Mononatriumglutamat E621 bedenklich und schädlich? Wie ungesund ist der Geschmacksverstärker?

Der Geschmacksverstärker Mononatriumglutamat E-Nummer 621, steht seit Jahren in der Kritik krank zu machen und wird trotzdem in vielen Nahrungsmitteln, allen voran Fertiggerichten zur „Verbesserung“ und Verstärkung des Geschmacks eingesetzt. Mononatriumglutamat wird mit vielen Nebenwirkungen, Krankheiten und Schäden für die Gesundheit in Verbindung gebracht. Ihm werden sowohl direkte Krankheitssymptome, als auch auslösende Effekte für Krankheiten nachgesagt. Kaum ein anderer Zusatzstoff ist so stark kontrolliert und hat so viele positive, wie auch negative Studien wie E621.

Wie und aus was wird Mononatriumglutamat hergestellt?
Bis in die 60er Jahre war das gängigste Verfahren zur Herstellung von E621 die Hydrolyse von Pflanzenproteinen, allen voran aus Weizen und das mit Hilfe von Salzsäure. Bis in die 70er Jahre wurde hauptsächlich in Japan giftiges Acrylnitril als Ausgangstoff für die Produktion des Geschmacksverstärkers verwendet. Heute wird die Herstellung zum Großteil mittels bakterieller Fermentation gelöst. Dabei kommen Bakterien und Ammoniak- sowie Kohlenhydrat reiche Melassen aus Pflanzen zum Einsatz. Das Endprodukt wird chemisch und mechanisch aufbereitet, bis es letztendlich zu dem geruchlosen und weißen Pulver wird, das die Lebensmittelindustrie als Geschmacksverstärker in den Endprodukten einsetzt.
Im Gegensatz zum natürlichen Hefeextrakt ist Mononatriumglutamat ein Kunstprodukt der Industrie. Wer garantiert mir, dass bei der Herstellung von Mononatriumglutamat die Bakterien nicht sogar genetisch verändert waren, wie es zum Beispiel oft bei der Zitronensäure der Fall ist?

Ist Mononatriumglutamat ein sicherer und unbedenklicher Zusatzstoff?
Laut den offiziellen Behörden und Gesundheits- und Studienberichten, ist E621 als unbedenklich einzustufen. „Es geht keine Gefahr für Konsumenten aus“.

Glutamat
(Mononatriumglutamat, weiß, kristallin und geruchlos, aber auch wirklich unbedenklich?)

Warum steht dann Mononatriumglutamat immer wieder wegen folgender angeblicher „Nebenwirkungen“ in den Medien zur Debatte?

  • Nervenschäden
  • Alzheimer
  • Krebs
  • Demenz
  • Grüner Star, Augenprobleme
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Bauchschmerzen
  • Herzbeschwerden
  • Durchfall
  • Multiples Sklerose

Woher kommen diese „Anschuldigungen“ gegen E621?
Die möglichen Nebenwirkungen und Krankheiten sind natürlich nicht einfach aus der Luft gegriffen und unbegründet. Es existieren genau wie positive Studien auch negative Studien und Meinungen zu Mononatriumglutamat.
Ein paar Beispiele:

  1. John Olney von der Washington University in St. Louis hat bereits in den 60er Jahren die nervenschädigende Wirkung im Tierversuch festgestellt. In wie weit dies auf den Menschen übertragbar ist, wurde meines Wissens nicht festgestellt.
  2. Der Kieler Professor Michael Hermanussen hat einen möglichen Zusammenhang von erhörtem Appetit und Gefräßigkeit durch den Konsum von Geschmacksverstärkern festgestellt, was dann natürlich zu einer Begünstigung von Fettleibigkeit führen kann.
  3. Viele Menschen und direkte Bekannte klagen nach dem Konsum von Mononatriumglutamat über Kopf- und Bauchschmerzen, bis hin zu Durchfall, ich bekam ebenfalls Bauchweh, wenn ich früher viel von dem künstlichen Geschmacksverstärker zu mir genommen habe.
  4. Shahriar Koochekpour von der Universität in Buffalo fand einen Zusammenhang in den Gewebeproben von Prostatakrebserkrankten. Je weiter der Tumor fortgeschritten war, desto höher war der Glutamatspiegel im Blut. Allerdings lässt dies nicht direkt auf Mononatriumglutamat „Nebenwirkungen“ schließen.
  5. Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat keine Bedenken, wenn E621 gelegentlich und in geringer Menge verwendet wird. Warum nur geringe Mengen?
  6. Die Hersteller schreiben teils „Nur in Maßen verwenden“ auf ihre Verpackungen des Geschmacksverstärkers. Warum, wenn man nichts passieren kann?
  7. Wissenschaftler der Universität Hirosaki in Japan sollen Probleme im Zusammenhang mit einem Hohen Konsum von Geschmacksverstärkern und der Augegesundheit insbesondere der Netzhaut gefundne haben.
  8. Die Liste lässt sich beliebig weiterführen, dieser Link nennt sogar als Quelle das Deutsche Ärzteblatt mit dem Beitrag: „Geschmacksverstärker Glutamat führt zum Hirnödem bei malignen Gliomen“

Dazu auch folgender Buchtipp:
Chemie im Essen: Lebensmittel-Zusatzstoffe. Wie sie wirken, warum sie schaden

Ist Mononatriumglutamat nun schädlich oder harmlos?
Offiziell völlig unbedenklich, aber auch mit sehr vielen negativen Gegenstudien behaftet und oft mit den Worten „Steht im Verdacht…“ belegt. Also was soll hier mein Fazit sein?



Fazit:
Auch wenn der Geschmacksverstärker als mehrheitlich völlig unbedenklich gilt, würde ich kein Lebensmittel mit diesem Zusatzstoff kaufen oder gar essen. Es gibt natürliche Geschmacksverstärker wie z.B. Hefeextrakt, die man aber auch ohne Probleme durch gesunde Gewürze und Kräuter, oder Lebensmittel mit natürlichem hohem Glutamatgehalt wie z.B. Shiitake ersetzten kann.
Warum dann ein chemischen „ist vielleicht doch nicht so gesund“ Mittel einsetzten? Das macht für mich keinen Sinn. Abgesehen davon würden, wenn doch alles so unbedenklich wäre nicht immer neue Studien die das Gegenteil behaupten auftauchen. Warum das Risiko eingehen eventuell seine Gesundheit zu schädigen und einen chemischen und künstlich erzeugten Zusatzstoff essen, den man eigentlich überhaupt nicht braucht?
Mononatriumglutamat bleibt aus meiner Küche und meinem Essen fern! Wer nur mit künstlichen Geschmacksverstärkern kochen kann, der kann meiner Meinung nach überhaupt nicht kochen. Zumindest kenne ich kein leckeres und gesundes Gericht, in dessen Rezept E621 steht und das dann auch noch frisch zubereitet wurde.

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