Das Gemüsehochbeet im Frühling, frisch Befüllen und Bepflanzen, welche einfach zu pflegenden Gemüsesorten nun ausgesät werden können

Es ist endlich so weit, der März sendet die ersten warmen Sonnestrahlen und der Garten erwacht zu neuem Leben. Schon während die ersten Krokusse und Narzissen aus der Erde kommen und ihre Knospen zeigen, können bereits im späten Februar bis Ende März die ganz frühen Gemüsesorten ausgesät werden. Ich bin wie jedes Jahr wieder sehr früh im Garten unterwegs und habe meine Hochbeete neu befüllt und die ersten drei Gemüsearten ausgesät. Für alle die es nicht erwarten können, dass der Frühling endlich richtig Einzug hält, gibt es robuste Sorten, welche sich bereits jetzt und mit wenig Frostrisiko aus Samen ziehen lassen. Wichtig ist aber zuvor frische und fruchtbare Erde in die Hochbeete zu geben und sich den ersten kleinen Pflanzplan und eine entsprechende Aufteilung der Gemüsesorten anzulegen. Ich möchte das ganze wieder am Beispiel meiner geliebten Vegtrug Hochbeete präsentieren, von denen ich mittlerweile vier Stück gekauft und aufgebaut habe. Siehe auch im gesonderten großen Testbericht „Das Veg Trug Hochbeet

Hochbeet im Frühling von Unkraut und Wurzeln befreien

Das Vegtrug Hochbeet frisch befüllt mit Erde und gutem Kompost
(Die Hochbeete sollten gut für den Frühling und die erste Aussaat mit frischer Erde und Kompost vorbereitet werden. Auf den Fotos zu erkennen ist die komplette Beseitigung aller verbleibenden Gemüsepflanzen und „Unkräuter“ des Vorjahres, sowie die Neubefüllung mit Pflanzenerde und gutem reifen Kompost)

Das Hochbeet für den Frühling vorbereiten
Es ist wichtig vor der ersten Bepflanzung oder Aussaat im Frühling das Hochbeet zunächst von den sicherlich reichlich vorhandenen „Unkräutern“ und Gemüsepflanzenreste des Vorjahres zu säubern. Dabei sollte auch die Erde mindestens 15 cm tief ausgewechselt werden. Ich hebe immer gut 20 cm aus und entferne so auch gleich alle alten Wurzelballen des Vorjahres. Die fehlende Erde ersetze ich durch guten reifen Kompost, mit einer Schicht Standard Gartenerde darüber. Man erhält so ein absolut lockeres, luftdurchlässiges und gut wurzelfähiges Substrat für die zukünftigen Gemüseorten für Frühling, Sommer und Herbst.

 Kleine Fruchen mit den Fingern zur Hochbeet Aussaat ziehen
(Kleinere Saatfurchen und Löcher lassen sich wunderbar mit der Hand ziehen)

Die ersten Gemüsesorten ziehen ein, einfach zu pflegende und relativ frostsichere Gemüsesaat-Pflanzen für den Frühling

Die frühe Radieschensorte „Ilka“
Was gibt es besseres für in den Salat als die ersten frischen und kräftig schmeckenden Radieschen des Jahres? Gerade für die Aussaat zu Zeiten noch vieler möglicher kalter Frühlingsnächte eignet sich die Sorte mit Namen „Ilka“. Sie ist geschmacklich schön kräftig, nicht wässrig und verträgt auch noch ganz gut den ein oder anderen ordentlichen Nachtfrost . Die Samen keimen innerhalb weniger Tage bei nur ca. 10 Grad Bodentemperatur. Mehr als eine ausreichende Bewässerung ist zur späteren Pflege nicht nötig. Die Aussaat kann bereits Ende Februar erfolgen, wenn die Erde nicht mehr gefroren ist und keine Temperaturen unter 5 Grad Minus für die Nächte mehr gemeldet sind.

Der frühe Pflücksalat „Australischer gelber oder auch Gele“
Ein super zarter und aromatischer Pflücksalat, welcher ebenfalls schon recht früh Anfang März gesät werden kann, ist der „Australische Gelbe“ auch „Australischer Gele“ genannt. Er wächst auch bei kältren Temperaturen noch recht gut und verträgt ebenfalls leichten Frost, auch dann wenn die Pflanze bereits schon gut gewachsen ist. Bei guten Bodenbedingungen und Wasserversorgung wird diese Sorte für einen Pflücksalat sehr großbuschig und kann mehrfach und nachhaltig beerntet werden. Aus nur 2 Reihen a 1,6 m habe ich letztes Jahr gut 15 große Schüsseln Salat für 2-3 Personen geholt.

Frühe Speisemöhren
Möhren bzw. Karotten brauchen oft sehr lange bis sie endlich Keimen und dabei vor allem sehr viel Feuchtigkeit. Hier ist für die frühen Karottensorten gerade der Februar und März ideal. Beide Monate sind zwar oft noch recht kalt, aber auch gleichzeitig besonders feucht. Es kann bis zu drei Wochen dauern, bis die Karottensamen gut keimen, bei steigenden Temperaturen ist ihr Wachstum bei guter Wasserversorgung dann jedoch kaum aufzuhalten. Frühlingskarotten können dann im Spätsommer oder frühen Herbst je nach Sorte als große Möhren geerntet werden. Das Aroma und der Geschmack sind nicht mit den Karotten aus der Plastikverpackung des Supermarktes vergleichbar. Wer einmal in selbst gezogene saftige Karotten direkt nach der Ernte gebissen hat, der weiß wie gute und wirklich absolut frische Karotten schmecken sollten!

Radieschen, Pflücksalat und Möhren eignen sich hervorragend für die Erstaussaat im Frühling
(Alles ausgesät, befeuchtet und leicht angedrückt, so kann das Hochbeet in den Frühling starten)

Das Hochbeet nach der ersten Saat
Es bedarf nicht mehr viel Pflege, nachdem die Samen ausgesät wurden. Ich mache immer mit den Fingern kleine Rillen in den Erdboden, in die ich die Samen streue. Da ich relativ faul bin was das spätere Pikieren von Gemüsesorten wie z.B. Radieschen betrifft, säe ich hier jeden Korn einzeln in kleine flache Löcher in die Erde. Danach wird alles vorsichtig mit Gartenerde bedeckt und gut bewässert.

Wer später nicht Pikieren möchte, sollte die Samen einzeln mit ausreichendem Planz-Abstand aussäen
(Wer später nicht mühsam die zu dicht stehenden Gemüsepflanzen pikieren möchte, der kann sich vorher die Mühe machen und die Körner einzeln mit ausreichend Abstand in kleine Löcher aussäen)



Fazit:
Die ersten Sonnenstrahlen können direkt genutzt werden, um auch das erste Gemüse im Frühjahr auszusäen. Neben den drei vorgestellten wirklich einfachen Arten, gibt es noch viel mehr Frühlingsgemüse, welches auch negative Temperaturen und kleinere Nachtfröste verträgt. Für normale Zwiebeln, wie die Stuttgarter Riesen, oder auch Lauch und Frühlingszwiebeln kommt nun ebenfalls die richtige Saat-Zeit. Neben der vorhandenen Resistenz gegen kalte Temperaturen zu Jahresbeginn, sollte auch unbedingt vor Aussaat geklärt werden, ob sich die Pflanzen überhaupt gut vertragen. Dazu kann ich meinen weiterführenden Beitrag: Gemüse das sich gut verträgt und Gemüse das sich nicht gut verträgt, warum man unbedingt auf die Pflanzennachbarschaft im Beet achten sollte? ans Herz legen. Er ist wie die Überschrift vermuten lässt sehr detailreich im Bezug auf einzelne Gemüsesorten und ihrer Verträglichkeiten untereinander.

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2 Gedanken zu „Das Gemüsehochbeet im Frühling, frisch Befüllen und Bepflanzen, welche einfach zu pflegenden Gemüsesorten nun ausgesät werden können“

  1. hallo marco ,haben auch einen vegtrug , sind aber noch nicht so zufrieden mit dem standort und möchten dich fragen ,welchen Du für den besten standort hälst , hinsichtlich der himmelsrichtung und damit dann ja auch der sonnenbestrahlung usw.

    1. Hallo Kerstin,

      das ist sehr abhängig von den Gemüsesorten die Du in Deinen VegTrug pflanzen möchtest. Tomaten, Auberginen und Paprika, sowie Chili habe ich in dem VegTrug den ich gegen Südwesten ausgerichtet habe. Er ist fast den ganzen Tag im Sommer in der brütenden Sonne. Das Hochbeet für Radieschen, Salat und Möhren steht nach Südosten und hat etwas später Sonne am Morgen. Mein neuster Vegtrug wird ebenfalls nicht ganz in der prallen Sonne stehen und für Zucchini, Fenchel und Buschbohnen, sowie Zuckererbsen und Broccoli in der nähe einer Hecke platziert (jährlich wechselnde Bepflanzung mit passenden Pflanznachbarn), die allerdings nicht den ganzen Tag alles beschattet und auch für 4-5 Stunden im Sommer ordentlich Sonne durchlässt (ganz wichtig für die Zucchini!). Ganz schattig oder direkt nach Nord/West Nord/Ost ausgerichtet kann man den Veg Trug prima zur Pilzzucht verwenden. Die mögen absolut keine Sonne und lieber windgeschützte dunklere und feuchte Ecken. Für Gemüse ist diese Platzierung dann bis auf ganz wenige Pflanzen und Kräuter schlecht zu handhaben.

      LG
      Marco

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