Astragalus gegen Allergien und Heuschnupfen – Welche Auswirkungen hat die Heilpflanze auf das Immunsystem?

Astragalus eine Variation der Pflanzengattung
Astragalus kommt in vielfältigen Variationen daher. Bei weitem nicht alle Sorten werden zu Naturheilmitteln und pharmazeutischen Produkten aus der Schulmedizin verarbeitet.
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Unter der lateinischen Bezeichnung Astragalus verbergen sich etliche verschiedene Variationen der Heilpflanze, die zu den sogenannten „Schmetterlingsblütlern“ gezählt wird.  Das umgangssprachlich mit „Tragant“ benannte Heilkraut, gehört ebenfalls zu den wichtigsten Arzneimitteln in der traditionellen chinesischen Medizin. Tragant steht nicht nur für eine einzelne Art von Heilpflanze, sondern für eine Gattung, welche je nach Quelle zwischen 1500 und 3000 verschiedene Pflanzenvariationen umfasst.

Während der Astragalus in der traditionellen Naturheilkunde wesentlich weitreichendere Anwendung findet, ist er in der aktuellen Forschung hauptsächlich als Untersuchungsgegenstand für seine mögliche Wirkung auf das Immunsystem bei allergischen Reaktionen, insbesondere gegen Heuschnupfen und Asthma von Interesse. Medizinisch wird er ebenfalls in Form von unterschiedlichen Präparaten in diesen Bereichen eingesetzt.

Was der Tragant wirklich in Sachen Gesundheit leisten kann, welche wirksamen Inhaltsstoffe er besitzt, welche wissenschaftlichen Forschungen bisher zu dieser Heilpflanze durchgeführt worden sind und auch zu welchen Ergebnissen diese kommen, das erfahrt ihr im folgenden Beitrag…

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Astragalus wirksam gegen Allergien, Asthma und Heuschnupfen?

Zwar gibt es einige Studien, die hier eine sehr positive Tendenz aufzeigen, doch viele davon wurden nur in vitro, d.h. im Reagenzglas außerhalb von Lebewesen oder direkt an Tieren getestet. So z.B. auch die Untersuchung der Auswirkungen von Astragalus auf Asthmasymptomen bei Labormäusen.

Dennoch wurde sowohl nach etlichen positiven Erfahrungsberichten und auch nach einigen wissenschaftlichen Publikationen eine eindeutig unterstützende Wirkung durch die regelmäßige und vor allem vorbeugende Einnahme von standardisierten Astragalus Extrakten bei einigen Betroffenen von Heuschnupfen festgestellt.

So wird das Extrakt aus dem Astragalus auch teils von Ärzten empfohlen und inzwischen auch von der Pharmabranche in Medikamenten eingesetzt. Dr. Hartmut Dorstewitz von der Universität Mailand erwähnt es zum Beispiel konkret in einem Bericht der Pharmazeutischen Zeitung. In diesem wird auch die spezifische Anwendung bei Allergien positiv dargestellt. Immerhin handelt es sich dabei um eine sehr seriöse Quelle bezüglich medizinischer Themen.

Eine wissenschaftlich durch randomisierte Doppelblindstudien und mit einer entsprechenden Placebogruppe gesicherte Wirksamkeit am Menschen besteht bei den meisten traditionell überlieferten Anwendungsgebieten nicht. Trotzdem gibt es auch hier unzählige positive Erfahrungsberichte im Internet zu lesen.

Die Anwendung von Tragant und sein positiver Effekt auf das Immunsystem

Es wurde vor allem der Wirksamkeit von Astragalanen eine besondere Aufmerksamkeit zu Teil. Diese stellen einen medizinisch sehr interessanten Inhaltsstoff des mongolischen Astragalus dar. Bei Astragalane handelt es sich um komplexe Zucker, die in Experimenten eine Immunantwort des Körpers provozierten. Dies führte im Anschluss zu einer erhöhten Aktivität und Freisetzung von T-Zellen, also den sogenannten Fresszellen, die vom Körper zur Bekämpfung von unerwünschten Eindringlingen in den Organismus eingesetzt werden.

Die Ergebnisse beruhten jedoch auf einem reinen Laborversuch. Es bedarf also weiterer und intensiver Forschung am Menschen mit entsprechend medizinisch anerkannten Studien. Sowohl eine Steigerung der Fressaktivität der T-Zellen, als auch der Quantität der eigentlichen Antikörperproduktion, konnte selbst bei einem bereits zuvor künstlich geschwächten Immunsystem unter Laborbedingungen festgestellt werden.

Eine immunmodulierende Wirkung wurde ebenfalls an Mäusen getestet und war Teil der weiter oben erwähnten Studie zu Asthma, welches durch allergische Reaktionen hervorgerufen wurde. Es konnte sowohl eine Reduktion der entzündlichen Prozesse bei den betroffenen Mäusen festgestellt werden, als auch eine reduzierte Schleimsekretion.

Bei welchen traditionellen Anwendungsgebieten werden dem Astragalus weitere Wirkungsweisen nachgesagt?

Bei den nun folgenden Wirkungsweisen ist besondere Vorsicht geboten, da sie größtenteils wissenschaftlich absolut unbestätigt sind, teils sogar nicht einmal in Studien zur Debatte standen. Es gibt somit keinen nachvollziehbaren Nachweis in Bezug auf eine evidenzbasierte medizinische Wirkung.

So soll der mongolische Tragant auch in folgenden Bereichen bereits traditionell eingesetzt worden sein:

  • Zur Stärkung der Leber
  • Für eine verbesserte Nierenfunktion
  • Gegen Entzündungen (hier gibt es sehr viele positive Erfahrungen im Netz zu finden, zudem deckt es sich mit der Wirkung zur Stärkung des Immunsystems)
  • Als Anti Krebsmittel bzw. zur Vorbeugung
  • Gegen Allergien unabhängig von Heuschnupfen
  • Zur Stärkung des Herz- Kreislaufsystems
  • Als zusätzliche Hilfe bei Diabetes
  • Als Anti Aging Mittel für die Zellen
  • Er hat antioxidative Eigenschaften
  • Soll eine entwässernde Wirkung haben
  • Soll bei Erschöpfung und Müdigkeit Hilfe leisten können
  • Soll nach einigen Indizien auch cholesterinsenkend wirken

Einige der aufgezählten Wirkungsmöglichkeiten die man der Heilpflanze nachsagt, werden auch unter diesem Artikel näher ausgeführt.

Welche Inhaltsstoffe besitzen die Pulver und Extrakte aus den verschiedenen Astragalus Arten?

Es ist an dieser Stelle wichtig zu erwähnen, dass hauptsächlich der mongolische Tragant für seine Wirksamkeit und als Basis vieler Studien eingesetzt wurde. Da es etliche Arten und Variationen unter der Astragalus Familie gibt, schwanken neben deren Aussehen auch die entsprechende Wirkstoffkonzentrationen, sowie deren einzelne Inhaltsstoffe an sich teils sehr deutlich.

Für die im medizinischen und naturheilkundlichen Bereich eingesetzten Wurzelextrakten aus mongolischem Tragant sind vor allem folgende enthaltene Wirkstoffe relevant:

  • Polysaccharide
  • Flavonglykoside
  • Gerbstoffe
  • Phytosterol
  • Antioxidantien
  • y-Aminobuttersäure
  • Isoflavone
  • Triterpenglykoside
  • Astragalosid IV
  • Triterpen-Saponine
  • Astragalane (komplexe Zuckerbestandteile)

Bei jeder Ernte und jeder Charge sind diese Stoffe selbstverständlich natürlichen Schwankungen unterworfen, weshalb sie für den medizinischen Bereich standardisiert werden. Es ist ein erheblicher Unterschied, ob man ein Astragalus Pulver (hier wird einfach nur die Wurzel kleingemahlen) oder ein auf seine Wirkstoffe standardisiertes Wurzel Extrakt verwendet.

Daneben sind in den Astragalus Wurzeln auch weitere gesundheitlich positive Vitalstoffe zu finden, die aber aufgrund der geringen Verzehrmenge eher eine untergeordnete Rolle spielen:

  • Vitamine
  • Mineralstoff
  • Spurenelemente
  • Aminosäuren (essentiell sowie nicht essentielle Proteinverbindungen)

Hat Tragant (mongolischer Astragalus) Nebenwirkungen?

Es sind selbst bei höheren Dosierungen keine gravierenden Nebenwirkungen bekannt. Da es bei schwangeren und stillenden Personen kaum bis keine medizinischen Erfahrungen gibt, sollten diese von der Einnahme sicherheitshalber absehen. Ansonsten ist Astragalus in der Regel sehr gut verträglich.

Astragalus kann auch zu Wechselwirkungen mit einigen Medikamenten führen, weshalb in diesem Fall zuvor unbedingt ein Arzt zur genauen Absprache konsultiert werden sollte. Das betrifft vor allem Diabetes Patienten, da Astragalus den Blutzuckerspiegel beeinflussen kann, ebenso kann es auf die Insulinansprechbarkeit der Zellen Auswirken haben.

Auch sollten Menschen mit Autoimmunerkrankungen aufgrund der immunstimulierenden Wirkung von Astragalus und ebenso möglichen Wechselwirkungen mit Medikamenten ihren Arzt zur vorherigen Rücksprache aufsuchen.

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Fazit:

Der mongolische Astragalus wird seit mehreren Tausend Jahren in der traditionellen Naturheilkunde, insbesondere in der TCM (Traditionellen chinesischen Medizin) eingesetzt. Inzwischen gibt es einige klare und sinnvolle Anwendungsgebiete für die Heilpflanze, die nun auch durch die moderne Wissenschaft bestätigt wurden.

Viele der möglichen Wirkungsweisen die dem Tragant nachgesagt werden sind jedoch noch nicht im Ansatz bestätigt worden, einige dürften auch weiterhin ohne abschließend positiven Befund bleiben. In der TCM wird z.B. diese Heilpflanze angeblich sogar gegen HIV und andere schwere Erkrankungen eingesetzt. Eine Wirkung möchte ich hier nicht ausschließen, schließlich soll Tragant ja auch antiviral wirken können, doch im Fall von derart schweren Erkrankungen wäre es fahrlässig sich allein auf eine einzelne Heilpflanze mit bis dato aus schulmedizinischer Sicht unbelegten Wirkungsweisen diesbezüglich zu verlassen.

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Über Marco Eitelmann 401 Artikel
Hier schreibt Marco Eitelmann seit Oktober 2014 über die Themen: Gesundheit, Ernährung, Natur und Umwelt. Qualifikation des Autors: Ich habe über 15 Jahre Berufserfahrung im Lebensmittelhandel gesammelt, davon den überwiegenden Teil in einer Führungsposition . Zuständig war ich für die Bereiche mit hoher Sensibilität in Bezug auf Qualität und Frische wie Fisch, Käse, Sushi, Salat- und Antipasti Bar sowie die hauseigene Lebensmittelherstellung in Form von frisch produzierten Convenience-Sortimenten. Damit einher ging die HACCP Kontrolle, sowie die Überwachung der Hygienebestimmungen und Lebensmittelsicherheit, mit Verantwortlichkeit für Schulungen im Bereich Infektionsschutzbelehrung, Hygienekonzepte und der Arbeitssicherheit zum Schutz der Gesundheit von Mitarbeitern und Kunden. Privat verbringe ich meine Zeit am liebsten in der Natur und habe mir viel Wissen über Pflanzen, Pilze und Heilkräuter angeeignet. Ich meditiere täglich und mache regelmäßig Qi Gong.

1 Kommentar

  1. Interessanter Artikel, habe von dieser Pflanze noch nie gehört. Aber es gibt soviele medizinisch belegte positive Auswirkungen von anderen Maßnahmen (Sport, Rauchen aufhöhren, auf Alkohol verzichten), da sind diese eher unerforschten Maßnahmen bestenfalls das i-Tüpfelchen auf einer ansonsten perfekten Lebensweise.
    Aber interessant, ob in Zukunft weitere Erkenntnisse abgeleitet werden. Und wer weiß, vielleicht wird diese Pflanze einmal tatsächlich eine entscheidende Rolle beim Umgang / Kampf gegen Allergien spielen.

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