Smarte Gesundheitstools: Wie wir heute Verantwortung über unsere Gesundheit übernehmen

Startseite » Gesundheit » Sport » Smarte Gesundheitstools: Wie wir heute Verantwortung über unsere Gesundheit übernehmen

Beitrag überprüft und zuletzt aktualisiert am 4. September 2022

Die Digitalisierung hat so manches früher Undenkbare möglich gemacht. Auch an der Sport- und Gesundheitsbranche geht der Fortschritt der letzten Jahre nicht spurlos vorbei. Ganz im Gegenteil. Fitnesstools wie Smartwatches und Fitnessarmbänder haben einen regelrechten Boom ausgelöst, der dazu führt, dass wir uns heute ein genaues Bild über unseren Schlaf, unsere Vitalwerte und unser Aktivitätslevel machen können.

Wir lassen unsere Schritte zählen, verfolgen unsere REM-Schlafphase und ermitteln unseren Puls. Ein Trend, der durchaus seine Vorteile mitbringt, denn viele der Trackingtools führen dazu, dass wir uns mit der eigenen Gesundheit auseinandersetzen, nach neuen Wegen suchen, um gesünder zu leben und im Alltag entspannter bleiben. Schlaf, Ernährung, Sport – viele der smarten Gadgets legen das Fundament dafür, dass wir selbst Verantwortung über unser Wohlbefinden übernehmen. Und das von jung bis alt. Welche Möglichkeiten gibt es?



Immer in Bewegung: Fitnessarmbänder, Wellnesstrackern und Co.

Der wohl größte Markt, wenn es um das Vitaltracking geht, ist zweifelsohne der Sport- und Fitnessbereich. Fitnessarmbänder, Smartwatches, Tools und Apps sind in den letzten Jahren immer besser, schneller, effizienter und genauer geworden. Die Pulserfassung gehört bereits zu den etablierten Standardmesswerten. Was Fitnesstracker heute schon können, ist durchaus beachtlich: Schritte zählen, den Schlaf überwachen, die Herzfrequenzvariabilität, die Atemfrequenz und den Blutdruck messen, via GPS die Distanzen erfassen, Höhenmeter aufzeichnen und Trainingsprogramme auf Grundlage der Werte empfehlen, um nur einige zu nennen. Natürlich ist bei den meisten smarten Uhren ein Kalorienzähler dabei. Mittels smarter Personenwaage lässt sich das Gewichtsmanagement einfach via App kontrollieren.


Es gibt mittlerweile sogar Geräte, die Gefühle anhand von Stimmhöhe, Sprechrhythmus und Sprechtempo, erfasst von einem hochsensiblen Mikrofon, erkennen können. Dabei handelt es sich um sogenannte Wellnesstracker, die in der Lage sind, Aussagen über Stresspegel und monatlichen Zyklus der Frau zu treffen.

Smarte Tools im medizinischen Bereich

Während Fitnesstracker und Wearables unseren Alltag begleiten, jedoch einen rein freizeitlichen Charakter aufweisen, gewinnen smarte und speziell konzipierte Geräte immer mehr Bedeutung in medizinischen Bereichen. In dem Zusammenhang sind solche Tracker Medizinprodukte, die speziellen Normen und Sicherheitsanforderungen entsprechen und die Richtlinien der Europäischen Medizinprodukte-Verordnung erfüllen müssen, um offiziell als solche zugelassen zu werden.

Im Unterschied zu den Geräten im Hausgebrauch haben die gemessenen Werte eine medizinisch verlässliche Aussagekraft und dienen nicht nur der reinen Daten- und Informationssammlung. Sie sind Grundlage für medizinische Diagnosen und Behandlungen.


Zudem gibt es medizinische Gesundheits-Apps, die sich ebenso für Diagnosen und Therapien nutzen lassen, dafür aber auch als Medizinprodukt zugelassen und über das CE-Kennzeichen verfügen müssen. Sogenannte service-orientierte „digitale Gesundheitsanwendungen“ kurz „DiGA“ können sich seit Inkrafttreten des „Digitale Versorgungs-Gesetz“ (DVG) gesetzlich Versicherte unter gewissen Voraussetzungen verschreiben lassen. Die heute bereits anerkannten Anwendungen werden im DiGA-Verzeichnis gelistet. Sie unterstützen den Patienten sowie die gesamte Behandlung bei unterschiedlichen Problematiken und erleichtert die Arzt-Patienten-Krankenkassen-Kommunikation.

Wenn Dir dieser Beitrag gefällt, freue ich mich wenn Du ihn teilst...

Autor: Marco Eitelmann

Mein Name ist Marco Eitelmann und ich schreibe hier seit Gründung dieser Webseite im Jahr 2014 hauptsächlich über die Themen: Gesundheit, Ernährung sowie Natur- und Umwelt. Mein Fachwissen in diesen Bereichen stammt aus meiner inzwischen fast 20 jährigen Berufserfahrung im Lebensmittelhandel und der Nahrungsmittelproduktion und durch ständige Fortbildung im Ressort Ernährung sowie der ausgiebigen Lektüre von mittlerweile weit über 200 Fachbüchern aus den Bereichen Medizin und Naturwissen.

Schreibe einen Kommentar