem Angst machen sollte.


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