Gerstengras – Seine Inhaltsstoffe und Wirkung sowohl frisch geerntet als auch in getrockneter Form

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Gerstengras verfügt über eine Vielzahl an Vitaminen, Mineralstoffen und wichtigen Spurenelementen und ist ähnlich wie das Weizengras im Bereich der gesunden Ernährung äußerst beliebt. Es kann in getrockneter Form leicht als Pulver in Smoothies und andere Getränke gerührt werden oder sogar in Rezepten zur Färbung oder Verzierung von Speisen dienen. In Form von Presslingen kann es aber auch direkt mit etwas Wasser geschluckt werden.

Bevorzugt man die frische Ernte von saftigen, jungen Halmen, so kann Gerstengras problemlos die komplette Zeit von Frühling bis Herbst in Deutschland im Garten oder auch in kleineren Blumenkästen auf dem Balkon angebaut werden. Es braucht sehr ähnliche Wachstumsbedingungen wie Weizengras, weshalb ihr für den Anbau von Gerstengras auch gerne diesen Beitrag zum einfachen Anbau von Weizengras nutzen könnt.

Warum sollte ich überhaupt Gerstengras in meine Ernährung integrieren?

Neben der Tatsache das Gerstengras durch seinen hohen Anteil an Pflanzenfasern und somit Ballastoffen eine positive Auswirkung auf die Verdauung haben kann, punkten es auch durch seinen hohen Gehalt an Vitalstoffen und sekundären Pflanzenstoffen. Zudem ist Gerstengras äußerst reich an Chlorophyll.



Der Fokus seiner Inhaltsstoffe bezieht sich vor allem auf folgende Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe:

Calcium

100 g getrocknetes Gerstengras enthält so viel Calcium, dass es den Bedarf besser deckt, als dies 5-6 Gläser Kuhmilch erreichen könnten. Je nach Quelle und unter der Berücksichtigung von natürlichen Schwankungen wie bei allen Naturprodukten, liegt der Calcium Wert bei 8-11-mal höher als dessen was Kuhmilch zu bieten hat.

Zink

Das Spurenelement Zink gehört zu den wichtigsten seiner Klasse und ist z.B. essentiell für die Wundheilung und das Immunsystem, so wie zahlreicher Stoffwechselfunktionen im Körper. Gerstengras enthält so viel Zink, das es den meisten tierischen Lebensmitteln problemlos Konkurrenz machen kann.

Eisen

Mit zwischen 35-38 mg Eisen pro 100 Gramm getrockneten Gerstengrases gehört es zu den pflanzlichen Lebensmitteln die deutlich mehr Eisen enthalten als gewöhnlicher Spinat.

Magnesium

Mit über 170 mg Magnesium pro 100 Gramm Pulver trägt ein regelmäßiger Konsum zur Verbesserung der Magnesiumversorgung bei.

Vitamin C Gehalt

Der Vitamin C Gehalt kann mit vielen Zitrusfrüchten konkurrieren, weshalb Gerstengras als Ergänzung gerade im Winter eine weitere Alternative zur Vitamin C Versorgung dient.

Auch in Sachen B Vitamine, außer B 12 respektabel

Gerstengras enthält reichlich Vitamin B1 und Folsäure, lediglich B12 ist wie bei allen pflanzlichen Nahrungsmitteln keines enthalten.

Natürliche Schwankungen und Qualitäten


Die Werte für Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente schwanken wie bei allen pflanzlichen und tierischen nicht verarbeiteten bzw. standardisierten Lebensmitteln naturbedingt immer etwas. Zudem ist darauf zu achten das selbstverständlich auch eine Verunreinigung mit Pflanzenschutzmitteln vor allem bei konventionellen Produkten nicht auszuschließen ist.

Gerstengraspulver ist sehr ergiebig und sollte in Anbetracht von Qualität und einem möglichst hohen Gehalt an Inhaltsstoffen ausgewählt werden. Für alle die Gerstengras kaufen möchten, ist es ganz wichtig auch das Risiko eines möglichen Schadstoffgehalts mit einzubeziehen und daher besser grundlegend nur auf laborgeprüfter Bioqualitäten oder selbstgezogene Gräser zu setzen.

Die Wirkung von Gerstengras 

Wie so oft wird auch bei Gerstengras über allerhand positiven Wirkungsmöglichkeiten auf den Körper im Internet berichtet. Vieles davon ist jedoch wissenschaftlich in randomisierten und seriösen Doppelblindstudien noch gar nicht sicher nachgewiesen worden oder beruht auf rein subjektiven Erfahrungsberichten, was jedoch nicht heißt, dass es keine derartige Wirkung geben könnte. Was ist davon wirklich wahr?

Ein paar Beispiele sind folgende Aussagen:

  • Bringt den Säure Basenhaushalt ins Gleichgewicht
  • Senkt den Cholesterinspiegel
  • Beeinflusst die Blutzuckerwerte positiv
  • Ist gut für die Haut
  • Schützt durch Antioxidantien die Zellen
  • Fördert die Verdauung
  • Reduziert Entzündungen
  • Beugt Krebs vor
  • Hilft gegen Stimmungsschwankungen und Depressionen

Wenn man sich solche Aussagen und Erfahrungen so durchließt fällt das Gerstengraspulver wie so viele Nahrungsergänzungsmittel und Superfoods wohl wieder zu den „Wunderwaffen“ gegen alles. Aber was ist davon nun wirklich wahr und was nicht?

Ich möchte das Ganze auf das reduzieren was sicher belegt ist und da kann man sich auf die Inhaltsstoffe berufen. Das der hohe Zinkgehalt zur normalen, natürlichen Unterstützung von Immunsystem und der Heilung von Hautwunden und Entzündungen beiträgt ist wissenschaftlich unumstritten, genau wie die positive Wirkung von Antioxidantien sowie der positiven Wirkungsweisen von Ballaststoffen auf die Verdauung und einen gesunden Stuhlgang.

Das Grundwissen über Mikronährstoffe anzuzweifeln wäre wissenschaftlicher Unsinn, jedoch können das eben auch andere Lebensmittel ganz gut. Gerstengras stellt diese Inhaltsstoffe aber in besonders starker Konzentration vor. Gerstengras ist keine Wunderpflanze aber richtig genutzt kann sie wie Weizengras und andere sogenannte Superfoods auch eine sehr sinnvolle Ergänzung für eine gesunde Ernährung sein.


Ich finde jeder sollte seine eigenen Erfahrungen mit Gerstengras machen und es sowohl frisch, als auch getrocknet wenigstens einmal eine Zeit lang ausprobiert haben. Bei mir ist vor allem über die Frühlings- und Sommermonate sowohl Weizengras als auch Gerstengras ein fester Bestanteil meiner Smoothies. Die positiven Auswirkungen auf die Verdauung dank der vielen Ballaststoffe lässt sich nicht leugnen und ich fühle mich auch echt fit damit, was aber natürlich nicht nur am Gerstengras alleine liegt, sondern an meiner gesamten Ernährungsweise.

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Autor: Marco Eitelmann

Mein Name ist Marco Eitelmann und ich schreibe hier seit Gründung dieser Webseite im Jahr 2014 hauptsächlich über die Themen: Gesundheit, Ernährung sowie Natur- und Umwelt. Mein Fachwissen in diesen Bereichen stammt aus meiner inzwischen fast 20 jährigen Berufserfahrung im Lebensmittelhandel und der Nahrungsmittelproduktion und durch ständige Fortbildung im Ressort Ernährung sowie der ausgiebigen Lektüre von mittlerweile weit über 200 Fachbüchern aus den Bereichen Medizin und Naturwissen.

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