Die traurige Wahrheit über den Kaffeeanbau

Der meiste Kaffee aus konventionellem Anbau, insbesondere wenn er noch dazu später in Plastik-Aluminium Kapseln abgefüllt wird ist extrem schädlich für die Umwelt. Große Teile des heutigen Kaffees werden leider immer noch mit Unmengen an giftigen Spritzmitteln und unter Einsatz teils unwürdiger Arbeitsbedingungen und niedrigen Bezahlungen der in den Erzeugerländern lebenden Menschen hergestellt. Monokulturen, vergiftete Böden und eine durch intensiven Anbau zerstörte Flora und Fauna gehören vielerorts zum Alltag. Das Entsorgungsproblem und die gewaltige Umweltverschmutzung durch Verpackungen, Coffee To Go Bechern und vor allem den Einwegkapseln für die beliebten und bequemen Kaffeemaschinen bilden ein weiteres Umweltproblem und verschmutzen den Planeten nachhaltig, teils über viele Generationen hinweg.

Kaffee ist noch vor Bier das meist getrunkene Getränk in Deutschland. Sei es die morgendliche Tasse gleich nach dem Aufstehen oder am Nachmittag zu einem Kuchen – getrunken kann er fast immer werden und ist aus unserer Gesellschaft kaum wegzudenken. Manch einer wird morgens nicht mal richtig munter bevor er nicht ein Tässchen intus hat. Ob Kaffee nun gesund ist oder nicht, da scheiden sich die Geister. Auch die Forscher sind sich hier nicht wirklich einig und deren verschiedensten Studien geben ebenso beiden Seiten Recht. Doch welchen Weg und welche Behandlungen legt der Kaffee zurück, bis er frisch gebrüht bei uns auf dem Tisch steht?

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Die Produktion des Kaffees
Der größte Kaffee Produzent weltweit ist mit Abstand Brasilien. Wenn man nun bedenkt, dass man ein Kilo Kaffee schon unter 8 Euro kaufen kann und der Großteil, bis auf wenige Ausnahmen mit der Hand geerntet wird, dann kann man sich die schlechten Arbeitsbedingungen die hierfür zu Grunde liegen ansatzweise vorstellen. Alleine deswegen sollte man nur zu fair gehandelten Produkten greifen. Ein genaueres Bild davon und auch wie viele verschiedene Gifte zum Einsatz kommen kann man sich bei der Reportage Bittere Ernte – Der Preis des billigen Kaffees,  des NDR Autors Michael Höft anschauen, der sowohl die Arbeitsbedingung  als auch den Einsatz von Pestizid – Cocktails beim Anbau recherchiert hat.

Pestizide und Gifte im Kaffee?
Im Kaffee sind in der Regel zumindest bis auf Ausnahmefälle entweder keine Rückstände von Pestiziden feststellbar oder sie liegen meist unter den gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerten. Dies ist jedoch auch nicht wirklich beruhigend, wenn man sieht was für Gifte hier zum Einsatz kommen, sodass auf dem Boden der Kaffeepflanzen gar nichts anderes mehr wachsen kann, weil er komplett durch den Einsatz verschiedenster giftiger Mittel zerstört wurde. Eines dieser Mittel, was in Europa schon längst verboten wurde, jedoch beispielsweise in Brasilien in Unmengen eingesetzt wird, wollen wir einmal genauer unter die Lupe nehmen. Das Pestizid Baysiston wird von dem Chemie – Multi Bayer hergestellt und zählt zu den gefährlichsten. Der Einsatz der Pestizide vor allem ohne passende Schutzkleidung und Arbeitssicherheitsmaßnahmen senkt die Lebenserwartung dieser Personenkreise in den betroffenen Ländern erheblich. Die Hersteller der Pestizide reden sich meist heraus, da ja ausdrücklich auf entsprechende Schutzmaßnahmen hingewiesen wird. Der Einsatz von solcher Kleidung und Atemmasken ist jedoch nicht nur teuer, sondern auch äußerst unpraktisch und nahezu nicht möglich, wenn man die Umstände betrachtet unter denen Kaffee so billig produziert wird. Denn wer läuft schon bei tropischen Temperaturen mit Schweiß treibenden Schutzanzügen durch die Gegend, meistens ist für diese Spezialkleidung ohnehin kein Geld verfügbar, oder wird aus Gewinnoptimierungsgründen einfach eingespart.  Leider kommen zudem noch viele weitere Mittel zum Einsatz, um sowohl Schädlinge fernzuhalten, als auch die Ernte zu vergrößern.

Der Einsatz von Genpflanzen im Kaffeeanbau
Auch hier kommt eine Vielfalt verschiedenster Pflanzen zum Einsatz. Die einen sind resistent gegen Insektenbefall und eingesetzten Herbiziden die anderen koffeinfrei. Es werden auch Versuche gemacht Gen – Kaffee zu produzieren der gleichzeitig reift und dadurch leichter von Maschinen geerntet werden kann, was Millionen an Arbeitern ihren Job kosten könnte. Nestle hat beispielsweise auch ein Patent an einer Gen Pflanze dessen Kaffee leichter löslich sein soll.

Sollte ich aus diesen Gründen auf meinen Kaffee verzichten?
Wer seinen Kaffee trotz alledem mit mehr oder weniger ruhigem Gewissen trinken will, der sollte lieber ein bisschen mehr dafür ausgeben und sicher stellen, dass es sich um fair gehandelten und auch biologisch angebauten Kaffees handelt, da hier die Arbeiter zumindest etwas mehr erhalten und keine künstlichen Pflanzenschutzmittel zum Einsatz kommen, sowie oft auf Mischplantagen angebaut wird. Diese Produkte sind in jedem Supermarkt, Bioladen und auch online erhältlich und immer gekennzeichnet. Selbst wer auf Kapseln zurück greift findet hier eine große Auswahl an Bio und Fairtrade Produkten wie sie z.B. von spezialisierten Shops wie gourmesso.de angeboten werden. Hierbei sollte man jedoch beachten, dass auch die Kapseln ökologisch abbaubar sind, da sie ein großes Müllproblem darstellen.

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Medizinische Fakten zur Nahtoderfahrung - Geschrieben von Kardiologe Pim van Lommel aus wissenschaftlicher Sicht, mit jahrelanger Dokumentation von klinischen Todesfällen und ausführlichen Befragungen der Betroffenen nach der Reanimation.



Fazit:
Aus gesundheitlichen Gründen ist ein geringer Kaffeekonsum von hochwertigen Produkten unbedenklich, jedoch in den meisten Fällen leider nicht für die Umwelt. Der konventionelle Kaffeeanbau verbraucht Tonnenweise hochgiftige Pestizide, Herbizide und Fungizide und die Pflanzen wachsen in ökologisch toten Monokulturen. Wer dann auch noch den Kaffee in Plastik- Aluminiumkapseln zu nebenbei völlig überteuerten Preisen kauft, der schadet der Umwelt nicht nur kurzfristig sondern nachhaltig. Idealeiweiße sollte man daher Bio Kaffee aus Mischkulturen und von fair bezahlten Arbeitern kaufen. Damit erreicht man nicht nur für seine Gesundheit und die Umwelt etwas Gutes, sondern auch für die Menschen vor Ort.

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