Wie schmeckt Lebertran und ist er gesünder und besser zur Vitamin D, A und Omega 3 Versorgung als Vitaminpräparate geeignet? – Meine Erfahrungen

Ich nutze nun schon seit einigen Monaten naturbelassenen Lebertran und konnte einige Erfahrungen damit sammeln, insbesondere auch dazu, wie man den gewöhnungsbedürftigen Geschmack größtenteils umgehen kann.
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Lebertran ist wohl eines der ältesten und natürlichsten Mittel, um seinen Körper mit viel Vitamin D, A und Omega 3 Fettsäuren zu versorgen. Oft hört man jedoch, meist von den älteren Generationen, dass der Lebertran einen furchtbaren Geschmack in ihrer Kindheit hatte.

Um selbst Erfahrungen mit dem Lebertran sammeln zu können, habe ich mich daher nicht auf diese Aussagen verlassen. Diese stammen noch aus Zeiten, in denen der Lebertran an den Schulen und in den Privathaushalten als gängiges und sehr gesundes Nahrungsergänzungsmittel galt.



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Geschmacklich kann er damals tatsächlich stärker geschmeckt haben als heute, da die Produkte gerade von der Reinheit her qualitativ nicht immer die Besten waren. Mehr unerwünschtes Fischeiweis und Nebenstoffe im Endprodukt beuten einen strengeren und unangenehmeren Geschmack.

Braucht man Lebertran überhaupt um seinen Bedarf an Vitaminen und Omega 3 Fettsäuren zu decken?

Der Fischlebertran wurde damals vor allem zur regelmäßigen gesundheitlichen Standardvorsorge an Kinder abgegeben, was aus heutiger Sicht gerade in Zeiten des Vitamin D Mangels weiter Bevölkerungsteile auch nicht schlecht wäre.

Zusätzlich kommt auch gar nicht so selten eine zu niedrige Vitamin A Versorgung aufgrund der oft ungesunden und wenig abwechslungsreichen Ernährung der Kinder und Erwachsenen hinzu, bei dessen Reduzierung der Vitamin A reiche Auszug aus der Dorschleber ebenfalls sehr gut helfen kann.

Ich habe mir einen hochwertigen, absolut natürlichen und reinen Lebertran* aus der Apotheke besorgt, um damit eigene Erfahrungen zu sammeln. Dieser hat auch von vielen anderen Verbrauchen gute Bewertungen bekommen, stammt aus Deutschland und existiert schon etliche Jahre am Markt.

Ich nutze ausschließlich nur dann Nahrungsergänzungsmittel, wenn diese auch wirklich sinnvoll für mich sind und von regelmäßigen Bluttests bei einem kompetenten Arzt als Bestätigung begleitet werden.

Grundlegend müssen diese frei von jeglichen unnötigen Zusatzstoffen sein, damit ich einen Kauf überhaupt in Betracht ziehe. Das betrifft insbesondere zugesetzte künstliche Aromen, Farbstoffe wie Titandioxid E171, Trägerstoffe und Trennmittel, welche ebenfalls völlig unnötig sind wie z.B. das häufig verwendete Magnesiumstearat E572.

Nach meiner Meinung braucht absolut kein Nahrungsergänzungsmittel solche Inhaltsstoffe und es gibt genügen Alternativen ohne diese chemischen, teils gesundheitlich sehr bedenklichen Zusätze.

Zu Vitamin D im Lebertran:

Ich ernähre mich sehr ausgewogenen und gesund, jedoch lässt sich mit einer solchen Ernährung nicht ansatzweise der benötigte Vitamin D Bedarf vor allem im Herbst und Winter decken. Mehr dazu auch unter „Lebensmittel mit viel Vitamin D“.

Von daher ist Lebertran schon eine sehr gute natürliche Vitamin D Quelle in der Ernährung, da es eines der wenigen Lebensmittel ist, welches wirklich signifikant große Mengen Vitamin D enthält und so dessen Spiegel im Körper anheben oder zumindest in den dunklen Monaten halbwegs stabil halten kann.

Die Fischleber enthält sehr große Mengen an Vitamin A

Das Vitamin A ist wiederum in sehr vielen Lebensmittel enthalten, wobei gerade in tierischen Lebensmitteln die sofort verfügbare Version des Vitamin A als Retinol enthalten ist. Das pflanzliche retinoläquivalent ist wiederum nicht sofort zugänglich und muss vom Körper erst umgewandelt werden.

Eine Karotte oder eine Fischleber unterscheiden sich hier ganz deutlich, sowohl was den mengenmäßigen Gehalt an Vitamin A betrifft, als auch dessen Verfügbarkeit. Trotzdem kann selbstverständlich auch ein Mensch seinen Vitamin A Bedarf problemlos decken, wenn er sich überwiegend pflanzlich ernährt.

Lebertran enthält sehr große Mengen Vitamin A. Die Konzentration ist derart hoch, dass eine Überdosierung des Lebertrans auch zu einer Vitamin A Überdosierung und somit Hypervitaminose führen kann.

Von daher der Hinweis zur täglichen Dosierung: Ein Esslöffel Lebertran für einen Erwachsenen pro Tag reicht völlig aus!

Omega 3 Fettsäuren im Lebertran

Die Leber von Kabeljau (Dorsch) und anderen fetten Meeresfischen enthält eine Menge an Omega 3 Fettsäuren, die man alternativ auch über den Verzehr von mindestens 2-3 Portionen fettreichen Fisch wie z.B. Makrele, Lachs oder Hering (Matjes) über die Woche verteilt zu sich nehmen kann. Hier habe ich eine Rangliste der Fische mit dem höchsten Omega 3 Fettsäureanteil erstellt.

Lebertran erhöht die Omega 3 Versorgung bei täglichem Verzehr über die Ernährung deutlich, ist aber für diesen Zweck nicht als alternativlos zu sehen. Neben einem regelmäßigen Fettfisch-Konsum, kann man vor allem auch als Vegetarier oder Veganer den häufigen Verzehr von Leinöl oder Hanföl zur Omega 3 Versorgung empfehlen, da bei diesen Ernährungsarten ja der Konsum von Lebertran ausgeschlossen ist.

Man braucht nicht zwingend Lebertran, um seinen Bedarf an Vitamin D, A und Omega 3 zu decken. Als eine sehr gute Ergänzung ist der Auszug aus der Fischleber als reines Naturprodukt jedoch sehr gut und einfach in der Anwendung geeignet. Ob er allerdings ein gezielt eingesetztes Vitamin D3 Präparat ersetzen kann, dazu später einige Zeilen mehr…

Wie viel Vitamin D, Vitamin A und Omega 3 Fettsäuren enthält der Lebertran?

Da es sich bei Lebertran um ein Naturprodukt handelt, schwanken die enthaltenen Vitamin- und Fettsäurewerte nicht nur saisonal. Selbst von Fisch zu Fisch und zusätzlich aufgrund der aktuelle Umwelt- und Nahrungsbedingungen der Tiere sind die Unterschiede teilweise ganz erheblich. Trotzdem sind die meisten reinen Lebertran Produkte relativ ähnlich bezüglich ihrer enthaltenen Inhaltsstoffe:

  • Der Vitamin D Anteil in Lebertran:
    Als Faustformel die immer wieder genannt wird, gelten ca. 10.000 IE (IE= internationale Einheiten) Vitamin D für 100ml Lebertran. Pro 100 Gramm Produkt, schwanken die angegebenen Vitamin D Werte der Hersteller aber gewaltig und reichen von 7000 IE bis 15000 IE. In Mikrogramm gerechnet, bedeutet dies ein Schwankungsbereich von 175μg bis 375μg pro 100ml der jeweils verschiedenen Lebertranprodukte.
  • Das Vitamin A ist in der Kabeljauleber reichlich enthalten, doch auch hier sind die Schwankungen hoch!
    Je nach Hersteller der Lebertranpräparate, schwankt der Vitamin A Anteil innerhalb eines Spektrums zwischen 70.000 IE und 120.000 IE pro 100 Gramm Lebertran, was schon sehr viel ist! Daher eignet sich der Fischleberauszug auch so gut zur zusätzlichen Vitamin A Versorgung. Man bekommt als Erwachsener mit nur einem Esslöffel am Tag eine Portion an Vitamin A zugeführt, die in Verbindung mit einer gesunden Ernährungsweise locker den täglichen Bedarf mehrfach decken kann. Aufgrund der tierischen Herkunft wird es sehr schnell vom Körper aufgenommen, da es aus sofort verfügbarem Retinol besteht.
  • Der Omega 3 Anteil in Lebertran
    Er beträgt je nach Hersteller zwischen 12-16 Prozent auf 100 Gramm bzw. 100 Milliliter bezogen.

Lebertran und meine persönlichen Erfahrungen

Ich nehme den Lebertran der Firma LAMOTTE OILS* nun schon über einige Monate ein und bin zufrieden mit dem Produkt. Der Geschmack, auf den ich gleich mehr eingehen werde, ist relativ mild. Wichtig war mir bei der Auswahl, dass es sich um einen europäischen Hersteller mit streng überwachter Qualität und hohen Produktionsstandards handelt.

Noch wichtiger war allerdings ein absolut reines Produkt ohne Aromastoffe oder gar Zusatzstoffe zur Haltbarmachung oder der Optik wegen zu erwerben. Die Firma hat ihren Sitz in Bremen und bezieht die Fischleber nach eigenen Angaben aus Fischen, die aus den nördlichen Regionen stammen, sprich die Meeresbereiche um Skandinavien, Island und Grönland. Zudem unterhalten sie ein eigenes Labor und machen externe Prüfungen zur Qualitätssicherung.

Meine Erfahrungen mit dem Lebertran waren durchweg positiv. Die ersten paar Anwendungen habe ich ihn noch direkt vom Löffel geschluckt. Dies ist nun nicht besonders angenehm, aber auch nicht wirklich schlimm oder gar ekelhaft vom Geschmack her.

Als natürliche Nahrungsergänzung finde ich das Produkt absolut Top und mit einem Preis von weit unter 10 Euro sehr günstig. Manchmal bekommt man es bei DocMorris* sogar unter 6-8 Euro pro Lebertranflasche a 250ml zu kaufen.

Wie schmeckt Lebertran wirklich und sollte man wegen des Geschmacks lieber auf aromatisierte Produkte setzen?

Die übertriebenen Ekelbekundungen zum Geschmack von Lebertran, sollten einen nicht von einem Selbstversuch abhalten. Wenn man natürlich schon vorher einige Mal gesagt bekommen hat, dass Lebertran wirklich widerlich und kaum runterzubekommen sei und dann mit dieser Erwartungshaltung seinen ersten Löffel zu sich nimmt, dann ist es wesentlich wahrscheinlicher das man tatsächlich selbst sagt: „Schmeckt ekelhaft!“


Geht man ganz neutral an die Sache ran und versucht es ohne Vorbehalte einmal selbst, dann kann man feststellen, dass hochwertiger Lebertran zwar kein geschmackliches Highlight ist, aber eben auch nicht unausstehlich schlecht schmeckt.

Man kann ihn am besten damit vergleichen, indem man sich einfach an den Geschmack eines Matjes oder einer Makrele erinnert. Das Fett daraus schmeckt auch nicht viel anders.

Ich habe aber gleich noch ein paar Hinweise und Tricks für Euch, wie ihr den naturbelassenen Lebertran wesentlich bekömmlicher und einfacher zu Euch nehmen könnt.

Zu den aromatisierten Lebertran Produkte…

Wer unbedingt möchte, der kann zur geschmacklichen Verbesserung auch auf einen aromatisierten Lebertran zurückgreifen, wenn die zugesetzten Aromen absolut rein natürlichen Ursprungs sind. Dies kann z.B. Zitronenöl oder Zimt sein. Auf synthetische Geschmackträger bzw. Aromen würde ich auf jeden Fall verzichten, mit einer natürlichen Ernährung oder Ergänzung haben diese Produkte dann nichts mehr gemein!

Tipps wie Lebertran besser schmeckt und leichter eingenommen werden kann

Statt den Lebertran täglich und eher wiederwillig mit dem Tee- oder Esslöffel aus dem Kühlschrank kalt in den Mund zu befördern, kann man ihn auch wunderbar in die ganz normale Ernährung, teils sogar als gewünschte Zutat integrieren.

Im Vergleich zu spezifischen B-Vitaminen und Vitamin C, ist das fettlösliche Vitamin A und Vitamin D relativ gut hitzestabil. Zwar sollte man den Lebertran nun nicht mitkochen, aber man kann ihn am Ende der Koch- oder Bratzeit auf heiße Speisen geben. Ebenso kann man ihn direkt in Soßen und Suppen Einrühren, nachdem der Herd bereits ausgeschaltet ist.

Geschmacklich wenig bis gar nicht aufgefallen ist mir der Lebertran vor allem an folgenden Lebensmitteln:

  • Hühnersuppe (kräftige Suppen Allgemein)
  • Fischsuppe (Verbessert sogar den Geschmack)
  • Brat, Koch und Grillfischgerichten
  • In kräftigen Soßen
  • Auf einem Brötchen mit Lachs, Makrele, Matjes und anderen Fischsorten
  • In geringer Dosierung in Kartoffel, Linsen- und Bohnensalat
  • In Currys
  • Gulasch und Eintöpfen
  • In chinesischen Gerichten
  • Bei einem Großteil der tailändischen Kochrezepte verwendbar (hier ist die traditionelle, kräftige Fischsoße bzw. der Fischfond sogar eine Grundzutat)

Testet es einfach vorsichtig selbst. Bei manchen Gerichten werdet ihr kaum etwas davon schmecken. Fischgerichten können sich wiederum durch den leichten Geschmack von Lebertran sogar in ihrer aromatischen Vielfalt verbessern.

Ist Lebertran die bessere Alternative zur Einnahme von Vitamin D und A sowie Omega 3 über Nahrungsergänzungsmittel?

Auch wenn Lebertran sehr viel Vitamin A, erhöhte Mengen Vitamin D und Omega 3 enthält, kann er z.B. nicht eine Vitamin D Therapie ersetzen, die auf ein hochdosiertes Präparat mit reiner Vitamin D Basis oder einer Kombination mit Magnesium und Vitamin K2 basiert.

Das soll auch überhaupt nicht der Anspruch sein, wenn man Lebertran regelmäßig konsumiert. Er ist eine tolle Ergänzung zu einer gesunden und naturnahen Ernährung, jedoch kann man mit Lebertran beispielsweise keine 20.000-30.000 IE Vitamin D Therapie pro Tag über längere Zeit durchführen, die durch einen Arzt verordnet und begleitet wird. Die Lebertranprodukte sind auch nicht standardisiert auf einen genauen Vitamin D Gehalt.

Man würde sich bei einer derart hohen Menge allein schon durch den zusätzlich enthaltenen und sehr hohen Vitamin A Anteil recht zügig eine Vitamin A Überdosierung und in Folge eine schwere Vitamin A Vergiftung holen!

Zudem wäre die so aufgenommene Fettmenge enorm, was wohl zu Durchfall und weiteren Magen-/Darm Symptomen führen würde. Man sollte sich hier ganz auf die Verpackungsbeilage des jeweiligen Herstellers verlassen! Ein Esslöffel Lebertran für einen Erwachsenen am Tag reicht wie bereits gesagt definitiv aus.

Eine Überdosierung von Vitamin A und D durch Lebertran?

Vitamin D mit Lebertran für einen Erwachsenen langfristig zu hoch zu dosieren, ist gar nicht so einfach. Es sollte aber auch auf keinen Fall ein Versuch dahingehend gestartet werden. Die Haut schafft es an einem sonnigen Tag ohne großartige Bekleidung zwischen 8000IE und 12000IE Vitamin D ganz natürlich selbst zu produzieren.

Vor kurzem war noch die gängige Auffassung und der Meinungskonsens, dass alles über 400-800 IE am Tag schon zu viel wäre und alles ab 1000 IE sogar von einem Arzt verordnet werden müsste. Nahrungsergänzungsmittel waren teils stark eingeschränkt gewesen und an der alten Vorstellung und Lehrmeinung wurde sehr lange weiter festgehalten.

Immer mehr Ärzte informieren sich jedoch über die aktuelle Studienlage und bilden sich fachlich weiter. Neue Ärzte kommen hinzu und die Wichtigkeit von Vitamin D und allgemein den Vitaminen und Mineralstoff in Bezug auf die Gesundheit rückt immer weiter nach vorn.

Inzwischen hat es dazu geführt, dass die als täglich „sicher geltenden“ Vitamin D3 Dosierungen immer weiter gestiegen sind. Momentan liegen der Wert bei einem Erwachsenen jenseits der 3000 IE Marke. Ich empfehle hier explizit keiner Person mehr Vitamin D einzunehmen als empfohlen wird, aber man sollte sich unabhängig und selbst bezüglich dieses Themas informieren und dann eigene Entscheidungen treffen.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich mit meinen täglich 5000 bis 10000 IE begleitet von regemäßigen Bluttests bei meinem Arzt sehr gute Blutwerte habe (Vitamin D Spiegel zwischen 50 und 60 ng/ml). Er unterstützt meine Vitamin D Einnahme auch ganz klar und hält Aufnahmemengen von unter 3000 IE am Tag für zu gering für mein Gewicht von 75 Kg.

Da das ganze aber das Thema hier sprengen würde, verweise ich diesbezüglich gerne auf meine große „Vitamin D Artikelserie

Mit Lebertran wirklich eine massive Vitamin D Überdosierung zu erreichen ist zwar eher schwierig, sollte aber auf keinen Fall angestrebt werden, allein schon wegen den damit unweigerlich verbunden viel zu hohen Vitamin A Aufnahmemengen!

Bei Vitamin A handelt es sich wie bei Vitamin D ebenfalls um ein fettlösliches Vitamin. Es ist deutlich schneller eine Überdosierung des A-Vitamins bei einem zu hohen Konsum an Lebertran zu erreichen, als mit Vitamin D!

Damit sollte man auch nicht leichtfertig umgehen, denn die Nebenwirkungen und Symptome einer Vitamin A Überdosierung bzw. Vergiftung können neben Kopfschmerzen, Erbrechen, Magen- Darmbeschwerden und verschiedenen Schleimhautveränderungen vor allem im Mundbereich sogar in weiterer Folge lebensbedrohlich werden. Das gilt auch für andere fettlösliche Vitamine wie Vitamin E. Dieses ist ebenfalls im Lebertran enthalten, allerdings nicht in derart großen Mengen.

Sowohl die Vitamin D als auch die Vitamin A Überdosierung durch Lebertran ist somit möglich. Bei der korrekten Einnahme von nur einem Esslöffel für einen Erwachsenen pro Tag bei einem gesunden Menschen allerdings ausgeschlossen!

Hat Lebertran Nebenwirkungen?

Bis auf die Möglichkeit von vitaminbedingten Überdosierungen und deren jeweiligen gesundheitlichen Symptomen und Folgeerscheinungen, hat Lebertran bei einem gesunden Menschen keine Nebenwirkungen.

Personen mit einem gestörten Stoffwechsel und insbesondere einem erhöhten Calciumspiegel im Blut oder einer reduzierten Calciumausscheidungsleistung über die Nieren, sollten jedoch sehr vorsichtig sein und sicherheitshalber immer einen Facharzt vor der Anwendung von Lebertran konsultieren!

Bei sehr empfindlichen Personen gegenüber einer fettreichen Ernährung oder Ölen im Allgemeinen, kann Lebertran abführende Wirkung haben, Durchfall verursachen und gegebenenfalls zu Übelkeit oder gar Erbrechen führen.

Dies tritt eher dann auf, wenn Fette bei den Betroffenen generell nicht gut vertragen und verdaut werden können oder bereits Übelkeit und Durchfall durch den Verzehr von puren Pflanzenölen ausgelöst wird. In einem solchen Fall kann man auch versuchen das Lebertranöl mit festem Essen bei jeder Einnahme zu verbinden.

Fermentierter Lebertran?

Ich lese immer wieder von fermentiertem Lebertran. Auch ich wurde schon gefragt ob ich Erfahrungen mit fermentierten Lebertranauszügen habe. Ich bin allerdings nicht von diesen Produkten gegenüber hochwertigem „gewöhnlichen“ Lebertran überzeugt. Zudem ist das Preisgefüge hier auf einem Niveau, das ich für einen Dorschleberauszug persönlich für überteuert halte.

200-250 ml Lebertran sollten unter 10 Euro kosten. Qualitativ hochwertige Dorschleber aus möglichst sauberen Fangebieten reicht aus, um ein gutes Produkt herzustellen. Spezielle Lebertranprodukte werden teils auch aus andere Fischlebersorten wie z.B. vom Rochen hergestellt.

Ob der Unterschied bezüglich der Inhaltsstoffe, deren Konzentration, Aufnahmefähigkeit und Verträglichkeit von fermentiertem Lebertran so viel besser sein soll als es bei gewöhnlichem Lebertran der Fall ist, kann ich nicht beurteilen.

Fazit:

Lebertran ist aus meiner Erfahrung eines der sinnvollsten und natürlichsten Nahrungsergänzungsmittel überhaupt. Für mich persönlich ist es eher ein Lebensmittel. Genau wie verschiedene Pflanzenöle, kann man es sogar zum Verfeinern von Fischgerichten und Suppen verwenden.


Wichtig ist es den Lebertran wirklich nur als eine Ergänzung zu einer gesunden Ernährung sehen. Für eine hochdosierte Vitamin D Therapie unter ärztlicher Aufsicht, eigenen sich die Auszüge aus der Dorschleber sowie anderen Fischlebern nicht.

Zum Thema weiterführende Informationen und zusätzliche interessante Beiträge:


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Über Marco Eitelmann 410 Artikel
Hier schreibt Marco Eitelmann seit Oktober 2014 über die Themen: Gesundheit, Ernährung, Natur und Umwelt. Qualifikation des Autors: Ich habe über 16 Jahre Berufserfahrung im Lebensmittelhandel gesammelt und mich durch zusätzliche private Fortbildung zum Experten im Bereich Lebensmittelzusatzstoffe, Ernährung und Gesundheit entwickelt. Beruflich lag zudem ein Schwerpunkt auf der Lebensmittelsicherheit (HACCP und EHI Dokumentation) sowie dem Infektionsschutz. Privat: Ernähre ich mich ebenfalls sehr gesund und bin immer wieder mit Experimenten sowie dokumentierten Selbstversuchen in Sachen Ernährung und Gesundheit beschäftigt. Ich verbringe meine Zeit am liebsten in der Natur und habe mir dabei viel Wissen durch Fachliteratur und praktische Erfahrungen über Pflanzen, Pilze und Wildkräuter angeeignet. Ich meditiere täglich und mache regelmäßig Qi Gong.

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