Was ist Xanthan E415 und ist sein Konsum ungesund?

Das Verdickungsmittel Xanthan, kurz E415 befindet sich in unzähligen Fertiggerichten, Konserven, aber auch in halbfertigen Zutaten für Kochgerichte und Süßspeisen.

Was genau ist Xanthan?
Xanthan wird als Verdickungsmittel in der Lebensmittelindustrie in hohem Maße eingesetzt und wird aus einem Kohlehydrat gewonnnen, welches zuvor von Bakterien gebildet wurde.
Das so gewonnen E415 hat sehr gute Bindeeigenschaften und dient nicht nur als Verdicker in Lebensmitteln, sondern kann auch, insbesondere bei Süßwaren als Füllstoff dienen.



Ist Xanthan ungesund, oder bedenklich?
Xanthan ist im Gegensatz zu Caraggen deutlich weniger bedenklich und wird als Ballaststoff wieder ausgeschieden. Allergiker sollten den Stoff aber eher meiden, da es ab und an zu allergischen Reaktionen nach dem Verzehr von Xanthan kommen kann. Natürlich ist der Konsum von Xanthan sicherlich nicht, ebenso wenig gesundheitsfördernd. Ein erhöhter Verzehr von mit Xanthan versetzten Lebensmitteln kann eine abführende Wirkung haben. Ansonsten sind mir persönlich aktuell keine weiteren negativen Eigenschaften dieses Lebensmittelzusatzstoffes bekannt.

Warum zu viel Xanthan im Essen vermeiden?
Auch wenn dieser künstlich erstellte Stoff eher unbedenklich ist, so sollte man ihn trotzdem nicht übermäßig konsumieren.
Xanthan ist nun mal kein reines und ursprüngliches Naturprodukt, da es erst mal industriell hergestellt werden muss. Es kann leicht durch andere natürliche Verdickungsmittel ersetzt werden. E415 ist jedoch auch ein natürlich vorkommender Mehrfachzucker, der für den menschlichen Körper als Ballaststoff zur Verfügung steht. Da Xanthan in Maßen konsumiert nicht schädlich ist und gute Verdickungseigenschaften aufweist, gibt es dieses sogar in Reinform zu kaufen. Ein Beispiel ist das Xanthan der Firma Eder Gewürze*, oder oder dieses Xanthan Großgebinde von 1 Kg*.

Welche Alternativen gibt es zu E415?
Für Süßspeisen eignet sich vor allem, das aus Äpfeln gewonnene Pektin, aber auch Agar Agar, oder Johannisbrotkernmehl. (Ergänzender Hinweis, auch Pektin unterliegt einem intensiveren chemischen Prozess bei seiner Herstellung)
Zum Kochen kann man normales Weizenmehl, oder natürliche Mais-, bzw Kartoffelstärke verwenden.



Fazit zum Zusatzstoff Xanthan:
Es gibt deutlich schlimmere und wirklich bedenklichere Zusatzstoffe in Lebensmitteln als diesen hier. Auf einen Konsum versuche ich trotzdem möglichst zu verzichten, da es meiner Meinung nach bessere Alternativen gibt. Zumindest ist E415 kein reines Naturprodukt und muss erst durch Mikroorganismen industriell hergestellt werden. Natürliche Alternativen zu Xanthan gibt es wie oben erwähnt genug, man braucht diesen Stoff also nicht wirklich so oft einsetzten. Schade finde ich auch, dass E415 in Bio Lebensmitteln zugelassen ist. In die Kategorie „bedenkliche Inhaltsstoffe“ habe ich ihn nur deshalb gesetzt, weil sein übermäßiger Verzehr zu Problemen führen kann. Gesundheitlich positive Eigenschaften hat Xanthan meines Wissens aber auch nicht.

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6 Gedanken zu „Was ist Xanthan E415 und ist sein Konsum ungesund?“

  1. Vielleicht sollte man sich einmal richtig informieren bevor man Halbweißheiten verbreitet.

    Xanthan wird hergestellt, in dem ein seher zuckerhaliger Rohstoff durch einen Mikroorganismus fermentiert wird. Die Biomasse wird anschließend mit Alkohol gefällt um den Reinstoff zu erhalten.
    An welchem Punkt ist das „industrieller“ hergestellt als Pektin, Agar-Agar o.a?
    Pektin wird hergestellt in dem Apfel-/Citrustrester mit konz. Schwefelsäure versetzt wird, das sich das Pektin überhaupt aus den Zellen lösen kann. Auch hier gibt es dann einen Fällungsschritt mit Alkohol. Was ist daran nun natürlicher? Die Schwefelsäure?
    Und auch Agar-Agar wächst nicht auf dem Baum.

    1. Hallo Anna,

      vielen Dank für die ergänzenden Informationen, statt Schwefelsäure bei der Pektin Herstellung habe ich „nur“ Salzsäure oder Ammoniak gefunden, welche wohl als Hilfsstoffe hauptsächlich zur Gewinnung/Verarbeitung eingesetzt werden. Das macht es selbstverständlich auch nicht natürlicher und Du hast recht. Ich habe es im Beitrag in Bezug auf Pektin ergänzt.

      LG
      Marco

    2. …zu Halbweißheit kommt es, wenn das falsche Bleichmittel genommen wird… ggg*
      Ansonsten alles völlig richtig! Aber wenn eine E-Nummer dransteht, muss man ja skeptisch sein, gell!?

      1. Hallo Matthias,

        bei den meisten E-Stoffen hat man meiner Meinung nach auch echt Grund skeptisch zu sein. Den Hinweis von Anna mit Pektin habe ich inzwischen im Text ergänzt. Ich wusste gar nicht das der Stoff einem solchen chemischen Prozess ausgesetzt ist, bis er letztendlich als Endprodukt beim Verbraucher oder im Essen selbst landet. Ja das macht ihn nicht gerade natürlicher 🙂 Von Schwefelsäure bei der Herstellung von Pektin habe ich allerdings nichts gefunden. Agar Agar bekommt irgendwann einen eigenen Beitrag…

        LG
        Marco

  2. Sorbit, Ascorbinsäure (Vitamin C), Zitronensäure, Kaliumsorbat, Natriumbenzoat, Xanthan, Vitamin E Tocopherol, …dies die Zusatzstoffe bei ForeverL.Beeren Saft….ist das gefährlich für meinen Darm? Ich bestelle immer einen vollen Eimer von der gelben und von der weißen Flasche ….

    1. Hallo Paula

      Natriumbenzoat in einem Getränk? Würde ich persönlich nicht wirklich freiwillig trinken, aber das ist nur meine persönliche Meinung. Der Hersteller darf diese Zusatzstoffe verwenden und es sollte laut offiziellen Angaben gesundheitlich bei Einhaltung der maximalen Tagesdosis nichts passieren. Aber wie gesagt, für mich wäre ein solches Produkt ein absolutes No Go.

      LG
      Marco

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