So läuft die Begutachtung des Medizinischen Dienst der Krankenkasse in Sachen Pflege ab

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Beitrag überprüft und zuletzt aktualisiert am 24. November 2021

Ein Termin zur Begutachtung des MDK in Bezug zur Pflegestufe und den entsprechenden Pflegeleistungen steht kurz bevor, dann solltest Du auf jeden Fall bereits alle Unterlagen zur Hand haben.

Um spätere Probleme zu vermeiden, solltest Du auch nochmals die geforderten Dokumente auf Vollständigkeit und Richtigkeit überprüfen.



Sofern alles beisammen ist, kannst Du bereits im nächsten Schritt das Gespräch mit Deinem Angehörigen suchen. In diesem klärst Du vorab einige Fragen wie:

  • Bei welchen Tätigkeiten im alltäglichen Leben bestehen Schwierigkeiten?
  • Wo wird Unterstützung benötigt?
  • Welche Tätigkeit können selbstständig ausgeführt werden?

Hat bereits ein Angehöriger die Pflege übernommen? Dann ist es ratsam, gemeinsam an dem Termin des MDK teilzunehmen.

Des Weiteren solltest Du alle Arzt- und Krankenhausberichte parat haben. Bei der Einnahme von Medikamente des zu Pflegenden, ist der Medikamentenplan ebenfalls beizulegen. Jedes zusätzliche Dokument kann die Arbeit des Gutachters erleichtern und bei der Beurteilung unterstützen.

Ebenfalls solltest Du das Pflegetagebuch zu dem Termin bereithalten, sofern ein solches bereits geführt wird. Zudem solltest Du Dir zusammen mit dem zu Pflegenden bereits Grundgedanken darüber gemacht haben, ob eine stationäre Aufnahme in ein Pflegeheim oder die häusliche Pflege in Frage kommt. In Letzterem Fall müsstest Du entscheiden, ob die Leistung von Dir oder Deinen Angehörigen durchgeführt wird oder durch externe Hilfe ergänzt oder sogar vollständig übernommen werden soll.

Tag der Begutachtung durch den medizinischen Dienst

Am Tag der Begutachtung wird ein Mitarbeiter des MDK zu Euch nach Hause kommen. Der Gutachter wird anhand eines Kriterienkataloges beurteilen, welcher individuelle Pflegegrad vergeben wird. Dabei sind Fähigkeiten und Selbstständigkeit in verschiedene Module unterteilt. Sechs davon tragen ihren Teil zur Bewertung bei.


Jedes einzelne Modul ist nochmals in weitere Unterkriterien eingeteilt, welche die Einschränkungen mit einem Punktesystem bewerten.

Aus den sechs Modulen ergibt sich am Ende eine Gesamtbewertung. Jedes Modul hat einen unterschiedlich starken Einfluss auf das System.

Nachfolgend werden die Bewertungskriterien genannt inklusive prozentualen Anteil an der Gesamtbewertung.

  • Selbstversorgung (40%)
  • Bewältigung von und selbständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen (20%)
  • Kognitive und kommunikative Fähigkeiten plus
  • Verhaltensweisen und psychische Probleme (15%)
  • Gestaltung des alltäglichen Lebens und sozialer Kontakte (15%)

Der Ablauf nach der MDK Begutachtung

Nachdem der Gutachter den Termin zur Begutachtung beendet hat, erstellt dieser ein Gutachten und leitet es an die Pflegekasse weiter. Damit Du die weiteren Schritte mit Sicherheit planen kannst, wird die Pflegekasse Dir zeitnah nach Eingang des Gutachtens den jeweils ermittelten Pflegegrad mitteilen. 

Wie oben bereits erwähnt erfolgt die MDK Einschätzung in Punkten und sieht wie folgt aus:

  • Pflegegrad 1 ab 12,5 bis unter 27 Punkte
  • Pflegegrad 2 ab 27 bis unter 47,5 Punkte
  • Pflegegrad 3 ab 47,5 bis unter 70 Punkte
  • Pflegegrad 4 ab 70 Punkte bis unter 90 Punkte
  • Pflegegrad 5 ab 90 bis unter 100 Punkte

Den Bescheid über die Zuordnung sowie eine Kopie des Gutachtens vom medizinischen Dienst erhälst Du auf postalischen Weg.


Sollte der Fall eintreten, dass der Antrag abgelehnt wird oder Du mit der Einstufung nicht zufrieden bist, hast Du die Möglichkeit innerhalb eines Monats Widerspruch gegen den Bescheid einzulegen.

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Autor: Marco Eitelmann

Mein Name ist Marco Eitelmann und ich schreibe hier seit Gründung dieser Webseite im Jahr 2014 hauptsächlich über die Themen: Gesundheit, Ernährung sowie Natur- und Umwelt. Mein Fachwissen in diesen Bereichen stammt aus meiner inzwischen fast 20 jährigen Berufserfahrung im Lebensmittelhandel und der Nahrungsmittelproduktion und durch ständige Fortbildung im Ressort Ernährung sowie der ausgiebigen Lektüre von mittlerweile weit über 200 Fachbüchern aus den Bereichen Medizin und Naturwissen.

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