Der Birkenporling ist jung essbar und im Wald leicht zu erkennen – Seine Wirkung und Verwendungsmöglichkeiten z.B. als Birkenporling Tee

Der Birkenporling an einer toten Birke, seinem einzigen Wirtsbaum. Diese Porlingsart ist auch unter dem weniger schönen Namen „Braunfäule an Birken“ bekannt. Der Pilz ernährt sich ausschließlich von den toten oder stark geschwächten Birkenbäumen und wächst auf deren bereits abgestorbenen Ästen, teils auch an abgebrochen Astwerk, welches bereits zu Boden gefallen ist. Der Braunfäule ist es dabei egal, ob die tote Birke noch steht oder bereits komplett umgefallen ist. Der Birkenporling zerlegt das tote Holzmaterial mittel- bis langfristig äußerst zuverlässig und produziert Unmengen der heilenden und gesunden Fruchtkörper. Aus ihnen lässt sich sehr einfach durch Trocknung ein Granulat bzw. Pulver für Birkenporling-Tee herstellen. Jung ist der Pilz jedoch auch essbar, wenn auch aufgrund seines starken Geschmacks nur in Maßen.

Ein Tee aus Birkenporlingen ist wohl die häufigste und bekannteste Möglichkeit den Heil- und Vitalpilz zu verwenden. Der Birkenporling ist jung zwar essbar, jedoch äußerst kräftig, säuerlich und stark bitter im Geschmack und teils selbst als Tee kaum genießbar, wenn dieser zu hoch dosiert wurde. Der Geschmack des ausschließlich an Birken vorkommenden Heilpilzes ist nach einer Eingewöhnungsphase und zunächst eher geringerer Dosierung in Tees und Pilzrezepten jedoch reine Gewöhnungssache. Wer bereits eine gesunde Ernährung verfolgt und ab und an auch Wildkräuter darin integriert, für den sind meist Bitterstoffe geschmacklich nicht so dramatisch, wie für einen Menschen welcher sich bergeweißen Süßigkeiten und Fast Food zuführt und zusätzlich jede Menge Kunstaromen über die Ernährung aufnimmt. Der Birkenporling (lat. Piptoporus betulinus) ist einer der am ältesten genutzten Heil- und Vitalpilze überhaupt. Er wurde wissenschaftlich sehr ausgiebig untersucht, insbesondere als man ihn sogar bei der Tausende Jahre alten Gletschermumie „Ötzi“ (weit über 5000 Jahre alt!) fand und jedoch zunächst wenig mit dem Pilz, den dieser Mensch bei sich trug, anzufangen wusste. Die traditionelle Naturheilkunde hingegen nutzt ihn schon seit etlichen Generationen vor allem in ganz Europa und Asien. Auch wenn der Birkenporling nachweislich bei einigen Krankheiten helfen kann, so weise ich ausdrücklich daraufhin, dass bei vorhandenen gesundheitlichen Problemen zunächst ein Arzt diese untersuchen sollte und ggf. entsprechende Therapievorschläge und Behandlungen diesbezüglich umsetzt. Der Birkenporling ist als selbst gesammeltes Naturheilmittel weder von seinen Inhaltsstoffen standardisiert noch individuell sicher dosierbar. Auch wenn keine größeren Nebenwirkungen bekannt sein sollten, reagiert jeder Mensch anders auf den Pilz und braucht ggf. individuelle Dosierungen. Der Birkenporling wird als nicht giftig oder höchstens „ungenießbar“, antibakteriell und entzündungshemmend auch in der schulmedizinischen und wissenschaftlich aufgearbeiteten Literatur über Mykologie in nahezu jedem guten Pilz Buch erwähnt und beschrieben. Heilpilze bzw. Vitalpilze gibt es in viele unterschiedlichen Arten. Einige davon habe ich auch auf meinem Blog bereits beschrieben. Da wäre z.B. der sehr schmackhafte und gesunde Shiitake Pilz, den man auch wunderbar zu Hause oder im Garten züchten kann (siehe Anleitung und Selbstversuch). Oder ein wahrer Hochgenuss unter den Gourmet- und gleichzeitig auch Heilpilzen die Krause Glucke, die ich geschmacklich wirklich jedem zum probieren empfehlen kann. Daneben gibt es natürlich auch viele weitere „Vitalpilze“ denen zumindest eine gesundheitliche Wirkung nachgesagt wird und die traditionell in der überlieferten Naturheilkunde seit Jahrhunderten oder gar Jahrtausenden verwendet werden.

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Wo finde ich Birkenporlinge im Wald und wie kann ich den Heilpilz erkennen?

Auch wenn der Birkenporling zu den am einfachsten zu erkennen Pilzen zählt, fast schon so einfach wie der ebenfalls unter den Heil- und Vitalpilzen geführten „Krausen Glucke“, sollte man jedoch zumindest ein Grundwissen über sein Aussehen haben und beim geringsten Zweifel einen Pilzsachverständigen zu Rate ziehen um eine gefährliche echte Pilzvergiftung zu vermeiden.

Erkennungsmerkmale des Birkenporlings

  1. Der Birkenporling wächst wirklich ausschließlich nur an Birken, worauf bereits schon sein Name selbst Auskunft gibt
  2. Es gilt möglichst junge Fruchtkörper zu ernten, diese sind oben hellbraun, glatt und unten an den Poren schneeweiß. Bei genauem Hinsehen kann man die Poren genau sehen
  3. Der Birkenporling hat einen starken wirklich kräftigen Pilzgeruch
  4. Birkenporlinge wachsen nur an toten oder massiv geschwächten Birken sowie auf abgestorben Birkenholz, welches bereits auch auf dem Waldboden liegen kann
  5. Ein Birkenporling ist nie grau, schwarz oder tief dunkelbraun auf der Oberfläche und hat als Porenfarbe insbesondere bei nassem Wetter maximal einen ganz kleinen gelbstich. Ansonsten ist er absolut weiß unter der Hutunterseite.
  6. Die Hut-Oberfläche des Birkenporlings ist glatt, nie in Schichten aufgebaut. Sie ist zudem trocken d.h. auf ihr ist keine schleimige Oberfläche zu ertasten wie bei vielen anderen Pilzarten. Selbst nach Regen bildet sich keine schleimige Schicht, auch wenn der Pilz gut nass ist.
  7. Sein Sporenpulver ist weiß

Um das Aussehen des Birkenporlings genauer zu veranschaulichen hier einige verschiedene Detailfotos zu Birkenporlingen am Baum und bei der Verarbeitung:

Typische Verwechslungspartner des Birkenporlings mit Foto Vergleich

Auch wenn der Birkenporling leicht zu erkennen ist, hier noch ein Beispiel, das den Unterschied besonders deutlich machen soll. In diesem Fall wächst ein Birkenporling nah eines weiteren Baumpilzes auf einer Birke. Ein „Zunderschwamm“ oder andere Baumpilzarten können sehr unerfahrene Pilzsammler fälschlicherweise zugreifen lassen.

Manchmal können Birkenporlinge zusammen mit anderen Baumpilzarten an einem Ast oder Stamm wachsen, wie auf dem Foto schön zu erkennen ist. Links der Birkenporling, rechts ein anderer Baumpilz.

Verwendung, Wirkung und Trocknung sowie die Zubereitung von Birkenporlingen

Birkenporlinge lassen sich sehr vielseitig einsetzen. Sie sind getrocknet sehr lange haltbar und ihnen werden einige positive gesundheitliche Wirkungsweisen nachgesagt. Neben Extrakten aus den Pilzen, welche auch in Alkohol aufgelöst werden können, möchte ich hier auf den Klassiker den „Birkenporlingtee“ gezielt eingehen, sowie dessen einfache Herstellung und Haltbarmachung zeigen.  Die Naturheilkunde hat für diesen Pilz einige bekannten Verwendungsmöglichkeiten aufgezeigt, die aufgrund seiner nachgewiesenen Inhaltsstoffe zum Teil auch wissenschaftlich belegt wurden.

Verwendung und Wirkung von Birkenporlingen

Mögliche Wirkungsweisen auf die Gesundheit durch den Konsum von Birkenporling-Extrakten sind äußerst unterschiedlich, dosierungsabhängig und nur zum geringen Teil durch entsprechende Studien wissenschaftlich bestätigt. Einige Inhaltsstoffe sind jedoch zuverlässig analysiert worden (z.B. Entzündungshemmer und antibakterielle Stoffe im Pilz). Was zudem hauptsächlich durch individuelle Erfahrungen der Anwender bekannt ist, sind folgende Eigenschaften:

  • Entzündungshemmende Wirkung
  • Blutstillende Wirkung
  • Beruhigt Magen und Darmtrakt und die Anwendung bei Verdauungsbeschwerden
  • Können bei Sodbrennen wirken (dazu auch ein Video von „snorki“, einem sehr erfahrenen Pilzsammler und Top Pilz-YouTuber)
  • Können Symptome von entzündlichen Krankheiten lindern
  • Er wirkt schmerzlindernd
  • Fördert die Wundheilung (als Bandage, Auflage)
  • Wirkt antibakteriell und antiviral

Weitere mögliche Anwendungsgebiete des Birkenporlings, die aber aktuell wissenschaftlich noch nicht genauer untersucht wurden bzw. es keine akzeptable schulmedizinisch anerkannte Studienlage dazu gibt… Solche Annahmen sind also mit äußerster Vorsicht zu genießen, auch wenn es traditionell dafür Anwendungen geben soll! Es fehlt hier aber der sichere wissenschaftliche Nachweis!

  • Gegen Migräne
  • Bei Schlafstörungen
  • Nachlassendem Nagel und Haarwuchs
  • Brustdrüsenentzündung
  • Unreine Haut
  • Lebensmittelallergien
  • Bei einigen Krebsarten
  • Gastritis
  • Magengeschwüren
  • Depressionen

Bei derart ernsten Erkrankungen und der fehlenden Studienlage diesbezüglich, kann ich nur nochmals dringlich dazu raten einen Facharzt bei gesundheitlichen Problemen aufzusuchen. Das medizinische Potential von Pilzen ist zwar sehr hoch, aber auch in immer noch zu großen Teilen durch entsprechende Studien nicht ausreichend erforscht!

Trotz allem gibt es natürlich interessant wissenschaftliche Quellen und Studien zum Thema:

Eines meiner bisher besten Pilzbüchern die ich gelesen habe:
Welcher Pilz ist das?: Extra. Pilze und ihre Baumpartner*

Vorbereitung, Trocknung und Verarbeitung des Birkenporlings

Der Birkenporling sollte schnellstmöglich nach der Ernte in dünne Scheiben geschnitten werden, maximal 1 cm breit, um ihn auf das schonenden Trocknen vorzubereiten. Das Trocknen des Birkenporlings kann entweder im Ofen bei 50-60 Grad über mehrere Stunden luftig auf einem Rost gelegt unter Heißluft erfolgen, oder energiesparend im Herbst und Winter auf der Heizung, die man zuvor möglichst maximal hochdreht. Nach der Trocknung schütte ich die „Birkenporlingchips“, die dann sehr hart und leicht brüchig sind in einen Mixer, um daraus eine Granulatmischung zu produzieren.

Hier sagen wieder entsprechende Bilder zur Verarbeitung des Baumpilzes mehr als tausend Worte:

Die Birkenporlinge zur weiteren Vorbereitung in Scheiben geschnitten und der eigentliche Trocknungsvorgang im Ofen. Den Ofen mit einem Kochlöffel zum Trocknen der Pilze einen Spalt offen lassen, damit das Wasser als Dampf sicher entweichen kann. Die Temperatur darf auf keinen Fall zu hoch sein. 50 bis maximal 60 Grad reichen vollkommen aus! Am Schluss bei den Fotos zu sehen: „Selbst hergestelltes und fertiges „Birkenporling-Granulat“ zum späteren Aufbrühen als Tee“. Wenn die Pilzstücke wirklich absolut trocken waren vor dem Zerkleinern und das Granulat sauber verarbeitet wurde, dann ist es in einer luft- und vor allem feuchtigkeitsdichten Box im Vorratsschrank bei Zimmertemperatur (siehe letztes Foto) locker 1 Jahr und länger haltbar.

Der eigentliche Birkenporling-Tee, seine Ziehzeit und Zubereitung

Ist das Granulat fertig, mache ich mir aus einem gehäuften Esslöffel (Achtung zum Einstieg würde ich weniger nehmen wegen des Geschmacks!) einen Tee mit ca. 20-30 Minuten Ziehzeit. Dazu wird das Granulat möglichst in einem Teesieb gelassen, oder später abgegossen und mit heißem Wasser überbrüht. Der Birkenporling-Tee hat einen wirklich starken, pilzigen und bitteren Geschmack. Mit etwas Honig bekommt man ihn besser runter, falls man nicht an bittere Getränke oder Speisen gewöhnt ist.

Hat der Birkenporling Nebenwirkungen bei der Einnahme?

Ich habe weder aus eigener Erfahrung, noch aus Erfahrung aktiver und sehr guter Pilzsammler und der ausgiebigen Recherche im Internet mögliche Nebenwirkungen zum Birkenporling gefunden. Selbst auf absoluten Fachseiten zur Mykologie wird er höchstens als „ungenießbar“ bezeichnet, zumindest was seinen Verzehr, insbesondere von älteren Exemplaren angeht. Junge Pilze dieser Art sind bereits schon etwas streng und bitter, größere Fruchtkörper lassen sich wirklich kaum noch essen, dem stimme ich zu. Nebenwirkungen des Birkenporlings habe ich aber trotz langer Suche keine gefunden. Das heißt nun nicht, dass es vielleicht keine Nebenwirkungen gibt, eventuell gibt es allergische Menschen die ihn nicht vertragen. Daher ist ein Verzehr von Wildpilzen auch immer auf eigenes Risiko vorzunehmen! Was ich mir vorstellen kann, ist das der stark bittere Geschmack beim Schlucken durch empfindliche Personen, insbesondere bei zu hoher Dosierung des Granulats bzw. Pilzpulvers im Tee einen Würgereiz auslösen könnte und dadurch gegebenenfalls auch kurzfristige Übelkeit.

Kann man Birkenporlinge kaufen?

Es gibt im Netz tatsächlich die Möglichkeit Birkenporlinge und Extrakte sowie Pulver und Granulate zu kaufen, was für mich aber nicht in Frage käme. Ich sammle die Pilze lieber selbst ganz frisch im Birkenwald oder Mischwald (Es müssen Birkenbäume unbedingt vorhanden sein!) und trockne die Baumpilze dann im Anschluss direkt zu Hause. Es gibt sicherlich auch seriöse Händler die Birkenporlinge oder Produkte daraus getrocknet verkaufen, vielleicht sogar auch frisch und in guter Qualität. Da ich aber Pilzsammler bin, habe ich in diesem Fall keine Produkt- oder Händlerempfehlung diesbezüglich zu bieten. Kaufen kann man sie jedoch im Internet.

Buch-Tipp vom Autor: Eines der interessantesten Bücher die ich bisher gelesen habe:
Endloses Bewusstsein*

Medizinische Fakten zur Nahtoderfahrung - Geschrieben von Kardiologe Pim van Lommel aus wissenschaftlicher Sicht, mit jahrelanger Dokumentation von klinischen Todesfällen und ausführlichen Befragungen der Betroffenen nach der Reanimation.



Fazit:
Birkenporlinge gehören seit einigen tausend Jahren zu den bekanntesten Heilpilzen und wurden von frühster Zeit an, über die Antike, das Mittelalter hinweg, bis in die Neuzeit erfolgreich zu Heilzwecken angewandt. Auch heute noch haben sie vor allem in Osteuropa, Russland und Asien eine lange Tradition in der Naturheilkunde und werden auch in unseren Breitengraden gerade wieder entdeckt. Auch der Pharmasektor forscht weiter an den Inhaltsstoffen der Pilze und entdeckt ständig neue Chemikalien, die uns die Natur zur Verfügung stellt. Einige davon sind giftig, andere ohne bekannte Wirkung und wieder andere tragen das Potential auch ein wissenschaftlich anerkanntes Heilmittel zu sein bzw. werden zu können. Persönlich habe ich immer etwas Birkenporling zu Hause und auch in meinem Garten steht ein Birkenstamm, den ich mir aus dem Wald geholt habe und aus dem regelmäßig Birkenporlinge wachsen. Ich trinke den Birkenporling-Tee inzwischen gerne und habe mich auch an den Geschmack gewöhnt. Ich habe auch ein persönliches Experiment gemacht und mir den Birkenporling frisch auf eine entzündete kleinere Wunde gelegt, in der zuvor ein ordentlicher Holzsplitter abgebrochen war. Ich konnte die blutstillende, aber vor allem auch entzündungshemmende sowie schmerzlindernde Wirkung bei mir feststellen. Es heilte noch schneller als normal. Dies war allerdings meine individuelle Erfahrung mit dem Birkenporling und stellt keine Empfehlung dar. Ich habe allerdings auch sehr viel positives Feedback von erfahrenen Pilzsammlern zu diesem Thema bekommen, nicht nur bei der entzündungshemmenden Wirkung, sondern auch in Bezug auf die Linderung von Sodbrennen und Magenproblemen. Darunter waren sogar Pilzsachverständige mit entsprechendem hohen Wissensstand.

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