Heidelbeeren wie gesund ist das „Superfood“ wirklich?

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Beitrag überprüft und zuletzt aktualisiert am 9. Juli 2019

Als Superfood bezeichnet man besonders gesunde Lebensmittel, welche nicht nur eine hochwertige Zusammensetzung haben, sondern auch die modernen Zivilisationskrankheiten heilen oder verhindern sollen. Die Heidelbeere soll zu dieser Gruppe von Lebensmitteln gehören, was aber macht die Frucht der Heidelbeerpflanze so gesund?

Wann ist überhaupt Heidelbeer-Saison?
Die besten Früchte kann man von Juni bis ca. Mitte September, je nach Heidelbeersorte ernten bzw. kaufen, die Haupterntezeit ist jedoch Mitte Juli bis Ende August (Wildheidelbeere). In diesem Zeitraum bekommt man sowohl im Wald gesunde frische Beeren, als auch viele einheimische Arten und Züchtungen im Handel zu kaufen. Außerhalb der Saison kommen meist nur stark gespritzte und chemisch verunreinigte Beeren in den Handel. Hier sollte man die Finger von solchen Produkten lassen, der Gesundheitswert wird durch die negative Behandlung der Früchte aufgehoben. Anstelle von frischen Heidelbeeren können sie auch im Winter auf tiefgekühlte Früchte zurückgreifen. Mehr dazu in den Beiträgen: „Wie gesund ist TK Obst und Gemüse“ und „Woher kommt eigentlich TK Obst“?



Was macht die Heidelbeere so gesund und zum „Superfood“?
Heidelbeeren haben viele gesunde Inhaltsstoffe und einige Besonderheiten wie z.B. für den Körper schützende natürliche Farbstoffe wie Anthocyane. Letztere sind im Bericht über „Anthocyane, gesunde und natürliche Farbstoffe“ sehr ausführlich beschrieben.
Die gesunden Hauptbestandteile der Heidelbeeren sind unter anderem:


  • Vitamin E
  • Vitamin C
  • Gerbstoffe
  • sekundäre Pflanzenstoffe wie Polyphenolen und Anthocyane
  • Folsäure
  • Eisen
  • Kalium
  • Zink
  • Mangan
  • Lutein
  • Zeaxanthin
  • Epicatechin

Die Inhaltstoffe der Heidebeere und ihre Wirkung auf die Gesundheit:
Neben einer sehr hohen Konzentration von Antioxidantien, die nachweislich „freie Radikale“ im Körper neutralisieren und somit die Zellen schützen können, versorgen Heidelbeeren unseren Organismus auch mit beträchtlichen Mengen an Vitaminen. Heidelbeeren wirken entzündungshemmend, positiv auf das Herz Kreislaufsystem und können durch ihre Anti-oxidative Wirkung bei der Krebsvorbeugung helfen.
Des Weiteren unterstützen Heidelbeeren die Gesundheit in folgenden Punkten:

  • Heidelbeeren sind gut für die Verdauung und einen gesunden Darm, sie sind für diesen Körperbereich voller positiv wirkender Gerbstoffe angereichert
  • Heidelbeeren wirken unterstützend auf die Harnwege und sind positiv bei Harnwegsinfektionen einzusetzen
  • Heidelbeeren wirken durch ihre Antioxidantien „beruhigend“ auf die Zellen und sind entzündungshemmend
  • Heidelbeeren wirken unterstützend bei der Behandlung von Krampfadern
  • Heidelbeeren sind ein gutes Anti-Aging Mittel, da sie den oxidativen Stress durch freie Radikale auf den Körper und somit die Zellen mindern.

Frische Heidelbeeren, wie am besten lagern?
Heidelbeeren habend den Nachteil, dass sie nach der Ernte recht schnell verderben bzw. matschig werden, deshalb sollte man sie innerhalb von drei bis maximal vier Tagen verbrauchen und vorher nicht zu kalt im Kühlschrank aufbewahren. Frisch gesammelte Heidelbeeren sollte nicht zu hoch geschichtet werden, da diese sehr druckempfindlich reagieren und schnell zu matschen beginnen.


Fazit, die Heidelbeere ein echtes „Superfood“?
Ich mag eigentlich einen solchen Begriff nicht, man könnte Heidelbeeren einfach nur als sehr gesundes Lebensmittel bezeichnen, statt es mit „Superfood“ zu versehen. Fakt ist, Heidelbeeren haben wirklich eine sehr hohe Konzentration vieler gesunder Vitamine, Mineralien und sekundären Pflanzenstoffen. Heidelbeeren zählen in manchen Kulturen zu Recht als Heilpflanze. Die Heidelbeere kann dabei helfen, viele schwere Krankheiten vorzubeugen, sie ist allerdings kein alleiniges „Wundermittel“, passt aber perfekt in eine gesunde und ausgewogene Ernährung, die einige Probleme von unserem Körper fernhalten kann.

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Autor: Marco Eitelmann

Mein Name ist Marco Eitelmann und ich schreibe hier seit Gründung dieser Webseite im Jahr 2014 hauptsächlich über die Themen: Gesundheit, Ernährung sowie Natur- und Umwelt. Mein Fachwissen in diesen Bereichen stammt aus meiner inzwischen fast 20 jährigen Berufserfahrung im Lebensmittelhandel und der Nahrungsmittelproduktion und durch ständige Fortbildung im Ressort Ernährung sowie der ausgiebigen Lektüre von mittlerweile weit über 200 Fachbüchern aus den Bereichen Medizin und Naturwissen.

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