Wie Maca Wurzel, Ashwagandha und Mönchspfeffer nicht nur den weiblichen Hormonhaushalt positiv beeinflussen können

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Beitrag überprüft und zuletzt aktualisiert am 9. September 2021

Der menschliche Körper produziert über 50 verschiedene Hormone und daraus resultierende Derivate. Er nimmt Hormone und deren Vorstufen zudem auch über die Ernährung auf.

Egal, ob pflanzliche oder tierische Lebensmittel, überall sind Hormone enthalten, die den Organismus auf unterschiedlichste Art und Weise sowohl positiv als auch negativ beeinflussen können.



In diesem Beitrag möchte ich mich drei Adaptogenen widmen, die sowohl den weiblichen als auch männlichen Hormonhaushalt in verschiedenen Bereichen positiv beeinflussen können. Unter einem Adaptogen versteht man natürliche Pflanzenstoffe mit indirekter hormoneller Einflussnahme auf den Menschen.

Ich möchte jedoch zunächst unbedingt darauf hinweisen, dass diese Wirkungsweisen nicht immer positiv sein müssen und das Heilkräuter und pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel auch Wechselwirkungen mit Medikamenten zeigen können sowie nicht bei jedem Menschen eine gleich starke oder effektive Wirkungsweise garantieren.

Da jeder Mensch einen völlig individuellen Stoffwechsel und Körperbau hat und Aufnahme- sowie Verarbeitungseigenschaften dieser Stoffe im Organismus aufweist, kann die Wirkung einzelner oder kombinierter pflanzlicher Hilfsmittel zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen führen.

Dieses Spektrum kann im Extremfall von übersteigerten Eigenschaften bis hin zur Wirkungslosigkeit der Pflanzenbestanteile und ihrer Inhaltsstoffe reichen. Solltet ihr Medikamente einnehmen oder irgendwelche gesundheitlichen Einschränkungen haben, sprecht bitte vor der Einnahme mit Eurem Facharzt.

Drei wertvolle Adaptogene und ihre positiven Eigenschaften auf die Hormone und das Wohlbefinden beider Geschlechter

Macawurzel, Ashwagandha und Mönchspfeffer sind in der Naturheilkunde sehr bekannt und wissenschaftlich gut untersucht worden. Alle drei Pflanzen sind auch medizinisch in einigen Anwendungsfeldern anerkannt und in Apotheken oder als Nahrungsergänzungsmittel in unterschiedlicher Qualität zu bekommen.

Falls ihr Euch für solche Produkte entscheidet, schaut bitte unbedingt auf deren Zusammensetzung, deren standardisierten Wirkstoffgehalt und allen voran deren Qualität. Ungesunde oder stark bedenkliche Zusatzstoffe, die leider immer noch viel zu oft beigemischt werden, haben in einem natürlichen Produkt nichts zu suchen!

Häufig verwendet werden hier völlig unnötige Stoffe wie Titandioxid zur Weißfärbung von Kapselhüllen und Pillen, Magnesiumstearat als Trennmittel und Fließmittel sowie Azo Farbstoffe für besonders „hübsche“ knallige Farben.

Die Gewinnung der Auszüge und Extrakte aus den drei adaptogen wirkenden Pflanzen stammen bei der Maca und der Ashwagandha jeweils hauptsächlich aus der Wurzel, beim Mönchspfeffer sind es wiederum die herben würzigen Samen, die als Rohstoff für die Pulvergewinnung dienen.

Je nach Endprodukt und natürlichen wachstumsbedingten Schwankungen variieren am Ende die Wirkstoffgehälter enorm, weshalb es sinnvoll ist auf standardisierte Produkte oder wenigstens Produkte mit einem gewissen Mindestgehalt an Wirkstoff zurückzugreifen.

Die Maca Wurzel

Die Wurzel der Maca Pflanze kann unterstützend wirken gegen Libido Verlust bei beiden Geschlechtern, Stress und hormonelle Schwankungen und Ungleichgewichte im Zyklus oder den Wechseljahren der Frau.

Die weiblichen Hormone Progesteron und Östrogen müssen in ausreichender Menge vorhanden sein und jederzeit nachgebildet werden können, um einen gesunden Zyklus zu ermöglichen. Während bei der einen Frau der Zyklus wie ein Uhrwerk schlägt, läuft er bei der Anderen unzuverlässig ab oder fällt sogar aus bzw. verlängert sich erheblich.

Sehr oft ist dies hormonell bedingt und sollte unbedingt durch einen Facharzt abgeklärt werden. Die grundlegenden Hormone für Zyklus, sexuelle Lust, Fruchtbarkeit und Stimmung sind in dieser kurzgefassten Hormon Fibel einfach und verständlich zusammengefasst.

Wie kann nun Maca beim Zyklus und sogar in den Wechseljahren unterstützend wirken? Als adaptogene Pflanze können sich die Inhaltsstoffe des Macas auf den Hormonhaushalt auswirken.

Man unterscheidet zwischen gelben, lila, roten und schwarzen Maca für die verschiedenen Anwendungsbereiche. Gerade bei der Frau zeigt sich rotes und lila Maca am effektivsten in Sachen Zyklusschwankungen und Wechseljahre.

Vor allem rotes Maca hat anscheinend einen Einfluss auf das Östrogen-Gestagen-Verhältnis. Dabei wirkt es nicht direkt hormonell wie ein Phytohormon. Es bedarf bei dieser Annahme jedoch definitiv noch ausführlicheren wissenschaftlicher Studien.

Bei Männern wiederum sind die potenzsteigernden und auch fruchtbarkeitssteigernde Wirkungsweisen von Maca sehr bekannt.

Ich habe selbst bei bisher drei gezeugten Kindern und einer sehr guten Potenz zwar keine Probleme damit, habe aber durch einen Selbstversuch mit Maca nochmal einen deutlichen Schub in Sachen Lust nach vorne bekommen und es deswegen sogar wieder abgesetzt, weil es einfach übertrieben heftig bei mir war.

Natürlich ist Maca kein Wundermittel und kein synthetisches Potenzmittel! Es kann jedoch einen Versuch wert sein, zudem senkt es den Cortisolspiegel und damit Stresslevel, was sowohl der Potenz, als auch dem Zyklus, der Stimmung und natürlich der Fruchtbarkeit beiden Geschlechtern zugutekommen kann.


Verantwortlich ist dafür das in der Macawurzel enthaltene N-3-Methoxybenzyl-Linoleamid ein Macamid, das vor allem im schwarzen Maca besonders hoch konzentriert vorliegt und eine angstmindernde und stresslösende Wirkung aufweist. Es gehört zu den sogenannten FAAH-Inhibitoren und wird pharmakologisch in Bezug auf Angsterkrankungen weiter erforscht.

Ashwagandha Wurzel Extrakte

Das Wurzel Extrakt dieser Pflanze ist seit Jahrtausenden bekannt und inzwischen wissenschaftlich gut untersucht. Es wirkt sich besonders gut bei regelmäßiger und individuell angepasster Einnahme auf den Schlaf und die Entspannung aus, was der Ashwagandha auch den Zweitnamen „Schlafbeere“ einherbrachte.

Ich habe die Pflanze über viele Monate in unterschiedlicher Dosierung zum Testen eingenommen und nehme sie auch heute noch. Aufgrund der vielen Informationen zu dieser Pflanze habe ich ihr auch einen eigenen ausführlichen Beitrag gewidmet.

Ein gesunder Schlaf ist essentiell für den Hormonhaushalt des Körpers, sowohl die typischen Sexualhormone wie das männliche Testosteron und das weibliche Östrogen, als auch die Stimmungsmacher und Antriebshormone Serotonin, Dopamin und das Schlafhormon Melatonin sind unweigerlich und fest mit einem gesunden und ausreichenden Schlaf verbunden.

Ohne ausreichend guten Schlaf ist dieses Gleichgewicht und die Produktion vor allem auf Dauer empfindlich gestört! Es kann dann zu unzähligen körperlichen, als auch psychischen Störungen bis hin zu schweren Erkrankungen kommen.

Ebenfalls maßgeblich für den Zyklus, die sexuelle Lust und die Fruchtbarkeit sowie das Wohlbefinden sind unsere Schilddrüsenhormone. Ashwagandha kann in diesem Bereich eine harmonisierende Wirkung zeigen.

Wirksame Stoffe in der Ashwagandha sind Anaferin, Anahygrin, Tropin sowie Withasomnin die zu den Alkaoliden zählen und Somniferanolid, Somniwithanolid, Withaferin A, Withasomniferanolid die wiederum den Withanoliden angehören.

Mönchspfeffer der Klassiker

Egal, ob als Zyklus Verbesserer, zur Fruchtbarkeit oder zur Milchbildung – Mönschspfeffer gilt als die Wunderwaffe gegen oder besser für alles. Auch wenn Mönschspfeffer eine gewisse positive Wirkung haben kann, sollte man es nicht übertreiben, ein Wundermittel ist es nicht.

Dennoch, die Inhaltsstoffe des Mönschspfeffers, sowie unzählige reale Erfahrungswerte von Frauen zeigen, dass er eine positive Wirkung auf Zyklus, Fruchtbarkeit und Milchbildung haben kann. Dies wird auch von wissenschaftlicher Seite untermauert und viele Hebammen und Frauenärzte empfehlen die Anwendung der Pflanzensamen Extrakte gezielt.

Die Wirkstoffe des Mönschspfeffers sollen für eine bessere Progesteron Produktion (Gelbkörperhormon) der Frau sorgen und nebenbei die Milchproduktion bei stillenden Frauen anregen.

Studien zum Mönschspfeffer haben viele Wirkungsweisen bestätigen können, sodass entsprechende Produkte seit einiger Zeit sogar zu den kassenzulässigen Präparaten zählen. Dabei handelt es sich natürlich um Mittel, die aus Wirkstoff standardisierte Trockenextrakte des Mönschpfeffers bestehen.

Eine Zusammenfassung von randomisierten Studien zu Mönchspfeffer und deren Wirkung auf den weiblichen Hormonhaushalt sowie PMS finden sich in diesem Fachartikel, der wiederum auf die Originalquellen der einzelnen Forschungsergebnisse verlinkt.

Fazit:

Sowohl Maca, als auch Mönschspfeffer und Ashwagandha können tatsächlich dabei helfen Zyklus, Fruchtbarkeit, sexuelle Aktivität und Stressauswirkungen sowohl für Mann und Frau positiv zu beeinflussen.

Ein Wundermittel ist keines der drei vorgestellten Adaptogene, es ist aber für viele Menschen eine Möglichkeit eventuell etwas an ihrer Gesundheit verbessern zu können. Wichtig ist vor der Einnahme, dass ihr Euch mit einem Arzt absprecht, der auch für diesen naturmedizinischen Bereich offen ist.

Zwar gibt es inzwischen genug medizinisches Fachpersonal, dass für alternative und natürliche Ansätze ein offenes Ohr hat und sich damit auch immer besser auskennt, jedoch gibt es auch noch genug Ärzte, die sich nicht damit beschäftigt haben oder grundlegend ablehnend dem gegenüberstehen.

Ich habe mit Ashwagandha und Maca jeweils eindeutige Erfahrungen gesammelt. Ashwagandha wende ich heute noch an, da es seit der Einnahme meine Schilddrüsenwerte stabilisiert hat, die vor allem unter starken Stress damals gelitten hatten und auch heute bei einem stressfreien Leben wesentlich stabiler sind.

Dies habe ich mit entsprechenden halbjährlichen Blutuntersuchungen von einem Arzt nachweisen lassen und konnte es so für mich neben meiner individuellen und absolut subjektiven Empfindung auch noch per Blutbild absichern lassen.

Bei Maca habe ich ebenfalls sehr Potenz und sexualitätssteigernde Wirkung festgestellt. Da ich aber weder Probleme mit der Fruchtbarkeit habe und mir einmal am Tag auch vollkommen reicht, habe ich es wieder abgesetzt. Hier war die Wirkung wirklich extrem und der Effekt heftiger als die Aktivität während der Pubertät. Ich glaube, ihr wisst schon, was ich meine.

Natürlich ist die Wirkung bei jedem Menschen anders, ausprobieren kann man die drei Möglichkeiten auf jeden Fall, wenn Probleme bestehen und ärztlich nichts dagegenspricht (z.B. bei Wechselwirkungen mit Medikamenten).


Eine Garantie auf eine Wirksamkeit für jeden einzelnen besteht nicht, aber gute Chancen dafür wenigstens etwas verbessern zu können. Und denkt daran, es sind wie gesagt keine Wundermittel, eher Helferlein, ich mag solche meist überzogenen Anpreisungen vor allem im Internet auch überhaupt nicht.

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Autor: Marco Eitelmann

Mein Name ist Marco Eitelmann und ich schreibe hier seit Gründung dieser Webseite im Jahr 2014 hauptsächlich über die Themen: Gesundheit, Ernährung sowie Natur- und Umwelt. Mein Fachwissen in diesen Bereichen stammt aus meiner inzwischen fast 20 jährigen Berufserfahrung im Lebensmittelhandel und der Nahrungsmittelproduktion und durch ständige Fortbildung im Ressort Ernährung sowie der ausgiebigen Lektüre von mittlerweile weit über 200 Fachbüchern aus den Bereichen Medizin und Naturwissen.

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