Welches Vitamin ist für den Menschen am wichtigsten?

Egal ob Vitamine, Mineralstoffe oder Spurenelemente, es sollten zuerst immer versucht werden diese aus natürlichen Nahrungsmittelquellen zu beziehen, bevor man zu Nahrungsergänzungsmitteln greift. Jedoch kommt man manchmal eben nicht an diesen vorbei…
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Ich werde immer wieder gefragt, welches Vitamin denn für die Gesundheit am aller wichtigsten sei. Man kann die Frage auch gleich auf alle Mineralstoffe und Spurenelemente ausdehnen. Die Antwort auf diese Frage kann man allerdings direkt geben:
„Alle Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sind wichtig für die langfristige Gesundheit!“ – Jedoch nicht für das kurz- bis mittelfristige Überleben.
Warum dies so ist, möchte ich hier genauer erklären. Jedes Vitamin hat seine spezielle Aufgabe im Körper und ist nicht ersetzbar. Ich habe vor einiger Zeit dazu auch eine ausführlichere Zusammenfassung mit dem Titel „Die 13 wichtigsten Vitamine“ zusammengestellt. Aus heutiger Sicht wären es einige mehr und zwar Alle, denn ohne eine ausreichende langfristige Versorgung mit jedem fehlenden Vitamin wird die Gesundheit geschwächt.

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Alle Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sind gleichsam wichtig für die Gesundheit – Es gibt nicht das wichtigste Vitamin oder den wichtigsten Mineralstoff!

Egal welcher essentielle Mikronährstoff über kurz oder lang in der Ernährung fehlt, wird dieser Zustand dauerhaft zu Mangelerscheinungen und entsprechende Krankheitsbilder führen. Einige dieser Nährstoffe werden jedoch in vielen Teilen des Körper auch für längere Durststrecken gespeichert.

Hierzu einige Beispiele von Mikronährstoffen, bei deren Ausbleiben in der Ernährung, bei vorher ausreichender Versorgung keine direkten sowie schweren gesundheitlichen Schäden zu befürchten sind:

  • Vitamin B12 – Ein gesunder Mensch hat bei einer vorher guten Versorgung mit diesem Vitamin ein ordentliches B12 Depot im Körper, welches hauptsächlich von der Leber gespeichert wird. Würde man ab heute die weitere Zufuhr vollständig einstellen, dann hält dieser Vorrat je nach vorheriger Höhe und Verbrauch des Körpers zwischen 2-5 Jahre. Irgendwann ist der Vorrat jedoch vollständig aufgebraucht, was dann zu erheblichen Schäden am Organismus führt!
  • Jod – Unsere Schilddrüse kann Jod sehr gut speichern, wenn sie in einem gesunden Zustand ist und vorher natürlich ausreichend mit Jod versorgt wurde. Der Jodvorrat nimmt bereits nach wenigen Wochen deutlich ab und hält sich für 1-2 Monate auf einem halbwegs akzeptablen Niveau. Danach ist der Körper durch die aufgrund des Jodmangels nicht mehr ausreichend vorhandene Schilddrüsenhormon-Produktion unterversorgt und die ersten negativen Symptome machen sich bemerkbar, die sich jedoch mit zunehmenden weiteren Jodmangeln deutlich verschlimmern werden.
  • „Vitamin“ D – Im eigentlichen Sinne handelt es sich in diesem Fall nicht um ein Vitamin, sondern um die Vorstufe eines für den Gesundheitszustand extrem wichtigen Hormons in unserem Körper. Ich möchte in diesem Beitrag nicht näher auf das Vitamin D Thema und dessen Wichtigkeit eingehen und verweise gerne auf meine sehr ausführliche und weiterführende Vitamin D Artikelserie. Vitamin D ist fettlöslich und wird vom Körper gespeichert. Wer einen gesunden Vitamin D Spiegel hat, der kann im Notfall einige Monate davon zehren ohne direkt auf ein absolut kritisches Niveau zu fallen. Bis man so den sehr niedrigen offiziellen Mindestwert von 20ng/ml im Blut erreicht hat, kann es sogar über ein Jahr dauern, wenn der Siegel vorher sehr gut war. Ein gesunder Vitamin D Spiegel liegt zwischen 60-70ng/ml. Ein Vitamin D Mangel hat vor allem mittel- bis langfristig schwere gesundheitliche Folgen!
  • Weitere fettlösliche Vitamine wie A und E können ebenfalls über Wochen und Monate weiter aus den körpereigenen Reserven zu Verfügung gestellt werden ohne das akute gesundheitlichen Symptome auftreten. Auch hier hängt es natürlich vom Verbrauch des einzelnen, dessen Gesundheitszustands und natürlich der erworbenen Vorräte an Vitaminen vor Beginn des Mangels ab.

Warum gibt es nun nicht: Das wichtigste Vitamin, den besten Mineralstoff oder das ultimative Spurenelement für den Menschen schlechthin?

Weil Vitamine, Mineralien und Spurenelemente nur in Kombination zusammenarbeiten und wirken können. Fehlt dem Körper z.B. Vitamin D, dann wird es zunehmend schwerer mit der Verwertung von Magnesium und Calcium. Fehlt ihm Selen (einfach zuzuführen durch z.B. Paranüsse), dann funktioniert trotz ausreichender Jobversorgung über die Ernährung irgendwann die Schilddrüse nicht mehr richtig. Fehlt wiederum Kupfer und wird vielleicht auch noch übermäßig künstlich Zink zugeführt, weil man ohne vorhergehende ordentliche Blutprobe meint es einfach hoch dosieren zu müssen, dann stellt sich über kurz oder lang eine erhebliche Kupfer-Unterversorgung ein, da Zink und Kupfer bei ihrer Aufnahme im Körper Gegenspieler sind.

Ihr seht also, es gibt nicht das ultimative Vitamin oder den ultimativen Mineralstoff für den Körper. Jegliches mittel- bis langfristiges Fehlen von einem der vielen Mikronährstoffe ist einfach schädlich für die Gesundheit. Ebenso ist es in diesem Zusammenhang wichtig zu erwähnen, dass nicht einfach irgendwelche Nahrungsergänzungsmittel in sehr hohen Dosierungen eingenommen werden sollten, ohne sich vorher ein ordentliches Blutbild im Labor machen zu lassen und die individuelle Dosierung auf aktuellem wissenschaftlichem Stand zu errechnen. Oftmals stellen die offiziellen Standardangaben für Vitamine und Mineralstoffe sowie Spurenelementen nur die absolute Mindestdosierung dar, die ein Mensch zum leben (eher überleben) braucht. Bei schweren Mängeln kann es daher unter weiterer Kontrolle der Blutwerte und entsprechenden ärztlichen Folgeuntersuchungen Sinn machen, sich zunächst die ausgelaugten Speicher grundlegend aufzufüllen. Alles sollte jedoch in Maßen geschehen und möglichst über die natürliche Ernährung. Wer sich allerdings nur von Fertiggerichten, Fastfood und billigem Kantinenessen ernährt, der hat nahezu keine Chance langfristig gesunde Werte bei allen Mikronährstoffen zu erhalten. Im Gegenteil, eine derartige Ernährung erhöht bei vielen Mikronährstoffen sogar noch deren Verbrauch zusätzlich, während so gleichzeitig keine ausreichenden neuen Nährstoffmengen zugeführt werden können.

Fast alle Mikronährstoffe können über eine gesunde und ausgewogene Ernährung zugeführt werden

Wer sich wirklich sehr gesund ernährt, das heißt viel Gemüse isst, moderate Obstmengen zu sich nimmt und hochwertiges Fleisch, Fisch sowie Meeresfrüchte, idealerweise alles in Bioqualität oder in seiner Wildform konsumiert, der hat bereits eine sehr gute Grundlage. Dazu Wildgemüse, Wildkräuter, Wildpilze und Heilpflanzen als Ergänzung runden die Ernährung hervorragend ab.  Bei einer gesunden körperlichen Verfassung kommt es so in der Regel nur äußerst selten zu Mängeln. Einzig Vitamin D3 wird hier mit hoher Wahrscheinlichkeit (Bluttest im Labor machen lassen!) wohl im Mangelbereich liegen, wenn die Person weit vom Äquator entfernt lebt und/oder wenig in die Sonne geht. Deutschland gehört z.B. definitiv zu diesen Ländern! Über Lebensmittel den Vitamin D bedarf zu decken ist absolut unrealistisch, siehe Beitrag!

Meine eigenen Erfahrungen zum Thema Vitamin- Mineralstoff- und Spurenelementmangel mit mehrfachen Bluttest im Labor

Bis Ende 2012 habe ich mich noch „klassisch“ schlecht ernährt und habe bis auf sehr große Mengen Fisch und auch relativ große Mengen Fleisch kaum Gemüse und Obst gegessen. Regelmäßig Kantinenessen, Eistee, Cola, China-Food aus der Mikrowelle, jede Menge Süßigkeiten und billige Getreideprodukte sowie wenig Bewegung in der Natur, waren damals für mich normal. Das Ergebnis waren bei einer ausführlichen Blutuntersuchung über 10 verschiedene teils ganz erhebliche Mangelzustände. Darunter auch die Klassiker wie Magnesiummangel, Selenmangel, Kupfermangel und Vitamin D Mangel; mein Wert damals war sogar noch recht gut, allerdings am Höhepunkt des Sommers mit 31 ng/pro ml Blut bei wöchentlich 5-6 mal fettem Fisch (so viel zur möglichen ausreichenden Vitamin D Versorgungs-These über die „normale Ernährung“). Meine Frau ließ sich übrigens damals bei im Vergleich zu mir wesentlich besserer Ernährung und sehr häufigen Sonnenaufenthalten ebenfalls ein Blutbild machen. 22 ng/ml Vitamin D! Soviel zum Thema „Im Winter raus an die frische Luft reicht zur Vitamin D Versorgung“.
Ich habe meine Mängel nach und nach durch eine massive Ernährungsumstellung und zu Beginn durch hochwertige Nahrungsergänzungsmittel wieder aufgefüllt und inzwischen wesentlich bessere Niveaus erreicht, die man aber auch noch weiter verbessern kann.

Wissenswert: Nahtoderfahrungen über Jahre dokumentiert von einem Arzt und Kardiologen
Eines der interessantesten Bücher die ich bisher gelesen habe:
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Fazit:

Es gibt nichts „Das wichtigste Vitamin“ oder „Den wichtigsten Mineralstoff“, den man einfach als ultimativen Gesundheitsbooster zu sich nehmen kann und alles ist gut. Man kann nur langfristig gesund bleiben, wenn man in ausreichender Form alle Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente zu sich nimmt, am besten über die Ernährung oder wenn es nicht anders geht über hochwertige Nahrungsergänzungsmittel. Hochwertig heißt in diesem Fall völlig frei von unnötigen Zusatzstoffen, standardisiert und laborgeprüft! In einigen Fällen kann man sich diese Ergänzungen auch selbst herstellen oder auf Wildkräuter zurückgreifen. Wenn es z.B. um Silizium geht, dann kann das Sammeln des Ackerschachtelhalms und dessen Zubereitung gute Dienste leisten oder im Falle von Jod die Nutzung der Kelpalge sowie der Pflanze Salicornes, bei Vitamin C wiederum ist auch eine selbst hergestellte Mischung aus getrockneten und anschließend zu Pulver zermahlenen Zitronen und Hagebutten zur Vorbeugung eines Mangels bzw. zur ausreichenden Versorgung sehr erfolgreich anwendbar. Zusätzlich nimmt man so auch noch etliche weitere Vitamine und Mineralstoffe sowie sekundäre Pflanzenstoffe auf, die ein synthetischen Präparat z.B. aus industriell erzeugter Ascorbinsäure nicht bieten kann.

Zum Thema weiterführende Informationen und zusätzliche interessante Beiträge:


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Über Marco Eitelmann 400 Artikel
Hier schreibt Marco Eitelmann seit Oktober 2014 über die Themen: Gesundheit, Ernährung, Natur und Umwelt. Qualifikation des Autors: Ich habe über 15 Jahre Berufserfahrung im Lebensmittelhandel gesammelt, davon den überwiegenden Teil in einer Führungsposition . Zuständig war ich für die Bereiche mit hoher Sensibilität in Bezug auf Qualität und Frische wie Fisch, Käse, Sushi, Salat- und Antipasti Bar sowie die hauseigene Lebensmittelherstellung in Form von frisch produzierten Convenience-Sortimenten. Damit einher ging die HACCP Kontrolle, sowie die Überwachung der Hygienebestimmungen und Lebensmittelsicherheit, mit Verantwortlichkeit für Schulungen im Bereich Infektionsschutzbelehrung, Hygienekonzepte und der Arbeitssicherheit zum Schutz der Gesundheit von Mitarbeitern und Kunden. Privat verbringe ich meine Zeit am liebsten in der Natur und habe mir viel Wissen über Pflanzen, Pilze und Heilkräuter angeeignet. Ich meditiere täglich und mache regelmäßig Qi Gong.

1 Kommentar

  1. Absolut richtig. Ich denke auch, dass es nicht DAS Obervitamin gibt, sondern es ist ein wenig wie dieses Fass, das man gerne in Verbindung mit dem Minimum-Prinzip illustriert. Das Fass kann so groß sein wie es will. Die kleinste Daube entscheidet über den Erfolg.

    Das heißt:
    Ich kann mich mit allen möglichen Vitaminen und Mineralien vollstopfen. Wenn ich eines vernachlässige und zu wenig nehme, dann gehen meine Organe irgendwann trotzdem kaputt und ich werde krank. Somit sind im gewissen Sinne alle Vitamine und Mineralien wichtig.

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