Was ist der Unterschied zwischen einem Camembert und einem Brie? – Aussehen, Geschmack und Herkunft der beiden Weichkäsesorten im Vergleich

Früher gab es nur einen traditionell hergestellten Brie (8. Jahrhundert) sowie einen Camembert (18. Jahrhundert), welche beide aus den jeweiligen französischen Ursprungsregionen stammten und aus Rohmilch hergestellt wurden und auch heute noch hergestellt werden. Inzwischen gibt es jedoch tausende Varianten der beiden Käse, viele davon werden auch außerhalb von Frankreich industriell in Massen produziert. Da stellt sich natürlich die Frage: „Worin liegt da jetzt noch der Unterschied zwischen den beiden Weichkäsesorten?“
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Die Frage nach dem Unterschied zwischen Camembert und Brie wurde mir zu meiner damaligen Zeit im Einzelhandel an der Käsetheke nur recht selten gestellt. Viele der Käsekäufer wissen nicht, dass es überhaupt Unterschiede zwischen den beiden Käsesorten gibt.
Für viele Verbraucher sind Camembert und Brie schlichtweg gleich. Beide Käse sind mit einer weißen und essbaren Schimmelkultur überzogen und den Weichkäsen zuzuordnen. Wenn man sich heute einen Großteil der in Massen produzierten Industrieware aus Billigmilch ansieht, dann könnte man dem Argument der „Gleichheit“ auch direkt zustimmen. Käseliebhaber wissen jedoch, wie sehr sich beide Sorten nicht nur geschmacklich voneinander unterscheiden.

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Worin bestehen die Unterschiede zwischen einem Brie und einem Camembert im Detail?

Die ursprüngliche Herkunft und Geschichte von Camembert und Brie Käse

Brie stammt ursprünglich aus der gleichnamigen französischen Region „Brie“. Der erste Käse der aus dieser Region Brie genannt wurde, fand ca. im 8 Jahrhundert seine erste Erwähnung und Bekanntheit. Camembert hingegen kam aus der sehr kleinen Gemeinde mit gleichem Namen „Camembert“ aus der Normandie. Die Herstellung des ersten Camemberts geht geschichtlich wohl auf das 18. Jahrhundert zurück. Der Camembert mit der geschützten Bezeichnung „Camembert de Normandie“ ist also ein Original, genau wie die ebenfalls geschützte Bezeichnung für den Brie mit Namen „Brie de Meaux“.
Während das Anhängsel „de Normandie“ nicht nur für viele Käsekenner noch recht klar mit der bekannten französischen Region identifizierbar ist, weist „de Meaux“ hingegen auf eine allgemein weniger bekannte Stadt in der Region Brie hin. Schon bei diesen Originalen war der Brie bereits damals deutlich flacher in seiner Erscheinung und gleichzeitig im Durchmesser wesentlich größer als der im Vergleich recht kleine jedoch etwas höhere Camembert.

Größe und Gewicht von Camembert und Brie ohne eine regionale Herkunftsschutz Bezeichnung:

Heute kann so ziemlich jede Käserei ihren eigenen Brie oder Camembert produzieren. Oft geschieht dies nicht traditionell und in Handarbeit, sondern in industriellen Fertigungsprozessen bei denen nicht selten billigste Silomilch aus Massentierhaltung eingesetzt wird. Zwar gibt es natürlich auch sehr gute und hochwertige Camembert- sowie Brie Sorten unter den regional nicht geschützten Käseprodukten, jedoch kann so ziemlich jeder Hersteller die beiden Käsesorten leicht produzieren. Er muss nur die Mindestvorgaben in Bezug auf Fettgehaltstufe, Weichkäseeingruppierung, Weißschimmelkultur sowie Größe und Gewicht einhalten.

  • „Camembert“ ist ein Weichkäse mit weißem Edelpilz mit einem vordefinierten Fettanteil in der Trockenmasse von meist 45 Prozent. Wird der Camembert direkt in Frankreich verkauft, dann muss der Käse einen Durchmesser zwischen 10,5 und 11 cm aufweisen. Der kleinere Camembert wiederum zwischen 8 und 8,5 cm. In Deutschland muss er nur ein Gewicht von mindestens 80g und maximal 400g besitzen.
  • Brie ist ebenfalls ein Weichkäse mit weißem Edelpilzmantel jedoch aufgrund seines Fettanteils in der Trockenmasse mit meist 50 % etwas fetthaltiger. In Frankreich muss ein Briekäse beim Verkauf zwischen 22 bis 37 cm Durchmesser aufweisen. Kleine Brievarianten gibt es zwischen 14 bis 22 cm im Durchmesser. Auch individuelle Stücke des Bries dürfen einzeln unter dem Namen „Brie“ angeboten werden, wenn sie zuvor aus einem genormten Laib stammen. In Deutschland muss ein Brie wiederum nur zwischen 1 bis 3 kg wiegen um als solcher zu gelten. In Deutschland darf der Brie ab 100 Gramm ebenfalls portioniert werden bis hin zu einem maximalen Gewicht von einem Kilogramm.

Der geschmackliche Unterschied zwischen Brie und Camembert

Früher war die Bestimmung aus Geschmacks Sicht noch relativ einfach bevor größtenteils industriell und möglichst billig hergestellt wurde. Zwar sind sowohl Brie de Meaux als auch der Camembert de Normandie würzige Käse, doch ist ein Brie vor allem im jungen Stadium noch recht mild im Vergleich zu einem Camembert der mit zunehmender Reifezeit immer würzige und stärker im Geschmack wird. Das wird zwar auch der Brie, doch der Camembert hat in der Regel das kräftigere und stärkere Gesamtaroma, welches zudem leicht salzig sowie pikant schmeckt.

Weitere Unterscheidungsmerkmale von Camembert und Brie anhand des Aussehens:

Während der Camembert in der Regel vom Durchmesser und Gewicht wesentlich kleiner und von der Dicke her höher als der Brie ist, gibt es auch noch im Detail des Aussehens Unterschiede zwischen beiden Käsesorten.

  • Aussehen Brie:
    Brie kann sich im Laufe der Zeit vor allem am Rand rötlich verfärben, auch seine Oberfläche verfärbt sich in der Regel mit zunehmender Reife- sowie Lagerdauer rötlich. Er ist dabei im Kern weiß und seiner schimmligen Oberfläche zart, fast schon samtig flauschig.

    Brie ist im Vergleich zum Camembert auf seiner Oberfläche regelmäßiger, fast samtig und mit Weißschimmelkulturen geschlossen. Auch sein inneres ist eher weißlich und verfärbt sich nur sehr spät. Er kann oberflächliche rote Nuancen mit zunehmender Reifung aufweisen.
  • Aussehen Camembert:
    Der Camembert ist vor allem im Inneren eher leicht gelblich bis strohgelb. Die weiße Schimmelrinde ist hingegen zum Brie fester sowie etwas rauer und dabei rötlich gelblich gefleckt und/oder mit Streifen versehen. Auch sein Teig ist wie beim Briekäse zwar sahnig, jedoch farblich statt weiß immer mehr ins Gelbliche gerichtet und oft etwas fester im jungen Reifestadium.

    Typisch für den Camembert ist seine Musterung in Form von Streifen, seine ungleichmäßigere Oberfläche und mit zunehmender Reife eintretende Flecken und Verfärbungen sowie sein eher gelbliches Inneres.

Hinweis zur Herkunftsbezeichnung und zum Aussehen, Geschmack und der Farbgebung von nicht Herkunftsgeschützen Camembert und Brie

Es dauerte bis in die 80er Jahre bis es zur geschützten Herkunftsbezeichnung „Camembert de Normandie“ und „Brie de Meaux“ kam. Da heutzutage aber weltweit in Massen Camembert und Brie hergestellt wird, kann von den sonst so markanten geschmacklichen und optischen Unterschieden der restlichen Brie- und Camembert Varianten im Vergleich zu den „Traditionellen Originalen“ meist nicht mehr standardmäßig ausgegangen werden.
Wie bereits zu Beginn erwähnt unterschieden sich manche Bries von den Camemberts kaum noch. Es ist leider oftmals eine relativ gleichschmeckende industriell gefertigte Einheitsmasse. So kann ein Camembert bis auf die Größen und Gewichtsvorgabe z.B. fast genauso wie ein Brie schmecken und ebenso optisch wirken. Viele Briesorten schmecken unwahrscheinlich fad, eher wie eine Sahnecreme. Es ist oft kein Vergleich zum herzhaften und aus Rohmilch hergestellten Brie de Meaux. Das Gleiche gilt auch für den ursprünglichen Camembert im Vergleich zur industriellen Massenware. Vor daher sollte man auf die AOC Auszeichnung (Appelation d’Origine Contrȏlée) achten, die als Schutzsiegel für französische und schweizerische Lebensmittel geschaffen wurden und unter strengsten Kontrollen sowohl die traditionelle Herstellung als auch die original Herkunftsregion des Käses garantiert.

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Fazit:

Die Unterschiede zwischen Brie und Camembert sind sehr deutlich. Will man beide Käse probieren, dann sollte man sich die Originale in Form von Camembert de Normandie und Brie de Meaux kaufen, welche nur in den entsprechenden Regionen nach traditioneller Herstellungsart produziert werden dürfen. Natürlich gibt es auch ohne Herkunftsschutz unzählige Camembert- und Briesorten, davon sind auch einige qualitativ und geschmacklich sehr gut. Wer aber das Original möchte, der sollte direkt die Ware aus Frankreich kaufen, die auch in vielen Supermärkten hierzulande angeboten wird. Zudem kann man beide Sorten häufig schon vorab an einer gut sortierten Käsetheke kostenlos probieren. Wenn man die gängigen milden Sorten gewöhnt ist, dann kann der erste Versuch eines würzigen, französischen Originals aus Rohmilch recht intensiv ausfallen, insbesondere dann, wenn der Käse schon etwas reifer ist.

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Über Marco Eitelmann 394 Artikel
Hier schreibt Marco Eitelmann seit Oktober 2014 über die Themen: Gesundheit, Ernährung, Natur und Umwelt. Qualifikation des Autors: Ich habe über 15 Jahre Berufserfahrung im Lebensmittelhandel gesammelt, davon den überwiegenden Teil in einer Führungsposition . Zuständig war ich für die Bereiche mit hoher Sensibilität in Bezug auf Qualität und Frische wie Fisch, Käse, Sushi, Salat- und Antipasti Bar sowie die hauseigene Lebensmittelherstellung in Form von frisch produzierten Convenience-Sortimenten. Damit einher ging die HACCP Kontrolle, sowie die Überwachung der Hygienebestimmungen und Lebensmittelsicherheit, mit Verantwortlichkeit für Schulungen im Bereich Infektionsschutzbelehrung, Hygienekonzepte und der Arbeitssicherheit zum Schutz der Gesundheit von Mitarbeitern und Kunden. Privat verbringe ich meine Zeit am liebsten in der Natur und habe mir viel Wissen über Pflanzen, Pilze und Heilkräuter angeeignet. Ich meditiere täglich und mache regelmäßig Qi Gong.

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