Zistrosentee – Wirkung, Inhaltsstoffe und Studien zur entzündungshemmenden und antibakteriellen Heilpflanze

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Beitrag überprüft und zuletzt aktualisiert am 30. September 2019

Die Zistrose und ihre Wirkungsweisen sind bereits seit mehr als zweitausend Jahren bekannt und fanden nach historischen Aufzeichnungen bereits im alten Ägypten als Aufgüsse, Mundwässer und Tinkturen ihre Anwendung. Während die Zistrose noch in den vergangenen Jahrzehnten mehr und mehr in Vergessenheit geriet, blüht die traditionelle Heilpflanze in den letzten Jahren wieder vor allem als Cistus-Tee in den gesundheitsbewussteren Teilen der Bevölkerung erneut auf. Zudem hat inzwischen auch vermehrt die Pharmaindustrie das Interesse an den Inhaltsstoffen des Zistrosengewächses gefunden.
Persönlich habe ich inzwischen ebenfalls schon einige Jahre sehr positive Erfahrungen mit der Pflanze gesammelt und möchte in diesem Beitrag neben den oftmals genannten Wirkungsweisen der Zistrose bei Krankheiten, vor allem auch auf die wissenschaftlich bestätigte Seite der Zistrosen-Wirkung eingehen, welche sich nicht nur auf ihre stark entzündungshemmenden Effekte beschränkt.

Zistrosen Tees gibt es inzwischen relativ viele am Markt. Ich habe mich nach mehreren Versuchen an verschiedenen Teeprodukten für die qualitativ sehr guten Tees von Dr. Pandalis* aus der Apotheke und den Cistus Tee vom Sankt Bernhard* entschieden, die ich beide für empfehlenswert halte. Jede Sorte für sich ist geschmacklich sehr gut und macht von der Qualität her einen hochwertigen Eindruck, zudem sind beide Produkte aus biologischem Anbau hergestellt und werden streng kontrolliert. Wer eine andere Marke bevorzugt oder probieren möchte, hier* gibt es auch genügend zusätzliche Auswahl. Kein reiner Zistrosentee, aber qualitativ und geschmacklich die absolute Oberklasse ist der Bio Vitaltee Zistrose Plus* von LebenskraftPur! Letzteren sollte man unbedingt einmal probiert haben, sowohl geschmacklich als auch von seiner Vitamin- und Wirkstoffzusammensetzung hat er mich besonders überzeugt. Zu diesem Tee existiert auch ein Erfahrungsbericht und ausführlicher Test meinerseits.



Kurzgeschichte zur Zistrose als traditionelles Heilmittel

Die Zistrose stammt aus dem Mittelmeerraum in der sie seit der Antike – einige Quellen geben einen weitaus längeren Nutzungszeitraum an – für sehr viele verschiedene Heilzwecke angewandt wurde. Bereits 400 vor Christus soll sie in großen Teilen der Region genutzt worden sein (siehe BARRAJÓN-CATALÁNet al.2011), ursprünglich ausgehend von Griechenland. Sie war auch für den Export als Heilpflanze in Nachbarländer bis hin nach Ägypten bestimmt.
Die lateinisch als „cistus incanus“ bezeichnete Pflanze – auch als „Graubehaarte Zistrose“ – bekannt ist nur eine von vielen Arten an verschiedenen Zistrosengewächsen. Sie wird aber aufgrund ihrer sehr hohen Konzentration an wirksamen Inhaltsstoffen am meisten geschätzt und verwendet. Während man sie heute hauptsächlich als Tee genießen kann, wurde sie früher auch als Tinktur, als Mundspülung, für Bäder und für konzentrierte Auszüge sowie Salben verwendet. Hauptsächlich nutze man sie aufgrund ihrer stark entzündungshemmenden, antibakteriellen und antiviralen Eigenschaften, aber auch für allerhand Hautkrankheiten und innere Anwendungsgebiete sowie klassische Erkältungsbeschwerden und Infektionen der Atemwege.

Welche Wirkungen sollen die Zistrosenblätter und die verschiedenen Auszüge aus der Pflanze haben?

Der Zistrose wird ein sehr breites Wirkungsspektrum nachgesagt, einige der folgenden Punkte sind wissenschaftlich auch bestätigt worden und können aufgrund der vorhanden und gut analysierten Inhaltsstoffe als gesichert bezeichnet werden. Trotzdem bleiben einige angebliche Wirkungsweisen offen. Ich möchte zunächst alle Wirkungen aufzählen, die ich für die graubehaarte Zistrose bei meiner Recherche gefunden habe. Es handelt sich dabei ausschließlich um die Gattung cistus incarnus. Im Anschluss gehen wir die nachgewiesenen Wirkstoffe in der Pflanze durch und es folgen wissenschaftliche Quellen und Studien zur Wirkungsweise der Zistrose.

Die Zistrose soll im Falle von folgenden Krankheiten und Beschwerdebildern helfen können:

Wie gesagt sind einige der Wirkungen nicht abschließend wissenschaftlich bestätigt oder sogar noch gänzlich ohne Studienlage und mit somit Vorsicht zu genießen! Der graubehaarten Zistrose werden folgende Wirkungsweisen nachgesagt:

  • Wirkt innerlich sowie äußerlich entzündungshemmend
  • Verhält sich antibakteriell
  • Ebenso antiviral
  • Wirkt gegen manche Parasiten als antiparasitäres Mittel
  • Kann Hautkrankheiten und Ausschläge mildern und fördert die Heilung z.B. bei Akne oder Neurodermitis
  • Fördert die Wundheilung
  • Ist förderlich bei gängigen Atemwegserkrankungen wie Erkältungen, Schnupfen, Halsschmerzen, Bronchitis
  • Zur Unterstützung gegen Grippe
  • Soll Symptome der Borreliose lindern und sogar messbare Wirkung gegen Borrelien haben
  • Gilt als gutes Mundpflegemittel, soll auch helfen Karies vorzubeugen (macht Sinn, da antibakteriell)
  • Hilft gegen Aphten und fördert die Heilung
  • Wirkung auf den Darm und die Verdauung, die Zistrose gilt sowohl als verdauungsfördernd (Gerbstoffe) als auch entzündungshemmend im Darmbereich
  • Soll bei Diabetes nützlich sein
  • Selbst eine vorbeugende oder hilfreiche Wirkung bei Alzheimer und Demenz wurde unter die Lupe genommen, mehr dazu gleich bei den Studien und Quellen
  • Zistrose soll helfen können Schwermetalle auszuleiten
  • Cistus reduziert aufgrund seiner enthaltenen Antioxidantien freie Radikale im Körper und kann so die Abwehr von möglichen Zellschäden unterstützen
  • Verbessert durch seine entzündungshemmenden Eigenschaften und Antioxidantien das Hautbild bei innerer und äußerer Anwendung
  • Zur Stärkung des Immunsystems verwendbar

Die Zistrose und ihr Inhaltsstoffe

Jetzt haben wir etliche gesundheitlich positive Eigenschaften kennengelernt, die der Zistrose und dem regelmäßigen Konsum von Zistrosentee oder konzentrierten Präparaten nachgesagt werden. Worauf beruhen diese Wirkungsweisen, was sind die tatsächlich gesundheitlich und vor allem medizinisch wirksamen Substanzen der Pflanze?


Die Zistrose hat neben den klassischen Makronährstoffen (Fett, Eiweiße, Kohlenhydrate) und Mikronährstoffen (Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente) eine große Anzahl an sekundären Pflanzenstoffen zu bieten, die für die eigentliche Wirkungsweise der Pflanze verantwortlich sind. Es handelt sich dabei vor allem um:

Phenolische Substanzen sowie weitere wirksame Bestandteile von Zistrosenblättern:

  • Polyphenole
  • Cumarine
  • Lignane
  • Apigenin
  • Lignine
  • Naringenin
  • Phenolsäuren
  • Ellagsäure
  • Flavonoide
  • Hydroxybenzoesäuren
  • Hydroxyzimtsäuren
  • Gerbstoffe, vor allem Tannine
  • ätherische Öle
  • Eugonol
  • Phenol
  • Zineol
  • Borneol

Wissenschaftlich bestätigte Wirkungsweisen von Zistrosen-Produkten und Studien zur Heilpflanze

Zur medizinischen Nutzbarkeit und dem Nachweis für die Wirksamkeit der Zistrose wurden bereits etliche wissenschaftliche Studien durchgeführt. Inzwischen gibt es sogar einige Produkte nicht nur in Apotheken zu kaufen, die auf Basis von extrahierten Zistrosenbestandteilen bestehen und wissenschaftlich bestätigt wirksam sind wie z.B. Cystus 052®*. Auch in seriösen Quellen wie z.B. der Studien Erwähnung der Berliner Charité in der Ärztezeitung zeigte sich eine signifikante Wirkung derartiger Produkte im Vergleich zur Placebogruppe bei der Linderung von Erkältungsbeschwerden. Auch die entzündungshemmenden, antiviralen und antibakteriellen Eigenschaften der Zistrose sind inzwischen unbestritten. In der Studie bezog sich die Erfolge auf eine akute Infektion der oberen Atemwege.

Aus den drei Eigenschaften kann man viele der oben genannten Wirkungsweisen ableiten und auch möglicherweise als bestätigt sehen, doch was ist mit Krankheiten wie Borreliose, Diabetes sowie Alzheimer? Abgesehen von den positiven Erfahrungen z.B. bei dem Thema Borreliose, die man nur vom Hörensagen erfährt, berichten auch Krankenkassen wie die HKK unter diesem Artikel von zumindest der wirksamen Möglichkeit gegen Borrelien mit den entsprechenden Wirkstoffen aus der Pflanze zusätzlich vorgehen zu können. Zum Thema Alzheimer brache eine Studie der Universität von Kalabrien (Italien) erste Anhaltspunkte, dass Zistrose eventuell zumindest unterstützen, gegebenenfalls auch vorbeugend gegen die Krankheit helfen könnte. Die Studie stammt aus dem Jahr 2013. Zum Thema Diabetes soll es eine türkische Studie gegeben haben, welche eine Verbesserung des Blutzuckerspiegels bei Diabetikern feststellen konnte. Diese habe ich allerdings nicht als Link im Netz gefunden oder als genauen Quellenhinweis. Daher bin ich für Hinweise über die Kommentarfunktion sehr dankbar. Auch die Auswirkung von Cistus incarnus auf den oxidativen Stress des menschlichen Körpers und die Herz/Kreislaufgesundheit wurde in Studien untersucht, ein Ergebnis findet sich dazu hier (auf Englisch verfasst). Ergebnis: „Eine Senkung der kardiovaskulären Risikofaktoren durch Zistrose (Cistus incarnus), sowie eine vorbeugende Wirkung ist möglich.

Hat die Zistrose Nebenwirkungen?

Sowohl aus meinen eigenen Erfahrungen mit bis zu 3 Litern Zistrosentee täglich und einer sehr langen Recherche im Internet, habe ich keine Nebenwirkungen gefunden die durch Zistrosentee ausgelöst werden könnten. Das heißt natürlich nicht, dass sie nicht doch möglich sind, vor allem in sehr individuellen Fällen. Ich kann mir vorstellen, dass wenn man die Menge wirklich übertreibt eine leicht abführende Wirkung durch die Zistrose bekommt und die Verdauung durch die ganzen Gerbstoffe überangeregt wird.

Fazit:


Die Zistrose ist ein wissenschaftlich belegtes und für einige Krankheiten hilfreiches und anerkanntes pflanzliches Heilmittel z.B. zur Unterstützung bei Erkältungskrankheiten, der Infektion der Atemwege sowie bei Entzündungen innerlich wie äußerlich. Es ist auch zur Bekämpfung von Bakterien und Viren geeignet und zeigt vielversprechende mögliche weitere Verwendungsweisen, welche aber noch genauer erforscht werden müssen. Wie bei allen pflanzlichen Naturheilmitteln ist auch die Zistrose kein sogenanntes „Wundermittel“. Wenn ihr ein gesundheitliches Problem habt und nicht weiterwisst, dann geht bitte zu einem guten Facharzt. Bei einigen gesundheitlichen Problemen kann die Zistrose wertvolle Dienste leisten und unterstützend bei der Genesung wirken. Man muss dabei jedoch bedenken, dass bei nicht standardisierten Produkten wie z.B. bei einem Cistus-Tee die medizinisch wirksamen Substanzen aufgrund natürlicher Schwankungen deutlich in ihrer Dosierung variieren und somit Intensität variieren können! Von daher sollte man in Bezug auf die Qualität immer auf hochwertige, biologisch angebaute und schonend verarbeitete Teesorten setzen, die einen möglichst hohen Wirkstoffgehalt wahrscheinlicher machen. Eine quantitative und qualitative Wirkstoff Garantie können wiederum nur labortechnisch geprüfte und industriell standardisierte Produkte bieten.

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Autor: Marco Eitelmann

Mein Name ist Marco Eitelmann und ich schreibe hier seit Gründung dieser Webseite im Jahr 2014 hauptsächlich über die Themen: Gesundheit, Ernährung sowie Natur- und Umwelt. Mein Wissen in diesen Bereichen stammt aus meiner inzwischen fast 20 jährigen Berufserfahrung im Lebensmittelhandel und der Nahrungsmittelproduktion und durch ständige Fortbildung im Ressort Ernährung sowie der ausgiebigen Lektüre von mittlerweile weit über 200 Fachbüchern aus den Bereichen Medizin und Naturwissen.

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