Wohnen in der Nähe eines Flughafens gesundheitsschädlich?

Viele Menschen leben in der Nähe von Klein-, oder Großflughäfen. Einige wohnten schon vorher dort, andere denken vielleicht über einen Zuzug in die Nähe eines Flughafens, oder einen Hausbau auf den meist günstigeren Grundstücken nach.

Hier stellt sich oft die Frage: „Ist das wohnen in der Nähe eines Flughafens gesundheitsgefährlich“?

Fakt ist, dass es sicherlich nicht gesundheitsfördernd sein kann, in der Nähe eines sehr lauten, mit Luftverschmutzung stark belasteten und überdurchschnittlich frequentierten Ort, wie dem eines Flughafens zu wohnen.

Wie ungesund das Leben in der Nähe des jeweiligen Flughafens ist, kommt hier in erster Linie auf die Besucherzahlen und Flugfrequenz an, sowie natürlich die Größe des Flughafens, dessen Lage und Nutzung.

Boing FlugzeugMale Airport
Beispiel zweier Flughäfen: erstes Foto Doha (Katar), zweites Foto Male (Malediven)

Wissenschaftlich belegt sind folgende negative Einflussfaktoren von Flughäfen auf die Gesundheit ihrer Anwohner:

  • Je näher sich die Bevölkerung an einem lautstarken Flughafen aufhält, desto höher ist Ihre Gefahr an Herzerkrankungen zu erkranken oder zu sterben.
  • Je näher am Flughafen gewohnt wird, umso mehr hochgiftige Schadstoffe nimmt man über die Luft auf. Benzol und Ethylbenzol, sind neben Naphthalin und Mesitylen und allen voran Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (kurz PAK), extrem giftig für Mensch und Umwelt.
  • Hunderte weiterer giftiger chemischer Elemente landen in unmittelbarer Umgebung von Flughäfen, dabei ist nicht nur die Luft betroffen, sondern auch der Boden und das Wasser.
  • Krankheiten wie Krebs, Herzstörungen, Schlaganfälle und vielerlei Organleiden, aber auch Hautausschläge und Allergien steigen mit kürzerer Entfernung zu Flughäfen
  • Es wurde weltweit schon mehrfach wissenschaftlich belegt, wie ungesund die Nähe zu einem Flughafen ist.
    In der bekannten „Chicago-Studie“ heißt es: Die Luftschadstoffe des Flugverkehrs haben das Krebsrisiko auf das hundertfache des US-Zielwertes angehoben! Diese Studie wurde am Flughafen Chicago O’Hare durchgeführt
  • Elektrosmog und Strahlung erhöhen ebenfalls das Risiko krank zu werden

Die Probleme werden oft verheimlicht oder auf Grund wirtschaftlicher Interessen schön geredet. Für mich käme das wohnen innerhalb von 1 km um einen Flughafen nicht in Frage.



Wir wohnen hier 3 km von einem Flughafen entfernt, der zum größten Außenposten der Amerikaner in Europa zählt. Die Airbase Ramstein verschmutzt selbstverständlich auch die Umwelt, insbesondere die Luft und hat auf Grund Ihrer Standard- und Übungsflüge eine erhebliche Lärmemission.

Der Vorteil liegt hier an der Lage der Airbase, sie liegt landschaftlich deutlich tiefer als unser Haus, die Start und Landebahnen sind so ausgerichtet das die Route nicht direkt über unser Haus verläuft bzw. verlaufen kann. Der meiste Dreck bleibt in der Senke bzw. verteilt sich auf andere Gebiete.
Natürlich kommt bei den ständigen Übungsflügen auch Luftverschmutzung und Lärm zu uns.

Richtig laut ist es ab und an, was einem vor allem nachts schon auf den Wecker geht. Zum Glück nicht dauerhaft.

Wenn ich mir vorstellen müsste in der Einflugsschneise eines Flughafens wie Frankfurt zu leben. Das ganze Gift das vom Himmel regnet, gepaart mit ständiger durchgehender Lärmbelastung und garantiert höherer Erkrankungswahrscheinlichkeiten bei wirklich schlimmer Krankheiten.

Wer will denn schon da im Garten sitzen, geschweige denn seinen Salat daraus essen.

Letztendlich bleibt die Entscheidung an einem Flughafen zu leben jedem selbst überlassen.

Ich würde auf Grund all dieser Probleme und Gefahren niemals dort wohnen wollen und frage mich warum die Grundstücke dort noch „soviel“ oder besser überhaupt etwas kosten?

Wenn man richtig gesund leben will, darf man nicht neben einem Flughafen wohnen, in keinem Fall unter einem Kilometer Umkreis, oder genau in der Windrichtung in der das Maximum an Gift zu einem geweht wird.
Dies wird vor allem bei den kraftstoffintensiven Starts der Flugzeuge erzeugt.

Dieser Beitrag hat Dir gefallen?
Dann freue ich mich sehr, wenn Du ihn teilst.
Vielen Dank!
Share on FacebookTweet about this on TwitterShare on Google+

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.