Die häusliche Pflege der Angehörigen – eine Herausforderung mit vielen Aufgaben und Verpflichtungen

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Beitrag überprüft und zuletzt aktualisiert am 25. April 2022

Das Altern ist nichts für Feiglinge, sagt der Volksmund. Und sicherlich verbirgt sich, wie bei vielen Sprichwörtern und Weisheiten, auch hier eine Menge Wahrheit. Fakt ist, dass nicht nur einzelne Wehwehchen und Erkrankungen oder Beschwerden sich mit zunehmendem Alter einstellen können. Auch die Mobilität kann deutlich nachlassen. Und bei manchen Menschen so gravierend, dass sie auf die Hilfe anderer angewiesen sind.

Die Pflegebedürftigkeit ist dann in vielen Fällen unübersehbar und spürbar und dann ist richtiges Handeln in Abstimmung mit dem Betroffenen wichtig. Aber in einigen Fällen können sich Betroffene auch nicht mehr selbst helfen und Entscheidungen treffen. In der Regel übernehmen diesen Part dann meist die Angehörigen. Und hier erschließt sich für viele Angehörige die Frage: Soll man die häusliche Pflege selbst übernehmen, oder machen lassen? Und wie würde sich das Ganze gestalten und organisieren lassen, was ist zu tun und mit welchen Verpflichtungen und Aufgaben muss gerechnet werden?



Von der Körperpflege bis zum Krankenbett

Ist der Mensch nicht mehr imstande sich selbst pflegen, geschweige denn sich um sich selbst und seine Bedürfnisse kümmern zu können, ist er auf Hilfe Anderer angewiesen. Bestenfalls durch die Hilfe und Unterstützung der Familie.

Wenn sie sich dazu bereit erklären, die häusliche Pflege des Betroffenen selbst zu übernehmen, müssen einige Hürden überwunden und viele Steine aus dem Weg geräumt werden, damit die sichere und voll umfassende Pflege gewährleistet werden kann. Ist der Patient beispielsweise hauptsächlich seine Zeit im Bett liegend, so muss dafür gesorgt sein, dass ein dafür vorgesehenes Pflegebett eingerichtet wird. Dieses ermöglicht zum Einen, dass es über eine optimale Höhe und Verstellbarkeit verfügt und zum Anderen aber auch den Liegekomfort maximiert und auch hier meist über eine gute Flexibilität in puncto Verstellbarkeit für den Liegenden selbst aufweisen kann.

Nun kommt es auf die richtige Matratze an. Denn auch hier gibt es gravierende Unterschiede in Aufmachung, Konstruktion und mehr. Die klassische Pflegematratze erfüllt gleich viele wichtige Punkte auf einen Schlag, ermöglicht ein gutes Liegen und minimiert die Gefahr des gefürchteten Dekubitus, der durch eine schlechte Druckverteilung des Körpers beim Liegen oftmals bei herkömmlichen Matratzen vorkommen kann. Zudem sind diese Matratzen in der Regel wasserdicht, denn eine Inkontinenz der Pflegepersonen ist nicht selten und würde normale Matratzen schnell an ihre Grenzen der Nutzbarkeit bringen.


Barrierefreiheit schaffen

Wenn die zu pflegende Person noch einigermaßen gut zu Fuß ist, oder sich mit Rolator und Rollstuhl bewegen kann, sollte die Wohnung möglichst barrierefrei sein. Und schon allein hier stehen viele vor großen Herausforderungen. Sicherlich lässt sich das Eine oder Andere innerhalb der Häuslichkeiten verändern, doch alles eben im Normalfall nicht. Wer hier also mitdenkt und der betroffenen Person es so angenehm wie möglich gestalten möchte, sollte auch diesen Punkt beachten und bedenken.

Welche Pflegestufe?

Grundsätzlich ist der jeweilige Medizinische Dienst für die Einstufung in die Pflegestufe der Person zuständig. Hier sollte man wissen, dass viel Betroffene bei der Begutachtung plötzlich über sich hinaus wachsen und eine deutlich bessere Mobilität an diesen Tag, zu diesem Zeitpunkt aufzeigen können.

Geschultes Personal des Dienstes sieht diese Veränderung und handelt in der Regel auch dementsprechend. Andere hingegen eher weniger und deuten dies als Allgemeinzustand und dementsprechend werden die Personen dann eingestuft. Wichtig ist im Vorfeld, dass wenn die zu pflegende Person bei klarem Verstand ist, dass man mit ihr über diesen Sachverhalt spricht und sie sich so geben soll, wie sie sich fühlt und auch darüber berichten soll, über welche Beschwerden sie klagt und leidet.

Pflegeutensilien müssen sein

Je nach Pflegegrad und Einstufung und auch Allgemeinzustandes der zu pflegenden Person muss man alle wichtigen und notwendigen Dinge, die zur täglichen Pflege gehören auch griffbereit parat stehen hat. Dazu gehören beispielsweise zum Waschen die verschiedenen Waschlappen, die nach jeder Nutzung gewaschen und ausgekocht werden können. Und auch die jeweiligen Handtücher zum Abtrocknen. Das Waschwasser sollte frisch zubereitet mit lauwarmen Wasser in einer Schüssel parat stehen und mit einer leichten Waschlotion.


Auch die Körperpflege nach dem Waschen ist wichtig, denn die Haut kann besonders bei Menschen, die viel liegen müssen sehr trocken werden. Körperlotionen mit einer guten feuchtigkeitsspendenden Wirkung sind wichtig. Besonders die Bereiche Po, Hüfte, Fersen und Schultern und Ellbogen müssen gesondert versorgt werden. Denn hier ist die Gefahr des Wundliegens besonders groß. Die Haare zu waschen bei Menschen, die hauptsächlich liegend versorgt werden müssen, ist keine leichte Aufgabe. Hier ist es nicht verkehrt sich dabei Hilfe zu holen und den Waschgang zu zweit zu vollziehen. Generell ist das Bewegen und Mobilisieren eines Menschen, der hauptsächlich liegt keine einfach Sache und bedarf nicht nur einer gewissen Technik, sondern auch eine gehörige Portion an Kraftaufwand.

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Autor: Marco Eitelmann

Mein Name ist Marco Eitelmann und ich schreibe hier seit Gründung dieser Webseite im Jahr 2014 hauptsächlich über die Themen: Gesundheit, Ernährung sowie Natur- und Umwelt. Mein Fachwissen in diesen Bereichen stammt aus meiner inzwischen fast 20 jährigen Berufserfahrung im Lebensmittelhandel und der Nahrungsmittelproduktion und durch ständige Fortbildung im Ressort Ernährung sowie der ausgiebigen Lektüre von mittlerweile weit über 200 Fachbüchern aus den Bereichen Medizin und Naturwissen.

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