Textilfaser „Lyocell“ – Seinen synthetischen Konkurrenten überlegen und umweltfreundlicher als Baumwolle?

Viele Matratzen bestehen aus unterschiedlichen synthetischen Stoffen, Baumwollanteilen und für viele Allergiker äußerst problematischen chemischen Zusammensetzungen, welche insbesondere auch für Milben und Bakterien einen idealen Nährboden bieten.

Lyocell – auch unter dem Markennamen „Tencel“ bekannt – ist eine Pflanzenfaser, die hauptsächlich aus dem Holz von Eukalyptusbäumen gewonnen wird. Als Hauptanbaugebiet der schnell wachsenden Baumart gelten vor allem die Plantagen in Südafrika. Als Stoff für Textilprodukte wurde Lyocell erst in den 1990er Jahren entdeckt und hat sich seitdem als „Wunderfaser“ einen herausragenden Ruf erarbeitet. Der Grund dafür ist, dass Lyocell über hervorragende Textileigenschaften verfügt, die in vielerlei Hinsicht von Nutzen sind. Außerdem ist Lyocell viel resistenter gegen Milben und Bakterien als vergleichbare Textilstoffe und dabei gleichzeitig hypoallergen, sodass das Naturprodukt bedenkenlos auch von Menschen mit Hausstauballergie verwendet werden kann. Schließlich trägt Lyocell, wenn es nachhaltig und ökologisch produziert wurde viel zum Umweltschutz bei und reduziert nebenbei auch den Anteil der möglichen Wohngifte im Haus.

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Die Herstellung der Lyocell -Faserstoffe
Zunächst werden aus dem Eukalyptusholz kleine Schnipsel geschnitten, die in einer aus Aminoxiden bestehenden Lösung eingeweicht werden, um den Zellstoff herauszudestillieren. Die Zellulose wird nun mit N-Methylmorpholin-N-oxid und Wasser gemischt, sodass ein Zellstoffbrei entsteht, der wiederum in einem Vakuum erhitzt wird. Der Brei verliert dadurch an Wasser. Daraufhin setzt ein Pressvorgang ein, indem die Spinnlösung durch Spinndrüsen gepresst wird, woraufhin diese in ein Spinnbad gelangt. Dieser Prozess wird solange durchgeführt, bis sich der Zellstoff löst und sich eine Spinnlösung bildet, deren Fasern nun zu Garn gesponnen oder weiterverarbeitet werden.

Lyocell hat erheblich bessere Materialeigenschaften als viele seiner Konkurrenten
Der Kern des Erfolges von auf Lyocell basierten Fasermaterialien liegt in der Eigenschaft, dass der Stoff kühlend und wärmend zugleich ist. Bei hohen Temperaturen fühlt sich der Stoff leicht und kühl an, während er bei niedrigen Temperaturen wärmt. Des Weiteren handelt es sich bei Lyocell um einen atmungsaktiven Stoff, der durch seine optimale Fibrillenstruktur Feuchtigkeit und Wasserdampf sehr gut absorbiert und schnell wieder an die Atmosphäre abgibt. Dadurch eignet sich Lyocell sehr gut als Sportkleidung oder Bettware, zumal Lyocell über ein selbstregulatives natürliches Lüftungssystem verfügt und damit die Kriterien einer gesunden Schlafhygiene problemlos erfüllt. Nutzer von Lyocell schätzen auch den angenehmen Tragekomfort mit hoher Anschmiegsamkeit, die an Seide erinnert. Weitere Vorteile von Lyocell sind die geringe Knitterneigung sowie die Pflegeleichtigkeit bei schneller Trocknung. Das Lyocell wird einfach in eine Waschmaschine bis 60 Grad gesteckt und sieht danach wieder wie neu aus. Lyocell wird in zahlreichen Faserstärken angeboten und bietet damit einen gut angepassten und individuellen Komfort.

Lyocell – Ein Stoff bestens geeignet für Allergiker
Die sehr hohe Feuchtigkeitspufferkapazität und Wasserdampfaufnahme trägt zu einem weiteren positiven Effekt von Lyocell bei. Da bei diesem Stoff die Feuchtigkeit sofort ins Faserinnere geleitet und ebenso schnell wieder abgegeben wird, entsteht in seinem Innern kaum ein Feuchtigkeitsfilm, welcher der Nährboden von Milben und Bakterien ist. Das Entstehen dieser winzigen Organismen und Keime wird bereits im Ansatz deutlich reduziert. Somit ist Lyocell auch in dem Bereich der Erreger-Prophylaxe anderen Stoffen wie Polyamid, Polyester, Polypropylen und Baumwolle signifikant überlegen. Allergiker profitieren am meisten davon, jedoch ist ein geringere „Mitbewohner-Dichte“ im Bett wohl für jeden Menschen willkommen.

Eukalyptusholz – Lyocell – und der Umweltschutz…
Lyocell gehört aus verschiedenen Gründen zu den ökologischen Stoffen, die viel für den Umweltschutz leisten. Dies hängt zum einen mit dem genutzten Stoff aus den Eukalyptusbäumen zusammen, die schnell wieder nachwachsen, sodass der Produktionsprozess unter nachhaltigen und ökologischen Anbaubedingungen relativ umweltschonend ist. Zudem spricht für die Nutzung der Eukalyptusbäume, dass diese für ihre Existenz nicht auf massenweise Pestizide und eine übermäßige Bewässerung – wie es z.B. bei genetisch veränderten Baumwollpflanzen der Fall ist – angewiesen sind. Des Weiteren müssen weit weniger Bäume gefällt werden als bei vergleichbaren Stoffen aus Holz und Rinde, weil die Faserausbeute aus den Eukalyptusbäumen die Faserausbeute anderer Stoffe um das durchschnittlich Fünf- bis Sechsfache übertrifft. Zum anderen wird bei der Herstellung zugleich weitaus weniger Wasser verbraucht, als dies bei vergleichbaren Stoffen der Fall ist. Der Wasserverbrauch von Lyocell liegt zum Beispiel im Vergleich zur Baumwolle nur zwischen 5 und 10 Prozent. Auch die spätere Entsorgung der auf Eukalyptusholz basierenden Produkte ist wesentlich umweltfreundlicher als bei ihren synthetischen Konkurrenten.

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Fazit:
Sowohl aus gesundheitlichen Gesichtspunkten (nicht nur für Allergiker), sondern auch aus der Sicht der Umwelt sind auf Eukalyptusfasern basierte Lyocell Textilien sinnvoll. Wichtig ist es jedoch beim Kauf auf nachhaltiges und ökologisch angebautes Eukalyptusholz zu achten. Eukalyptusplantagen können bei einer guten und somit ökologisch einwandfreien Bewirtschaftung erhebliche Mengen an Wasser und Pestiziden im Vergleich zu Baumwollanpflanzungen sparen. Die Aufnahmefähigkeit von Wasserdampf, Schweiß und Feuchtigkeit und die ideale Luftzirkulation und wieder Abgabe der Feuchtigkeit ist neben dem Umweltgedanken im Vergleich zu synthetischen Stoffen diesen in vielerlei Hinsicht überlegen. Neben Eukalyptusholz können auch andere Bäume als Ausgangsrohstoff zur Herstellung von Lyocell /Tencel  Produkten verwendet werden, z.B. relativ schnell wachsende Buchen. Egal welche Baumart zur Herstellung verwendet wird, es sollten die Endprodukte immer gesondert Schadstoffgeprüft sein und ebenso durch nachhaltige sowie ökologisch einwandfreie Forstwirtschaft erwirtschaftet werden.

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