Benzoate in Lebensmitteln

In Lebensmittel findet man recht häufig als Konservierungsstoff sogenannte Benzoate. Diese Stoffe sind gesundheitlich sehr bedenklich und kommen als unterschiedliche Arten von Konservierungsstoffen vor, die gebräuchlichsten sind:

Benzoate bzw. die Benzoesäure sind beides allgemein in Lebensmitteln zugelassene Konservierungsstoffe, die von offizieller Seite aus, als „nicht bedenklich für die Gesundheit“ eingestuft wurden. Dies gilt zumindest, solange deren täglicher Grenzwert bei der Aufnahme über die Lebensmittel eingehalten wird.


(Nordseekrabben dürfen besonders viel Benzoesäure und Benzoate enthalten, einige Proben des Magazins „Markt“ vom 6.11.17 ausgestrahlt vom NDR (Norddeutschen Rundfunk) brachten Ergebnisse weit jenseits der 4000mg und 5000mg Marke zu Tage. Siehe Link zur Sendung. Auch in Getränken haben sich jüngst äußerst schädliche Auswirkungen der Stoffe gezeigt, so z.B. durch die Umwandlung durch chemische Reaktion mit anderen Inhaltsstoffe in krebserregendes Benzol bei einigen aromatisierten Wassersorten. Eins ist sicher, gesund sind sowohl Benzosäure und Benzoate definitiv nicht, man sollte sie besser ganz meiden wenn man Wert auf eine gesunde Ernährung legt.)



Gibt es einen generellen Grenzwert für Benzoesäure?
Ja, allerdings auf jedes Lebensmittelprodukt recht individuell, jedoch ist dieser Grenzwert extrem unterschiedlich. Würden Benzoesäure und Benzoate wirklich so unbedenklich sein, wie es oftmals von der Lebensmittelindustrie geschildert wird, dann frage ich mich warum die Grenzwerte über die Jahre ständig gesenkt wurden (Ausnahme Nordseekrabben)?

Ein Beispiel zum Grenzwert von Benzoesäure und Benzoaten in Lebensmitteln:
Nordseekrabben gehören zu den Schalen- und Krustentieren deren Grenzwert vor einigen Jahren noch bei unglaublichen 4000 mg Benzoesäure pro kg der Schalentiere lag. Nordessekrabben haben aber für bis zu 6000 mg Benzoesäure pro kg und eine Ausnahmegenehmigung!
Wer also 250 g Nordseekrabben in einem Cocktail isst (Bei voller Ausnutzung des Grenzwertes), der nimmt unglaubliche 1500 mg Benzoesäure zu sich! Dazu kommt noch eine Vielzahl von verschiedenen benzoesäurehaltigen Nahrungsmitteln, welche zusätzlichen täglich verzehrt werden können und deren weitere enthaltene Benzoe-Derivate.
Benzoate und Benzoesäure in Lebensmittel werden Tag für Tag in nicht bekannten Mengen konsumiert. Wie viel man nun genau zu sich genommen hat ist kaum feststellbar.
Das einzige was feststeht ist, dass Benzoate definitiv sehr ungesund sind, insbesondere der häufige und starke Konsum dieser Konservierungsstoffe!

Wie viel Benzoate und Benzoesäure darf man am Tag zu sich nehmen?
Diese Frage ist generell nicht zu beantworten, da es zu viele unterschiedliche Meinungen und Ergebnisse dazu gibt. Am besten sollte man gar keine Benzoate konsumieren! Ab einem Konsum von 25 mg pro kg Körpergewicht, über mehrere Tage, kommt es zu starken Störungen des Margen Darmtraktes, zu Krämpfen und zu einer Beeinträchtigung des Nervensystems. Bereits mit einem großen Krabbencocktail (Beispiel siehe oben) + einer schönen Anti Pasti Spezialität am Abend, haben Sie diesen Wert für einen Tag schon locker überschritten wenn Ihr Körpergewicht z.B. 75 kg beträgt!

Täglich sollten jedoch pro kg Körpergewicht, sowohl bei Erwachsenen, als auch Kindern 5 mg Benzoate nicht überschritten werden. Ein Erwachsener von 75 kg, sollte also nur maximal 375 mg Benzoate bzw. Benzoesäure zu sich nehmen.
Bei einer Aufnahme von nur 100 g Nordseekrabben, oder einer schönen Portion Oliven, wird der Körper jedoch schon mit mehr als dem doppelten der empfohlenen Maximalmenge belastet!



Fazit:
Versuchen Sie in jedem Fall Benzosäure und Benzoate in Lebensmitteln idealerweise komplett zu vermeiden! Kaufen Sie Produkte möglichst ohne Benzoate. Sollten Sie trotzdem Produkte mit Benzoesäure und Benzoaten essen, so minimieren Sie Ihren Konsum drastisch! Diese Konservierungsstoffe schaden Ihren Organen und Ihrem Nervensystem. Langzeitschäden sind ebenfalls nicht auszuschließen! Benzoate und Benzosäure sind Gift, nicht mehr und nicht weniger und ab gewissen Dosen sogar tödlich! Warum sich dieses Gift also in hohen Mengen täglich bewusst, oder unbewusst zuführen? Verbannen Sie es am besten komplett aus Ihrer Ernährung!


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7 Gedanken zu „Benzoate in Lebensmitteln“

  1. Hallo Marco
    danke für die Warnung vor E211. Da ich Veget-anerin bin suche ich nach guten, pflanzlichen Proteinquellen und habe mir aus einem Portigiesenladen einen Eimer eingelegte Lupinen mitgenommen, doch leider enthalten sie E211. Ich frage mich, ob es möchglich wäre, diese Säure zu neutralisieren. Wenn ich zum Beispiel über Nacht in ein Kalkwasser einlegen würde, oder gäbe es andere Möglichkeiten. Einfach in Wasser einlegen, Wasser mehrmals wechseln? Hast du eine Idee?
    Liebe Grüsse
    Madeleine

    1. Hallo Madeleine,

      das Problem ist, dass es sich um sogenannte „Ester“ und „Salze“ der Benzoesäure unter dem Begriff „Benzoate“ handelt. Mit Wasser kann man diese im Bezug auf das gesamte Lebensmittel prozentual im Gesamtanteil nur verdünnen, jedoch nicht komplett beseitigen. Ich kaufe daher überhaupt keine Lebensmittel mit jeglichen Benzoesäureprodukten bzw. Benzoaten-Zusätzen. Ganz weg bekommt man diese ungesunden Konservierungsmittel leider nicht. Verdünnen hilft nur sehr bedingt. Auch Magnesium, Kalzium oder andere Stoffe lassen die Säuren bzw. ihre ungesunden Eigenschaften der Ester und Salze nicht komplett verschwinden. Mehrmaliges Wässern reduziert ihre Anwesenheit etwas.

      LG
      Marco

  2. Die Rechnung : Zitat, ; „Wer also 250 g Nordseekrabben in einem Cocktail isst, der nimmt unglaubliche 1500 mg zu sich “ ist erstunken und erlogen um Panik zu machen oder einfach unüberlegt ausgeschrieben worden !!!! Das kommt tatsächlich NUR dann in Betracht wenn die Maximal zulässigen 60000 mg auch in den Krabben vorhanden sind ! Denn , NICHT alle Krabben haben automatisch Minimum 60000mg intus. Erst überlegen wenn ihr etwas verbreitet. Ansonsten super Seite mit guten hinweisen und tips..aber leider auch einige übertreibungen…. schade

    1. Hallo Sebastian,

      stimmt, es kommt nur bei der maximalen Dosis in Betracht, aber es ist natürlich auch nicht ausgeschlossen. Selbst bei halber Maximaldosis wären es noch 750mg der zulässigen Konservierungsstoffe, auch nicht gerade „wenig“ und gesund. Ich komme aus dem Einzelhandel und muss leider feststellen das die Garnelenprodukte und Krabben sogar nach Verarbeitung mit neuen Zutaten z.B. als Krabbensalat nochmals Benzoate zur Konservierung des eigentlichen Salates zusätzlich hinzugefügt bekommen. Einige Produkte enthalten zu ihren bereits vorher konservierten Krabben als Basis nochmals Natriumbenzoat und Benzosäure. Ansonsten vielen Dank für die ehrliche Kritik und das Dir meine Seite gefällt:-) Das was Du schreibst stimmt, definitiv nicht alle Krabbenprodukte erreichen die 6000mg Grenzwert, zum Glück wird dieser auch nur sehr selten ausgenutzt. Allerdings ist es nicht „erstunken und erlogen“, da es durchaus Produkte gibt die diesen Wert erreichen können, denn es ist bisher leider noch legal solche hohe Konzentrationen zu verwenden. Ich überarbeite jedoch die Formulierung diesbezüglich im Beitrag.

      LG
      Marco

  3. Nur kurz, weil dieser Beitrag auf Seite 1 bei Google ist und dementsprechend viele Leute verängstigt, gerade da gestern im NDR Markt ein Beitrag mit ähnlicher Angstmacherei gesendet wurde:

    Es wäre wirklich gut, wenn man wüsste,, was überhaupt ein Grenzwert ist, bevor man so einen Artikel schreibt. Aber das würde dann ca. 90% der Artikel auf dieser Seite unsinnig werden lassen…

    Der Grenzwert wird dadurch bestimmt, dass man überprüft,, welche Menge für eine Ratte bei täglichem Verzehr unbedenklich ist, und diesen Wert dann DURCH 100 teilt. Nochmal zur Betonung: DURCH 100 TEILT! Das ist der sogenannte ADI-Wert.

    Also selbst wenn einmalig der Grenzwert beim Krabbenverzehr überschritten sein sollte (oh Gott!), dann passiert genau nichts, Nullkomma-Nix, weil man immer noch WEIT, WEIT unter dem Wert ist, wo bei täglichem Verzehr kleinere Probleme auftreten können. Beim 100 kg Menschen wären das 50g Benzoesäure, also ca. 8 Kg Krabben. Dauerhaft. Jeden Tag.

    Die richtigen Komplikationen (in letzter Linie Tod) bekommt man dann erst nochmal eine Dimension höher, bei Ratten zum Beispiel bei > 1800 mg Benzoesäure in einer Portion, was bei einem 100kg Menschen dann 180 g wären, also bei 6g / kg Krabben genau 30 Kg Krabben. Na dann guten Appetit!

    1. Hallo Krabbenfischer,

      vielen Dank für den Beitrag, trotzdem bleiben Benzoesäure und Benzoate absolut ungesund. Auch Tierversuche lassen sich nicht einfach auf den Menschen 1:1 übertragen, sie sind selbst von Tier zu Tier völlig unterschiedlich. Würde man dieselbe Menge Benzoesäure (auf das Körpergewicht berechnet) z.B. an Katzen verfüttern, dann würden diese sterben, daher darf auch kein Katzenfutter mit entsprechenden Mengen angereichert werden. 2007 gab es eine gar nicht so alte Studie, die auch als „Southampton-Studie“ bezeichnet wurde (Doppelblind + Placebo kontrollierte Studie!), welche in Kombination von Benzosäure (Derivate E210/E213) und einigen Farbstoffen hyperaktives Verhalten bei Kindern zur Folge hatte. Allergische Reaktionen werden zudem als nicht gerade seltene Nebenwirkung bei der Aufnahme derartiger Stoffe auch in medizinischer Fachliteratur genannt. Warum ich daher auch nur 1 Milligramm dieser Zusatzstoffe essen sollte ist mir fraglich. Ich komme ebenfalls aus der Fischbranche (durch meinen Beruf im Einzelhandel) bedingt. Glücklicherweise nehmen immer mehr Hersteller auf Druck der Verbraucher und der möglichen gesundheitlichen negativen Auswirkungen auch bei Garnelenprodukten diesen Stoff aus dem Sortiment und nutzen ihn nicht mehr für ihre Endprodukte. Bei Nordseekrabben scheint dies allerdings noch ein Problem zu sein. Selbstverständlich wird man deshalb nicht von ein bis zwei kleinen Portionen Nordseekrabben im Monat, welche mit Benzoaten bzw. Benzoesäure versetzt sind nicht gleich krank. Gesund ist das aber trotzdem nicht, da kaufe ich mir lieber tiefgefrorene Eismeergarnelen mit Wasserglasur und Salz ohne Zusatzstoffe. Natürlich haben die nicht den leckeren intensiven Geschmack von Nordseekrabben, jedoch würde ich diese persönlich nicht kaufen wenn sie mit solchen meiner Meinung nach völlig unnötigen Chemikalien wie Benzoaten behandelt wurden, insbesondere deshalb nicht, da es viele „gesündere“ Alternativen unter den Konservierungsstoffen gibt.

      LG
      Marco

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