Werden die Berufe in der Pflege zukünftig attraktiver?

Startseite » Gesellschaft » Fragen und Gedanken » Werden die Berufe in der Pflege zukünftig attraktiver?

Beitrag überprüft und zuletzt aktualisiert am 19. Mai 2022

Pflegeberufe haben eher einen schlechten Ruf, das betrifft jedoch nicht ihren Status in der Gesellschaft, denn sie sind ungemein wichtig und in der Bevölkerung moralisch und ethisch hoch angesehen. Viel mehr bezieht sich diese negative Einschätzung auf ihre Bezahlung, Arbeitszeiten und Wertschätzung auf wirtschaftlicher und politischer Ebene. Zudem werden Pflegeberufe oft mit Unterbesetzung, zu wenig Zeit für die Patienten und bürokratische Exzesse in Verbindung gebracht.

All dies ändert sich jedoch nach und nach und die Angebote im Bereich der Krankenhauspflege, aber auch im Bereich der Altenpflege werden attraktiver, vor allem durch die zunehmende Überalterung der Gesellschaft. Arbeitskräfte, allen voran Fachangestellte werden dringend gebraucht.



Natürlich sollte das Geld bei derartigen Berufen nicht der ausschlaggebende Faktor sein diesen zu ergreifen, das gilt auch für alle anderen Berufsgruppen. Viele Menschen in der Pflege sind Idealisten und es ist ihnen wesentlich wichtiger wie es ihren Patienten bzw. Heimbewohnern geht. Dennoch sollte der zumeist sehr anspruchsvolle, verantwortungsträchtige und körperlich sowie psychisch harte Arbeitsalttag in der Pflege angemessen entlohnt werden.

Berufsbild Altenpflege vor goldener Zukunft?

Neben der klassischen Patientenpflege in den Krankenhäusern, wurde auch die Altenpflege in den letzten zwei Jahrzehnten erheblich vernachlässigt. Unzählige Überstunden, schlechte Ausstattung, Personalmangel und kaum Zeit für die eigentliche Arbeit und Betreuung am Menschen haben nicht gerade dazu beigetragen, dass die Branche einen guten Ruf unter Neuneinsteigern hat. Dazu kommen noch etliche Menschen die genau deshalb ihren Beruf wieder verlassen haben und in anderen Sektoren untergekommen sind. Diese sind zumeist stressfreier, besser bezahlt und vor allem mit mehr Freizeit verbunden gewesen.

Die Corona Krise hat jedoch einen deutlichen, positiven Wandel beschleunigt, der sich seit einiger Zeit vorher schon langsam abzeichnete. Die Politik hat endlich mehr Aufmerksamkeit für diese gesellschaftlich extrem wichtigen Branchen gezeigt.

Verbesserungen in der Pflege kann man langsam aber sicher in ganz Deutschland beobachten. So sind z.B. Stellenangebote für Altenpfleger inzwischen im Verhältnis wesentlich besser bezahlt als noch vor 10 Jahren. Dazu kommen immer mehr Benefits, bessere Arbeitszeiten und Versprechungen. Klar werden diese nicht alle und von jedem eingehalten, aber der Trend in eine positive Richtung stimmt und das ist wichtig.

Warum sollte man überhaupt in der Pflege anfangen?

Der ausschlaggebende Punkt sollte in aller erster Linie der sein, weil Du Dich für Patienten und ältere Menschen aufrichtig und ehrlich einsetzen möchtest und ihnen im Leben helfen willst. Danach kommen erst das Geld und die viele andere positive Aspekte.


Das was Dir viele der älteren Menschen zurückgeben und das was Du mit Deiner sehr wichtigen gesellschaftlichen Aufgabe leistest, beschert Dir einen Lohn den niemand mit Geld bezahlen kann, auch wenn es natürlich nicht immer alles gesehen oder gewürdigt wird. Nichts desto Trotz bietet gerade die Altenpflege natürlich einige positive Anreizpunkte, um die Berufe in der Branche attraktiv zu machen.

  • Ein sehr sicheres und zukunftsträchtiges Berufsumfeld
  • Eine inzwischen recht hohe und weiter steigende Bezahlung
  • Steigende Nachfrage nach Mitarbeitern in Zukunft bei aktuell ebenso starker Nachfrage nach Fachkräften und Neueinsteigern
  • Hohe Chancen auf eine Ausbildung auch für Quereinsteiger
  • Großer Konkurrenzkampf um gute Fachkräfte, was gleichzeitig die Arbeitgeber zwingt attraktiver zu werden
  • Eine in Zukunft sehr wahrscheinlich höhere Priorität in der politischen Ausrichtung und Förderung der Berufsgruppen.

Die Altenpflege ist nicht nur sinnstiftend, sondern auch grundsätzlich attraktiver geworden

Auch wenn man immer noch viel Negatives hört, so ist der positive Wandel in den Pflegeberufen nicht mehr aufzuhalten. Es gibt heute einige Berufe die nicht tatsächlich vom Wort „Berufung“ kommen, sondern einfach nur Jobs sind. Etliche davon sind weit von der Wichtigkeit und der Sinnhaftigkeit der wirklich wichtigen Berufsgruppen wie der Pflege entfernt.

Es macht einen gewaltigen Unterschied auch für einen persönlich, wenn man abends nach Hause kommt und zuvor am Tag einigen älteren Menschen das Leben erleichtert hat und ihnen ein Lächeln ins Gesicht zaubern konnte, als z.B. in einem Büro den ganzen Tag eine Excel Tabelle mit Datenmengen gefüttert zu haben.

Genau diese Sinnhaftigkeit macht glücklich, egal ob man nun in einem Altenheim angestellt ist oder eine häusliche Pflegesituation betreut. Das was man damit bewirkt und auch selbst wieder bekommt ist in diesen Berufsgruppen besonders hoch gewichtet.

Persönlich kenne ich einige Menschen die in der Pflege und auch in Krankenhäusern arbeiten und ebenfalls eine Verbesserung der Situation feststellen können. Natürlich gibt es auch Gegenbeispiele. Letztendlich ist es der Arbeitgeber, der die Grundlagen und Bedingungen für ein möglichst reibungsloses und attraktives Arbeitsumfeld schaffen muss.


Die meisten Teams arbeiten gut zusammen und haben auch nur aus diesem Grund bis heute durchhalten können, vor allem aufgrund der wirklich schweren und außerordentlich anstrengenden Situation der letzten zweieinhalb Jahre.

Zusätzliche interessante Beiträge:


Meine Empfehlung unter den Onlineapotheken
Seriös, günstig und sehr schnell im Versand
zusätzlich sind auch oft Gutscheine und Vergünstigungen vorhanden
DocMorris - Europas größte Versandapotheke*


Wenn Dir dieser Beitrag gefällt, freue ich mich wenn Du ihn teilst...

Autor: Marco Eitelmann

Mein Name ist Marco Eitelmann und ich schreibe hier seit Gründung dieser Webseite im Jahr 2014 hauptsächlich über die Themen: Gesundheit, Ernährung sowie Natur- und Umwelt. Mein Fachwissen in diesen Bereichen stammt aus meiner inzwischen fast 20 jährigen Berufserfahrung im Lebensmittelhandel und der Nahrungsmittelproduktion und durch ständige Fortbildung im Ressort Ernährung sowie der ausgiebigen Lektüre von mittlerweile weit über 200 Fachbüchern aus den Bereichen Medizin und Naturwissen.

Schreibe einen Kommentar