Superfood Chaga-Pilz

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Beitrag überprüft und zuletzt aktualisiert am 19. März 2023

Begegnete man Chaga-Pilzen im Wald, würde man kaum vermuten, dass sich hinter diesen verkohlt anmutenden Wucherungen wahre Kraftpakete verbergen könnten. Doch genau diese Eigenschaften schreiben Befürworter diesem Pilz zu, bei dem sie außerdem von zahlreichen weiteren Heileffekten ausgehen. Egal, in welcher Region der Pilz gedeiht, ob in China, Japan, Skandinavien oder Russland, stets hat er Medizingeschichte geschrieben und weist in der traditionellen Heilkunst dieser Kulturen einen bedeutenden Stellenwert auf.

Entsprechend fulminant sind die Bezeichnungen, die sich für den Chaga-Pilz entwickelt haben. In Japan taufte man ihn als Diamant des Waldes, während er in Russland als Gottesgeschenk bekannt ist. Irgendetwas muss der Chaga-Pilz an sich haben, was für die Ernährung spektakuläre Effekte erwarten lässt.



Die Frage ist, was zeichnet den Chaga-Pilz aus?

Was sind Chaga-Pilze?

Der Pilz ist in Deutschland als Schiefer Schillerporling bekannt. Chaga-Pilze gedeihen in den kalten Klimazonen des Nordens und sind parasitäre Baumpilze, die vor allem Birken, aber auch Buchen, Erlen und Ahorne befallen. Nach dem Ableben der Wirtsbäume kann der Chaga-Pilz als Folgezersetzer im Totholz wuchern, genau wie ein weiterer Heilpilz, der Birkenporling, welcher jedoch im Gegensatz zum Chaga nur an Birken vorkommt. Sein deutscher Name rührt daher, dass die Röhrenschicht der Vitalpilze im Falle frischer Fruchtkörper von der Seite aus gesehen silbrig leuchten.

Geschmacklich ist er wenig anregend, mit einem leicht erdigen und bitteren Ton. Er wird nicht wegen seines Aromas, sondern seiner Wirkung genommen und bevorzugt als Chaga-Tee oder Chaga-Kaffee konsumiert. Wer den Geschmack des Heilpilzes abstoßend findet, kann sich trösten, denn oft ist eine bittere Medizin die beste, da Bitterstoffe den Organismus heilsam herausfordern können.

Die Wirkung des Chaga-Pilzes

Ein zeitgenössischer Trend besteht in einer Aussöhnung der Erkenntnisse traditioneller Heilkunst und moderner Schulmedizin. Viele empirische Befunde lassen sich einmal mehr und einmal weniger präzise beweisen. Beim Chaga-Pilz ist die Studienlage noch dünn. Die meisten Studien wurden an Tieren oder in vitro durchgeführt, bieten allerdings ermutigende Hinweise auf mögliche Heilwirkungen wie eine vielschichtige Stärkung des Immunsystems, auf denen weitere Studien, diesmal mit menschlichen Probanden, aufgebaut werden können. Mögliche Heilwirkungen des Vitalpilzes betreffen folgende Aspekte:


  • antibakteriell
  • antiviral
  • antioxidativ und hautfördernd
  • entzündungshemmend
  • immunsuppressiv
  • antiallergisch
  • antikarzinogen
  • entgiftend und entschlackend
  • vitalisierend
  • neuroprotektiv
  • Senkung des Blutzuckerspiegels
  • Senkung des Blutdrucks
  • Stabilisierung des Herz-Kreislauf-Systems
  • Förderung einer gesunden Darmflora
  • Förderung der Verdauung

Gesunder Cocktail an Inhaltsstoffen

Die Dichte und Breite an Ingredienzien macht den Schiefen Schillerporling zu einem Superfood. Reich an wertvollen Vitaminen, Mineralstoffen, Gerbsäuren, Triterpenen, Flavonoiden und Polysacchariden, sind es insgesamt über 200 biologische Substanzen, die den besonderen Wert des Heilpilzes ausmachen. Die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe soll synergistisch sein, sodass das Ganze mehr ist als die Summe ihrer Teile. Qualitativ und quantitativ herausragend sind dabei der Pflanzenfarbstoff Melanin sowie die durch ihr parasitäres Verhalten gewonnenen Birkenstoffe Betulin und Betulinsäre.

Hautschutz durch Melanin

Melanin ist ein universaler Naturfarbstoff, der unsere Haut vor den schädlichen UV-Strahlen der Sonne schützt. Der Zusammenhang zwischen dunklerer Haut und heißerer Klimazone ist auf diese Wirkung zurückzuführen. Ethnien in den tropischen und subtropischen Klimazonen benötigen aufgrund der stärkeren Intensität der UV-Strahlen größere Mengen von Melanin in ihrer Haut, können dafür aber nicht so schnell Vitamin D bilden.

So wirke der Chaga-Pilz durch den hohen Wert an Melanin antioxidativ und als natürlicher Anti-Ager mit vermuteten Heilpotenzialen bei Hautkrankheiten wie Akne, Ekzemen, Psoriasis, Neurodermitis und Schuppenflechte.

Betulin und Betulinsäre

Betulin und Betulinsäure sind die Farbstoffe der Birke, die dem Baum ihr charakteristisch weiß-gesprenkeltes Aussehen verleihen. Extrakte der Birke wie Betulin, Betulinsäure, Oleanolsäure, Lupeol und Erythrodiol gehören zur traditionellen russischen Heilkunst, die noch heute für die Wundheilung und Abwehr von Krankheitserregern verwendet werden.


Ebenso wie Melanin ist Betulin ein natürlicher Sonnenschutz, der die Bildung von Mineralstoffen ankurbelt, die Erneuerung von Hautzellen fördert und zur Feuchtigkeitsversorgung der Haut beiträgt.

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Autor: Marco Eitelmann

Mein Name ist Marco Eitelmann und ich schreibe hier seit Gründung dieser Webseite im Jahr 2014 hauptsächlich über die Themen: Gesundheit, Ernährung sowie Natur- und Umwelt. Mein Wissen in diesen Bereichen stammt aus meiner inzwischen fast 20 jährigen Berufserfahrung im Lebensmittelhandel und der Nahrungsmittelproduktion und durch ständige Fortbildung im Ressort Ernährung sowie der ausgiebigen Lektüre von mittlerweile weit über 200 Fachbüchern aus den Bereichen Medizin und Naturwissen.

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