Bewegung ist auch bei eingeschränkter Mobilität wichtig!

Beitrag aktualisiert am 8. März 2021 von Marco Eitelmann

Es gibt viele Ursachen, warum die Mobilität eines Menschen eingeschränkt werden kann. Von körperlichen Behinderungen, Erkrankungen im Alter, über Unfälle, die einen Knochenbruch oder einen Muskelriss zur Folge haben, bis hin zu sehr starkem Übergewicht.

All diese Krankheitsbilder bzw. Unfallfolgen müssen selbstverständlich durch einen kompetenten Facharzt genau untersucht und behandelt werden.



Besteht jedoch nicht die ausdrückliche Anordnung des Arztes sich insgesamt absolut ruhig zu verhalten, kann und sollte man mit dem Arzt Rücksprache halten, wie man sich trotzdem weiterhin bestmöglich und regelmäßig bewegen kann.

In vielen Fällen führt eine dauerhafte und komplette Schonhaltung zu vielen negativen Begleiterscheinungen und kann langfristig Krankheiten verschlimmern oder sogar neue Krankheitsbilder auslösen, die dann nicht nur den Bewegungsapparat betreffen.

Verletzungen, egal ob an Muskeln, Knochen oder Gelenken heilen in der Regel bei gesunden und durchtrainierten Menschen zudem wesentlich besser und schneller aus, wenn diese über Jahre zuvor bereits moderaten Sport ausgeübt haben.

Man kann solche Fälle gute bei Profisportlern beobachten. Diese haben zwar in der Regel allein schon aus berufsbedingten Gründen eine bessere ärztliche und medizinischer Versorgung sowie Reha-Möglichkeiten, dennoch kommt die höhere Regenerationsfähigkeit und ein stärkeres Immunsystem bei der Heilung durch deren bewegungsbedingten Fitnesslevel viel besser zum Tragen.

Sehr schnell gehen Profisportler, wenn es krankheitstechnisch möglich ist, in die ersten Reha-Phasen und beginnen ein sich kontinuierlich angepasstes Wiederaufbau-Training.

Aber nicht nur bei Verletzungen sollte man wieder schnellstmöglich in Bewegung kommen, sondern insbesondere auch soweit möglich bei Krankheiten wie Arthrose, Fibromyalgie, krankhaftem Übergewicht oder eingeschränkter Mobilität im Alter. Das ganze natürlich zunächst langsam und schonend und wenn der Arzt dies unterstützt.

Im Alter können dabei Gehhilfen, Rollatoren oder zur Überbrückung von Stufen auch ein entsprechender Treppenlift Hilfe bieten, um die Mobilität aufrechtzuerhalten.

Selbst im Rollstuhl ist es wichtig in Bewegung zu bleiben, auch wenn die Möglichkeiten durch die Gehbehinderung eingeschränkt sind. Es ist erstaunlich was Menschen die z.B. an den Paralympics teilnehmen leisten können, weil sie ihren Oberkörper gezielt trainiert haben.

Warum die Bewegung gerade bei Mobilitätseinschränkungen so wichtig ist

Eine ausreichende Bewegung gehört zur Grundbasis für einen Menschen, um langfristig gesund zu bleiben. Ob mit oder ohne Einschränkungen sollte man sich täglich mindestens eine Stunde ausreichen bewegen.

Dies kann von Spaziergängen bis hin zu Bodenübungen z.B. in Form von Yoga reichen und muss nicht bei einem durchgeplanten und sehr fordernden Extremsport enden.

Bei der Bewegung kommt es auf die Regelmäßigkeit an. Eine moderate Intensität, wie z.B. beim Wandern, Nordic Walking oder Schwimmen reicht völlig aus, um einen entscheidenden Beitrag zu seiner Gesundheit zu leisten.

Es gibt nahezu zu jeder körperlichen Einschränkung auch eine Sport- bzw. Bewegungsmöglichkeit, um diesen positiven Gesundheitsfaktor zu gewährleisten. Vor allem auch alte Menschen sollten sich nicht in Schonhaltung vor den Fernseher setzen und aufgrund ihres Alters nichts mehr körperlich unternehmen.

Die Lebenserwartung steigt nachweislich, wenn man sich ausreichend bewegt, ganz abgesehen davon, dass auch das Wohlbefinden und die allgemeine Zufriedenheit gesteigert wird. Das trifft sowohl auf die körperliche als auch physische Gesundheit über alle Altersklassen zu.

Ausreichende Bewegung setzt an vielen gesundheitlichen Faktoren positiv an!

Wer sich ausreichend bewegt profitiert von etlichen gesundheitlichen Vorteilen, die von jedem Arzt oder Sportmediziner bestätigt werden können.

Bewegt man sich hingegen unzureichend oder wie heute leider nicht selten üblich weniger als eine halbe Stunde pro Tag oder sogar gar nicht, wandeln sich diese positiven Faktoren in Risikofaktoren um.


Wer sich nicht ausreichend bewegt, erhöht sein Krankheitsrisiko und senkt seine durchschnittliche Lebenserwartung.

Unter anderem sind die Vorteile einer ausreichenden Bewegung sowohl für gesunde als auch akut oder chronisch eingeschränkte Menschen folgende:

  • Bewegung erhöht die Produktion von Abwehrzellen und stärkt das Immunsystem (eine Eigenschaft, die vor allem auch beim Heilen von Verletzungen hilft)
  • Regelmäßiges, moderates Training stärkt das Herz- und Kreislaufsystem und reduziert das Risiko für Herzerkrankungen. Übermäßiges Training kann das Gegenteil bewirken. Auf keinen Fall sollte man trainieren, wenn man akute Infekte wie z.B. Atemwegserkrankungen oder gar eine nicht ausgeheilte Grippe hat!
  • Tägliche ausreichende Bewegung senkt den Blutdruck, ich kann hier gut aus eigener Erfahrung sprechen und habe meinen Blutdruckwert deutlich um fast 20 Punkte beim oberen und 5 Punkte beim unteren Wert durchschnittlich senken können. Natürlich spielen hier auch noch andere Faktoren wie die Ernährung und das Körpergewicht maßgeblich mit. Trotzdem ist die Bewegung einer der ganz wichtigen Einflussmöglichkeiten bei Bluthochdruck und zur Vorbeugung desselbigen.
  • Gelenke brauchen unbedingt ausreichend Bewegung. Ohne ausreichende Bewegung ist kein ausreichender Austausch der Gelenkflüssigkeiten und so der Nährstoffversorgung möglich. Siehe diesbezüglich auch den Beitrag „Gelenkprobleme vorbeugen
  • Wer sich nicht bewegt und dem Körper nicht alle naturgegebenen Bewegungsmöglichkeiten bietet, der versteift und verhärtet zusehends. Bänder und Muskeln werden kürzer oder unnatürlich lang bei Fehlbelastung. Verspannungen nehmen immer stärker zu und irgendwann kommt man nicht einmal mehr mit den Fingern im freien Stand bei durchgestreckten Beinen zu den Zehen. Das war bei mir über viele Jahre auch der Fall, weil ich einfach nicht trainiert habe und täglich hauptsächlich vor dem Computer saß oder Arbeiten verrichtete, bei denen dieser Bewegungsumfang nicht gebraucht wurde.
  • Bewegung „massiert“ unsere Organe, regt die Verdauung an und fördert die Durchblutung des gesamten Körpers. Dies ist natürlich nicht nur bei gesunden Menschen wichtig, sondern auch gerade bei kranken oder verletzten Personen, da eine höhere Durchblutung eine höhere Nährstoff-, Sauerstoff und Immunversorgung für den Körper und die betroffenen Stellen bedeutet. Ist eine Bewegung nicht möglich, können auch medizinische Massagen helfen die ärztlich verordnet werden.
  • Auch für die psychische Gesundheit ist Bewegung vor allem in der Natur an der frischen Luft äußerst positiv. Neben der Ausschüttung von Glückhormonen, wird negativer Stress abgebaut und auch bestehende psychische Erkrankungen können positiv davon beeinflusst werden. Natürlich spielt die Bewegung auch eine vorbeugende Rolle in diesem Bezug und sollte ebenso regelmäßig durchgeführt werden, wie es für das rein körperlichen Training der Fall ist.

Fazit:

Bewegung ist wichtig und gesund in allen Lebenslangen und sollte nach ärztlicher Abklärung auch nach Unfällen oder bei spezifischen Krankheiten schnellstmöglich wieder aufgenommen werden.

Ich laufe pro Tag mindestens 8000 Schritte durch die Natur und mache jeden Abend Yoga und Dehnungsübungen. Seit ich damit begonnen habe, habe ich an mir etliche positive Veränderungen festgestellt.

Abgesehen von einem viel besseren Wohlbefinden und einer besseren Fitness, ist z.B. mein Blutdruck deutlich messbar gesunken. Mein Bauchumfang ist zurückgegangen und ich bin wesentlich flexibler als früher.


Jeder Kardiologe empfiehlt zur Stärkung des Herz Kreislaufsystems und zur Senkung des Blutdrucks sich ausreichend zu bewegen. Vor allem die Wirksamkeit der blutdrucksenkenden Eigenschaften von regelmäßiger Bewegung sind wissenschaftlich mehrfach bestätigt und werden auch von der deutschen Herzstiftung klar hervorgehoben.

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Über Marco Eitelmann 440 Artikel
Hier schreibt Marco Eitelmann seit Oktober 2014 über die Themen: Gesundheit, Ernährung, Natur und Umwelt. Qualifikation des Autors: Ich habe über 16 Jahre Berufserfahrung im Lebensmittelhandel gesammelt und mich durch zusätzliche private Fortbildung zum Experten im Bereich Lebensmittelzusatzstoffe, Ernährung und Gesundheit entwickelt. Beruflich lag zudem ein Schwerpunkt auf der Lebensmittelsicherheit (HACCP und EHI Dokumentation) sowie dem Infektionsschutz. Privat: Ernähre ich mich ebenfalls sehr gesund und bin immer wieder mit Experimenten sowie dokumentierten Selbstversuchen in Sachen Ernährung und Gesundheit beschäftigt. Ich verbringe meine Zeit am liebsten in der Natur und habe mir dabei viel Wissen durch Fachliteratur und praktische Erfahrungen über Pflanzen, Pilze und Wildkräuter angeeignet. Ich meditiere täglich und mache regelmäßig Qi Gong.

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