Wann ist eine Avocado wirklich richtig reif und kann man auch unreife oder überreife Früchte essen?

Ist meine Avocado reif oder vielleicht noch zu hart und unreif oder sogar schon überreif und verdorben? Woran erkennt man den aktuellen Reifezustand der beliebten Früchte?
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Avocados erfreuen sich seit Jahren trotz ihres hohen Preises einer großen Beliebtheit und sind sehr gesund. Im Grunde sollte das Thema des richtigen Reifegrades – für den besten Zeitpunkt des Verzehrs einer Avocado – recht schnell gelöst sein.

Wenn auf der Frucht ein Etikett mit „Ready to eat“ oder „Verzehrsreif“ steht, dann kann man die Avocado doch direkt essen und das in bester Qualität, oder etwa nicht?



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Leider ist dem sehr häufig wirklich nicht so, zudem gibt es auch noch die kleineren Avocados im Netz, die meist noch hart und unreif, dafür jedoch zu wesentlich günstigeren Preisen als ihre größeren Einzelvarianten angeboten werden. Ich hatte z.B. schon sehr häufig Avocados, die als reife Früchte für den Direktverzehr deklariert waren, jedoch noch total hart, definitiv unreif und zudem relativ geschmacklos waren.

Wann ist eine Avocado reif?

Wann ist also eine Avocado wirklich reif, an welchen Merkmalen kann man dies festmachen? Kann man die Früchte in ihrer Reifung schonend beschleunigen und wie ist das mit unreifen Früchten. Bekommt man nach dem Verzehr von harten, unreifen Avocados Bauchschmerzen oder sonstige gesundheitliche Probleme?

Den Reifegrad einer Avocado – ohne sie zu probieren – erkennt man an den drei Hauptfaktoren:

  • Festigkeit
  • Geruch
  • Aussehen

Die Festigkeit ist ein entscheidendes Merkmal. Eine reife Avocado lässt sich leicht eindrücken und fühlt sich weicher an. Es ist jedoch darauf zu achten, dass sie sich nicht zu stark eindrücken lässt oder gar die Schale bei leichtem Druck einen bleibenden Abdruck hinterlässt. Fühlt sich die Avocado gar matschig an, dann lasst sie besser im Regal liegen, sie ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit bereits verdorben oder zumindest geschmacklich eine Katastrophe!

Der Geruch einer reifen Avocado ist angenehm und aromatisch. Unreife Früchte hingegen haben wenig bis keinen Eigengeruch, selbst dann nicht, wenn sie mehrfach angeschnitten wurde und die Fläche zur Aromaabgabe so wesentlich größer geworden ist.

Aussehen eine reife Avocado variiert vom äußeren Aussehen der Schale stark, sie kann auch noch relativ grün sein und ist trotzdem reif, während stark dunkel gefärbte Fruchte noch hart und unreif sein können. Das Aussehen des Fruchtfleisches wiederum zeigt recht gut eine reife Avocado an. Im Fall eines guten Reifezustandes ist die Farbe nicht nur tief-grellgrün, sondern hat bereits leichte gelbliche Nuancen und wirkt in der Gesamtheit sichtbar heller. Auch kleinere braune Stellen sind noch Ok. Ein bräunliches oder gar schwärzliches Inneres zeigt wiederum eine überreife und gegebenenfalls sogar schon verdorbene Avocadoqualität an.

Wie kann man eine Avocado sehr schonend zur schnelleren Reifung bringen?

Es gibt relativ grobe Methoden, wie etwa die Erwärmung in Alufolie im Backofen oder auch ohne diesen z.B. auf einer Heizung oder ganz unsanft und schnell in der Mikrowelle. Diese Möglichkeiten der sehr schnelleren Avocado Nachreifung sind zwar alle möglich, mindern jedoch aus meiner Sicht zu stark deren Qualität. Abgesehen davon ist Aluminiumfolie an Lebensmitteln sowohl aus gesundheitlichen als auch Umweltschutzgründen besser vollständig zu meiden!

Die einfachste Art eine Avocado schonend und wesentlich schneller als üblich nachreifen zu lassen liegt darin, sie in eine Stoff- oder Papiertüte mit einer Obstsorte zu packen, welche reich an natürlich vorhandenen Ethylen ist. Ethylen ist ein Reifegas, das vor allem von Bananen und Äpfeln abgegeben wird und auch andere Obstsorten in deren direkten Umgebung schneller nachreifen lässt. Statt etliche Tage auf eine reife Avocado zu warten, geht der Reifevorgang so in nur etwa 1-3 Tagen vonstatten.

Wann ist eine Avocado überreif, schon viel zu weich und schlecht?

Avocados verlieren ab einen gewissen Reifegrad nicht nur ihren feinen Geschmack, sondern verderben auch recht schnell. Gärprozesse, erhöhte Histaminwerte und Fäulnis der Früchte werden vor allem durch große braune-, teils schon schwarze Stellen angezeigt. Bei leichtem Druck geben diese überlagerten Avocados sofort stark nach, der Fingerabdruck bleibt auch beim Loslassen erhalten. Eine stark überreife Avocado kann teils so matschig werden, dass der Finger sogar durch die Schale bricht. Das Avocadofleisch fühlt sich praktisch wie Brei an, auch der Geruch schlägt äußerst unangenehm um, manchmal süß- säuerlich bis alkoholisch.

Diese Avocados sind total überreif und nicht mehr genießbar!
Im ungünstigsten Fall hat sogar schon der Gärprozess eingesetzt und der Geruch ist sehr kräftig. Auch diese Avocados kann man nicht mehr essen…

Was sind die typischen Merkmale für eine noch unreife und zu harte Avocado?

Klassisch für unreife Avocadofrüchte ist ihre noch sehr harte Konsistenz. Dazu braucht man nicht einmal die Früchte geschmacklich auf ihre Reife getestet haben. Sie geben auch bei Druck auf die Schale nicht nach, selbst festeren Druck halten sie problemlos stand.


Der Geschmack von unreifen Avocados ist wenig aromatisch, man schmeckt die Unreife praktisch direkt. Sie schmecken zudem oft schal und wässrig. Die üblichen zarten und nussigen Aromen sind kaum bis gar nicht vorhanden. Auf der Zunge zergehen sie nicht, man schmeckt auch ihre sonst eher buttrige Konsistenz und den hohen Fettgehalt nicht heraus.

Vom Aussehen her sind stark unreife Avocados im Inneren extrem grell-grün und haben keine Gelbtöne oder bereits erhellte Stellen aufzuweisen. Ihre Schale lässt sich nur sehr schwer vom Fruchtfleisch entfernen.

Hier sieht man eine grell-dunkelgrüne Avocado von innen. Sie ist noch sehr hart und definitiv unreif.

Was passiert, wenn man unreife Avocados isst?

Unreife Avocados sind zwar nicht giftig oder akut gesundheitsschädlich, können jedoch Bauschmerzen, Übelkeit und allgemeine Verdauungsprobleme auslösen. Von einer kleinen Avocado die unreif verzehrt wurde, wird man allerdings bei einer gewissen Unempfindlichkeit kaum Folgen davontragen.

Bei einem hohen Verzehr von unreifen und zu harten Avocados können Bauchkrämpfe, Durchfall und Übelkeit auftreten. Da die unreifen Früchte ohnehin nicht besonders gut schmecken, sollte man den Verzehr bei einem unzureichenden Reifegrad besser vollständig meiden.

Sollte man lieber die kleinen Avocados in Netzen kaufen und zu Hause nachreifen lassen, statt die meist teureren, große Exemplare zu erwerben?

Eine gute Möglichkeit wesentlich günstiger an die ansonsten teils sehr teuren Früchte heranzukommen, ist ein Kauf der ebenfalls häufig angebotenen Avocadonetze. In diesen befinden sich in der Regel zwischen vier bis sechs der begehrten Früchte.

Diese sind in den meisten Fällen jedoch noch komplett unreif. Ab und zu bekommt man aber auch bei einem deutlich günstigeren Einkaufpreis ein ganzes Netz voller kleinerer und bereits verzehrreifer Früchte. Wenn man unreifen Exemplare erworben hat, kann man sie ganz leicht zu Hause mit dem bereits genannten Reifungstrick zügig und schonend nachreifen lassen.

Wenn man den Preis der Avocado-Netze mit dem der einzelnen Avocados vergleicht, dann kann man eine Menge Geld sparen. 4-6 Avocados kleinerer- bis mittlerer Größe bekommt man schon für 1,99 bis 2,59 Euro, während einzelne dicke Exemplare zwischen 1,49 Euro und 2,99 Euro kosten. Mengenmäßig ist man ohne Qualitätsabstriche mit den kleinen Netzen deutlich günstiger dran.

Auf „Ready to Eat“ oder „Reif zum Verzehr“ Aufkleber kann man sich nicht einfach verlassen

„Genussreife Avocados“ die man im Handel angeboten bekommt, sollten in der Regel auch wirklich genussreif d.h. sofort verzehrbereit sein. Die Früchte sind es jedoch leider nicht immer.

Selbst bei den „Ready to Eat“ Avocados sollte der leichte Drucktest vor dem Kauf Standard sein. Ich bin ohne diesen Test schon mehrmals angegangen, als ich mir extra die teureren, reifen Früchte gekauft hatte und abends dann feststellen musste, dass diese doch noch knallhart und völlig unreif waren. Gerade vor kurzem hatte ich wieder zwei „sofort verzehrfertige“ Avocados gekauft, die selbst nach drei Tagen noch völlig ungenießbar waren.

Wie kann man eine bereits reife Avocado noch ein wenig länger aufbewahren ohne dass sie zu schnell überreif wird und verdirbt?

Avocados die nicht weiter oder zumindest deutlich langsamer Reifen sollen, lagert man am besten im Kühlschrank. Die niedrigeren Temperaturen reduzieren das Nachreifen ganz erheblich. Mehr als drei bis vier Tage überleben aber auch vollreife Früchte im Kühlschrank nicht, ohne merklich an Qualität einzubüßen. Im ungünstigsten Fall sind sie dann aber auch schon vollständig verdorben.

Fazit:

Am besten schmecken Avocados, wenn sie leicht eindrückbar sind, der Abdruck aber wieder schnell aus der Haut herausgeht und das Fleisch zudem aromatisch riecht und bereits heller und leicht gelblich von der Farbe her ist.


Unreife Früchte sind nicht gesundheitsschädlich, sie sollten jedoch vermieden werden, da insbesondere empfindliche Personen bereits nach einer unreif verzehrten Avocado Probleme bekommen können. Dies kann sich durch Bauchschmerzen, Übelkeit und gegebenenfalls auch intensiveren Magen- Darmproblemen als typische „Nebenwirkungen“ äußern. Schlimmer sind meist völlig überreife oder schon gärende Früchte, wie auf dem Foto oben zu sehen. Auch wenn die Avocado beim Kauf noch so teuer war, diese sollte man auf jeden Fall entsorgen, denn sonst kann im schlimmsten Fall sogar eine klassische Lebensmittelvergiftung drohen!

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Über Marco Eitelmann 410 Artikel
Hier schreibt Marco Eitelmann seit Oktober 2014 über die Themen: Gesundheit, Ernährung, Natur und Umwelt. Qualifikation des Autors: Ich habe über 16 Jahre Berufserfahrung im Lebensmittelhandel gesammelt und mich durch zusätzliche private Fortbildung zum Experten im Bereich Lebensmittelzusatzstoffe, Ernährung und Gesundheit entwickelt. Beruflich lag zudem ein Schwerpunkt auf der Lebensmittelsicherheit (HACCP und EHI Dokumentation) sowie dem Infektionsschutz. Privat: Ernähre ich mich ebenfalls sehr gesund und bin immer wieder mit Experimenten sowie dokumentierten Selbstversuchen in Sachen Ernährung und Gesundheit beschäftigt. Ich verbringe meine Zeit am liebsten in der Natur und habe mir dabei viel Wissen durch Fachliteratur und praktische Erfahrungen über Pflanzen, Pilze und Wildkräuter angeeignet. Ich meditiere täglich und mache regelmäßig Qi Gong.

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