Sind Polyphosphate E452 bedenklich und schädlich für die Gesundheit?

Ein beliebter und oft von der Lebensmittelindustrie eingesetzter Zusatzstoff lautet af den Namen „Polyphosphat“. Eigentlich müsste es jedoch „Polyphosphate“ heißen, denn diese sind untergliedert in die Stoffe: Natriumpolyphosphat, Kaliumpolyphosphat, Natriumcalciumpolyphosphat und Calciumpolyphosphat. Allesamt gelten sie innerhalb ihrer täglichen Verzehr-Grenzwerte als unbedenklich für die Gesundheit. Stimmt das, oder handelt es sich bei Polyphosphaten um schädliche Lebensmittelzusätze?

Warum werden Polyphosphate überhaupt eingesetzt?
Der Stoff E 452 ist deshalb so beliebt, weil er in seiner Anwendung sowohl kostengünstig ist, als auch sehr flexibel eingesetzt werden kann. Noch dazu erfüllt er unzählige Aufgaben in den Lebensmitteln, sei es als Schmelzsalz, Eiweißlöser, Binder oder Stabilisator. Polyphosphate besitzen zudem eine leicht antibakterielle Wirkung und sind auch in den Klassen der Antioxidationsmittel zu finden. Zusätzlich werden die E 452 Abkömmlinge auch gerne als Säureregulator oder Emulgatoren eingesetzt.

In welchen Lebensmitteln kommen Polyphosphate vor?
Durch seine Vielseitigkeit erhält der Stoff E452 ein enormes Einsatzpotential in vielen unterschiedlichen „Nahrungsmitteln“. Hauptsächlich wird Polyphosphat jedoch in folgenden Produkten bzw. Produktklassen eingesetzt:

  • Fleischerzeugnisse (hauptsächlich in Wurst, Fleischkäse. Fleischsalate)
  • Desserts und Eis
  • Schmelzkäse
  • Fertigprodukte (Fast Food)
  • Fischerzeugnisse wie z.B. Surimi
  • Besonders oft in eiweißhaltigen Fertiggerichte

Sind Polyphospate schädlich und stellen sie ein gesundheitliches Risiko dar?
Alle unter der Nummer E 452 gesammelten Polyphosphat-Arten sind von offizieller Seite her und bei Berücksichtigung des Grenzwertes mit „unbedenklich“ eingestuft. Trotzdem wird von einem zu hohen und häufigen Konsum abgeraten. Dies hat gute Gründe, denn die Zusatzstoffe führen einige gesundheitliche Probleme mit sich, insbesondere dann wenn man sie sehr häufig und zuviel konsumiert. Polyphosphate sind reine Kunstprodukte, die der Gesundheit nicht zuträglich sind. Folgende Gesundheitsrisiken durch E 452 sind bekannt bzw. werden dem Stoff nachgesagt:

  1. Abfall des Calcium-Spiegels im Körper
  2. Erhöhtes Risiko für Knochenbrüchigkeit (noch nicht bestätigt)
  3. Stoffwechselstörungen vor allem bei Überkonsum
  4. Anstieg des Parathormonspiegels
  5. Abbau von Calcium aus den Knochen durch gestörtes Calcium-Phosphat-Gleichgewicht (noch nicht bestätigt)
  6. Erhöhtes Risiko für das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom bei Kindern (In der Diskussion)

Wie hoch sind die Grenzwerte von Polyphosphat in der Nahrung?
70 mg pro Kg Körpergewicht gelten als Maximaldosis, die am Tag insgesamt nicht überschritten werden soll. Von allzu häufigem Verzehr wird abgeraten! Aus gutem Grund, denn dieser Stoff ist alles andere als natürlich und einige Krankheitszusammenhänge mit der überhöhten Einnahme von E 452 sind bis heute noch nicht vollständig geklärt!

Aus was wird der Zusatzstoff E452 hergestellt?
Phosphatlösungen dienen hier als Ausgangsstoff zur Gewinnung von Polyphosphaten als Endprodukt, dies geschieht sowohl unter chemischer Einwirkung, als auch durch den Einsatz hoher Temperaturen. Polyphosphate sind Abkömmlinge der Phosphorsäure, die auf chemisch synthetische Art erzeugt wurden.



Fazit:
Wieder ein Stoff aus der Lebensmittel-Chemieküche den eigentlich keiner braucht und der gesundheitlich sicher nicht förderlich ist. Die Höchstmengen bzw. Grenzwerte für E 452 werden schon ihren guten Grund haben. Für einen absolut unbedenklichen Stoff, braucht man aber meiner Meinung nach überhaupt nicht über Grenzwerte nachdenken. Fakt ist, Polyphosphate sind reine synthetisch erzeugte Chemie-Zusatzstoffe, die man oftmals weglassen, oder durch natürlich bzw. unbedenkliche Zusätze ersetzten könnte. In der Nahrung hat E 452, sowie seine ganzen Abkömmlinge meiner Meinung nach überhaupt nicht zu suchen. Ich kaufe keine „Lebensmittel“ mit diesem Zusatzstoff, vor allem weil hier die gesundheitlichen Risiken noch lange nicht zu 100 % geklärt sind und eine langfristige und große Aufnahmemenge garantiert schadet! Warum also täglich kleine Mengen „Gifte“ aufnehmen, die man ohne Probleme vermeiden könnte?

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