Thuja „Der Lebensbaum“ ist giftig und kann lebensgefährlich werden

Beispiel zweier Thuja Arten als Gartenhecke. Der "Lebensbaum" wie die Thuja auch genannt wird ist giftig und kann bei unsachgemäßem Umgang vor allem mit dem Schnittgut aus harzreichen Nadeln und Ästen gesundheitlich gefährlich werden!

Die Thuja, auch unter dem Namen „Lebensbaum“ bekannt, ist eine sehr häufige Zierpflanze/Hecke in Gärten, Grünanlagen oder auch auf Friedhöfen. Der Lebensbaum gehört zu den Zypressengewächsen und besitzt sehr giftige ätherische Öle, die zu einigen sehr gefährlichen körperlichen, sowie gesundheitlichen Folgen führen können.

Welche Bestandteile einer Thuja Hecke sind besonders giftig?



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Die höchsten Giftkonzentrationen enthalten:

  1. Die Blätter, insbesondere frische grüne Blattspitzen
  2. Das Holz, sowie der Saft der Thuja
  3. Die Thuja Fruchtkörper

Vorsicht beim Schnitt der Thuja ohne Handschuhe!
Sie sollten eine Thuja Hecke nur mit Handschuhen schneiden, damit keine Hautausschläge entstehen können.
Ich habe meine Thuja stets ohne Handschuhe geschnitten und scheine glücklicherweise nicht allergisch auf Thuja zu reagieren, da ich trotz Kratzer und stundenlangen Schneidens der Thuja keine Reaktion gezeigt habe.
Trotzdem empfehle ich den Schutz der Hände, da ich schon von sehr starken dunkelroten und schmerzhaften bzw. juckenden Hautausschlägen auf Grund des Thuja Heckenschnitts gehört habe.
Im Netz sind auch einige abschreckende Beispiele zu finden.

Was passiert wenn man Thuja verschlucken, oder gar fahrlässigerweise als Saft trinken sollte?

Essen, oder trinken Sie niemals Saft, oder Bestandteile der Thuja!
Egal ob sie zu einer Mutprobe herausgefordert wurden, oder sich berauschen wollen, oder sonstige seltsame Gründe haben.
NIEMALS Thuja konsumieren.
Die Folgen sind extrem negativ, bis tödlich!
Halten Sie Kinder von Thuja Hecken fern und erklären Sie größeren Kindern, dass sie sehr giftig sind und beim Einnehmen schlimme Schmerzen verursachen!


Was passiert bei einer Vergiftung durch Thuja?

  1. Starke, bis extrem schmerzhafte Magen und Darmkrämpfe
  2. Schwerer Durchfall
  3. Starkes Erbrechen
  4. Nierenschäden bei höheren Dosen
  5. Lähmungen
  6. Tod
  7. Bei Schwangeren eine Fehlgeburt

Thuja und Haustiere eine Gefahr?
Die Thuja wirkt absolut giftig auf Pferde, Katzen, Hunde, Nagertiere wie Hamster oder Meerschweinchen, aber auch auf Fische bei gewissen Konzentrationen im Gartenteich, nach einem Heckenschnitt.
Für die meisten Tiere ist bereits ein geringer Konsum von Thuja tödlich!

Thuja und Schwangere
Während einer Schwangerschaft sollten sie den Kontakt zu Thujahecken und deren Bestandteile komplett meiden! Thuja wirkt bei Schwangeren nicht nur für die Mutter extrem giftig, sondern kann auch zu einer Fehlgeburt führen! Verzichten Sie auf Heckenschneiden, Thuja Schnitt beseitigen, oder andere Aktivitäten mit dieser Pflanze!
Schützen Sie sich und Ihr Kind vor Thuja!


Thuja als Medizin
Die einzige Möglichkeit Thuja sicher zu verwenden, ist in fertiger Medizin, z.B. gegen Warzen, oder mit minimalen Bestandteilen in der Homöopathie. Klären Sie dies aber vorher mit Ihrem zuständigen Arzt ab. Beispiele für die Anwendung der Thujabestandteile sind viele zu finden, oftmals in Form von Tinkturen wie der „Thuja Extern Tinktur*

Zum Thema weiterführende Informationen und zusätzliche interessante Beiträge:


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Über Marco Eitelmann 428 Artikel
Hier schreibt Marco Eitelmann seit Oktober 2014 über die Themen: Gesundheit, Ernährung, Natur und Umwelt. Qualifikation des Autors: Ich habe über 16 Jahre Berufserfahrung im Lebensmittelhandel gesammelt und mich durch zusätzliche private Fortbildung zum Experten im Bereich Lebensmittelzusatzstoffe, Ernährung und Gesundheit entwickelt. Beruflich lag zudem ein Schwerpunkt auf der Lebensmittelsicherheit (HACCP und EHI Dokumentation) sowie dem Infektionsschutz. Privat: Ernähre ich mich ebenfalls sehr gesund und bin immer wieder mit Experimenten sowie dokumentierten Selbstversuchen in Sachen Ernährung und Gesundheit beschäftigt. Ich verbringe meine Zeit am liebsten in der Natur und habe mir dabei viel Wissen durch Fachliteratur und praktische Erfahrungen über Pflanzen, Pilze und Wildkräuter angeeignet. Ich meditiere täglich und mache regelmäßig Qi Gong.

19 Kommentare

  1. Wie muss ich Thuja Heckenschnitt entsorgen? Darf iich den Heckenschnitt einfach
    liegenlassen oder muss ich ihn entsoren indem ic h den Heckenschnitt untergrabe.

    • Hallo,

      Thuja Heckenschnitt kann in geringem Maße auch über den Kompost kompostiert werden (weniger als 5 % der Gesamtmasse des Kompostes), ansonsten einfach zur örtlichen Grünabfallsammelanlage fahren oder in die Bio Tonne geben.

      LG
      Marco

    • Hallo Werner,

      ganz ehrlich, ich würde es auf jeden Fall lassen. Rein zur Sicherheit, ich weiß absolut nicht ob das nicht gesundheitsschädlich ist. Also besser normale Kohle oder gutes Holz verwenden.

      LG Marco

  2. Ich habe Stücke von schönen Thuja-Holz bekommen.
    Aus einem dicken Thuja-Stamm möchte ich Bretter schneiden und diese auch im Lebensmittelbereich verwenden (z.B. für Aufschnitt) .
    Spricht etwas gegen
    a) die Bearbeitung des Holzes mit Sägen, Hobeln, Schleifen, Behandeln mit Hartöl ?
    b) die Verwendung der fertigen Brettchen im Bereich Küche / Esstisch?

    • Hallo Konrad,

      wenn die Thuja Bretter sauber abgeschliffen wurden und so behandelt werden das keine Substanzen mehr aus dem Holz auf die Lebensmittel übergehen dürfte dem nichts im Wege stehen.

      LG
      Marco

    • Hallo,

      ich würde ihn nicht einatmen. Er kann zumindest reizend wirken und je nach Menge auch größere gesundheitliche Probleme verursachen. Die Reaktionen auf den Spanstaub der Thuja sind hier sehr individuell von der Person abhängig. Einige Menschen bekommen bereits bei bloßem Hautkontakt Ausschläge. Von daher würde ich das Zeug nicht in die Lunge kommen lassen.

      LG
      Marco

  3. Hallo,
    ich habe den Hecken schnitt einfach wieder unter die Sträucher verteilt.An einigen Stellen ist meine Hecke braun geworden.Kann das am Schnittgut liegen???
    LG von Frank

    • Hallo Frank,

      solange die Hecke keine Infektion (z.B. Pilze) an den Schnittstellen bekommen hat, weiterhin genügend Wasser und Licht erhält, dann ist es nur eine gewöhnliche Braunfärbung die manchmal an Thujahecken über gewisse Zeit auftreten kann. Ich hatte solche Stellen nach dem Schnitt auch schon öfter Mal. Im Herbst sind diese wesentlich seltener als wenn man im Frühling zur Heckenschere greift, vor allem wenn es Nachts noch deutliche Minusgrade gibt.

      LG
      Marco

  4. Hallo ich habe Stammholz eines Thujabaumes und wollte jetzt eine Umrandung für den Kompost bauen, es wird nicht bearbeitet nur gespalten. Hilft es wenn innen das Holz mit Folie ausgekleidet wird, oder sollte es besser nicht dafür verwendet werden.

    • Hallo Lore,

      wenn es durch die Folie völlig abgeschirmt ist vom eigentlichen Kompost sollte es gehen. Mit der Zeit sinken vor allem die Ausdünstungen des Holzes naturbedingt.

      LG
      Marco

  5. Wie lange sind besonders die Blätter nach dem Abschneiden noch giftig? Auch wenn sie schon braun sind? Haben eine große alte Hecke gefällt und jetzt sehr viel rumliegen. Eigentlich sollten in der Nähe im Sommer ab und zu unsere Pferde weiden. Da sind aber im Gras viele kleine Reste, die wir nicht alle einsammeln können.

    • Hallo Nele,

      für Pferde ist die Thuja bekanntermaßen besonders giftig. Ich würde hier absolut kein Risiko eingehen, da auch nach langem Trocknen der Hecke immer noch einige Giftstoffe enthalten sind. Das Nadelwerk der Thuja hält diese über Monate in hoher Konzentration fest und auch nach Jahren können dort noch Gifte in bedenklicher Konzentration enthalten sein! Wir haben auch ein Pferd (Tinker) und würde ihn auf keinen Fall dort grasen lassen. Ich würde noch 1-2 Jahre warten, das Gras wirklich extrem gut (soweit das möglich ist) von den Nadelresten und Ästchen (diese enthalten besonders viel Gift!) befreien. Eventuell hilft aber auch nur ein komplettes Umpflügen, Boden-Glätten, Thuja-Reste abziehen und dann Wiese neu säen.

      LG
      Marco

  6. Im Fall, er brennt auch sehr leicht. Wir haben mal im Garten ein Feuer gemacht und dabei die Thujahecke abgefackelt. Weil wir keinen Schlauch hatten, brannte die ganze Abgrenzung nieder.

  7. Ich bin Hobbydrechsler,habe Thujenstämme zur Verarbeitung bekommen. Habe immer nach der Drechslerrei mit diesen Holz eine starke Schleimbildung und die Nebenhölen sind voll verstopft. Habe einige Zeit gebracht bis ich „geschnallt“ habe, dass es sich um ätherische Ausdünstungen handelt.
    Für mich ist Thuje in allen Formen tabu, habe alle Resthölzer verbrannt.

  8. Hallo Marco!
    Ich habe eine Gartenfläche wo vor ca 5 Monaten eine ca 2×2 Meter große Thuja Hecke von Berufsgärtnern komplett entfernt wurde. Dabei ist natürlich noch „Restgehölz“ wie kleine Ästchen bzw Reste des Stamms auf der Erde liegen geblieben. Da die Hecke dort über Jahre stand sind auch noch kleine Reste im Erdreich vorhanden.Das sieht man, wenn man z.B. mit einer Harke an der Oberfläche der Erde gräbt.
    Nun meine Frage: Ich möchte an dieser Stelle wo die Thuja-Hecke stand nun ein Hochbett hinstellen um anschließend natürlich auch das Gemüse aus diesem zu genießen.
    Siehst du ein mögliches gesundheitliches Problem darin?
    Sprich können irgendwelche Stoffe/Gase aus dem Boden wo die Thujahecke stand ca 1Meter hoch ins Gemüse und somit in meinen Körper „wandern“?
    Hast du sonst noch einen Tipp wie ich mich hier -falls es tatsächlich so sein sollte- vor Gesundheitsgefährdenden Einflüssen schützen kann?
    Oder ist meine Sorge gar unbegründet?

    Vielen lieben Dank für die Beantwortung dieser für mich sehr wichtigen Fragen!

    • Hallo Hugo,

      sammle alles so gut es geht ab und baue Dein Hochbeet dort hin. Bei einem Meter Erde zwischen den wenigen verbleibenden Resten wird da nichts passieren. Die Wurzeln der meisten Gemüsesorten reichen nicht einmal Ansatzweise bis in einen Meter Tiefe. Gase strömen da auch nicht aus, das was man noch als Rest vielleicht leicht riechen könnte, sind die verbleibenden ätherischen Öle der Thuja, zumindest wenn man ganz nah an ein Stück rangeht. Nach 5 Monaten ist da aber schon sehr viel weg.

      Liebe Grüße und einen erfolgreichen Start mit dem Hochbeet
      Marco

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