Was passiert mit den ganzen Weihachtmännern die nach Weihnachten übrig bleiben? Werden die Nikoläuse eingeschmolzen und wiederverwertet z.B. als Osterhasen oder Tafelschokolade?

Einschmelzen und zu neuer Schokolade gießen? - Würde sich das für die Lebensmittelindustrie und die Umwelt überhaupt lohnen?

Auch heute noch kommt immer wieder die berechtigte Frage auf: „Was passiert eigentlich mit den vielen Schoko-Weihnachtsmännern, die nach dem Nikolaus Tag oder spätestens nach Weihnachten nicht verkauft wurden und noch in den Supermarktregalen liegen geblieben sind?“ – Werden diese tatsächlich wieder eingeschmolzen und in Form von Schokoladentafeln oder gar Schoko-Osterhasen im Frühling wiederverwendet?
Würde ein solches Recyceln überhaupt Sinn machen, sowohl aus Sicht der Qualität als auch der Wirtschaftlichkeit einer solchen Aktion? Die Umwelt leidet in der Regel ohnehin durch die Masse an bedruckter Aluminiumfolie, welche um die Schokoladenweihnachtsmänner gewickelt wird und jedes Jahr Tonnenweise Müll produziert. Wäre in diesem Fall ein Einschmelzen und die Wiederverwertung nicht positiv in Bezug auf den Umweltschutz? In diesem Beitrag erfahrt ihr alles was die Verwendung bzw. Entsorgung der Weihnachtsmänner nach Weihnachten betrifft, sowie die Frage, ob der klassische Schokoladen Nikolaus überhaupt „gesund“ ist.

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Werden die Weihnachtsmänner wirklich nach Weihnachten wieder eingeschmolzen und neu in Form gegossen zu Schokoladentafeln oder Osterhasen?

Die Frage lässt sich mit einem ganz klaren – „Nein“ – beantworten. Zwar wäre es mit Abstrichen bei der Qualität und mit hohen hygienischen Risiken möglich die ganzen Nikoläuse einzuschmelzen, jedoch macht dies kein Hersteller. Weder besonders hochwertige und/oder bekannte Produzenten von Schokoladenweihnachtsmännern wie Lindt, Ferrero (z.B. Kinderschokoladen-Nikolaus) oder Modelenz (Milka-Weihnachtsmann) schmelzen ihre Produkte ein und machen neue Schokoladenprodukte daraus, auch nicht ihre Billigkonkurrenten oder Firmen aus dem mittleren Preissegment. Das einzige was es bei einigen Herstellen insbesondere zur Weihnachtszeit zu kaufen gibt ist sogenannte „Bruchware“. Diese ist allerdings ganz frisch und bezieht sich einfach nur auf gebrochene oder beschädigte Schoko-Nikoläuse- oder Weihnachtssets. Es macht für die Hersteller aus vielen Gründen keinen Sinn ihre Weihnachtsmänner zurückzuholen und einzuschmelzen. Warum erfahrt ihr jetzt!

Warum es aus wirtschaftlicher Sicht keinen Sinn macht Nikoläuse zu anderen Schoko-Produkten oder Osterhasen zu verarbeiten

Stellt Euch einfach mal den logistischen Aufwand vor, den es brauchen würde, aus allen Supermärkten und Verkaufsstellen der Welt die Schokoladenweihnachtsmänner zurückzuholen, in den Fabriken zu kontrollieren, auszupacken, dann einzuschmelzen und daraus qualitativ geringwertige Produkte herzustellen, diese dann wieder zu verpacken und erneut qualitätsbedingt für einen viel günstigeren Preis an den Handel zu liefern. Abgesehen davon würde das auch noch die Marke und das Image der Firmen schädigen, welches vorher in der Regel durch langjährige teure Image und Werbekampagnen aufgebaut wurde. Es wäre also wirtschaftlich völliger Unsinn, da kommt die Produktion von neuen Nikoläusen viel billiger und ist logistisch auch kein Mehraufwand.

Die Qualität der wiederverwerteten Schokoladenprodukte wäre Minderwertig und hygienisch bedenklich!

Man stelle sich vor, ein Hersteller würde tatsächlich alle seine Schokoweihnachtsmänner zum Einschmelzen zurückholen. Die Qualität der Schokolade wäre minderwertig, da diese durch Lagerung, den Produktionsprozess und die Wiederverwertung in ihrer Konsistenz, im Geschmack und im Aroma deutlich schlechter wird. Zudem wäre ein solcher Vorgang äußerst unhygienisch und in der Produktion in Sachen Hygienevorschriften nicht durchführbar. Sicher habt ihr schon gesehen, wie viele Weihnachtsmänner z.B. eine verletzte Folie haben, Löcher aufweisen oder zu warm gelagert wurden und schon angelaufen sind. Schön sieht es auch nicht aus, wenn Kunden ihre Fingernägel durch die Folie gegraben haben. All diese Nikoläuse zu neuer Schokolade zu verarbeiten wäre äußerst problematisch. Man müsste jeden einzelnen Nikolaus auf seine Unversehrtheit kontrollieren und dann noch einen Produktionsprozess einführen der die meisten Bakterien die solche Waren mit sich bringen können abtötet. Da wären wir wieder beim Thema Wirtschaftlichkeit der Einschmelzung, von der schlechten Qualität einmal abgesehen.

Die Wiederverwertung von Weihnachtsmännern aus Umweltsicht

Auch aus ökologischer Sicht hätte die Einschmelzung und Wiederverwertung der Weihnachtsmänner keinen Sinn. Das umweltschädliche an diesen Produkten ist vor allem deren Verpackung die in der Regel aus einer mit verschiedenen chemischen Farbstoffen behandelten Aluminiumfolio ggf. noch mit zusätzlicher Innenfolie besteht. Diese Verpackung muss ohnehin entsorgt werden. Zusätzlich würden bei einer großen Logistik, die zur Rückholung benötigt wird erhebliche Mengen CO2 sowie andere Abgase anfallen. Lediglich das „Kakao-Recycling“ wäre für die Umwelt von Vorteil, denn der Kakaoanbau ist im überwiegenden Teil immer noch ein ziemlich zerstörerischen Geschäft für die Natur.

Was passiert dann wirklich mit den nicht verkauften Weihnachtsmännern nach den Feiertagen?

Die Antwort auf diese Frage kann man nicht mit einem Satz beantworten, da es mehrere Antwortmöglichkeiten der Überproduktion bzw. der zu viel bestellen Ware gibt. In aller Regel achten die Händler im Einzelhandel besonders darauf nicht zu große Mengen zu bestellen und damit kostspielige Abschriften zu verursachen. Trotz allem bleiben natürlich jährlich hunderttausende Weihnachtsmänner unverkauft zurück. Mit diesen passiert in der Regel folgendes:

  1. Die Nikoläuse und Weihnachtswaren werden im Preis massiv reduziert um sie loszuwerden.
  2. Sie werden verschenkt z.B. an Mitarbeiter oder an die Tafeln bzw. ehrenamtlichen Organisationen gespendet (Meist schon kurz vor den Feiertagen, da man bereits einen vollständigen Verkauf nicht mehr gewährleisten kann)
  3. Überschüssige Weihnachtsmänner werden (vertraglich geregelt) vom Hersteller erstattet, jedoch ebenfalls entsorgt.
  4. Im schlechtesten Fall werden sie abgeschrieben und in den Müll geworfen, der Händler bleibt auf den Kosten sitzen und muss ebenfalls die Entsorgungskosten tragen.
  5. Im Idealfall werden sie nach der Entsorgung in einer Biogasanlage zu Energie umgewandelt und ihre Aluminiumfolie korrekt entsorgt oder falls möglich recycelt.

Wie gesund oder ungesund ist so ein Schockoladen-Nikolaus überhaupt?

Die Frage ob ein Weihnachtsmann aus Schokolade gesund ist oder nicht ist gar nicht mal so abwegig. Schokolade an sich ist nicht ungesund, wenn sie in Maßen verzehrt wird. Dazu habe ich auch bereits vor einiger Zeit einen passenden Beitrag geschrieben. Hochwertige Nikoläuse aus guter Schokolade mit einem besonders hohen Kakaoanteil und vor allem frei von unnötigen und teils sogar bedenklichen Zusatzstoffen wie z.B. Polyglycerin E476 sind in begrenztem Umfang verzehrt nicht pauschal ungesund. Kakao verfügt über viele wichtige Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine. Man kann z.B. mit relativ wenig hochwertigen Roh-Kakao (50g) in der Woche zusätzlich einen ordentlichen Teil seines Bedarfs an Kupfer decken. Roh-Kakao oder auch dunkle Schokolade (Ab 70% Kakaoanteil) in eine ausgewogene Ernährung zu integrieren ist also absolut sinnvoll. Natürlich bestehen Weihnachtsmänner nicht nur aus Kakao. Ihr Zuckeranteil sollte möglichst niedrig sein, ebenso braucht es außer hochwertiger Milch oder Sahne, Kakaobutter, Lecithin und bestenfalls ein echtes Vanille Aroma aus der Vanilleschote statt künstlich erzeugtem Vanillin nicht viel für eine hochwertige Schokolade aus der dann die Weihnachtsmänner hergestellt werden. Die Eigenproduktion mit einer entsprechenden Weihnachtsmann-Schokoladen-Form* ist natürlich auch möglich. Minderwertige Schokolade für wenige Cent mit extrem geringen Kakaoanteil und etliche Zusatzstoffen würde ich allerdings allein schon aus gesundheitlichen Gründen nicht kaufen.

Buch-Tipp vom Autor: Eines der interessantesten Bücher die ich bisher gelesen habe:
Endloses Bewusstsein*

Medizinische Fakten zur Nahtoderfahrung - Geschrieben von Kardiologe Pim van Lommel aus wissenschaftlicher Sicht, mit jahrelanger Dokumentation von klinischen Todesfällen und ausführlichen Befragungen der Betroffenen nach der Reanimation.



Fazit:

Es ist ein Märchen das die Weihnachtsmänner die nach Weihnachten übrig bleiben alle eingeschmolzen werden und als Osterhasen im Frühling wieder in den Handel kommen. Dies würde sich weder aus wirtschaftlichen noch aus Qualitätsgründen lohnen und selbst für die Umwelt wäre es kein Gewinn. Insgesamt wäre es meiner Ansicht nach eh besser die Nikoläuse in einer durchsichtigen Plastikfolio zu verschweißen, statt sie in Aluminium zu packen. Einige wenige Firmen bieten Weihnachtsmänner ohne Aluminiumfolio an. Plastik ist sicher nicht die beste Wahl, jedoch besser als Aluminium. Ideal wäre natürlich eine Papierverpackung, gerade aus Umweltsicht!

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