Weihrauch – Ist seine Wirkung als natürliches Heilmittel bestätigt? – Der Weihrauch und seine medizinische Anwendung abseits der bekannten Verwendung als klassisches Räucherwerk

Weihrauch in seiner Reinform als Harz, in diesem Fall als Sorte "Olibanum Eritrea" von Berk*, das seine Wirkung als ausgezeichnetes Räucherwerk in Sachen Duft nicht verfehlt. Doch wie steht es um die mögliche Heilwirkung von Weihrauchextrakten oder die Wirksamkeit zur Linderung von Entzündungen und Schmerzen?

Während Weihrauch, seine Wirkung und Anwendung der enthaltenen Harze bereits seit mehreren tausend Jahren in der Naturheilkunde bekannt sind, kennen ihn die meisten Menschen wohl eher vom klassischen weihnachtlichen Räucherwerk oder dem Geruch und Rauch aus der katholischen Kirche bei Messen oder traditionellen Festen. Nicht jeder mag den sehr kräftigen, schweren Duft des Harzes, welches aus der Rinde des Weihrauchstrauchs gewonnen wird. In der traditionellen Naturheilkunde sind schon seit der Zeit lange vor der Antike Weihrauchextrakte im Einsatz gewesen, während die Schulmedizin vor allem in den letzten 30-40 Jahren vermehrt Produkte aus der Pflanze verfügbar gemacht hat und aktuell mit Studien eifrig nach weiteren Anwendungsgebieten forscht. Als Nahrungsergänzungsmittel ist Weihrauch in verschiedensten Formen* ebenfalls erhältlich. Die Gründe für die zunehmende Beliebtheit von Weihrauchextrakten, liegen neben ihres breiten Anwendungsspektrums und ihrer natürlichen Herkunft vor allem auch in ihrer Wirksamkeit gegen Entzündungen und Schmerzen. Hochdosierte Weihrauch-Extrakte aus der Apotheke, sollten aber nicht ohne die vorherige Absprache mit einem Arzt eingenommen werden. Bei einigen Krankheiten, insbesondere solche die mit Schmerzen oder Entzündungserscheinungen verbunden sind, kann Weihrauch helfen die Symptome zu lindern. Jedoch ist dies eben nicht immer der Fall, was daher grundlegend eine vorherige ärztliche Rücksprache mit in die Entscheidung vor einer Anwendung einbeziehen sollte.

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Weihrauch – Wirkung und Anwendungsgebiete der traditionellen Heilpflanze
Die Weihrauchpflanze kann im ausgewachsenen Zustand eine Höhe von imposanten 7-9 Metern erreichen. Den weltweit bekannten Weihrauch kennen die meisten Menschen wohl in Form von Weihrauch-Harzkristallen in unterschiedlichen Größen, Farben und Formen oder als Zutat von Räucherstäbchen. Diese Kristalle werden aus dem milchigen Harz der Rinde des Weihrauchs gewonnen. Die überlieferten Wirkungsweisen und Anwendungsgebiete des Weihrauchs in der traditionellen Naturheilkunde und den letzten 4000-5000 Jahren sind extrem breit gefächert. Die Anwendungsgebiete und Wirkungsweisen die man hingegen im Internet zu Weihrauch findet, lassen ihn teils wie eine Wunderpflanze wirken. Hier ist jedoch Vorsicht geboten, denn nicht alle angeblichen Wirkungsweisen des Weihrauchstrauchs sind auch wirklich wissenschaftlich und vor allem in Langzeitstudien getestet und belegt worden. Während die schmerzstillende und entzündungshemmende Wirkung, sowie einige weitere Anwendungsbereiche bereits wissenschaftlich belegt wurden, oder zumindest Studien dazu am laufen sind, gibt es zu anderen nachgesagten Wirkungen innerhalb des Weihrauch-Anwendungsspektrums keine gesicherten Ergebnisse. Verschiedene weitere Studien zu diesem Thema finden sich auch unter weihrauch-ratgeber.de zusammengefasst.

Traditionell wurde Weihrauch für folgende Anwendungen verwendet:

  • Gegen Schmerzen, als Schmerzstiller (wissenschaftlich bestätigt)
  • Gegen Entzündungen, innerlich wie äußerlich (ebenfalls bei spezifischen Anwendungsgebieten wissenschaftlich bestätigt)
  • Gegen Darmprobleme, insbesondere mit Entzündungen verbunden
  • Bei Rheuma
  • Begleitend bei Gicht
  • Bei Bronchialen Erkrankungen
  • Zur Schlafförderung
  • Gegen die Entzündungen bei Arthritis
  • Bei Hauterkrankungen (z.B. Neurodermitis und Schuppenflechte)

Womit beschäftigen sich aktuelle Forschungen zu Weihrauch-Extrakten?
Der Weihrauch ist auch weiterhin die Grundlage vieler wissenschaftlicher Untersuchungen. Seine Schmerz- und entzündungsstillende Wirkung wurde in entsprechenden Studien nachgewiesen. In den letzten 10 Jahren waren aber auch andere mögliche positive Wirkungsweisen seiner Inhaltsstoffe Gegenstand diverser Forschungen und Untersuchungen sowohl im Labor, als auch direkt an Patienten. In folgenden Bereichen gab es erste Erkenntnisse, jedoch aktuell leider noch keine oder zumindest wenige verfügbaren Medikamente auf Basis der Pflanze. Insbesondere wurde die Anwendung von Weihrauch bei folgenden Krankheiten diversen Versuchen unterzogen:

  • Krebs
  • Multiple Sklerose (kurz MS)
  • Morbus Crohn
  • Asthma

Bei diesen Krankheiten gilt die Studienlage allerdings noch als zu dünn. Hauptsächlich ist die Wirkung des Weihrauchs entzündungshemmend und schmerzlindernd. Wie bei allen Krankheiten und gerade bei solch schweren Fällen, sollte generell ein Arzt zu rate gezogen werden. Hoch dosierte Weihrauchpräparate können unter anderem als begleitende Hilfe nach Abstimmung mit einem Facharzt von diesem verschrieben werden.

Welche Inhaltsstoffe besitzt Weihrauch?
Was macht den Weihrauch eigentlich so schmerzstillend und entzündungshemmend? Es sind vor allem die Boswellia Säuren, die nachgewiesen entzündungshemmende Eigenschaften aufweisen. Daneben enthält der Weihrauch neben Gerbstoffe auch ein sehr hohes Vorkommen an ätherischen Ölen. Je nach Erntesaison und Qualität des Weihrauchharzes, dass bis zu 50 % aus Boswelliasäuren bestehen kann, sind auch bis zu 5 Prozent wertvolle ätherische Öle in der späteren Gesamtmasse enthalten.

Wieso gibt es aktuell so wenige Weihrauchmedikamente als Entzündungshemmer und Schmerzmittel?
Trotz jahrtausendelanger Anwendung als Naturheilmittel ist der Weihrauch noch nicht richtig in den Bereich der Pharmaindustrie als Wirkstoff vorgedrungen. Zwar sind wissenschaftlich erfolgreich gut 200 Inhaltsstoffe des Weihrauchs analysiert worden, doch fehlen bei vielen Anwendungsgebieten immer noch ausreichende Studien, welche Medikamente nach schulmedizinischen Maßstäben rechtfertigen. In gut sortierten und großen Onlineapotheken findet man in den Listen zu Weihrauchprodukten* nach wie vor hauptsächlich Nahrungsergänzungsmittel, welche frei ohne Rezept verfügbar sind. Hoch dosierte Präparate sollten ohnehin nur von einem Arzt nach individueller Absprache verschrieben und eingenommen werden. Man kann hier auf weitere Studien in Bezug zu Weihrauch und seine möglichen Heilwirkungen hoffen. Insbesondere sogenannte Doppelblind-Studien sind hier besonders erstrebenswert! Bei Entzündungen und bei Schmerzen sind die Ergebnisse bisher vielversprechend, wie eine ebenfalls passende und neuere Studie aus dem Jahr 2014 in Bezug auf die Schmerzlinderung von Weihrauchpräparaten gezeigt hat.

Weihrauch als Nahrungsergänzungsmittel?
Weihrauch als möglichst hochwertiges Nahrungsergänzungsmittel ist relativ leicht im Internet zu finden und in Onlineapotheken sowie weiteren Shops erhältlich. Wichtig ist aus meiner Sicht, dass solche „NEM“ genormt sind was deren Inhalt angeht und möglichst keine unnötigen Zusatzstoffe wie z.B. Magnesiumstearat oder gar Azo Farbstoffe enthalten. Weihrauch als Nahrungsergänzung sollte aus einer seriösen Quelle stammen, im Labor geprüft sein und ausschließlich hochwertigen Rohstoffen hergestellt werden. Dies gilt jedoch meiner Meinung nach für alle Nahrungsergänzungsmittel.

Hat Weihrauch Nebenwirkungen?
Bis auf den möglichen etwas seltsamen Geschmack der auftreten kann, sowie gelegentliches Aufstoßen vor allem am Anfang der Einnahme, habe ich zumindest bei den Nahrungsergänzungsmittel auf Weihrauchbasis nichts Negatives im Netz finden können. Bei verschreibungspflichtigen Medikamenten mit sehr hoher Dosierung der enthaltenen Weihrauchextrakte gilt es hingegen ausschließlich die Packungsbeilage zu beachten und den Arzt bzw. Apotheker um Rat zu fragen. Nur dieses medizinische Fachpersonal ist in der Lage gegebenenfalls Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, Nebenwirkungen oder vielleicht auch mögliche negativen Auswirkungen dieser Medikamente auf eine bestehende Therapie zu beurteilen bzw. einzuschätzen.

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Fazit:
Es ist sehr zu wünschen, dass der Weihrauch, insbesondere seine wirksamen Inhaltsstoffe weiter erforscht werden. Leider ist es noch nicht gelungen die Stoffe des Weihrauchs zu erkennen und zu isolieren bzw. im Labor zu synthetisieren, die auch bei verschiedenen Krebsarten helfen sollen. Da die entsprechenden Doppelblind-Studien zu den Wirkungsnachweise für viele Krankheiten noch fehlen, ist in Deutschland kein Medikament in dieser Richtung auf dem Markt. Im Ausland sind bereits erste Produkte auf Weihrauchbasis im Handel, die unter ärztlicher Aufsicht verschrieben und eingenommen werden können. Hierzulande sind solche Produkte ebenfalls durch einen Arzt verschreibungspflichtig und über Apotheken meist auf Privatrezept erhältlich. Nahrungsergänzungsmittel auf Weihrauchbasis sind hingegen frei verfügbar, aber dafür auch unreguliert. Hier sollte man tunlichst auf die Zusammensetzung und insbesondere auf unnötige Zusatzstoffe achten. Zudem sollte bei bestehenden Krankheiten immer ein Arzt vor der Anwendung mit einbezogen werden!

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