Die Schnittlauchblüte, kann man sie eigentlich essen und darf Schnittlauch auch während der Blütezeit noch geerntet und verzehrt werden?

Hübsch anzusehen und sehr lecker, die Schnittlauchblüte, welche von Ende April bis Anfang Juni in der Farbgebung rosa bis lila zum Vorschein kommt.
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Einmal im Jahr, meistens ist dies von Ende April bis Anfang Juni, beginnt in den Gärten der Schnittlauch in einem wunderschönen rosa- bis lilanen Farbkleid zu blühen. Oft kommen dann im Netz die Fragen auf, ob Schnittlauch der gerade blüht, oder frisch geblüht hat überhaupt essbar ist. Auch wird häufig die Frage gestellt, ob man die Schnittlauchblüten essen könne? Der Geschmack des blühenden Schnittlauchs, sowie dessen Konsistenz sollen sich während und nach der Blütephase verändern. Was genau stimmt nun?

Der Schnittlauch blüht bereits, kann man die grünen Halme dennoch essen?

Kurz bevor der Schnittlauch seine großen Knospen ansetzt, aus denen er später seine Blüten bildet, wachsen kleine mit einer winzigen Knospe besetzte Halme tief aus dem grasähnlichen Büscheln empor. Je größer sie werden, desto dicker und auch fester wird der gesamte Knospenhalm, an dessen Ende zum Schuss hin die dicke Blütenknospe sitzt. Fängt diese an zu blühen, kann man den Halm an dem die Blüte hängt zwar immer noch essen, er ist jedoch wesentlich fester, holziger und bitterer im Geschmack. Den gesamten Rest der Schnittlauchpflanze, also die gewohnten langen hohlen Halme lassen sich weiterhin hervorragend als Brotauflage, oder in Speisequark zubereiten und genießen. Den geschmackliche Unterschied schmeckt man nur ganz minimal, fast schon unmerklich, der Schnittlauch wird etwas bitterer und ein klein bisschen weniger stark in seinem Eigengeschmack, da die Kraft der Pflanze für die kräftigen Blüten und deren spätere Samenbildung verwendet werden muss.



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Ist auch die Schnittlauch Blüte essbar?

Ja, die Blüte des Schnittlauchs ist vollständig essbar! Die Schnittlauchblüten sind nicht nur äußerst dekorativ, sondern auch vitaminreich und können bedenkenlose gegessen werden. Besonders schön sehen sie als Dekoration für Cocktails, Fruchtsäfte und Smoothies aus. Aber auch auf Salaten, belegten Brötchen, oder deftigen Gerichten machen sie optisch einiges her. Die Blüten des Schnittlauchs sind gesund und eine absolut natürliche und unbedenkliche Dekoration für allerhand Getränke und Speisen.

Schnittlauch blüht in voller Pracht
Schnittlauchblüten sind ungiftig und bedenkenlos essbar!

Wie soll die Schnittlauchblüte nach der Ernte behandeln?

Ist sie optisch absolut „sauber“, dann kann man sie praktisch direkt nach der Ernte roh essen. Schnittlauchblüten haben jedoch aufgrund ihrer Farbe und ihres für Insekten sehr anziehenden Geruchs die Eigenschaft viele kleine Insekten in ihre Blütentrichter zu locken. Daher empfiehlt es sich die Blüten zunächst auszuschütteln und dann kurzzeitig in ein kaltes Wasserbad zu geben und gründlich abzuspülen. Oftmals tragen die schönen Schnittlauchblüten sonst eine unerwünschte Proteinbeilage bestehend aus kleinen Krabbeltierchen in sich. Bei Bienen und Hummeln ist der Schnittlauch übrigens eine sehr begehrte nektarreiche Pflanze!

Wie schmecken Schnittlauchblüten?

Der Geschmack der Schnittlauchblüte ist viel leichter und sanfter, als der eigentliche Geschmack der Schnittlauchhalme. Manche Menschen bezeichnen den Geschmack der Blüte als leicht süß. Mit viel Fantasie kann ich dem zustimmen. Die Blüte schmeckt aromatisch, wesentlich milder als der Rest der Pflanze und ist einen winzigen Tick „süß“ im Abgang.

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Die Schnittlauchhalme können auch nach dem Verblühen noch verwendet werden
Auch wenn der Schnittlauch bereits verblüht ist, können dessen Halme ebenfalls noch gegessen werden.

Kann man den Schnittlauch verblühen lassen und die Samen für die nächste Aussaat nutzen?

Lässt man die Schnittlauchblüte einfach unversehrt an der Schnittlauchpflanze verblühen und trocknen, dann bilden sich jede Menge kleine schwarze und sehr harte Samenkörner. Diese lässt man entweder durch die Pflanze und den Wind wild im Garten verbreiten oder sammelt sie gezielt aus den vertrockneten Blüten. Nutzbar sind sie dann entweder für die direkte Aussaat noch im gleichen Jahr, oder die Aussaat im nächsten Frühjahr. (Ideal in den Monaten Februar bis April)

Schnittlauch Blütenstand vertrocknet mit Samen
Aus dem vertrockneten Blütenstand lassen sich leicht sehr viele der schwarzen und harten Schnittlauchsamen für das nächste Jahr gewinnen.

Fazit:


Aussagen wie: „Blühender Schnittlauch ist giftig oder ungenießbar“, sind leider immer noch häufig anzutreffende falsche Information, die bestenfalls auf die Ungenießbarkeit der holzigen und harten Halme die zur Blüte führen angewandt werden können. Sowohl der Schnittlauch selbst, als auch die wunderschöne und dekorative Schnittlauchblüte lassen sich bedenkenlos verzehren. Der Gesundheitswert von Schnittlauch ist ohnehin sehr hoch und wird was seinen Vitamin- und Mineralstoffgehalt betrifft auch während seiner Blütezeit noch ausreichend hoch bleiben. Der geschmackliche Unterschied zwischen blühenden Schnittlauch und Schnittlauch ohne Knospen oder Blütenansatz ist nur minimal und kaum spürbar. Einzig die holzigen und bitteren Knospenstängel bzw. Blütenstängel sind wirklich kein kulinarisches Highlight und sollten besser außen vor gelassen werden.

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Über Marco Eitelmann 409 Artikel
Hier schreibt Marco Eitelmann seit Oktober 2014 über die Themen: Gesundheit, Ernährung, Natur und Umwelt. Qualifikation des Autors: Ich habe über 16 Jahre Berufserfahrung im Lebensmittelhandel gesammelt und mich durch zusätzliche private Fortbildung zum Experten im Bereich Lebensmittelzusatzstoffe, Ernährung und Gesundheit entwickelt. Beruflich lag zudem ein Schwerpunkt auf der Lebensmittelsicherheit (HACCP und EHI Dokumentation) sowie dem Infektionsschutz. Privat: Ernähre ich mich ebenfalls sehr gesund und bin immer wieder mit Experimenten sowie dokumentierten Selbstversuchen in Sachen Ernährung und Gesundheit beschäftigt. Ich verbringe meine Zeit am liebsten in der Natur und habe mir dabei viel Wissen durch Fachliteratur und praktische Erfahrungen über Pflanzen, Pilze und Wildkräuter angeeignet. Ich meditiere täglich und mache regelmäßig Qi Gong.

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