Sind pflanzliche Öle generell gesünder als tierische Fette?

Butter, Kokosfett oder Sonnenblumenöl sind vor allem zum Braten sehr beliebt. Doch wie steht es um die möglichen Auswirkungen auf die Gesundheit bei der häufigen Anwendung solcher Fette?
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Pflanzenöle werden überwiegend als äußerst gesund beworben. Doch sind sie auch gesünder als tierische Fette, wie wir sie in Butter, Schmalz und in Fleisch finden können? Tierfette enthalten überwiegend gesättigte Fettsäuren sowie das sehr in Verruf geratene Cholesterin. Letzteres kam vor allem durch die Cholesterinpanik, man könnte fast schon sagen den Cholesterinwahn der 70er, 80er und 90er Jahre insbesondere bei Eiern zur Geltung. Es wurde damals massiv auch die im Vergleich zu Butter oft wesentlich ungesündere Margarine beworben. Des Weiteren gelten die tierischen, gesättigten Fettsäuren auch als Auslöser von Gefäßverengungen durch Ablagerungen von Plaques sowie als Mitverursacher von Krankheiten wie Diabetes und Herz- Kreislauferkrankungen. Ihr Konsum sollte sich laut vielen Aussagen von Ernährungsexperten und einigen wissenschaftlichen Studien auf ein Minimum beschränken. Auch dies sind natürlich nicht pauschal korrekte Handlungsempfehlungen, denn selbst eine rein Carnivore Ernährung kann funktionieren ohne von den Krankheiten betroffen zu werden.

Anders sieht das bei den Pflanzenfetten aus, welche oft hochgelobt werden. Sie gelten zwar als weitestgehend unbedenklich und größtenteils auch sehr gesund, sie sind es aber nicht alle, vor allem nicht bei ungebremst hohem Konsum. Gestützt werden diese positiven Aussagen vorwiegend durch ihren meist hohen Gehalt an einfach- und mehrfach ungesättigten Fettsäuren, welcher sich positiv auf unsere Gesundheit auswirken soll und ihren ebenfalls respektablen Gehalt an Vitaminen sowie weiterer sekundärer Pflanzenstoffe.



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Kokosöl ist Gift und Sonnenblumenöl gesund?

Eine Aussage ließ die Bevölkerung im August 2018 hellhörig werden. Kokosöl sei das reine Gift, verlautbarte Prof. Dr. Dr. Karin Michels bei einem Vortrag der sich über YouTube schnell im Netz verbreitete. Doch genauere Informationen zu dieser Aussage gab es dann aber leider nicht. Man verwies hauptsächlich auf den hohen Gehalt an gesättigten Fettsäuren und die ganzen Krankheiten die das Öl so auslösen könnte. Das Video wurde sehr kontrovers und mit viel negativem Feedback kommentiert.

Doch gerade an dieser Stelle soll das Kokosöl den Einstieg bereiten in die Frage, wie gesund Pflanzenöle nun wirklich sind. Das Kokosöl ist weder herausragend gesund, noch ungesund, denn das Öl aus dem Fruchtfleisch der Kokosnuss ist zwar reich an gesättigten Fettsäuren und ist in seinem Gehalt vergleichbar mit Butter oder Schmalz, doch dafür handelt es sich hauptsächlich um mittelkettigen Fettsäuren. Es enthält zudem reichlich Vitamin E und andere Antioxidantien, deren positiver Einfluss auf die Gesundheit nicht zu leugnen ist. Zudem enthält Kokosöl antibakterielle Wirkstoffe, weswegen es auch als Hautpflegeprodukt sehr geeignet sein kann. Zusätzliche Informationen dazu findet ihr auch im entsprechenden Artikel zum Kokosöl auf dieser Webseite. Es gilt: Die Menge macht das Gift. In moderaten Mengen und zum Lebensstil passend konsumiert, wird das Kokosöl wohl kaum gefährlich sein und dick und krank machen. Neben den Inhaltsstoffen ist vor allem das Omega 3 zu Omega 6 Fettsäuren Verhältnis sehr wichtig, wenn es darum geht ein Öl zu bewerten. Aus rein gesundheitlicher Sicht ist der Konsum von Kokosöl keine negative Entscheidung. Doch gibt es viele andere Öle, die im Fettsäuren Verhältnis wesentlich besser dastehen oder mit zusätzlichen positiven Eigenschaften glänzen können. Siehe dazu auch die Übersicht der gesündesten Öle. in diesem Beitrag habe ich auch einen Link zur ausführlichen Omega 3 zu Omega 6 Verhältnis Tabelle gesetzt. Sonnenblumenöl gehört hier z.B. zu den ungesünderen Ölen, vor allem wenn viel davon konsumiert wird. Da ist das Kokosöl im Vergleich mit seinen vielen gesättigten Fettsäuren sogar wesentlich besser.


Medizinische Öle

Der pflanzliche Wirkstoff CBD ist in dieser Kategorie das Beispiel par excellence. Wenn auch die Forschung zu CBD noch am Anfang steht, zeigen verschiedenen Erfahrungsberichten und Studien die mögliche gesundheitsfördernde Wirkung von CBD. Das Cannabinoid aus der weiblichen Hanfpflanze wirkt bei Schmerzen und Entzündungen und wird vornehmlich in Öl-Form konsumiert. Der meist in Hanföl gelöste Wirkstoff kann zu Speisen eingenommen werden oder auch pur. Angeboten wird das Produkt in verschiedenen Konzentrationen und Formen beispielsweise vom Anbieter Nordic Oil. Auf hohe Qualität zu achten ist besonders bei medizinisch wirksamen Produkten wichtig, damit auch wirklich nur das im Produkt ist, was auch enthalten sein soll. Verwechseln sollte man das CBD Öl dabei nicht mit dem Hanföl. Dieses wird zwar für das CBD Öl verwendet, enthält aber nur Spuren des Wirkstoffs, die mit der Produktion in das Öl gelangt sind. Aus dem Thema CBD Öl ist inzwischen ein richtiger Hype geworden. Die Produkte sind legal zu haben, da ihr THC Gehalt gesetzlich sehr niedrig sein muss, sodass keine Rauschwirkung eintreten kann. Sind die THC Angaben mangelhaft und überschreiten die gesetzlich vorgeschriebene Maximalmenge, dann kann dies sehr schnell rechtliche Folgen für die Hersteller sowie die Verkäufer solcher Produkte haben.

Fazit und Vergleichbarkeits-Beispiel:

Pflanzenöle werden heutzutage wesentlich häufiger als noch vor 50 Jahren genutzt. Das ist auch gut so, denn die aus den Kernen der Pflanzen gewonnen Öle zählen zu großen Teilen zu den gesündesten Fetten. Das liegt vor allem an den einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Man spricht hier auch von Omega-Fettsäuren, die z.B. in Leinöl, Hanföl und Walnussöl vorkommen. Als besonders gesund gelten dabei die Omega 3 Fettsäuren, die in den meisten Pflanzenölen reichlich vorhanden sind aber ein gutes Verhältnis zu den Omega 6 Fettsäuren aufweisen sollten. Selbst das einfache Sonnenblumenöl, welches als Brat- und Frittieröl genutzt wird, enthält über 90 Prozent ungesättigte Fettsäuren, jedoch davon im Verhältnis sehr wenig Omega 3 Fettsäuren. Es hat somit ein sehr schlechtes Fettsäuren Verhältnis und gilt als eher ungesundes Pflanzenöl. Zu viele Omega 6 Fettsäuren fördern unter anderem Entzündungen und sollen als echte Dickmacher gelten.

Öle, wie das Hanföl oder das Leinöl zeichnen sich durch viele Omega 3 Fettsäuren und Inhaltsstoffe aus, die für unseren Organismus besonders wertvoll sind, wie etwa die Linolensäure. Die Linolensäure ist als Baustein für entzündungshemmende Eicosanoide im Körper wichtig.


Grundsätzlich sind Pflanzenöle, mit einigen Ausnahmen, als gesund anzusehen und ihr Konsum in adäquaten Mengen unbedenklich und durchaus sehr gesund. Auch das Sonnenblumenöl ist in geringen Mengen verzehrt natürlich nicht schädlich. Es kann mit sehr viel Vitamin E glänzen und einen Beitrag zur empfohlenen täglichen Aufnahmemenge leisten. Wer sich viel bewegt und ordentlich Kalorien verbrennt, kann auch sein Essen regelmäßig in Kokosfett braten. Es sollte natürlich qualitativ wichtige Mindesteigenschaften aufweisen, z.B. auf keinen Fall künstlich gehärtet oder stark behandelt worden sein. Hochwertiges Kokosöl in bester Rohkostqualität ist definitiv in moderaten Mengen genossen nicht gesundheitsschädlich.

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Über Marco Eitelmann 410 Artikel
Hier schreibt Marco Eitelmann seit Oktober 2014 über die Themen: Gesundheit, Ernährung, Natur und Umwelt. Qualifikation des Autors: Ich habe über 16 Jahre Berufserfahrung im Lebensmittelhandel gesammelt und mich durch zusätzliche private Fortbildung zum Experten im Bereich Lebensmittelzusatzstoffe, Ernährung und Gesundheit entwickelt. Beruflich lag zudem ein Schwerpunkt auf der Lebensmittelsicherheit (HACCP und EHI Dokumentation) sowie dem Infektionsschutz. Privat: Ernähre ich mich ebenfalls sehr gesund und bin immer wieder mit Experimenten sowie dokumentierten Selbstversuchen in Sachen Ernährung und Gesundheit beschäftigt. Ich verbringe meine Zeit am liebsten in der Natur und habe mir dabei viel Wissen durch Fachliteratur und praktische Erfahrungen über Pflanzen, Pilze und Wildkräuter angeeignet. Ich meditiere täglich und mache regelmäßig Qi Gong.

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