Titandioxid E171 gesundheitsschädlich als Farbstoff in Lebensmitteln?

Titandioxid ist ein Lebensmittelzusatzstoff, genauer gesagt ein Farbstoff, der eine extrem weiße Farbgebung der Lebensmittel ermöglicht.
Neben Lebensmitteln, hauptsächlich bei Süßwaren, wird Titandioxid auch in Medikamenten einsetzt.
Strahlend weiße Pillen oder Dragees, basieren meist auf der Farbgebung von Titandioxid. Auch in Kosmetikartikeln findet der Farbstoff auf Grund seiner extrem hohen Deckkraft häufig Anwendung.
Selbst in Zahncremes und Pflegeprodukten wird er verwendet.

Besteht Gefahr durch Titandioxid?
Offiziell gilt der Farbstoff Titandioxid als unbedenklich.
Es wird vom Körper nicht gebraucht und bei entsprechender Größe seiner Partikel einfach wieder ausgeschieden.
Das Problem dieser Partikel ist aber genau Ihre Größen.
Teilweise sind die Partikel des Titandioxids auf winzige Nano Teilchen beschränkt, die eben zum Teil nicht wieder ausgeschieden werden.
Die Nanopartikel können ohne Probleme den Verdauungsvorgang überwinden, in Blutbahnen, Organen, oder auch direkt im Gehirn landen, wo ihre Wirkung bisher wenig erforscht ist.

Studien weißen darauf hin, dass eine hohe Konzentration dieser Nanopartikel zu einem erhöhten Krebsrisiko führen kann.



Ein guter Bericht zu Titandioxid und seinen Nanopartikeln ist z.B. im „Tagesspiegel“ zu finden, unter dem Link: http://www.tagesspiegel.de/wissen/sorge-wegen-titandioxid-partikeln-gefahr-aus-der-nanowelt/3911930.html

Dabei wurden in Tierversuchen selbst nach einigen Wochen hohe Mengen der Titandioxid Nanopartikel in Blut, Organen und dem Gehirn der Tiere nachgewiesen. Das Einatmen von Titandioxid Nanopartikel, lässt diese in der Lunge anreichen und führt zu Entzündungsherden, welche im Tierversuch bei Ratten bestätigt wurden. Im Artikel selbst findet man jedoch auch eine Gegendarstellung, da laut Bericht die Mengen des Titandioxids im Versuch extrem hoch waren. Es wird vor chronischen Entzündungen in der Lunge und einem erhöhtes Krebsrisiko durch das Einatmen der Partikel gewarnt. Titandioxid wurde bisher noch nicht ausführlich erforscht, was die langfristige Wirkungsweise auf den menschlichen Körper im Nanobereich betrifft. Die auf den Menschen einwirkenden Dosen von E171 seien deutlich geringer und somit werden die Sorgen „überbewertet“. Titandioxid gehört meiner Meinung nach nicht in Lebensmittel, zumindest kein E171  mit Nanopartikelgröße. Sinnvolle Anwendungen für diesen Stoff sind in der Kunst, oder auf dem Bau mit passenden Schutzmaßnahmen möglich, ein Beispiel hierzu ist das Titanweiss als Pigmentfarbe für den Bau.

Fazit:
Wenn eine kleine Menge Titandioxid zwar offiziell nicht schädlich für den Organismus ist, jedoch in hohem Maße geschluckt, oder eingeatmet negative Auswirkungen hat, warum soll ich mir dann bewusst auch nur ein Milligramm von dem Zeug freiwillig  meinem Körper zuführen?
Laut Bericht werden 99 % der Titandioxid Partikel wieder ausgeschieden. Was passiert mit den 1 %, die nicht ausgeschieden werden und die zum Teil im Nanosegment enthalten sind?
Ich versuche Titandioxid (E171) möglichst ganz zu vermeiden.
Nur in Medikamenten, die einen deutlich positiven Effekt haben, die diese dann wirklich minimal eingenommene Titandioxid Dosis rechtfertigen, gehen in Ordnung.
Hier lässt sich, falls es das Medikament zulässt eventuell auch die Glasur mit dem enthaltenen Titandioxid vorher abwaschen.
Bei Naturmedizin wird leider auch oft Titandioxid verwendet, wie z.B. in meinem „Bericht über ein Kneipp Produkt“ bereits geschrieben.

Hier wasche ich das Dragee mit den Naturwirkstoffen im Kern neuerdings einfach vorher etwas mit Wasser ab.
Sie sollten natürlich immer auf die Gebrauchsanweisungen der jeweiligen Medikamente hören!
Manche Medikamente müssen zwangsweise im Ganzen geschluckt werden!

UPDATE: vom 5. Feb. zu den Kneipp Produkten: Laut Antwort auf meine zum Kneipp Produkt gestellte Mail Anfrage, bezüglich des verwendeten Titandioxid, erhielt ich die Antwort, dass kein „nanoskaliges“ Titandioxid im Produkt verwendet wird!

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7 Gedanken zu „Titandioxid E171 gesundheitsschädlich als Farbstoff in Lebensmitteln?“

  1. Hallo,

    vielen Dank für Ihren Infotext. Ich versuche Zusatzstoffe immer zu vermeiden und die Frage nach dem 1% bezüglich der Nano Größen ist für mich wirklich entscheident. Ich habe vor mir Die hochosierten Johanniskraut Tabletten Laif 900 zu besorgen und diese einige Zeit zu nehmen

    http://api.gebrauchs.info/7654335e1dc5dcf4fe653a91a14def4ci

    Mich ärgert es sehr, dass so viele meiner Meinung nach eindeutig unnötige sonstige Bestandteile enthalten sind.

    Könnte man den Hersteller kontaktieren und nachfragen ob das E171 im Nano Bereich für das Produkt verwendet wird und einer möglichen Aussage darüber auch wirklich trauen? Ich bin Optimist, aber leider erscheint es mir sinnvoll, der Pharmaindustrie in einem kapitalistischen System eben nicht zu vertrauen und das ist schade, weil man doch eigentlich nur den rein pflanzlichen Wirkstoff haben möchte.

    Ich werde nach einem alternativen Präparat schauen

    Lieben Gruß!

    1. Hallo Angelo,

      ich bin ganz Deiner Meinung, dass die auf natürlichen Rohstoffen basierenden Produkte viele unnötige teils nur zur Farbgebung oder zur Geschmacksgabe künstliche Zusatzstoffe enthalten. Gerade Titandioxid hat einzig und allein den Nutzen, dass ein Produkt ultra weiße Farbe bekommt, mehr nicht. Es ist wirklich schade, dass es fast keine reinen natürlichen Stoffe in Medikamenten und Präparaten mehr gibt. Ich hatte den ähnlichen Zwiespalt mit einem Baldrian-, Johanniskraut- Melisse Produkt der Firma Kneipp. Die natürlichen Inhaltsstoffe Top, das Titandioxid meiner Meinung nach unnötig. Ich habe deshalb eine Anfrage an Kneipp gestellt, ob deren E171 Nanopartikel enthält. Die Antwort: (weiter unten im Beitrag) auf http://www.alternativ-gesund-leben.de/baldrian-johanniskraut-und-melisse-fuer-die-nerven-und-einen-besseren-schlaf/. Ich kann auch nur eines machen und darauf hoffen, dass es so ist wie angegeben. Ich nehme die Kneipp Produkte trotzdem weiterhin, eine solche Firma hätte ein ernstes Problem, wenn das Gegenteil zu Tage käme. Ich denke aber Firmen wie Kneipp die nach eigenen Angaben kein Nano-Titandioxid verwenden sind seriös. Ohne diesen Stoff wäre es auch mir viel lieber!

      LG
      Marco

  2. Hallo Marco,

    danke für deine Antwort. Du hast mich dadurch motiviert, einfach auch bei Steigerwald(Prophyto) anzufragen bezüglich des Titanoxids in den Laif 900 Balance Johanniskraut – Trockenextrakt Tabletten.

    Hier meine Frage und die Antwort der Firma:

    Guten Tag, Nachdem ich weiß dass Titanoxid krebserregend sein kann und es vor allem in Nano Größen schädlich ist, hätte ich zwei Fragen an Sie:

    1.) Warum wird Titanoxid Ihrem Präparat hinzugefügt? Eigenartigerweise ist die Tablette nicht mal weiß in der Farbe, daher wird der Stoff wohl nicht zur Färbung benutzt.

    2.) Ist das vorhandene Titanoxid in Nano Größe?

    Vielen lieben Dank!

    Titandioxid deckt den dunklen Kern der Tablette ab, die dann farblich überzogen wird. Das verwendete Titandioxid ist nicht nanoskalig.

    Freundliche Grüße

    Ich kann zwar immer noch überhaupt nicht nachvollziehen, warum die optische Aufhellung einem möglichen Gesundheitsrisiko vorzuziehen ist, aber das werden dann wohl eben die marktwirtschaftliche Gründe sein, weil die Tablette ansprechender aussehen soll.

    Zumindest wird das Titanoxid hier ebenfalls nicht als nanoskalig angegeben, das ist schon mal ein großes Stück weit beruhigend.

    LG

    Angelo

    1. Hallo Angelo,

      es ist schon etwas verrückt, ich frage mich warum natürliche Mittel auch noch „schön“ aussehen müssen, Natur ist nicht immer gleichmäßig in der Farbe, eigentlich müsste es Werbung für natürliche Medikamente sein, wenn jede Pille ihre „Brauntöne“ aufweißt, statt hochweiß, oder aufgehellt zu sein. Die Baldrian Extra Stark von Kneip sind z.B. einfach nur braun und natürlich im Aussehen. So müsste das immer sein. Wenn ich Chemie kaufen will, dann brauche ich mich nicht über Titandioxid und CO wundern, aber so…. Glaube aber auch, dass es sich hier nur um „Schönheit“ als Verkaufsanreiz bzw. Argument handelt, denn Titandioxid erfüllt ja keinen gesundheitsfördernden Effekt, es ist bestenfalls „neutral“ für die Gesundheit.

      LG
      Marco

  3. Hallo Marco,

    ich hatte auch mal die relativ hochdosierten Baldrian „Baldriparan“ Tabletten, die waren „schön“ blau. Ich hatte sie mal unter fließendes Wasser gehalten und nach ein bisschen Abrubbeln waren sie schneeweiß(Titanoxid). Als ich sie durchgebrochen hatte, sah man eine dünne, aber dennoch deutlich starke Schicht davon

    Mir ist heute klar geworden, dass ich Titanoxid nicht mehr in meinem Körper haben will. Im Kunststudium hatte ich es als reines Farbpigment benutzt. Ich höre jetzt auf mit Chemie und setze für mich einen klaren Schlußpunkt. Wenn man bedenkt, dass z.B. Homöopathie bei vielen Menschen wirkt, ist es für mich klar, dass kleine Mengen auch eine Auswirkung auf den Körper haben, in welcher Hinsicht auch immer

    Ich nehme jetzt 3-4 Tropfen 100%iges naturreines ätherisches Baldrian- und/oder Lavendelöl auf einen Teelöffel Agavendicksaft und vermische es gut im Mund vor dem Schlucken wegen der Konzentration

    Ich hatte auch mal das Produkt LASEA, dies ist nichts weiter als eine „Gummierbse“, gefüllt mit 1-2 Tropfen Lavendelöl. Natürlich ist die Kapsel in „wunderschönem“ violett

    Ich denke es soll denselben Effekt erzielen, wie wenn kleine Kinder von bunten Bonbons angezogen werden…bestenfalls

    Außerdem gibt es wieder Kava in Europa (kavaeurope), eine Beschreibung der Zubereitung findet man auf konakavafarm

    Für meinen Körper kommt jetzt nur noch Natur in Frage so weit wie möglich

    Vielen lieben Dank Marco für deinen Artikel, durch ihn und den Austausch mit dir habe ich noch mal gründlich reflektiert und habe jetzt meine deutliche Meinung!

    Lieben Gruß

    Angelo

  4. Hallo Angelo,

    vielen lieben Dank für das Kompliment! Dieselben Baldrian Tabletten hatte ich übrigens auch und das ganze blaue Zeug erstmal gründlich mit Wasser beseitigt. Die Schicht mit dem extrem weißen Titandioxidanteil erinnerte mich fast an Smarties oder M&M’s 🙂
    Total unnötig, Schönheitskosmetik eines Produkts, die eigentlich niemand braucht und keinen Sinn ergibt, außer natürlich einen Kommerziellen.

    LG
    Marco

  5. Hi zusammen,
    Hab grade auch die laif900 von meiner Ärztin mitgegeben bekommen. Für mich klar, dass ich sie wegen der Zusatzstoffe nicht nehm – egal ob ’nano‘ oder nicht! Ich denk inzwischen deutlich skeptischer und vermute, der Pharmaindustrie geht es nicht nur um Optisches. Die wissen wahrscheinlich nur zu gut darum, was selbst kleine Mengen von ‚Hilfsstoffen‘ (um die sich der Großteil der Bevölkerung eben keine Gedanken macht, da ’nur‘ ein Hilfsstoff) bewirken können und insoweit unterstell ich da leider sogar, dass wir halt in diesem unseren Gesundheitssystem gar nicht gesund sein sollen! Man gucke sich die Hilfsstoffe in Impfungen an – das ist ‚Krankmachen mit System’…
    Grad aus der Homöopathie weiß man ja auch dass es nicht allein um die Substanz an sich geht sondern auch die ‚Information‘ die sie trägt und an den Körper, die Zellen etc weiter gibt. Auf feinstofflicher Ebene. Also lieber zu skeptisch, als nachher Stoffe im Körper, die sich ablagern, ansammeln und schwer wieder loszuwerden sind!
    Ich nehm die Tabletten jedenfalls nicht.
    LG die Lena 🙂

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