Drei Zimmerpflanzen mit denen Du der Raumluft und Deiner Gesundheit etwas Gutes tun kannst

Eine Auswahl von für die Gesundheit und Raumluft nützlichen Zimmerpflanzen, die noch dazu sehr leicht zu pflegen sind (Die Orchidee auf dem Bild in Sachen Pflegebedingungen einmal ausgeschlossen)

Beitrag aktualisiert am 18. Februar 2021 von Marco Eitelmann

Pflanzen versorgen uns mit dem grundlegenden Bedürfnis nach Sauerstoff, reinigen die Luft und haben einen beruhigenden Einfluss auf uns. Zudem bietet die Pflanzenwelt allerhand wichtige und gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe.



Pflanzliche Auszüge werden seit jeher als Medizin eingesetzt und finden sich in sehr vielen modernen Pharmazeutika wieder bzw. bilden deren Grundlage für Forschung und Herstellung. Darüber hinaus bietet uns die Pflanzenwelt ein reichhaltiges Spektrum an Nährstoffen und sekundären Pflanzenstoffen in Bezug auf die Ernährung oder auch zur Beruhigung z.B. in Form von Tanninen, die in der Rinde der Bäume enthalten sind und sich wissenschaftlich nachweislich positiv auf unseren Gemütszustand und unser Immunsystem auswirken.

In Japan gibt es den Begriff des „Waldbadens“, dessen positiven Wirkungsweisen auf den Menschen genau aus diesen besonderen Eigenschaften der Flora entstammen.

Es wurde durch jahrzehntelange wissenschaftlich Studien eindeutig bestätigt und wird in Japan unter dem Namen „Shinrin Yoku“ geführt. Regelmäßiges Waldbaden kann eine besonders wertvolle Unterstützung bei vielen psychischen Krankheiten darstellen!

Uns reichhaltig mit Pflanzen zu umgeben, sollte auch in der Wohnung zum Standard gehören, denn Zimmerpflanzen haben ebenfalls einen positiven Effekt nicht nur auf die Raumluft, sondern auch auf unsere körperliche und psychische Gesundheit.

Im Folgenden stelle ich Dir drei verschiedene Zimmerpflanzen vor, die zum einen leicht zu pflegen sind und zum anderen solche besonders positiven Effekte aufweisen können.

Sowohl die Klassiker, als auch besonders ausgefallene Pflanzen kaufen kann man auch im Internet oder als Alternative zum großen Baumarkt in kleineren Gärtnereien oder sogar direkt von Privatleuten. Es gibt schließlich in Deutschland hunderttausende Zimmerpflanzenliebhaber.

Die Top Drei der Zimmerpflanzen für eine bessere Raumluft und Gesundheit

Ich kultiviere alle drei vorgestellten Arten auch bei mir zu Hause. Ich kann somit aus eigener Erfahrung sprechen, sowohl was den positiven Effekt der Pflanzen, als auch deren grundlegende Pflege betrifft.

Natürlich wird man kaum einen nennenswerten Effekt bei einem sehr großen Raum bemerken, wenn man nur ein bis zwei kleinere Pflänzchen darin platziert. Die Anzahl, Größe und Auswahl der Arten müssen zu den Räumlichkeiten passen.

Daher habe ich in den größeren Wohnräumen teils zwei bis drei Meter hohe Gewächse stehen und große Kübel mit stattlichen Einblatt Büscheln platziert. Das geht nicht in jedem Wohnraum, die Pflanzenmenge, Auswahl und Größe sollte wie gesagt immer zur Wohnung passen.

Einer meiner absoluten Favoriten ist: Das Einblatt (lat. Spathiphyllum)

Das Einblatt mit Blüte
Das Einblatt mit Blüte

Das Einblatt gehört zu den häufigsten und am leichtesten zu pflegenden Zimmerpflanzen und sieht mit seinen weißen, großen Blüten auch noch äußerst dekorativ aus. Das Einblatt ist derart leicht zu pflegen, dass es sogar lange Phasen von Wasserentzug sowie ein heftiges Übergießen gut wegsteckt.

Das Einblatt eignet sich sogar für Menschen, die ansonsten nicht gut mit Zimmerpflanzen umgehen können oder totale Anfänger sind. Selbst wenn das Einblatt aus Wassermangel schon alle Blätter stark hängen lässt, wird es sich nach dem Gießen innerhalb von 24 Stunden wieder aufstellen.

Einblatt Pflanze lässt Blätter hängen
In diesem Zustand nach längerer Trockenheit, wird sich das Einblatt nach nur einmal gut gießen wieder vollständig erholen.

Die Wirkungsweise des Einblatts auf die Raumluft und die Gesundheit

Das Einblatt vermag Stoffe wie Formaldehyd und Benzole sowie weitere Wohngifte die vor allem durch Möbel emittiert werden zu filtern. Daneben erhöht es die Luftfeuchte in den Räumen und weist eine hoher Sauerstoffproduktion auf.

Die Einblatt Pflanze schafft es sogar den Wert an freiem Trichloräthylen in der Raumluft zu reduzieren. Diese Giftstoffe stammen hauptsächlich aus Farben, Lacken und Kleber.

Das Einblatt sollte auf keinen Fall von Kindern oder Haustieren verzehrt werden, da es giftig ist. Auch sollten die Pflanzensäfte nicht in Kontakt mit der Haut kommen, da es bei empfindlichen Menschen zu Hautirritationen und allergischen Reaktionen führen kann.


Der Gigant unter den Sauerstoffproduzenten: Die Birkenfeige (lat. Ficus Benjamina)

Birkenfeige groß gewachsen
Birkenfeigen werden problemlos weit über 3 Meter hoch, wenn sie gute Bedingungen haben.

Die Birkenfeige kann sehr groß werden, wenn man sie lässt und ihr ideale Bedingungen bietet. Auch sie ist recht pflegeleicht und kann auf ein für Zimmerpflanzen gigantisches Maß von locker 3 Meter und höher heranwachsen.

Da die Birkenfeige sehr lichtliebend ist, sollte man sie an einen besonders hellen Ort stellen. Kalte Zugluft bekommt ihr nicht gut, sie sollte relativ stabile Klimabedingungen haben und ausreichend gewässert werden. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden. Man merkt ihr den Gesundheitszustand an der Blattdichte an. Zudem zeigt sie bei Schäden recht schnell gelbe Blätter, die dann einfach herunterfallen.

Ich habe eine kleine Birkenfeige, die gerade einmal 15 cm beim Kauf hoch war, über einen Zeitraum 15 Jahre auf einen 3,2 Meter hohen Baum herangezogen. Das Foto oben stammt aus meinem Anbau, der aufgrund eines Glasdaches perfekt für diese Pflanze ausgelegt ist. Sie bekommt auch im Winter genug Licht und hat schon allerhand Attacken der Kinder überstanden sowie auch mal einige Gießfehler verziehen.

Was bringt die Birkenfeige der Raumluft und der Gesundheit?

Da Birkenfeigen recht groß und blattreich werden, haben sie wie ein kleiner Baum ein äußerst hohes Filter und Sauerstoffproduktionspotential.

Zudem kann die Ficus Art wie viele ihrer Verwandten auf lange Sicht größere Mengen an den Toxinen Xylol und Toluol sowie das typische Wohngift Formaldehyd filtern.

Während die Birkenfeige beim menschlichen Verzehr schwach giftig ist, wirkt sie auf einige Haustiere stark giftig bis tödlich, je nach Art des Tieres und der Verzehrmenge. Daher ist für Haustierbesitzer Vorsicht im Umgang mit der Pflanze geboten.

Der Gummibaum (lat. Ficus elastica)

Gummibäume passen sich äußerst flexibel den Räumlichkeiten an
Gummibäume passen sich äußerst flexibel den Räumlichkeiten an.

Der Gummibaum gehört mit seinen großen breiten und fleischigen Blättern ebenfalls zu den Ficus Arten. Er verträgt auch einige Fehltritte seiner Pfleger und übersteht wesentlich längere Strecken an Trockenheit, als der gewöhnliche und empfindlichere Ficus Benjamina.

Bekannt ist der Gummibaum durch seinen milchigen, weißen Ausfluss, wenn er verletzt wird, den er dann sowohl aus den Blättern, als auch dem Stamm absondert. Aus dem Stamm tropft so nach kurzer Zeit nach einem Schnitt eine dicke zähflüssige Brühe.

Der Gummibaum kann auch in einem halbschattigen Platz gut gedeihen und passt sich hervorragend der Umgebung an. Er wächst praktisch in sein Umfeld ein und ist dabei ein Meister der Verbiegung und Windung. Ich hatte meinen Gummibaum damals bei einer Größe von über 4 Meter zurückgeschnitten und ins obere Stockwerk transportiert.

Nach wenigen Monaten hatte er sich dort auch gut angepasst und wächst nun in einer Biegung den Raum entlang. Ideal ist es natürlich, wenn man den Gummibaum ab einer gewissen Größe nicht mehr versetzt. Seine Endgröße einzuplanen, ist für eine normale Wohnraumgröße nahezu unmöglich, weshalb man ihn irgendwann kürzen muss. Gummibäume werden für Wohnverhältnisse gigantisch und können problemlos 4-5 Meter Höhe sowie weit über einen Meter Breite erreichen..

Der Gummibaum und die Raumluft

Allein schon aufgrund seiner großflächigen Filtermasse und seiner Verwandtschaft mit den anderen Ficus Arten, ist er neben der Sauerstoffversorgung vor allem für das Filtern allerhand Gifte verantwortlich.

Er holt Formaldehyd, Klebstoffausdünstungen, Benzole und Ammoniak aus der Luft.

Da der Gummibaum leider auch aufgrund seiner großen Blätter ein guter Staubfänger ist, sollte man diese hin und wieder mit einem feuchten Tuch abreiben. Dies führt zudem zu einem besseren Austausch der Pflanze mit der Raumluft, da so die Oberfläche der Blätter für die Zirkulation wesentlich besser zugänglich ist.

Fazit:

Zimmerpflanzen bereichern unsere Wohnqualität nicht nur was die Raumluft und die Gesundheit angeht, sondern sorgen für einen zusätzlichen Wohlfühlfaktor.

Die Zimmerpflanzen sollten abgesehen von der Raumgröße und den Lichtverhältnissen auch zum jeweiligen Pfleger passen. Die drei vorgestellten Arten gehören zu den super pflegeleichten Zimmerpflanzen mit positiven Raumluftfaktor.

Andere Arten wie z.B. Orchideen oder einige Farne benötigen wesentlich mehr Aufmerksamkeit. Sie verzeihen einen Wassermangel nicht lange und gehen viel schneller ein als ihr unempfindlicheren Pflanzenverwandten. Zudem brauchen einige Arten spezielle Dünger oder regelmäßige Erdwechsel.

Wer wenig Arbeit und trotzdem einen höheren Wohnkomfort in Form eines gesünderen und schadstoffärmeren Wohnklimas möchte, der ist mit den vorgestellten Sorten gut beraten.


Besitzer von Haustieren sollten jedoch immer darauf achten, dass viele Zimmerpflanzen gifte Stoffe für viele Haustierarten enthalten können!

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Über Marco Eitelmann 437 Artikel
Hier schreibt Marco Eitelmann seit Oktober 2014 über die Themen: Gesundheit, Ernährung, Natur und Umwelt. Qualifikation des Autors: Ich habe über 16 Jahre Berufserfahrung im Lebensmittelhandel gesammelt und mich durch zusätzliche private Fortbildung zum Experten im Bereich Lebensmittelzusatzstoffe, Ernährung und Gesundheit entwickelt. Beruflich lag zudem ein Schwerpunkt auf der Lebensmittelsicherheit (HACCP und EHI Dokumentation) sowie dem Infektionsschutz. Privat: Ernähre ich mich ebenfalls sehr gesund und bin immer wieder mit Experimenten sowie dokumentierten Selbstversuchen in Sachen Ernährung und Gesundheit beschäftigt. Ich verbringe meine Zeit am liebsten in der Natur und habe mir dabei viel Wissen durch Fachliteratur und praktische Erfahrungen über Pflanzen, Pilze und Wildkräuter angeeignet. Ich meditiere täglich und mache regelmäßig Qi Gong.

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