Besser schlafen mit einer Blaulichtfilter Brille?

Blaulicht Filterbrillen können dazu beitragen weniger des durch Smartphones oder PC- Bildschirmen ausgestrahlten Blaulichts aufzunehmen.

Beitrag aktualisiert am 10. Dezember 2020 von Marco Eitelmann

Obwohl es aktuell noch keine ausführlichen Studien für die Wirksamkeit von Blaulichtfilter Brillen gibt, werden sie bestimmten Personengruppen gezielt empfohlen. Denn was sicher ist: Künstliches Blaulicht ist vor allem bei einer übertriebenen Aussetzung z. B. über Computerbildschirme oder Smartphones schädlich für die Augen und kann sich unter Umständen auf lange Sicht negativ auf die Gesundheit auswirken.



Ermüdungserscheinungen und trockene Augen, die auch als Office Eye Syndrom bekannt sind, sowie Kopfschmerzen, sind nur einige der Folgen, die Blaulicht nach sich ziehen kann. Auch Schlafstörungen können durch Blaulicht begünstigt werden, da es die Hormonproduktion wie das Schlafhormon Melatonin negativ beeinflusst.

Blaulicht hat nicht nur einen erheblichen Einfluss auf das Auge, da es die Netzhaut überlaste und auf Dauer schädigen kann, sondern auch auf den restlichen menschlichen Körper. Das kurzwellige Licht unterdrückt nachgewiesenermaßen vergleichsweise stark die Hormonherstellung des Körpers, insbesondere die Herstellung des körpereigenen Melatonins.

Schlafmediziner Alfred Wiater stellt fest: „Blaues Licht unterdrückt die Melatoninabgabe und kann somit das Einschlafen verhindern. Die Ganglienzellen im Auge leiten die Lichtreize direkt an unsere innere Uhr weiter“. Außerdem erklärt der Schlafmediziner, dass dieser Impuls durch die Zirbeldrüse gegeben wird, die für die Produktion und Ausschüttung eben dieses Hormons verantwortlich ist.

Bei Melatonin handelt es sich um ein Schlafhormon, welches dafür verantwortlich ist, dem Körper Müdigkeitssignale zu senden.

Laut finnischer Studien beeinflusst jedoch nicht nur blaues Licht den Schlaf-wach-Rhythmus des Menschen. Finnische Forscher sind bereits 2018 zu dem Ergebnis gekommen, dass die Wirkung des blauen Lichts nur rund 15 Minuten anhält, selbst wenn man sich den Wellen zuvor zwei Stunden ausgesetzt hat. Für Schlafstörungen kann es selbstverständlich noch viele weitere Ursachen geben, die im Falle von akuten Beschwerden immer anhand einer fachärztlichen Untersuchen abgeklärt werden sollten.

Das bedeutet ein gestörter Schlaf-Wach-Rhythmus für die Gesundheit

Ein gestörter Biorhythmus kann negative Folgen für die allgemeine Gesundheit haben. Schlafmangel oder Schlafstörungen können in harmlosen Fällen zu schlechter Stimmung, weniger Ausdauer und Konzentrationsproblemen führen. Im schlimmsten Fall soll eine mangelnde Produktion von Melatonin laut einigen Forschungsergebnissen sogar die Bildung von Krebs begünstigen können. Grund hierfür ist, dass die Reparatur der Zellschäden des Körpers bei mangelndem Schlaf nachts nur verlangsamt stattfinden kann. Außerdem wird durch Schlafstörungen das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen und Depressionen erhöht.

Wird der Schlaf durch Blaulicht tatsächlich negativ beeinflusst?

Studien zu Folge ist sich die Forschung nach wie vor nicht ganz einig darüber, ob Blaulicht den Schlafprozess tatsächlich negativ beeinflusst. Fest steht allerdings, dass blaues Licht dem Körper die Information gibt, wach zu bleiben. Für diesen Prozess sind die Ganglienzellen verantwortlich, die sich im Inneren des Auges befinden. Sie leiten die Lichtreize an das Gehirn weiter und beeinflussen somit den natürlich Schlaf-wach-Rhythmus des Menschen. Das bestätigt auch die Direktorin der Universitätsaugenklinik in Münster, Prof. Nicole Eter. Klar wird auf Basis der Studien aber auch, dass nicht nur die blauen Lichtwellen den Körper wach halten, sondern dieser Umstand noch durch weitere Faktoren beeinflusst wird. Dazu gehört beispielsweise das erhöhte Erregungslevel, das mit einer aktiven Mediennutzung vor dem Schlafengehen einhergeht. Dadurch kann der Körper nicht zur Ruhe kommen, da das Gehirn dauerhaft Informationen verarbeiten muss.


Laut einiger Kurzzeit-Studien kann bereits ein Blick auf das Smartphone kurz vor dem Schlafengehen den natürlichen Biorhythmus aus dem Gleichgewicht bringen. Andere Studien kamen zu dem gegenteiligen Schluss, nämlich, dass der Prozess des Einschlafens durch blaues Licht positiv beeinflusst wird. Zurückzuführen ist dieses Ergebnis auf die einschläfernde Wirkung des Fernsehens vor dem Schlafengehen. Langzeitstudien, die genauere Erkenntnisse darüber liefern sollen, inwiefern das Schlafverhalten tatsächlich durch den Konsum von Blaulicht beeinflusst wird, sind noch in Planung.

Fest steht jedoch, dass durch die Verwendung einer Blaulichtfilter Brille keine negativen Konsequenzen für die Gesundheit zu befürchten sind. Alle Probanden unterschiedlicher Studien berichteten bisher ausschließlich von positiven Entwicklungen oder keinen nennenswerten Veränderungen hinsichtlich des Schlafverhaltens.

Blaulichtfilter kann beim Einschlafen helfen

Durch das Fernhalten der Blaulichtwellen hilft die Brille dem Körper dabei, sich auf die bevorstehende Nachtruhe einzustellen. Es werden keine falschen Lichtsignale ans Gehirn gesendet, die dem Körper die Information geben, es sei noch immer mitten am Tag. Dem Biorhythmus wird so die Chance gegeben, zu arbeiten, wie er es seit Beginn der Menschheit macht: Mittels der natürlichen Orientierung an der Uhrzeit des Tages und der entsprechenden Helligkeit durch das Sonnenlicht. Prof. Dr. Olaf Strauß der Berliner Charité erklärt: „Unsere innere Uhr läuft automatisiert und ist auf einen 25-Stunden-Rhythmus eingestellt. Damit sie exakt läuft, braucht sie ab und an den Abgleich durch das Tageslicht.“

Werden keine falschen Lichtsignale an das Gehirn gesendet, setzt der natürliche Müdigkeitsprozess ein. Unterbunden wird dieser ansonsten von externen Lichtquellen wie beispielsweise einer Lampe, dem Fernseher oder dem Smartphone.

Blaulichtfilter Brillen können dazu beitragen, einen gesunden Schlaf zu fördern

Eine Blaulichtfilter Brille unterstützt den Körper dabei, trotz der kontinuierlichen Aussetzung von Blaulicht den natürlichen Schlaf-wach-Rhythmus beizubehalten. Wichtig ist jedoch, im Hinterkopf zu halten, dass jeder Körper anders arbeitet. Die Sensibilitätsschwelle des einen Körpers gleicht niemals der eines anderen.

Fazit:

Die Reduktion von künstlichen Blaulichtquellen sind insbesondere zu den Nachtphasen, in denen sich der ursprüngliche Mensch eigentlich in einer natürlichen Umgebung von Dunkelheit und dem Restlicht von Mond und Sternen umgeben hat, möglichst zu reduzieren. Auch können Blaulichtfilter bzw. Augenschon-Einstellungen an den Bildschirmen aktiviert werden. Jedes moderne Smartphone und jeder gute Computerbildschirm verfügt in der Regel über einen solchen Schutzmodus. Nicht selten kann auch während der späteren Stunden nicht auf die Arbeit am Computer verzichtet werden, oder es wird nachts als Freizeitbeschäftigung Fernsehen geschaut, weil man z. B. in einem entsprechenden Schichtsystem arbeitet, das nur zu dieser Zeit Freizeitbeschäftigungen zulässt. In einem solchen Fall kann wiederum eine Blaulichtfilter Brille nützliche Dienste leisten.

Referenzen und Quellen:

Mediennutzung: Ist blaues Licht ein Schlafräuber? (2019) https://www.waz-online.de/Nachrichten/Wissen/Mediennutzung-Ist-blaues-Licht-ein-Schlafraeuber

Medienkonsum am Abend. Hinter uns blaues Licht am Einschlafen? (2020): https://www.t-online.de/digital/id_86308542/schlafprobleme-wie-schaedlich-ist-blaues-licht-.html


Stein, Dietgard (2019): Wie schädlich das blaue Bildschirmlicht wirklich ist https://www.welt.de/print/welt_kompakt/print_lifestyle/article196382103/Wie-schaedlich-das-blaue-Bildschirmlicht-wirklich-ist.html

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Über Marco Eitelmann 437 Artikel
Hier schreibt Marco Eitelmann seit Oktober 2014 über die Themen: Gesundheit, Ernährung, Natur und Umwelt. Qualifikation des Autors: Ich habe über 16 Jahre Berufserfahrung im Lebensmittelhandel gesammelt und mich durch zusätzliche private Fortbildung zum Experten im Bereich Lebensmittelzusatzstoffe, Ernährung und Gesundheit entwickelt. Beruflich lag zudem ein Schwerpunkt auf der Lebensmittelsicherheit (HACCP und EHI Dokumentation) sowie dem Infektionsschutz. Privat: Ernähre ich mich ebenfalls sehr gesund und bin immer wieder mit Experimenten sowie dokumentierten Selbstversuchen in Sachen Ernährung und Gesundheit beschäftigt. Ich verbringe meine Zeit am liebsten in der Natur und habe mir dabei viel Wissen durch Fachliteratur und praktische Erfahrungen über Pflanzen, Pilze und Wildkräuter angeeignet. Ich meditiere täglich und mache regelmäßig Qi Gong.

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