Schnarchen kann viele Ursachen haben – Hier sind drei Auslöser die nicht so häufig im Fokus stehen

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Beitrag überprüft und zuletzt aktualisiert am 6. Juni 2021

Es ist nicht ungewöhnlich, dass viele Menschen Schnarchen. Hierzulande betrifft dies je nach Quelle zwischen 40-60 Prozent der Bevölkerung. Die nächtlichen Störgeräusche, die aber auch während eines kurzen Mittagsschlafs oder Nickerchens entstehen können, betreffen vermehrt vor allem Menschen über dem fünfzigsten Lebensjahr.

Natürlich sind auch jüngere Menschen betroffen, Schnarchen hat keine Altersgrenze, selbst kleine Kinder können zum Schnarchen neigen. In vielen Fällen ist das nächtliche Sägen harmlos, es kann jedoch auch auf gefährliche Erkrankungen hinweisen, wie z.B. einer Schlafapnoe.



Diese ist durch nächtliche Atemaussetzer gekennzeichnet, die als Spätfolgen gefährlichen Bluthochdruck, Herzprobleme und ein erhöhtes Risiko auf Herzinfarkt oder Schlaganfälle mit sich bringen können.

Typische Ursachen für das Schnarchen

Die Schnarch Geräusche entstehen rein physisch gesehen hauptsächlich durch die Tatsache, dass sich im Schlaf die Muskeln entspannen und damit auch das Muskelgewebe im Mund und Rachenbereich betroffen ist. Welcher Teil des Mund- Rachenraums das Geräusch letztendlich erzeugt, ist bei jedem Menschen individuell verschieden.

Im Prinzip entsteht die Lautstärke in unterschiedlicher Intensität durch den Luftzug beim Ein- und Ausatmen durch den vorgegebenen Atemgang bis hinunter in die Luftröhre und wieder zurück. Je älter und vor allem untrainierter ein Mensch ist, desto stärker erschlafft die Muskulatur, das Gewebe und die Gesamtstruktur, was die Wahrscheinlichkeit auf das Schnarchen deutlich erhöht.

Auf dem Weg des Atems, können einige Hindernisse die Luft z.B. durch zu enge Bereiche drücken oder an bestimmten Stellen so verwirbeln lassen, dass so die unterschiedlichen Schnarch Geräusche hervorgerufen werden. Diese Luft Hindernisse können unter anderem sein:

  • Eine zurückgeklappte Zunge
  • Verengte Atemwege auch im Nasenbereich
  • Das weiche Gaumengewebe
  • Hautfalten im Rachenbereich
  • Das Zäpfchen
  • Polypen in der Nase
  • Genetische Eigenarten des Gewebes und schwache Muskulatur
  • Die Rachenwände
  • Schwellungen der Atemwege durch Allergien
  • Die Mandeln

In den meisten Fällen kommen die Geräusche beim Einatmen zustande, beim Ausatmen kann es aber ebenfalls zu einem abgeschwächten Zusatzgeräusch kommen, manchmal als Röcheln oder Ziehen wahrnehmbar. Oft wird daher die Frage gestellt: Was hilft gegen Schnarchen? Vor allem bei eventuell möglichen, gefährlichen Ursachen, wie der oben genannten Schlafapnoe.

Eine wichtige Grundlage ist es zunächst gegen die häufigsten Ursachen von Schlafproblemen vorzugehen und zu wissen, warum wir Menschen überhaupt Schlaf brauchen. Doch gerade für die verschiedenen Schnarchtypen gibt es Auslöser, die viele nicht auf dem Schirm haben, jedoch das Grundproblem zumindest deutlich verstärken können.

Drei Auslöser des Schnarchens die nicht so häufig Berücksichtigung finden

Die Einnahme von Medikamenten

Einige Medikamente beeinflussen das Schlafverhalten, die Schlafdauer und vor allem die Tiefe des Schlafes negativ. Zudem können gewisse Mittel auch eine zu starke Erschlaffung der Muskulatur bedingen, die dann zum Schnarchen führt.


Von Schlafmitteln und Antihistaminika (Medikamente zur Behandlung von Allergien) sowie Beruhigungsmitteln, reicht die Spanne bis hin zu diversen Antibiotika, die teils heftige Schlafstörungen durch ihre möglichen Nebenwirkungen auslösen oder begünstigen können.

Wird man während der Einnahme dieser Mittel auf die nächtlichen Geräusche aufmerksam gemacht oder findet selbst heraus das die Schlafqualität leidet und plötzlich vermehrtes Schnarchen auftritt, sollte man unbedingt seinen Arzt informieren und das weitere Vorgehen besprechen.

Übergewicht und Schnarchen

Bereits leichtes Übergewicht erhöht die Wahrscheinlichkeit auf Schnarch Geräusche erheblich. Die Kombination aus starkem Übergewicht, einem Alter über 50 und dem männlichen Geschlecht, birgt mit die höchste Wahrscheinlichkeit auf die störenden Geräusche während des Schlafens.

Besonders kritisch ist dies bei schwer adipösen Personen zu sehen, denn bei diesen steigt zudem das Risiko auf eine sogenannte obstruktive Schlafapnoe.

Sowohl Fettgewebe im Rachenbereich, ein verengter Atemfluss durch Druck des Gewichts und die Gewebeschlaffheit, als auch die Tatsache das die Atmung bei zu vielen Pfunden grundlegend schwerer fällt und anstrengender wird, begünstigen grundlegend die Schnarchaktivität.

Alkohol

Das Alkohol nicht gesund ist, auch nicht in geringeren Mengen, sollte jedem klar sein. Alkohol ist ein starkes Nervengift, es erschlafft die Muskulatur zusätzlich im Schlaf. Bei besonders großen Alkoholmengen kann es sogar zu einer Kollabierung der oberen Atemwegsmuskulatur kommen. Diese kann dann wiederum zu Atemaussetzern und einer Schlafapnoe führen.

Insbesondere Alkoholiker haben ein deutlich höheres Risiko zukünftig chronisch zu Schnarchen und schlimmere Folgen wie Atemaussetzer zu erleiden. Auch nach einer durchzechten Partynacht mit viel Alkohol können die Auswirkungen bereits sehr deutlich sein.

Häufiger Alkoholkonsum sorgt für eine zunehmende Erschlaffung des Gewebes und schädigt das Nervensystem. Ab einer gewissen Grenzüberschreitung was die Dosis und die Konsumdauer betrifft, geschieht dies oft nachhaltig. Am besten ihr lasst den Alkohol grundsätzlich aus Eurem Leben weg, er hat absolut keine Vorteile, nur Nachteile!

Fazit:

Es ist äußerst wichtig einen regelmäßigen, tiefen, gesunden und vor allem ausreichenden Schlaf zu bekommen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie negativ sich Schlafstörungen nicht nur körperlich, sondern auch psychisch auswirken können.

Das Schnarchen muss jedoch nicht immer langfristig zu Schäden führen oder generell gefährlich sein. Bei vielen Menschen liegt es auch einfach an körperlichen, genetisch bedingten Gegebenheiten. Viele Betroffene schnarchen auch nur manchmal und geben dann wieder nächtelang Ruhe.

Ein weiterer massiver Auslöser des Schnarchens kann auch Stress sein, auch hier hatte ich damals leidliche Erfahrungen gesammelt. In meiner Tiefphase meines damaligen Burnouts und auch schon weit davor hatte ich fast jede Nacht extreme Schnarchgeräusche erzeugt.

Heute Schnarche ich nur noch selten und wenn dann auch nur kurz. Die Nächte in denen ich Wälder abgeholzt hatte, sind definitiv vorbei.

Es ist sehr wichtig sich bei ständigen Schnarchproblemen von einem Facharzt ordentlich untersuchen zu lassen, zudem auch den Schritt ins Schlaflabor oder zur Langzeitüberwachung zu wagen und so wesentlich gefährlicheren Krankheiten vorzubeugen, die sonst entstehen könnten.


In vielen Fällen helfen auch grundlegende Umstellungen in den Lebensgewohnheiten wie z.B. deutliches abnehmen, weniger Stress und entsprechende Ausgleichsmöglichkeiten, mehr Bewegung oder der Verzicht auf Alkohol.

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Autor: Marco Eitelmann

Mein Name ist Marco Eitelmann und ich schreibe hier seit Gründung dieser Webseite im Jahr 2014 hauptsächlich über die Themen: Gesundheit, Ernährung sowie Natur- und Umwelt. Mein Fachwissen in diesen Bereichen stammt aus meiner inzwischen fast 20 jährigen Berufserfahrung im Lebensmittelhandel und der Nahrungsmittelproduktion und durch ständige Fortbildung im Ressort Ernährung sowie der ausgiebigen Lektüre von mittlerweile weit über 200 Fachbüchern aus den Bereichen Medizin und Naturwissen.

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