Schadstoffe in Möbeln, wie gefährlich und gesundheitsschädlich sind diese Wohngifte?

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Beitrag überprüft und zuletzt aktualisiert am 9. Juli 2019

An vielen Menschen gehen sie unbemerkt vorbei und können nachhaltig die Gesundheit schädigen, die Rede ist von so genannten „Wohngiften“, welche sich nicht nur in den Baummaterialien der Wohnung selbst, sondern vor allen in und an Möbelstücken wie Schränken und Betten verbergen könne. Einige Möbelstücke die keiner intensiven Schadstoffprüfung unterlagen, haben gefährliche Weichmacher, Lacke und sogar Formaldehyd auf ihren Oberflächen, die ungehindert über die Luft ausdünsten und bei Hautkontakt aufgenommen werden können. All diese Schadstoffe zeigen eine fatale Wirkung auf den menschlichen Organismus und entfalten ihre negative Wirkung oft erst nach Jahren. Die größte Gefahr für die Gesundheit entsteht vor allem durch das dauerhafte und tägliche Aussetzen des Körpers mit diesen Wohngiften.

Soll man besser schadstoffgeprüfte Möbel kaufen?
Es macht immer Sinn beim Möbelkauf nicht nur auf die reine Produktqualität und das Design der Möbelstücke zu achten, sondern vor allem auf gegebenenfalls durchgeführte Schadstoffprüfungen. Der Preis bei solchen Produkten ist in der Regel etwas höher, dafür ist die Wahrscheinlichkeit auf eine starke Schadstoffbelastung deutlich geringer. Seriöse Möbelhändler wie z.B. allnatura.de verkaufen Möbel nach eigenen Angaben nur mit sehr strenger Qualitäts- und Schadstoffprüfung und somit entsprechenden Gütesiegeln. Gerade Möbel mit dicken Kunstlacken oder Plastiküberzügen sollten vor dem Kauf genau überprüft und vor allem auch auf den Geruch getestet werden. Der Preis sollte beim Möbelkauf natürlich auch eine Rolle spielen, jedoch nie hinter der eigenen Gesundheit stehen. Man muss immer bedenken, dass man sich dann täglich den möglichen Giftstoffen seines gerade erworbenen Möbelstücks aussetzen muss.



Welche gesundheitsschädlichen Schadstoffe können Möbel enthalten?
In qualitativ schlechten Möbeln kann sich ein wahrer Chemiecocktail verbergen, der seine Schadstoffe über Monate und Jahre an die Umgebung abgibt. Diese Stoffe mit erhöhtem Gesundheitsrisiko sind unter anderem:


  • Formaldehyd
  • Weichmacher
  • Terpene
  • Bisphenol A
  • Schwermetalle

Welche Krankheiten können durch Giftstoffe in Möbeln entstehen?
Die meisten Krankheiten und Symptome bei derartigen Schadstoffen kommen relativ unbemerkt und werden meist kaum in Zusammenhang mit den Möbelstücken gebracht, die man sich vorher sorglos in die Wohnung gestellt hat. Oftmals kommt nur ein Verdacht auf, nachdem ein neuer Kleiderschrank aufgebaut wurde, oder ein lackierter Tisch, der stark nach Chemie riecht plötzlich die Bewohner mit Kopfschmerzen und Husten plagt. Neben diesen Symptomen gibt es leider auch viel schlimmere „Nebenwirkungen“ der belasteten Wohnungsmöbel. Auch Asthma, Allergien, Augenleiden bis hin zu Krebs sind durch die Giftstoffe möglich.

Schadstoffgeprüfte Möbelstücke sind nicht nur für Allergiker, Kleinkinder und Babys von besonders hoher Wichtigkeit!
Bedenkt man die teilweise jahrzehntelange Dauer mit der das Mobiliar in direktem Kontakt mit den Personen im Haus steht, so sollte man auch bei weniger gefährdeten Menschen unbedingt auf mögliche Schadstoffe achten! Gerade aber Schwangere, Kleinkinder und Babys sollten auf keinem Fall diesen Stoffen ausgesetzt werden. Auch Kranke und Allergiker verstärken oftmals ihre Leiden durch die Aussetzung mit diese schädlichen Substanzen, welche sogar zu neuen zusätzlichen Krankheitsbildern führen können, die sich dann nicht selten weitaus stärker darstellen.


Fazit:
Kaufen sie Möbel nicht nur nach den Kriterien von Preis und Aussehen. Qualität, insbesondere geringe Schadstoffbelastung sind weitaus wichtiger und vor allem langfristig besser für die Gesundheit. Es ist einfach ein ungutes Gefühl wissentlich belastete Raumluft einzuatmen, niemand würde sich freiwillig eine Formaldehydquelle neben das Bett stellen oder gar darin schlafen. Leider sind viele ungeprüfte Billigmöbel gerade das, wessen man sich nie freiwillig aussetzen würde.

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Autor: Marco Eitelmann

Mein Name ist Marco Eitelmann und ich schreibe hier seit Gründung dieser Webseite im Jahr 2014 hauptsächlich über die Themen: Gesundheit, Ernährung sowie Natur- und Umwelt. Mein Fachwissen in diesen Bereichen stammt aus meiner inzwischen fast 20 jährigen Berufserfahrung im Lebensmittelhandel und der Nahrungsmittelproduktion und durch ständige Fortbildung im Ressort Ernährung sowie der ausgiebigen Lektüre von mittlerweile weit über 200 Fachbüchern aus den Bereichen Medizin und Naturwissen.

6 Gedanken zu „Schadstoffe in Möbeln, wie gefährlich und gesundheitsschädlich sind diese Wohngifte?“

    • Hallo Jaya,

      das ist ziemlich differenziert zu betrachten. „oekotest“ hat Ende 2013 einen ausführlichen Test der Ikea Möbel gemacht. Die Kinderprodukte mit einem Notendurchschnitt von 2,5 waren gar nicht mal schlecht. 2000 nahmen sie ein Billy Regal unter die Lupe, das gab laut dem Test Formaldehyd ab. Auch bei Matratzen war es vor allem früher in Sachen Schadstoffe offensichtlich nicht ideal, hat sich aber stark verbessert im Vergleich zu den alten Testberichten. Also würde ich nicht sagen das Ikea Produkte generell auf den Sperrmüll oder Sondermüll gehören. 🙂

      LG
      Marco

      Antworten
  1. Hallo! Wie kann ich einen Experten für Raumluftmessung finden, der wirklich Experte ist – im Internet tummeln sich ja viele Anbieter…

    Antworten
    • Hallo Stephanie,

      ich würde mir nur einen zugelassenen Gutachter z.B. von der Dekra holen. Man muss mit ca. 70-110 Euro die Stunde für eine ordentliche Raumluftmessung rechnen, plus gegebenenfalls Anfahrtkosten und sonstige Leistungen.

      LG
      Marco

      Antworten
  2. Hallo Herr Eitelmann, mir machen die alten Pressspahnmöbel in den Zimmern unserer Kinder ein bisschen Sorgen, z.B. weil es allgemein heißt, sie würden z.B. Formaldehyd ausdünsten, und dies sei krebserregend. Aber seit einer Weile frage ich mich, ob gerade das Alter der Möbel (20-40 Jahre!) nicht sogar beruhigend sein könnte, nach dem Motto, hat ja schon viel Zeit zum Ausdünsten gehabt. Wissen Sie etwas darüber?
    Viele Grüße und vielen Dank schon einmal
    Beatrice Funcke

    Antworten
    • Hallo Frau Funcke,

      nach weit über 20 Jahren würde ich mir da keine Sorgen mehr machen. Mit jedem Jahr sinkt in der Regel die Abgabe an die Raumluft was die meisten Stoffe angeht.

      Gruß
      Marco

      Antworten

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