35 für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Insekten freundliche Blumen, Kräuter sowie Obst und Gemüsepflanzen die gegen das Bienen- und Insektensterben helfen

Es gibt eine gigantische Auswahl von Bienen- und Insekten freundlichen blühenden Pflanzenarten. In diesem Beitrag findet ihr 35 davon. Die gewählten Arten sind sehr einfach zu pflegen und werden teilweise auch Eurer Ernährung auf sehr gesunde Art und Weise bereichern können.
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Der weltweite Einsatz von Pestiziden und anderen Giftstoffen, die intensiv genutzten Landwirtschaftsflächen sowie die abnehmende Biodiversität der natürlichen Flora durch Verschmutzung und Flächenversiegelung, hatte in den letzten Jahrzehnten ein zunehmendes Insektensterben zur Folge. Insbesondere Bienen, Hummeln und Schmetterlinge aber auch unzählige andere Insekten sind in ihren Beständen deutlich zurückgegangen. Etliche Wildbienenarten sind in einigen Gegenden kaum noch anzutreffen und teils sogar vom Aussterben bedroht. Ich bin in den 1980er Jahren geboren und kann auch subjektiv feststellen, dass sich die Dichte an Insekten seit Mitte der 90er Jahre deutlich verringert hat. Einige der schönsten Schmetterlingsarten, Marienkäfer, Rosenkäfer, Hirschkäfer und etliche Wildbienen und Hummeln kann man heute viel seltener antreffen. In den neumodischen, hässlichen und ökologisch katastrophal wirkenden grauen Steinwüstengärten mit unterlegter schwarzer Folie und bestenfalls Buchsbaumbepflanzung findet kaum Leben statt. Auch auf den vielen sauber geleckten Rasenflächen kann für die Tiere weder ein Lebensraum, noch Nahrung gefunden werden. Wer den Bienen und Insekten etwas Gutes tun will, der kann in seinem Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon etliche verschiedene Blumen, Kräuter, Wildpflanzen und Obst und Gemüsearten anbauen, die den Bienen und Insekten als reichhaltige Nahrung dienen und ihnen das Überleben und die Möglichkeit zur Vermehrung sichern.



15 ideale Blumen- und Wildblumen für Bienen

  • Ringelblume (Kann auch zu Tee und Salben verarbeitet werden)
  • Winterlinge (Als erste Nahrungsquelle für Insekten im zeitigen Frühjahr ideal)
  • Krokusse (Ebenfalls eine der ersten und bedeutenden Nektarquellen vor allem für Hummeln)
  • Kapuzinerkresse (Blätter, Knospen und Blüten sind bei den meisten Sorten essbar)
  • Veilchen (Bei einigen Sorten sind die Blüten ebenfalls zum Verzehr geeignet)
  • Säckelblumen (Bilden sehr große, reich blühende Sträucher und werden von Hummeln und Bienen geliebt)
  • Akelei (Äußerst farbenfrohe und vielfältige Art)
  • Löwenzahn (sollte wenigsten in ein paar Ecken des Gartens stehen bleiben dürfen, er ist vollständig essbar und eine vitalstoffreiche Heilpflanze!)
  • Vogelmiere (Für die meisten Menschen leider ein Unkraut, sie bietet aber gerade Kleinstinsekten reichhaltige Nahrung und kann ebenso als vitaminreicher Vogelmieren Salat gegessen werden)
  • Schafgarbe (Eine traditionelle Heilpflanze, die oft als Unkraut gejätet wird)
  • Astern (Sind nicht nur schön anzusehen, sondern auch bei Bienen, Hummeln und anderen Insekten beliebt)
  • Kornblumen (Es gab früher viel mehr davon, heute sind sie auf den mit Herbiziden verseuchten und konventionell bearbeiteten Äckern seltener geworden)
  • Sonnenblumen (Der Klassiker den jedes Kind kennt. Die Blume ist ebenfalls ein Insektenmagnet)
  • Waldreben (Sind stark rankende und reichhaltig, farbenfroh blühende Pflanzen)
  • Seidenpflanzen (Sind nicht nur reich an Nektar, sondern auch an großen Mengen von Pollen)
Die Kapuzinerkresse ist nicht nur für Bienen und Hummeln eine beliebte Nektarquelle, sondern auch in Salaten oder als Dekoration für den Menschen essbar.

Leider werden gerade viele Wildblumenarten als Unkraut einfach herausgerissen oder mit für Pflanzen und Insekten tödlichen Spritzmitteln beseitigt. In den „ordentlichen“ und nahezu sauber geleckten Rasenflächen nach amerikanischem Vorbild sind Löwenzahn, Vogelmiere und Schafsgarbe fehl am Platz. Gerade aber diese Pflanzen helfen Bienen und Insekten dabei zu überleben. Es sind nicht nur die großen Konzerne allein daran schuld, dass die Artenvielfalt zurückgeht. Auch Besitzer von toten, grauen Geröllgärten oder gespitzten und „Unkraut“ freien Ziergärten, tragen bewusst oder unbewusst ihren Beitrag zum Bienen- und Insektensterben bei.

Tipp: Wer statt einzelner Blumen gleich eine Bienen freundliche Blumenmischung für größere Flächen oder zur jährlichen Nachsaat kaufen möchte, dem kann ich folgende Empfehlungen für jeweils 20m²*, 100m²* und 1000m²* geben. Ansonsten lohnt auch ein Blick bei Baldur Garten* (Die haben sehr schöne Stauden und Blumenraritäten!) oder GartenXXL*.

10 Nektareiche gezüchtete Kräuter sowie Wildkräuter für Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten

  • Boretsch (Ist auch als „Gurkenkraut“ bekannt und extrem bliebt bei allen Bienen und Hummelarten sowie Kleinstinsekten)
  • Schnittlauch (Die Schnittlauchblüte ist essbar und sieht dabei auch noch wunderschön aus. Sie dient als Nahrungsquelle für Hummeln und Bienen in den Monaten April bis Juni)
  • Kamille (Als Heilpflanze schon den Kleinsten zur Beruhigung bekannt und reich blühend)
  • Lavendel (Er riecht nicht nur fantastisch gut, sondern lockt auch unzählige nektarliebende Insekten an)
  • Thymian (Egal ob als Heilkraut bei Erkältungen, oder als Würzmittel für leckere Suppen, Soßen und Wildgerichte, dient er auch während der Blüte als Nahrungsquelle für Insektenarten)
  • Rosmarin (Trägt kleine aber nektarreiche Blüten, die vor allem auch bei Hummeln beliebt sind)
  • Brennnesseln (Die Brennnessel sollte auch wen sie weniger Freunde hat in einigen Ecken des Gartens stehen bleiben dürfen. Schmetterlinge lieben sie, genau wie Beinen und Hummeln. Zudem ist sie z.B. als Salat oder Suppe essbar und äußerst gesund. Vor allem was ihren Vitamin C und Magnesiumgehalt angeht. Auch als Smoothie-Zutat kann man sie ausgezeichnet verwenden. Brennnesseln können unter Einhaltung einiger weniger Sicherheitsmaßnahmen roh verzehrt werden!)
  • Bohnenkraut (Es eignet sich nicht nur als kräftiges Gewürz zu Bohnensalaten und Wildgerichten, sondern auch als Futterquelle für allerhand Insekten)
  • Minze (Blüht mit sehr hübschen kleinen Blüten und ist von Weitem her recht unscheinbar. Sie kann als klassischen Tee oder Getränkeeinlage sowie für Minz-Dips genutzt werden)
  • Ysop (Ist ein prächtig blau blühendes und nektarreiches Kraut mit leicht bitter- aromatischem Geschmack)
Der Boretsch zieht auf seine hübschen blauen Blüten unzählige Wildbienen an.

Kräuter sind nicht nur wegen ihres meist sehr hohen Vitamingehalts, ihrer enthaltenen Mineralstoffe und Spurenelemente besonders gesund, sondern auch wegen ihrer vielen sekundären Pflanzenstoffe wie ätherischen Ölen, Bitterstoffen und Flavonoiden. Für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge sowie etlichen Kleinstinsekten, sind die meist recht kleinen Blüten ein echtes Paradies.

5 Gemüsesorten die Bienen und Hummeln lieben

  • Radieschen (In den meisten Gärten werden Radieschen bevor sie überhaupt in die Nähe ihrer Blüte kommen abgeerntet. Lasst beim nächsten Mal einfach 4-5 Pflanzen stehen und staunt über die Blütenpracht die Insekten anlockt. Nebenbei kann man so auch etliche Radieschen Samen für das kommende Jahr gewinnen)
  • Tomaten (Die kleine gelben Blüten sind bei vielen Insektenarten sehr beliebt und werden gerne besucht)
  • Lauchzwiebeln (Ich ernte meist nur den grünen Teil der Lauchzwiebel, lasse sie dann wachsen und ausblühen. Vor allem große Hummeln stürzen sich auf diese eher unscheinbaren jedoch sehr großen Blütenstände. Im Folgejahr, meist bereits schon im Winter kann dieselbe Pflanze mehrmals erneut geerntet werden)
  • Zucchini (Ohne die Bestäubung von Insekten trägt die Zucchini keine Früchte. Die besonders großen männlichen Blüten werden daher von allerhand verschiedener Arten zur Pollen- und Nektargewinnung genutzt)
  • Grünkohl (Auch der Grünkohl kommt eher selten in den Gärten zur Blüte. Dennoch sollte man allein schon aufgrund der großflächigen gelben Blütenpracht einen Versuch zulassen, die Tiere werden es einem Danken)
Auch die Tomate braucht Insekten damit sich später Früchte bilden können.

Der überwiegende Teil der Gemüsearten braucht Insekten für die Bestäubung. Einige Radieschen, Grünkohlpflanzen oder auch Lauchzwiebeln und Salate sollte man einfach stehen und „schießen“ lassen, damit sie blühen können. Die Blüten ziehen etliche Bienen und Hummeln an, die dann gleichzeitig auch weitere Gemüse- und Obstpflanzen im Garten befruchten können.

5 Obstblüten als Nahrungsquelle für Insekten

  • Himbeeren (Blühen relativ unscheinbar mit weißen bis leicht rosafarbenen Blüten, werden aber von Bienen und Hummeln geliebt)
  • Brombeeren (Auch bei der Brombeere sind die Blüten eher unscheinbar, jedoch Nektar und Pollenreich
  • Äpfel (Apfelbäume sind mit ihrem endlos umgebenden Summgeräuschen durch Bienen und Hummeln ein Inbegriff des Sommers. Ausgewachsene Apfelbäume sind während der Blüte eine schier unerschöpfliche Nektar- und Pollenquelle
  • Zwetschgen (In meinem Garten steht ein kleiner Säulenobstbaum, eine Zwetschke. Diese wird jedes Jahr von etlichen Bienen und Hummelarten belagert. Selbst richtig dicke Brummer hängen sich an die kleinen Blüten, die dann später im Verhältnis zur Größe des Baumes Unmengen an Früchten tragen)
  • Kirchen (Die Kirschblüte lockt ebenfalls Jahr für Jahr Nektar hungrige Bienen, Hummeln und andere Insekten an)

Bienenfreundliches Säulenobst lässt sich sogar auf Terrassen und Balkonen in großen Blumenkübeln anbauen. Bei Säulenobstbäumen drängen sich die Blüten auf einer sehr kleinen Fläche und ziehen so etliche Bienen und Hummeln an. Der Ertrag solcher kleinen Obstbäumchen ist nicht zu verachten. Meine Säulen-Zwetschge im Garten bringt es auf gut 3-4 Kilo Ertrag pro Jahr, bei etwas über zwei Meter Höhe und nur 80cm Breite!

Buch-Tipp vom Autor: Eines der interessantesten Bücher die ich bisher gelesen habe:
Endloses Bewusstsein*

Medizinische Fakten zur Nahtoderfahrung - Geschrieben von Kardiologe Pim van Lommel aus wissenschaftlicher Sicht, mit jahrelanger Dokumentation von klinischen Todesfällen und ausführlichen Befragungen der Betroffenen nach der Reanimation.


Fazit:
Neben den 35 blühenden Blumen und Pflanzen Empfehlungen für einen Bienen und Insekten gerechten Garten, gibt es natürlich noch unzählige weitere Arten, die dem Insekten- und Bienensterben entgegenwirken können und die Tiere aktiv unterstützen. Der generell vollständige Verzicht auf Pestizide, Herbizide und andere synthetische Chemikalien im Garten sollte natürlich absoluter Standard sein. Es gibt genug natürliche, effektive und schonendere Alternativen. Das betrifft auch die Art der Düngung. Ein Kunstdünger ist für einen biologisch betrieben Garten nicht nötig und guter Kompost sowie Brennnesseljauche reichen bereits vollkommen aus. Zusätzlich kann man den Bienen und Schmetterlingen mit einem hochwertigen Bienenhotel oder auch einem speziellen Insektenhaus eine zusätzliche Möglichkeit zu Vermehrung bieten. Es muss auch nicht teuer sein. Für Wildbienen, Hummeln und andere Insekten reichen bereits seitlich angebohrte Baumstämme oder ausreichend dicke Baumscheiben mit verschieden großen Löchern (ideal 6er, 7er und 8er Bohrer abwechselnd nutzen). Diese zeitlich begrenzten Unterkünfte und Eiablageplätze sollten geschützt und sonnig- bis halbschattig aufgestellt werden. Wesentlich mehr zum Insekten- und Bienenhotels findet ihr auch unter diesem passenden Beitrag.

Zum Thema weiterführende Informationen und zusätzliche interessante Beiträge:


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Über Marco Eitelmann 379 Artikel
Hier schreibt Marco Eitelmann seit Oktober 2014 über die Themen: Gesundheit, Ernährung, Natur und Umwelt. Qualifikation des Autors: Ich habe über 15 Jahre Berufserfahrung im Lebensmittelhandel in Führungsposition gesammelt. Zuständig war ich für die Bereiche mit hoher Sensibilität in Bezug auf Qualität und Frische wie Fisch, Käse, Sushi, Salat- und Antipasti Bar sowie die hauseigene Lebensmittelherstellung in Form von frisch produzierten Convenience-Sortimenten. Damit einher ging die HACCP Kontrolle, sowie die Überwachung der Hygienebestimmungen und Lebensmittelsicherheit, mit Verantwortlichkeit für Schulungen im Bereich Infektionsschutzbelehrung, Hygienekonzepte und der Arbeitssicherheit zum Schutz der Gesundheit von Mitarbeitern und Kunden. Privat verbringe ich meine Zeit am liebsten in der Natur und habe mir viel Wissen über Pflanzen, Pilze und Heilkräuter angeeignet. Ich meditiere täglich und mache regelmäßig Qi Gong.

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