Wie gesund ist Kokosöl und welche wertvollen Inhaltsstoffe besitzt es?

Kokosöl ist in Sachen gesunder Ernährung in aller Munde, trotz seines sehr hohen Anteils an gesättigten Fettsäuren, was eigentlich eher gegen dieses Produkt sprechen müsste. Das Kokosöl hat jedoch deutlich mehr zu bieten als reines Brat- und Fritierfett zu sein und besitzt einige gesunde Inhaltsstoffe. Daneben kann man es auch hervorragend zur Haut und Haarpflege sowie für weitere kosmetische Zwecke einsetzten. Die Produkte sollten dabei von absolut reiner Qualität (nativ), sowie idealerweise aus Bio Kokosnüssen hergestellt worden sein. Neben dem Öl der Kokosnuss werden auch gerne Kokosnusswasser und sehr vielseitig einsetzbares Kokosnussmehl verwendet. Zum Thema Mehl aus dem Kokosnussmark findet ihr unter dem Beitrag: „Kokosmehl, die glutenfreie und gesunde Alternative zu Weizenmehl und anderen glutenhaltigen Mehlsorten?“ ausführliche Informationen. Kokosöl kann in vielen Reformhäusern, Supermärkten oder auch in Onlineshops wie Amazon oder Superfoodsanbietern wie z.B. endorado bezogen werden. Etwas weiter unten im Beitrag habe ich dazu auch zwei persönliche Empfehlungen verlinkt.

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(Kokosöl ist bei kühlerer Zimmertemperatur meist fest und schön weiß, während das geschmolzene Öl absolut durchsichtig ist. Trotz seines hohen Gehalts an gesättigten Fettsäuren gilt es in Maßen verzehrt nicht als Dickmacher)

Wie wird das Kokosöl hergestellt?
Es gibt grundsätzlich drei Arten der Kokosölherstellung, zwei davon werden mit höherer Hitzeeinwirkung von ca. 60 Grad durchgeführt. Dies ist bei einem Kokosöl, welches nach der sogenannten Expeller-Methode hergestellt wurde der Fall, sowohl aus frischen, als auch aus gelagerten „Cobra“, der unbearbeiteten Essenz der Kokosnuss. Die beste Qualität, die zudem in sehr vielen Fällen eine sogenannte „Rohkostqualität“ bei Kokosölen darstellt, wird durch das klassische Zentrifugen-Herstellungsverfahren gewonnen. Die Temperaturen bleiben dabei mit unter 38 Grad recht niedrig und lassen das Öl im Anschluss nicht nur besonders reich an Nährstoffen bleiben, sondern auch delikat und „zart“ im Geschmack. Generell kann also die Zentrifugaltechnik bei niedriger Temperatur und anschließendem hohen Nährwertgehalt nicht nur geschmacklich, sondern auch vor allem gesundheitlich als bestes Herstellungsverfahren betrachtet werden.

Wie gesund ist Kokosöl?
Kokosöl hat auf den ersten Blick einen sehr hohen gesättigten Fettsäureanteil, welcher eigentlich eher negativ angesehen wird, da er in der Regel dick macht, zumindest wenn man zu viel davon konsumiert. Man muss sich jedoch die Fettsäuren genauer anschauen, um einen anderen Blickwinkel auf dieses Öl zu bekommen. Laurinsäure z.B. bietet mit gut 45-50 % die Basis der enthaltenen sogenannten „mittelkettigen“ Fettsäuren. Daneben befinden sich noch Caprinsäure, sowie Caprylsäure unter den enthaltenen Fettsäuretypen. Auch diese sind mittelkettig und haben allesamt folgende Vorteile:

  • Sie sind sehr leicht verdaulich
  • Sie können das Körpergewicht besser reduzieren als langkettige Fettsäuren
  • Sie haben etwas weniger Kalorien als ihre langkettigen Vertreter
  • Sie werden schneller zur Energiegewinnung genutzt statt sich direkt in „Fettdepots“ des Körpers einzulagern

Daneben wirkt Kokosöl antimikrobiell und soll damit gut gegen Viren, Bakterien und Pilze wirken, sowohl innerlich als auch äußerlich angewandt. Die mittelkettigen Fettsäuren sollen im Übrigen für Darmbakterien unschädlich sein. Sogar von einem positiven Effekt auf die Herzgesundheit ist in einer Studie (https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/7270479) die Rede, in diesem Fall sehr interessant bezogen auf die Fette im Blut der Einwohner Polynesiens. Selbst einen positiven Effekt gegen Krebs und Demenz soll dieses Öl haben, zumindest wird dies auf einigen Seiten im Netz angedeutet. Eine in Deutsch verfasste wissenschaftliche Studie habe ich hierzu allerdings noch nicht gefunden. Ob es also wahr ist muss wohl noch genauer erforscht werden.

Kokosöl als Haut und Haarpflegeprodukt
Sowohl zur Haut als auch zur Haarpflege lässt sich das Öl aus den Kokosnüssen einwandfrei anwenden. Es dient dabei nicht nur zur reinen Hautpflege in Bezug auf Feuchtigkeit und Geschmeidigkeit, sondern kann auch für die Behandlung kleinerer Wunden und Entzündungen eingesetzt werden. Hier kommt dann seine antimikrobielle Wirkung ins Spiel. Selbst der Einsatz als schonendes Deo und teilweise auch direkt im Rohzustand für die Mundhygiene ist möglich. Zum Make Up entfernen, als auch zur Lippenpflege ist es ebenfalls bestens geeignet. Für das Haar kommt es vor allem in Form einer natürlichen Haarspülung zum Einsatz und sorgt so für glänzend seidige Haare.

Wie sollte man Kokosöl am besten lagern?
Verschlossenes Kokosöl hält recht lange und sollte möglichst dunkel, kühl und fern von Fremdgerüchen gelagert werden. Der Kühlschrank ist allerdings kein guter Ort dafür, da es sonst sehr hart wird und dann sehr schwer zu verarbeiten ist. Ideal ist ein Küchenschrank und eine Lagertemperatur zwischen 15-25 Grad.



Fazit:
Ich habe immer ein Glas Kokosöl in meiner Küche. Ideal ist es geschmacklich nicht nur zu tailändischen und vietnamesischen Speisen, sondern auch zu vielen klassischen einheimischen Gerichten und Rezepten. Wenn man Kokosöl in Maßen verwendet, dann wird man in der Regel auch nicht dick davon. Nebenbei sind die enthaltenen Fettsäuren hauptsächlich so aufgeschlüsselt, das ihre mittelkettigen Vertreter recht schnell verdaut und zur Energiegewinnung genutzt werden können, als sich direkt in das menschliche Fettgewebe einzulagern. Geschmacklich und gesundheitlich ist Kokosöl auf jeden Fall eine Empfehlung wert.

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