Was genau ist eine Schlafapnoe und wie gefährlich sind diese Atemaussetzer im Schlaf?

Fast jeder Mensch kennt Jemanden der nachts „gerne“ laut schnarcht oder ist selbst von unterschiedlich lautem Schnarchen betroffen. Wer hin und wieder diese Schnarchgeräuche von sich gibt oder kurze Zeit nachts leise vor sich hinschnarcht, der hat in der Regel nichts Negatives zu befürchten. Bei extrem lauten Schnarchen mit zwischenzeitlichen starken Aufschrecken mitten im Schlaf, ist jedoch langfristig nicht zu spaßen. Nicht nur das dieses Aufschrecken auf eine ausgeprägte Schlafapnoe (Atemaussetzer im Schlaf) hinweisen kann, sondern auch das dadurch der Schlaf an sich und vor allem die so wichtige Schlafqualität erheblich leidet. Was genau eine sogenannte Schlafapnoe ist, wie gefährlich sie werden kann und auch was man eventuell dagegen tun kann, erfahrt ihr in diesem Beitrag. Einen wichtigen Hinweis vorab möchte ich allerdings direkt geben. Wenn ihr eine Schlafapnoe habt, oder auch nur den Verdacht darauf, dann sucht bitte einen geeigneten Facharzt dazu auf. Dieser Beitrag bietet wie immer nur gesammelte Informationen aus dem Netz und kann keinen Arztbesuch ersetzten, zudem stellt er keine medizinische Beratung dar, sondern nur eine Zusammenfassung des Themas aus im Netz und Büchern gesammelter Informationen.


(Schlecht geschlafen und morgens kaum wach? Wer in der Nacht oft im Bett mit lauten Schnarchgeräuchen hochschreckt, der sollte sich an einen Arzt wenden, nicht selten kann hinter dem Hochschrecken ein oder mehrere deutliche Atemaussetzer, oder in der Fachsprache eine „Schlafapnoe“ stecken.



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Was ist eine Schlafapnoe und wie entsteht sie?
Zeitweilige Atemstillstände kurz auch als „Apnoen“ bezeichnet können einmalig oder mehrfach in der Nacht bzw. generell beim Schlafen auftreten. Diese Aussetzer der Atmung können von wenigen Sekunden, bis über eine Minute betragen und somit je nach Häufigkeit und Dauer der einzelnen Aussetzer zu erheblichen gesundheitlichen Problemen führen, vor allem langfristig!
Unter dem Link: http://www.schlafapnoe-hilfe.de/ habe ich im Bereich „Definition der Schlafapnoe“ eine sehr gute Beschreibung gefunden. Die eigentlichen Schlafapnoen unterscheidet sich meist in zwei Hauptformen und einer eher seltenen Form:

Die Häufigste Form der Schlafapnoe (OSAS)
Unter der Abkürzung OSAS verbirgt sich das „obstruktive Schlafapnoe-Syndrom“. Hierbei tritt das Problem der Atemaussetzer durch eine zu starke Entspannung der Ringmuskulatur der oberen Atemwege auf. Der nötige Unterdruck der für eine gute und tiefe Atmung notwendig ist fehlt, dieser ist allerdings wichtig um beim Einatmen genug Sauerstoff in Lunge und somit Bronchien zu bekommen. Durch die entstandene Behinderung der oberen Atemwege und des fehlenden Unterdrucks kommt es so zu Atemaussetzern und einer Unterversorgung von Sauerstoff, was zu erheblicher Beeinträchtigung des Schlafes und seiner Qualität führt.

Das „Upper Airway Resistance Syndrom“ kurz (UARS)
Hier sind die Muskeln im oberen Atemwegsbereich noch in Ordnung, entspannen also nicht zu stark. Es kommt jedoch aufgrund vermehrter Atemanstrengungen ebenfalls zu Aufwachsituationen während der Schlafphase.

Selten ist das zentrale Schlafapnoe-Syndrom (ZAS)
Diese Art der Schlafapnoe wird durch Schädigungen des zentralen Nervensystems hervorgerufen, insbesondere in Bezug auf das Atemsystem. Es kann vielfältige Ursachen haben, welche von erblicher Vorbelastungen bis hin zu schwerwiegenden Erkrankungen wie z.B. eine Borreliose-Infektion hervorgerufen werden kann.

Ursachen und Risiken an einer Schlafapnoe zu erkranken
Es gibt etliche Möglichkeiten, welche das Risiko auf eine solche Krankheit erhöhen. Ich möchte hier unterteilen, in das was man vermeiden sollte, um eine geringere Wahrscheinlichkeit auf solche nächtlichen Atemaussetzer zu bekommen und zwischen den Auslöser die es daneben gibt, welche meist nicht direkt beeinflussbar sind.

Was man unbedingt meiden sollte, um das Risiko an einer Schlafapnoe zu erkranken zu reduzieren oder bei bestehender Apnoe ggf. sogar den Zustand zu verbessern:

  • Auf keinen Fall Rauchen
  • Keinen Alkohol trinken
  • Ecstasy und ähnliche Drogen völlig meiden!
  • Schlafmittel ggf. absetzen (Nur nach Rücksprache mit einem Arzt!)
  • Übergewicht deutlich reduzieren

Weitere Einflüsse auf die Wahrscheinlichkeit für Schlafapnoen

  • Polypen
  • Nasenscheidenwandverkrümmungen
  • Erbliche Vorbelastung
  • Vergrößerte Rachenmandeln
  • Erschlaffung der Rachenmuskulatur
  • Diverse Bindegewebskrankheiten
  • Fehlbildungen des Unterkiefers
  • Krankheitsbedingte Vergrößerungen der Zunge

Seltene bis sehr seltene Einflüsse, welche eine Schlafapnoe begünstigen oder auslösen können

  • Nebenwirkungen von Medikamenten
  • Herzprobleme
  • Ganz selten ein Hirntumor (in diesem Fall beim ZAS – zentrale Schlafapnoe-Syndrom), diese Wahrscheinlichkeit ist jedoch selbst beim seltenen ZAS wiederum äußerst selten!

Mögliche Symptome einer Schlafapnoe
Während die Ursachen bzw. Risiken die eine Schlafapnoe begünstigen sehr breit gefächert sind, gibt es bei den Symptomen der Krankheit einige Indizien, die für eine Schlafapnoe sprechen könnten. Gewissheit kann jedoch auch hier nur ein Arztbesuch bringen. Unter anderem können Menschen mit den Atemaussetzern während des Schlafes an folgenden Beschwerden leiden:

  • Unruhiger Schlaf und Durchschlafstörungen
  • Tagesmüdigkeit und Sekundenschlaf am Tag
  • Trockener Mund nach dem Aufstehen
  • Verstärktes nächtliches Wasserlassen
  • Depressive Verstimmungen
  • Impotenz
  • Kopfschmerzen nach dem Aufstehen
  • Nachtschweiß
  • Konzentrationsstörungen
  • Schwindel nach dem Aufwachen

Langfristige gesundheitliche Folgen die aus einer unbehandelten Schlafapnoe entstehen können
Es ist äußerst wichtig, sich bei Verdacht auf diese Erkrankung in Behandlung zu begeben, denn die nächtlichen Atemaussetzer haben vor allem langfristig erhebliches Gefahrenpotential und Folgeerkrankungen für den Körper im Gepäck. Je länger die Dauer der Atemaussetzer und je öfter diese auftreten, desto wahrscheinlicher können die Risiken für folgende Erkrankungen werden:

  • Bluthochdruck
  • Herzinfarkt
  • Schlaganfall
  • Depressionen
  • Hirnschäden

(In Verdacht ist auch eine erhöhte Wahrscheinlichkeit auf einen Hörsturz oder Tinnitus, sowie eine ebenso erhöhte Wahrscheinlichkeit für Magengeschwüre und Diabetes Typ 2)

Behandlung und Therapie bei einer Schlafapnoe
Es gibt unzählige Möglichkeiten bei einer solchen Krankheit gegenzusteuern. Zunächst sollten die stark begünstigenden Ursachen schnellstmöglich abgestellt werden. Diese sind vor allem das Rauchen, starker Alkoholkonsum und Übergewicht. Bei schwereren und nicht auf diese Art verbesserbaren Verläufen kann auch eine Operation helfen. Nach Abklärung mit einem Arzt kann auch ein sogenanntes CPAP Gerät* helfen. Daneben gibt es noch unzählige weitere Möglichkeiten den Atemaussetzern zumindest eine mögliche Milderung zu verschaffen. Diese reichen von einfachen Anti Schnarchmasken über Nasenklammern, bis hin zu Magnetfelddecken oder der Behandlung mit sanften Arzneimitteln aus der Homöopathie bis hin zur Anwendung ätherischer Öle. Was hier Sinn macht, kann auch wieder nur im individuellen Fall ein Arzt entscheiden. Einige der Therapiemöglichkeiten haben nämlich offiziell keine nachgewiesene Wirksamkeit gegen die Apnoe bestätigt bekommen, einige können sich sogar negativ auswirken, weshalb auch hier vorher eine echte medizinische Beratung unbedingt notwendig ist! Auch möglich wäre vor allem bei starkem Stress, das Erlernen und Umsetzen einer regelmäßigen Meditation oder von Entspannungsübungen vor dem Schlafengehen. Diese können unter Umständen auch die Schlafqualität maßgeblich positiv beeinflussen.



Fazit:
Wer sich in der Nacht mit Atemaussetzern herumquält oder den Verdacht hat an einer Schlafapnoe zu leiden, der sollte einen Arztbesuch dringend in Betracht ziehen. Die Schlafapnoe selbst ist schon nicht gut für die Gesundheit, die Folgeerkrankungen können langfristig sogar tödlich sein. Die Krankheit selbst trifft zwischen 1-5 % der Bevölkerung, wobei hier gerade Gruppen wie Alkoholiker, starke Raucher und Menschen mit deutlichem Übergewicht besonders stark betroffen sind. Es gilt also gerade diese Risikofaktoren zu vermeiden oder bei Bestehen möglichst schnell abzustellen! Die Krankheit trifft in der Regel mehr Männer als Frauen, was vor allem mit den allgemeinen Lebensumständen, in diesem Fall der eher ungesünderen Lebensweise der Männer zusammenhängt. Stress kann sich ebenfalls negativ auf dieses Krankheitsbild auswirken und sollte möglichst vermieden werden!

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