Warum schlafen wir Menschen? Wieviel Schlaf ein Erwachsener mindestens braucht und warum zu wenig oder zu viel Schlaf ungesund ist?

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Beitrag überprüft und zuletzt aktualisiert am 9. Juli 2019

In der heutigen, für viele Menschen meist sehr stressigen Gesellschaft, Freizeit- und Arbeitswelt schlafen wir oft viel zu wenig. Auch ich schlafe recht unregelmäßig, habe auch gerade früher schon öfter „durchgemacht“ und an etlichen Tagen nur 3-4 Stunden geschlafen. Natürlich weiß ich, dass dies dumm und gesundheitsschädlich ist und wohl ohne meinen restlichen Lebenswandel vielleicht sogar schon zu ernsteren Konsequenzen hätte führen können. Das Problem ist auch nicht nur der wenige, sondern auch der unregelmäßige Schlaf. Unter der Woche schläft man meist wenig, am Wochenende dann auch mal 10-12 Stunden am Stück. Immerhin besser als mit dem kaputten und müden Körper auch noch die ganzen Wochenendnächte durch „Party“ zu machen. Sowohl zu wenig als auch zu viel Schlaf sind ungesund, doch was ist die ideale Schlafmenge für einen Erwachsenen. Stimmt es das ältere Menschen ohne Probleme mit weniger Schlaf auskommen und wie sieht das bei Babys und Kindern aus? Auch wenn jeder seine individuelle Schlafzeit hat, so sollte sie zumindest nah an dem liegen, was man wirklich als ausreichenden Schlaf bezeichnen kann.

Warum schlafen wir Menschen überhaupt?
Der Schlaf hat seinen Sinn und ist ein äußerst komplexer und wichtiger Vorgang, welcher unseren gesamten Körper betrifft. Vom Hormonsystem, dem grundlegenden Immunsystem bis hin zum Gehirn, welches in der Schlafphase die Daten und Eindrücke des Tages verarbeitet, ist der Schlaf für den Menschen unumgänglich und würde bei längerem Komplettentzug zum Tod führen. Durch massiven Schlafmangel und künstlichen Entzug bricht der Körper nach einige Zeit förmlich zusammen, selbst schwere Halluzinationen treten bei langfristigen „Schlafabhalteexperimenten“ auf, oft gefolgt von Kontrollverlust und starken Aggressionen. Gehirn und Herz machen das nicht lange mit und es kommt bereits vorher zu den weiter unten aufgeführten „Nebenwirkungen durch Schlafmangel“. Wissenschaftlich zu 100 Prozent geklärt ist selbst zu Beginn des 21. Jahrhunderts die Funktion des Schlafens noch immer nicht. Auch der Verbrauch an Kalorien oder allgemein Energie ist im Schlaf nicht etwas wie früher behauptet bei null, oder sehr gering, nein er liegt knapp unter Tagesniveau bei geringer körperlicher Beanspruchung. Das Immunsystem regeneriert und arbeitet nur bei ausreichenden Schlafzeiten richtig gut. Ebenso werden die Psyche und auch die Wundheilung des Körpers im Schlaf gestärkt. Die verbesserte körperliche Regenerationsfähigkeit wird durch die Ausschüttung von Wachstumshormonen begünstigt.



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Wieviel Schlaf braucht ein Erwachsener und andere Personengruppen überhaupt?
Während Babys und Kleinkinder noch sehr viel Schlaf benötigen und ohne Bedenken bis zu 18 Stunden und mehr am Tag schlafen (Babys), sind es bei Jugendlichen nur noch gut 9 Stunden „empfohlene“ Schlafdosis. Im Erwachsenenalter werden es dann die oftmals erwähnten 7-8 Stunden nächtliche Ruhephase die inzwischen als Idealbild gilt. Wer 7,5 Stunden täglich entspannenden und ruhigen Schlaf findet, der macht zumindest nicht viel falsch was seine gesunden Schlafgewohnheiten betrifft. Das heißt nun nicht das Personen mit 6 oder 9 Stunden Schlaf krank sind oder sich ungesund verhalten. Die Schlafenzeit ist individuell. Solange man nicht jeden Tag weit über 10 Stunden, oder deutlich unter 5 Stunden schläft, ist alles noch Ordnung. Bei langfristig weniger oder mehr Schlaf, welcher nicht freiwillig entstanden ist, sollte man besser einen Arzt aufsuchen, es könnten dann tatsächlich gesundheitliche Probleme vorliegen, denn gerade über Schlafprobleme klagen viele Menschen in der schnelllebigen und stressigen Zeit von heute. Viele ältere Menschen kommen nach Befragungen tatsächlich freiwillig auch mit weniger als 7 Stunden Schlaf problemlos aus.


Was passiert bei zu wenig Schlaf mit unserem Körper und der Gesundheit und gibt es gesundheitliche Langzeitschäden durch zu geringe Schlafenszeiten?
Zu wenig Schlaf führt über längere Zeit zu vielen negativen gesundheitlichen Auswirkungen und kann sogar zu direkten Krankheiten beitragen. Neben diesen Nebenwirkungen werden auch bestehende Krankheiten und ihre Symptome oftmals noch verstärkt. Auch potentielle Krankheitsrisiken erhöhen sich. So kann ein langfristiger Schlafentzug bzw. aktiver Schlafmangel je nach Ausprägung zu folgenden Krankheiten und Symptomen führen:

(Kurzfristige und langfristige gesundheitliche Auswirkungen von zu wenig Schlaf)

Kurzfristig:

  • allgemeines Unwohlsein
  • Augenbrennen
  • Gereiztheit
  • eingeschränkte Konzentrationsfähigkeit
  • Antriebslosigkeit
  • Müdigkeit
  • Herzrhythmusstörungen
  • erhöhtes Kälteempfinden

Langfristig:

  • Herz- Kreislaufprobleme
  • dauerhaft verminderte Leistungsfähigkeit über den Tag
  • begünstigend für Herzinfarkt
  • kann mit begünstigend für Schlaganfall sein
  • Herzrhythmusstörungen
  • Verstärkt Burnout Syndrom
  • Depression
  • erhöhte Diabeteswahrscheinlichkeit
  • erhöhte Krebswahrscheinlichkeit
  • schlechtere Verdauungs- und Stoffwechselfunktion

Kann auch zu viel Schlaf negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben?
Wer täglich zu lange schläft, der kann ebenfalls negative Auswirkungen wie Trägheit, Müdigkeit (trotz sehr viel Schlaf), oder auch generelle Antriebslosigkeit verspüren. Auch für das Herz- Kreislaufsystem und die Verdauung sind extrem lange Schlafzeiten von über 12 Stunden auf langfristiger Ebene nicht förderlich, insbesondere dann, wenn man sich auch tagsüber kaum bewegt und bei der Arbeit nur im Büro sitzt.


Fazit:
Ein ausreichender und vor allem entspannter Schlaf ist extrem wichtig. Ich arbeite ständig auch bei mir selbst daran oder habe zumindest den Willen regelmäßiger und länger unter der Woche zu schlafen. Meist halten mich aber Arbeit und stressige Alltagssituationen und viele Gedanken davon ab. Auch Selbstdisziplin gehört dazu, welche ich in diesem Bereich nur wenig habe. Aber wer kennt das nicht, wenn man mal endlich Zeit hat richtig zu schlafen und nichts arbeiten muss, dann geht viel Zeit für Hobbys und Co drauf. Bei mir waren es die letzten 20 Jahre vor allem Computerspielen und Dokus im Fernsehen schauen. Wenigstens unnützes Zeug und nächtliches herum Switchen im TV habe ich mir fast komplett abgewöhnt. Nächte ohne Schlaf wurden bei mir auch deutlich weniger, ich versuche sie in Zukunft ganz zu vermeiden, denn gesund sind sie definitiv nicht. Das miese Gefühl weit mehr als 24 Stunden wach zu sein, dürfte jedem der es schon einmal durchgezogen hat negativ in Erinnerung bleiben. Mein Rekord im Wachbleiben, auf den ich heutzutage nicht mehr stolz bin sind übrigens knapp 38 Stunden, „die alten Gamer Zeiten halt“. Was war euer „trauriger“ oder „stolzer“ Rekord? (die Kommentarfunktion weiter unten wird gerne genutzt:-))

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Autor: Marco Eitelmann

Mein Name ist Marco Eitelmann und ich schreibe hier seit Gründung dieser Webseite im Jahr 2014 hauptsächlich über die Themen: Gesundheit, Ernährung sowie Natur- und Umwelt. Mein Wissen in diesen Bereichen stammt aus meiner inzwischen fast 20 jährigen Berufserfahrung im Lebensmittelhandel und der Nahrungsmittelproduktion und durch ständige Fortbildung im Ressort Ernährung sowie der ausgiebigen Lektüre von mittlerweile weit über 200 Fachbüchern aus den Bereichen Medizin und Naturwissen.

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