Weizengras selbst anbauen, wie das Ziehen von Weizengras im Eigenanbau funktioniert und was es dabei alles zu beachten gilt

Bei Weizengras handelt es sich um ein äußerst gesundes Lebensmittel, welches sich ganz einfach im Eigenanbau im Garten, oder sogar im kleinen Balkonkasten anbauen lässt. Dazu benötigt man im Grunde nur qualitativ hochwertige Weizenrassamen, welcher nichts anders als einfacher keimfähiger Weizensamen ist und gute nährstoffreiche Erde. Natürlich ist die Zucht von Weizengras auch in Inkubatoren bzw. Keimschalen möglich, diese finde ich jedoch äußerst unnatürlich. Im Vergleich zu den teilweise fast schon sterilen Plastikgefäßen, besitzt ein guter Boden auch noch allerhand Nährstoffe aus dem das frische Weizengras seine Kraft beziehen kann. Deshalb möchte ich meine Zuchtanleitung für Weizengras vom Samen bis hin zur Ernte auch mit der natürlichsten Form des Anbaus beschreiben, nämlich mit guter Erde, Sonne, Wasser und einem qualitativ hochwertigen aber sehr günstigen Bio Weizensamen. Abgesehen von der wirklich enormen Geldersparnis durch den einfachen Eigenanbau von Weizengras, lässt sich nur so wirklich zu hundert Prozent sicher sein, dass keine schädlichen Pflanzenschutzmittel, Kunstdünger oder giftige Chemikalien zur Aufzucht verwendet wurden. Das gesündeste, beste und aromatischste Weizengras erhält man meiner Meinung nach nur dann, wenn man es selbst aus den Samen zieht und über das Wachstum bis zur Ernte auf natürlichem Wege pflegt. Eine bessere Bioqualität und Frische bei Weizengras kann man außerhalb des Selbstanbaus meiner Meinung nach nicht erreichen. Wer bisher noch nicht die Vorteile des Weizengrases kennt, oder weiß was Weizengras überhaupt genau ist, dem kann ich folgenden Beitrag zum Thema „Weizengras und dessen Gesundheitswert“ empfehlen.

Selbst angebautes Weizengras wächst auf fruchtbarer Erde äußerst schnell sodass eine sehr günstige Selbstversorgung ohne Probleme möglich ist
(Saftig frisches Bio Weizengras keimt in guter feuchter Erde sehr schnell und erreicht nach wenigen Tagen eine stattliche und erntereife Größe)

Eine natürliche nährstoffreiche Erde, oder lieber eine Plastik-Keimschale zum Weizengrasanbau, was ist besser?
Weizengras lässt sich wie gesagt auch in einer Keimschale aus Plastik anbauen und das ganz ohne Erde. Dies kommt für mich allerdings nicht in Frage. Ihre einzigen Vorteile liegen in der „Sauberkeit“ des Weizengrases und in der Regel der Freiheit von Mücken und anderen unerwünschten Gästen, die man sonst vom Weizengras abschütteln bzw. abwaschen müsste nachdem man es geerntet hat. Ansonsten hat Plastik für mich nur Nachteile und das nicht nur beim Weizengrasanbau:

  • Plastik ist aus ökologischen Gesichtspunkten schlecht für die Umwelt
  • Plastik kann Gifte und Chemikalien an das Weizengras und andere Pflanzen abgeben, vor allem ungeprüfte Billigware
  • Die fehlende Erde sorgt auch für fehlende Nährstoffe für die Pflanze
  • In guter Erde gezüchtetes Weizengras kann man im Vergleich zur Plastik-Keimschale viel öfter und länger Ernten
  • Plastikzuchtanlagen sind platztechnisch äußerst begrenzt. Ich würde selbst einen Blumenkasten mit guter Erde vorziehen
  • Grundlegend ist die Pflanzenzucht in reinem Plastik ohne Erde oder gar mit Hilfe von künstlich hergestellten Nährlösungen absolut unnatürlich
  • Zu Beginn nimmt sich das Weizengras den größten Teil seiner Nährstoffe aus dem Samen. Je älter die Pflanze wird, desto mehr mangelt es ihr an Nährstoffen in der erdfreien und künstlichen Plastikumgebung

Hat man wirklich weder Garten, noch Terasse, noch einen kleinen Balkon und stehen die Fenster zur stark befahrenen Straße hin, dann sollte man sich eine hochwertigen und vor allem schadstoffgeprüfte Keimschale kaufen, z.B. die den bioSnacky Sprossengarten

Qualitativ hochwertige Bio Weizensamen zum eigenen Anbau von Weizengras mit hoher Keimfähigkeit
(Hochwertige Bio Weizengrassamen in guter Qualität sind sehr günstig zu haben. Bei den Samen des Weizengrases handelt es sich um einfache Weizenkörner, welche nach der Ernte in unbehandelter Bio Qualität und somit mit voller Keimfähigkeit gekauft werden können)

Welchen Samen soll ich für meine Weizengrasaufzucht kaufen und woher bekomme ich gute Bio Weizengrassamen welche auch absolut keimfähig sind?
Wenn Weizen nach der Ernte nicht behandelt wurde, sondern nur natürlich von der Sonne auf dem Feld getrocknet ist, dann hat dieser eine sehr hohe Keimfähigkeit. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ein guter Bio Weizengrassamen zu 99 % aufkeimt. Man kann wirklich ganz genau erkennen, dass bereits kurz nach der Aussaat von tausenden Weizenkörnern nur ganz wenige geschlossen bleiben. Da ich einen sehr hohen Verbrauch an Weizengras habe nutze ich den Preis/Leistungstechnisch wirklich guten Bio Weizen von Chiemgaukorn. Wer weniger Weizengras benötigt, der kann auch kleinere Packungsgrößen erwerben. In ebenfalls sehr guter Bio Qualität ist Weizen auch von der Firma Davert zu haben. Selbst die aller höchste Bio Qualität ist preislich im Vergleich zu Bio Weizengraspulver unfassbar günstig. Die Preise lassen sich kaum vergleichen im Bezug zur geernteten Menge. Mir reichen z.B. 5 Kilo Weizengrassamen für ein ganzes Jahr intensiver Nutzung! Ein Päckchen gutes Bio Weizengraspulver für 10 Euro reicht mir hingegen nur maximal einen Monat! Allein das eine Päckchen kostet schon deutlich mehr als ein Kilo Bio Weizengrassamen.

Weizengras lässt sich leicht zum Keimen bringen, es benötigt keinen teueren Inkubator
(Die Weizensamen für den Weizengrasanbau müssen nicht unbedingt vor der Aussaat behandelt werden. Ein paar einfache „Tricks“ helfen jedoch schon etwas bei der Keim- und Wachstumsphase nach, sie versprechen aus eigener Erfahrung eine sehr gute und langfristige Ernte in mehreren aufeinander folgenden Erntewellen)

Muss man Weizengrassamen bzw. Weizen vorbehandeln bevor man ihn aussät?
Grundlegend nein, denn Weizen keimt wie bereits gesagt von Natur aus sehr einfach und gut. Ich weiche die Weizensamen allerdings vor der Aussaat für 5 Minuten in 25-30 Grad warmen Wasser etwas ein, damit sie ganz leicht vorquellen. Sie keimen dann erfahrungsgemäß etwas schneller und besser. Ein Muss ist dies allerdings nicht. Leicht eingeweichte Weizengrassamen in feuchten Boden zu legen und sie maximal einen halben Zentimeter mit Erde zu bedecken, hat bei mir bisher immer die besten Ergebnisse für die eigene Aufzucht von Weizengras gebracht.

Wie pflege ich mein selbst angebautes Weizengras?
Weizengras braucht kaum Pflege. Bis auf eine regelmäßige aber aufwandstechnisch moderate Wasserversorgung alle 3-4 Tage und dass Beseitigen von „Unkraut“ zwischen den Halmen, benötigt es überhaupt keine sonstigen Aufwendungen. Weizengras ist eine der am leichtesten zu kultivierenden Pflanzen für die Selbstversorgung mit Lebensmitteln aus dem eigenen Garten.

Das Weizengras aus Eigenanbau lässt sich mehrfach zurückschneiden und ernten dies ist mindestens drei Mal möglich
(Weizengras lässt sich mehrfach ernten und zurückschneiden. Drei bis vier Mal zu ernten, ist in der Regel bei guter nahrhafter Erde und gleichmäßiger Wasserversorgung überhaupt kein Problem)

Wie ernte ich mein selbst angebautes Weizengras?
Weizengras wird wie im vorherigen Bild einfach mit einer Schere abgeschnitten. Dabei sollte man es nicht zu tief abschneiden, da es sonst etwas schwächer austreibt. 2-3 cm über dem Boden eignen sich sehr gut als Abschnittsfläche. Auf keinen Fall sollte man es mitsamt der Wurzel einfach herausziehen. Weizengras lässt sich mehrfach ernten. Bei guter Pflege und Nährstoffversorgung habe ich es schon geschafft fünf Mal dieselbe Pflanze zurückzuschneiden und zu ernten.

Weizengras aus eigenem Anbau ist frischer, gesünder und aromatischer als jedes Weizengraspulver und garantiert absolut frei von giftigen Pflanzenschutzmitteln
(Frisch geerntetes Weizengras sollte man nicht lange lagern, sondern am besten sofort nach der Ernte nutzen. Eine Lagerung im Kühlschrank ist ebenfalls kurze Zeit möglich, der Vitamingehalt und das Aroma reduzieren sich allerdings zunehmend mit längerer Lagerdauer

Wie lange kann ich frisches Weizengras nach dem Abschneiden im Kühlschrank aufbewahren bzw. lagern?
Kommt man wirklich nicht dazu sein Weizengras direkt nach der Ernte zu verzehren, oder hat man schlichtweg zuviel geerntet, dann kann man es auch im Kühlschrank aufbewahren. Am besten eignet sich dazu das klassische Obst  und Gemüsefach. Man sollte darauf achten, dass es kühl, dunkel und vor allem von Fremdgerüchen fern aufbewahrt wird. So hält es sich 2-3 Tage auch bei der Lagerung im Kühlschrank relativ frisch.



Fazit:
Vom viel höheren Gesundheitswert des selbst angebauten Weizengrases einmal abgesehen, spart seine Nutzung auch Unmengen an Geld, die so für teures Weizengraspulver ausgegeben worden wäre. Sicherlich ist auch Weizengraspulver gesund, wenn es nicht gerade mit Pestiziden und Chemikalien verseucht ist, jedoch ist sein Preis/Leistungsverhältnis nicht mit dem frischen Weizengras vergleichbar. Zudem kann man nur aus frischen Pflanzen den gesunden Weizengrassaft herstellen. Das Aroma von frischem Weizengras direkt nach dem Schnitt ist unvergleichlich stark und ebenfalls nicht mit den Fertigprodukten zu vergleichen. Ich nutze mein Weizengras hauptsächlich für Smoothies. Im Winter greife ich zwar auch auf Weizengraspulver zurück, siehe auch meinen „Weizengraspulvertest“, finde aber gerade den Geschmack immer wieder eine Umstellung. Man könnte es von „super frisch lecker“ nach „ist Okay“ vergleichen. Ansonsten kann man frisches Weizengras auch sehr gut für einen grünen Detox Smoothie nutzen, oder eben zu Bio Weizengrassaft auspressen. Zu Letzterem braucht man jedoch schon eine ganze Menge Gras und es ist zudem nicht wenig Arbeit, daher mixe ich lieber die kompletten Halme gleich mit in den Smoothie, statt sie mühselig mit einer Weizengras Saftpresse auszupressen. Dabei bleiben auch viel mehr Vital- und vor allem Ballaststoffe erhalten. Nichts desto trotz ist natürlich auch frischer Weizengrassaft sehr gesund und empfehlenswert!

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