Ist Hanfprotein das beste pflanzliche Protein weltweit?

Eiweiße, auch Proteine genannt sind lebenswichtig, ohne sie funktioniert unser Körper nicht richtig und wir können weder Muskeln aufbauen noch langfristig gesund leben. Die meisten Menschen kennen die typischen Protein- bzw. Eiweißquellen vor allem aus tierischen Ursprung. So ist Fleisch, Fisch oder auch das Eiweiß aus Hühnereiern wohl ganz vorne mit dabei bei diesen Proteinlieferanten. Im pflanzlichen Bereich sind wohl die Sojaproteine, gewonnen aus Sojabohnen, aber auch viele Nussarten und Samen, so auch das mittlerweile recht bekannte Quinoa ganz weit oben auf der Liste der pflanzlichen Eiweißlieferanten dabei. Weniger bekannt sind Proteine, welche aus Hanfsamen gewonnen werden. Genau mit diesen möchte ich mich im aktuellen Beitrag zum Thema „Hanfproteine“ genauer befassen. Die Frage nach dem besten pflanzlichen Protein weltweit, würde ich nach meinem aktuellen Wissensstand definitiv mit „Hanfprotein“ beantworten und es Sojaproteinen vorziehen. Auf die genauen Gründe und die erheblichen Vorteile von Hanfprotein gegenüber anderen pflanzlichen Eiweißen möchte ich im Artikel besonderen Wert legen.


(Foto – Hanfsamen als Basis von Hanfproteinen. Die Samen der Hanfpflanze, in diesem Falle Nutz-Hanf, welcher völlig frei von seiner ursprünglich berauschenden Wirkung und somit THC ist, wird heute in der Landwirtschaft im größeren Umfang angebaut und weiterverarbeitet. Neben den reinen Hanfproteinen, kann ich auch die sehr gesunden und naturbelassenen Hanfsamen, am besten immer aus biologischem Anbau empfehlen. Zu Letzteren habe ich auch einen weiteren passenden Kurzbeitrag mit dem Titel „Ist Hanf essen gesund?“ verfasst.)



Warum ausgerechnet Hanfprotein statt anderer Pflanzenproteine?
Hanfsamen bestehen von Natur aus je nach natürlicher Schwankungsbreite aus bis zu 25 Prozent natürlichen Pflanzenproteinen. Der menschliche Körper hat prozentual eine vergleichbare Eiweißkonzentration, wobei diese ebenfalls natürlichen Schwankungen unterliegt und auch viel mit den Lebensgewohnheiten und natürlich dessen Muskelmasse und Gesamtzustand zusammenhängt. Das Hanfprotein hat den deutlichen Vorteil vor anderen Pflanzenproteinen, dass es alle acht essentiellen Aminosäuren enthält und zudem einen sehr hohen Anteil an L-Arginin. Die Bioverfügbarkeit von Hanfproteinen gehört zu den höchsten überhaupt, dass heißt ein Großteil der aus den Hanfsamen bestehenden Nährstoffe können vom Körper über den Darm aufgenommen und genutzt werden.

Das beste pflanzliche Eiweiß?
Warum das Hanfprotein wohl zu den besten pflanzlichen Proteinen gehört:
Der Gesundheitswert sowie Ernährungswert von Hanfprotein
Die enorm hohe Bioverfügbarkeit und die Tatsache das Hanfprotein alle acht lebensnotwendigen Aminosäuren enthält macht es an sich schon sehr gesund, darüber hinaus hat es jedoch noch weitere Vorteile. Dazu zählt vor allem seine Proteinzusammensetzung im Detail, welche aus gut 62-65 Prozent Globulin Edestin und zu 33-35 Prozent aus Albumin besteht. Albumin hat zudem einen Wert als Antioxidans, während das Edestin und auch das Albumin beidseitig tierischen Eiweißquellen nur wenig nachstehen. In Verbindung mit den wesentlich gesünderen Inhaltsstoffen der Hanfpflanze haben diese jedoch Vorteile gegenüber einem zu hohen Konsum an Fleisch und vor allem an Eiern. Hanfproteine sind zudem sehr leicht verdaulich, weitere Stoffe wie Gluten sind bei natürlichen Hanfprodukten nicht vorhanden. Starke Allergene wie z.B. bei Sojaproteinen sowie Proteinquellen auf Nussbasis oder auch Weizenbasis sind ebenfalls nicht Bestandteil der reinen Hanfprodukte. Die Wahrscheinlichkeit einer Unverträglichkeit aus natürlichen Hanfquellen ist gering, jedoch auf keinen Fall ausgeschlossen! Bei Soja, Weizen und anderen Eiweißquellen kann man dies nicht behaupten, da eine allergische Reaktion oder auch Unverträglichkeit wesentlich häufiger auftreten kann, als es bei Hanf der Fall ist.

Hanfprotein vs. Sojaprotein?
Sojabohnen sind ohne Zweifel extrem eiweißreiche pflanzliche Quellen, jedoch enthalten diese im Gegensatz zu Hanf sogenannte „Trypsininhibitoren“. Diese hemmen im Dünndarm des Menschen teils Enzyme, welche für eine Verdauung und somit letztendlich zur Verfügungsstellung von Nährstoffen an den menschlichen Körper notwendig sind. Daher ist das Hanfprotein wie bereits erwähnt leichter zu verdauen und deutlich besser von unserem Organismus aufnehmbar. Nimmt man seine Eiweiße aus Hanf über den Konsum natürlicher Hanfsamen auf, so hat man zusätzlich den erheblichen Vorteil eines nahezu perfekten Omega 3 zu Omega 6 Fettsäureverhältnisses aus den Samen dieser Pflanze. Siehe auch die ausführliche Tabelle Omega 3 zu Omega 6.

Pflanzliche Proteine für Sportler insbesondere Bodybuilder?
Jeder Mensch kann von den gut verdaulichen und resorbierbaren Hanfproteinen profitieren. Sportler, insbesondere Bodybuilder und Personen die auf einen erhöhten Muskelaufbau durch ihre gewählte Sportart Wert legen, können vom Protein der Samen besonders profitieren. Während Proteine aus Molke, Weizen und Ei-Klar meist frei von jeglichen Ballaststoffen in isolierter Form angeboten werden, kann die Kombination aus Hanfproteinprodukten und natürlichen und unbehandelten Bio-Hanfsamen oft wesentlich besser vom Organismus vertragen und verarbeitet werden.

Weitere Informationen zum Thema Hanfproteine:
Auf der Seite von my-mosaik.de findet sich ein weiterführender Bericht unter anderem mit dem geschichtlichen Hintergrund zum Thema Hanf Nutzung in der Lebensmittelbranche bzw. als Nahrungsergänzungsmittel in Form von pflanzlichem Eiweiß und Samen. Kaufen würde ich auch bei Hanfproteinen nur ökologisch einwandfreie Ware. Hier gibt es viele Anbieter am Markt wie z.B. dieses Bio Hanfprotein*, oder auch direkt geschälte und naturbelassene Bio Hanfsamen*.



Fazit:
Hanfsamen und Hanfproteine lassen sich wunderbar in die täglichen Mahlzeiten integrieren. Sie stellen eine gesunde Ergänzung zu einer ausgewogenen und abwechslungsreichen Ernährung dar. Kombinationen mit Datteln, Bananen, Sprossen und vielen weiteren gesunden und vitalstoffreichen Lebensmitteln sind ohne Probleme möglich. Persönlich würde ich Eiweiße aus pflanzlichen Quellen insbesondere auf Hanfbasis den tierischen Produkten vorziehen und diese tierischen Quellen dann auch nur in geringem Maße als Ergänzung zur Proteinversorgung nutzen. Hanfsamen in ihrer naturbelassenen jedoch schon vorgeschälten Form nutze ich fast täglich in meiner Ernährung und zur Zubereitung von Speisen.


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