Schmelzkäse ist meist ungesund und oft voller schädlicher Zusatzstoffe, warum Du Schmelzkäsescheiben und ähnliche Produkte besser meiden solltest

Wer kennt sie nicht, Cheddar Schmelzkäsescheiben für Burger, Emmentaler Schmelzkäse für Toast Hawai und Schmelzkäseprodukte als Brotaufstrich. Doch wie „gesund“ sind diese Lebensmittel eigentlich. Eines haben die meisten Schmelzkäseprodukte gemeinsam, sie sind oft voller Zusatzstoffe, haben einen sehr geringen Anteil an echtem Käse und sind sehr ungesund für unseren Körper. Klar wird man von eine oder zwei Scheiben Schmelzkäse nicht direkt krank, einen hohen Konsum sollte man aber trotzdem tunlichst vermeiden. In einer ausgewogenen und gesunden Ernährung hat der Schmelzkäse der meisten Hersteller meiner Meinung nach überhaupt nichts zu suchen. Alternativ kann man sich auch einfach eine Scheibe echten und hochwertigen Käse auf den Burger oder das Brot legen und schmelzen lassen. Mittlerweile sind jedoch leider viele Konsumenten an den „leckeren“ typischen Geschmack des Chemieproduktes gewöhnt. Was Schmelzkäseprodukte zum Großteil so ungesund macht, erfahrt ihr in diesem Beitrag. Vielleicht ersetzt der ein oder andere in Zukunft den Käse auf seinem Burger gegen echten Naturkäse statt auf diese künstlichen Erzeugnisse zurückzugreifen. Der Einsatz von Schmelzkäse bzw. Schmelzkäsezubereitungen ist seit Jahrzehnten Standard vor allem in der Fastfood- und Junkfood Industrie, es werden aber auch gezielt für Kinder Produkte entwickelt und teils sogar als „gesund“, durch ihren vorhandenen Milchanteil beworben. Der Industriemilchanteil ist dann aber auch schon in den meisten Fällen das „gesündeste“ in solchen Produkten. Der Rest besteht aus jede Menge Wasser, Salz, Schmelzsalzen, Farbstoffen, Phosphaten und anderen Zusatzstoffen die man ganz sicher nicht mit einer gesunden Ernährung in Verbindung bringen würde.


(Ein typisches Anwendungsbeispiel für Schmelzkäse ist Fast Food. Jahrelang habe auch ich diese Schmelzkäsescheiben bedenkenlos konsumiert ohne zu wissen was wirklich drin ist. Durch die sukzessive Umstellung auf eine gesunde Ernährung kommt Schmelzkäse für mich heute nicht mehr in Frage. Eine Scheibe vom guten schweizer Bergkäse als Alternative schmeckt nicht nur viel besser, sondern ist in der Regel auch wesentlich gesünder als das Schmelzkäseprodukt)



Schmelzkäse, was ist drin und was macht ihn in den meisten Fällen so ungesund?
Zunächst einmal hat jeder Hersteller ein unterschiedliches Rezept für sein Schmelzkäseprodukt. Die Meisten davon sind in unterschiedlicher Art und Weise und je nach verwendeter Zusatzstoffe und Ausgangswaren ungesund für unseren Körper und teils auch bei hohem Konsum langfristig schädlich für unsere Gesundheit. Dies gilt vor allem wenn wirklich sehr bedenkliche Zusatzstoffe wie z.B. Azofarbstoffe zur Herstellung verwendet wurden. „Gesunde“ Produkte bilden hier eher die Ausnahme, standardmäßig sind viele Schmelzkäsezubereitungen und Schmelzkäsescheiben auch Scheiblettenkäse genannt mit ordentlich Phosphaten, Schmelzsalzen und anderen Zusatzstoffen versetzt. Folgende Zusammensetzungen der Zutaten habe ich von zwei verschiedenen Produkten im Handel gefunden, deren Hersteller ich hier bewusst nicht nennen werde. Auch wenn ich solchen Schmelzkäse nie wieder kaufen würde gilt folgendes: Von offizieller Seite aus sind alle Produkte die in den Handel kommen aus Zutaten die der Lebensmittelqualität und dem Lebensmittelrecht entsprechen hergestellt worden und sollten damit keine akute Gefahr für die Konsumenten darstellen. Das heißt aber freundlich ausgedrückt auch nur, dass diese auch nicht unbedingt gesund sein müssen. Keiner würde z.B. sagen das die Zusatzstoffe „Aluminium E173“ oder „Natriumbenzoat E211“ gesund sind, ganz im Gegenteil, aber sie sind eben erlaubt und werden in viele „Lebensmittel“ gemischt. Nun meine zwei Beispiele:

  • 1. Hersteller – Schmelzkäse Typ „Toast-Käse“
    Käse 42 %, Molkenpulver, Butter, Wasser, Schmelzsalze (Polyphosphate, Natriumphosphate, Natriumcitrate) Milcheiweiß, Speisesalz, Farbstoffe (Paprikaextrakt, Beta-Carotin)
  • 2. Hersteller Schmelzkäse Typ „Käsecreme“
    Wasser, Käse (31%)(Milch), Wasser, Butter, Milcheiweiß, Schmelzkäse E452, E339, Salz, Gewürze, Verdichtungsmittel E466, E412, Knoblauch, Konservierungsstoff E234

Daneben habe ich in anderen Schmelzkäse-Produkten noch eine endlose Liste an Stabilisatoren, Aromen, Farbstoffen, teils Azofarbstoffe und Konservierungsmitteln gefunden. Das diese nicht gesundheitlich förderlich sind dürfte klar sein, nun aber zu den beiden Beispielprodukten.

Was fällt bei fast allen Schmelzkäsezubereitungen bei den Zutaten auf?
So ziemlich jeder Schmelzkäse enthält die drei Schmelzsalze bzw. Phosphate mit Namen: Polyphosphate, Natriumphosphate, Natriumcitrate. Alle drei sind frei für die Lebensmittelproduktion zugelassen. Das letzte, also das Natriumcitrat ist von den drei noch relativ harmlos. Es ist ein Derivat welches Citronensäure beinhaltet. Leider hat heutige Citronensäure nur noch auf chemischer Basis etwas mit natürlicher Zitronensäure gemein. Aus Zitronen wird sie allerdings in den meisten Fällen definitiv nicht hergestellt, sondern aus Schimmelpilzen, welche auf ein Nährmedium gegeben werden, der Großteil davon wird billig aus China geliefert. Siehe auch den Beitrag „Ist zu viel Citronensäure E330 schädlich? Warum Zitronensäure nicht aus Zitronen, sondern aus genetisch veränderten Schimmelpilzen hergestellt wird und ungesund ist?“. Phosphate nehmen wir über die Nahrung schon mehr als genug auf, einige Studien weißen dabei auf viele negative Konsequenzen des übermäßigen Phosphatkonsums hin. Diese reichen von einem erhöhtem Osteoporose-Risiko bis hin zu Herz- Kreislauferkrankungen. Mehr zu Phosphaten findet sich unter: „Zusatzstoff E451 Triphosphate, damit Lebensmittel schöner aussehen und giftige Tenside im Waschmittel besser unsere Wäsche reinigen können“ sowie dem weiterführenden Link „Sind Polyphosphate E452 bedenklich und schädlich für die Gesundheit?“. Daneben findet sich meist jede Menge billiges Industriesalz, teils unjodiert, teils jodiert in den Produkten, sowie Unmengen ebenso billiges Wasser. Auch Konservierungsstoffe mit antibiotischer Wirkung wie das E234 auch Nysin genannt finden gerne ihren Einsatz in Schmelzkäsescheiben und Aufstrichen. All diese Stoffe sind legal und sollen offiziell unterhalb ihrer Höchstmengenbeschränkungen angewandt kein Problem für den Verbraucher darstellen. Ich persönlich würde mich nicht darauf verlassen, dies ist aber nur meine Meinung.

Schmelzkäse aus Wasser, Zusatzstoffen und sogar mit echtem Käse als Zutat, nur um welchen Käse handelt es sich?
Ein weiterer Punkt der für mich ganz klar gegen Schmelzkäse spricht, ist die Tatsache das er extrem hohe Mengen Wasser beinhaltet, teils in manchen Produkten mit Stabilisatoren und Verdickungsmitteln an den Rest der Zutaten gebunden. Das macht die Herstellung natürlich noch billiger. Tatsächlich enthalten Schmelzkäsescheiben und Schmelzkäsezubereitungen auch echten Käse, nur der muss nicht ausführlich deklariert werden. Es steht dann z.B. einfach nur folgendes: „enthält 31 % Käse“. Welcher Käse das ist, das muss niemand schreiben. Der Rest wird dann gerne mit Milchpulvern bzw. Molkepulvern und Butter aufgefüllt. Hochwertigen Käse wird hier wohl nur von den wenigsten Herstellern verarbeitet werden. Mit einigen naturidentischen Aromen oder künstlichen Varianten wird das ein oder andere Produkt dann noch abgerundet. Ich glaube daher nicht das der Käse allzu hochwertig und lange gereift sein kann, denn dieser hätte auch bei nur 31 Prozent Anteil vom Aroma her die Möglichkeit das ganze Produkt zu aromatisieren und ausreichen Käsegeschmack zu geben, wobei Aromen natürlich auch gerne als billiger Ersatz für Gewürze eingesetzt werden.

Gesunden Schmelzkäse oder Schmelzkäse ohne unnötigen Zusatzstoffe gibt es das?
Wer statt einer Scheibe echtem Käse oder einem guten Obazda Brotaufstrich lieber doch auf Schmelzkäse zurückgreifen will, der findet auch ein paar wenige Hersteller die Produkte mit sehr wenig Einsatz von Chemie herstellen können. So habe ich Bio Schmelzkäse gefunden, der nur mit einem Schmelzsalz dem Natriumcitrat auskommt und ansonsten weder Aromen, noch künstliche Farbstoffe oder Konservierungsstoffe für seinen Schmelzkäse einsetzt und sogar 60 Prozent echten Bio Käse Anteil benutzt. Den Käse gibt es von bioverde für Burger und Toast*, sowie in einigen anderen Varianten* für aufs Brot oder zum snacken. Dies ist ein meiner Meinung nach sehr gutes Beispiel, dass es auch anders geht, selbst bei einem Produkt wie Schmelzkäse.



Fazit:
Schmelzkäse ist und bleibt leider oftmals ein sehr ungesundes „Lebensmittel“. Die meisten Hersteller produzieren es voll von Zusatzstoffen, welche zwar alle legal sind und offiziell auch als unbedenklich bzw. zugelassen gelten, jedoch alles andere als förderlich für die Gesundheit sind. Eine echte Scheibe hochwertigen Käse oder eine selbstgemachte Käsecreme können sie natürlich weder gesundheitlich noch geschmacklich übertreffen. Dass es selbst bei Produkten wie Schmelzkäse auch anders geht, zeigen leider nur einige wenige Hersteller. Ich kaufe persönlich schon längere Zeit keine Schmelzkäseprodukte vom Massenmarkt. Jede Menge Phosphate, billiges Industriesalz und Konservierungsstoffe, Aromen, sowie teilweise sogar Azofarbstoffen und Benzoate in den Produkten lassen mich davon absehen und haben in einer gesunden Ernährung nichts verloren.

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