Die siebte Woche meiner Ernährungsumstellung – Schlechte Zähne durch vegane Ernährung vor allem bei hohem Rohkost- und Obstanteil?

Sowohl Datteln als auch unbehandelte Zitrusfrüchte sowie viele Obstsorten sind zwar in Maßen gegessen sehr gesund, können sich aber aufgrund ihres hohen Zucker- und vor allem Fruchtsäuregehaltes mittel- bis langfristig negativ auf die Zahngesundheit gerade bei Veganern mit hohem Obst und Rohkostanteil auswirken. Ich habe bereits nach 6-8 Wochen gemerkt das meine Zähne bereits leichte angegriffen waren und habe mit einigen Maßnahmen entgegengewirkt. Ein deutlich höherer Gemüseanteil ist wesentliche gesünder und besser als ein zu hoher Obst- und damit Kohlenhydrateanteil, nicht nur für die Zahngesundheit. Wenn der pflanzliche Anteil aus mindestens 80 Prozent Gemüse (vor allem viel grünem Blattgemüse) und maximal 20 Prozent Obst besteht ist das ideal. Bereits in diesen maximal 20 Prozent Obst, sollte aber schon eine sehr geringe Menge Trockenobst mit eingerechnet sein.

Inzwischen sind sieben vegane Wochen seit dem Start meiner Ernährungsumstellung vergangen. Noch eine weitere volle Woche ohne tierische Produkte und ich stelle wie geplant auf den nächsten Schritt zu einer vegetarischen Ernährung um. Mein Gewicht kann ich nun endlich halten, auch wenn es nur zwischen 66 und 67,5 Kilo schwankt. Dazu muss ich aber schon wirklich extrem viel essen, ein Problem das vor allem Menschen mit veganer High Carb Ernährung haben, einer Ernährungsform die im Übrigen nach meinen Recherchen auf Dauer nicht besonders ideal für die Gesundheit ist, stattdessen sollte man lieber eher Richtung ketogene Ernährung mit hohem Gemüseanteil tendieren. Daneben kann ich auch ganz klar sagen, dass ein sehr hoher Obstanteil kombiniert mit Trockenfrüchten wie Datteln oder auch Maulbeeren langfristig ebenfalls nicht gut für die Zahngesundheit ist. Meine persönlichen Erfahrungen damit findet ihr in der Kurzfassung im Beitrag und zu gegebener Zeit in einem gesonderten sowie ausführlichen Artikel.



Aktueller Stand und Neues zu meiner veganen Zeit
Da ich nun endlich durch erneut deutlich erhöhte Portionsmengen und noch mehr Fettanteil in meiner Ernährung auf meinem Gewicht stehen geblieben bin, werde ich bis Ende des Monates bei der veganen Kost bleiben und wie geplant zum ersten März mit vegetarischen Lebensmitteln ergänzen. Veganer bleibe ich aus vielen bereits in den vorherigen Wochenberichten genannten Gründen definitiv nicht. Zwei Monate komplett vegan reichen mir dann auch persönlich als Erfahrung. Das Thema Zähne und das Problem mit dem hohen Kohlenhydratanteil in Kombination mit Fruchtsäuren und besonders klebrigen Lebensmitteln wie Datteln und Maulbeeren ist mir aktuell besonders wichtig. Meine Zähne fühlen sich gerade rauer an und sehen bereits leicht angegriffen aus. Ein Problem das viele langjährige High Carb Veganer und Rohköstler mit hohem Obstanteil betrifft. Ganz übel sieht es bei Frutariern nach bereits drei Jahren oder auch schon früher aus, abgesehen davon das Frutarier sehr ungesund leben, sind die Zähne bei dieser Mangelernährung häufig recht schnell durch den hohen Säure- und Zuckergehalt aus der Nahrung in Mittleidenschaft gezogen. Ich habe inzwischen meinen Obstanteil in der veganen Phase deutlich gesenkt. Ich esse wesentlich weniger Bananen, Datteln, Maulbeeren und Zitrusfrüchte als noch zu Beginn. Als kleinen Tipp würde ich immer empfehlen Süßes und säurehaltiges mit neutralem oder fettem Essen zu kombinieren. Das hilft nicht nur beim Gewicht halten oder ggf. aufbauen, sondern auch die Zähne vor zu viel Säure und klebrigen Lebensmitteln wie Datteln und Co zu schützen. Einige Veganer wickeln die Datteln auch gerne in mehrere Salatblätter ein, bevor sie zerkaut werden. Das wirkt zwar keine Wunder, puffert aber etwas von dem Zucker oder auch dem Zucker- Säuregemisch im Falle einer Kombination mit Obst. Auch sehr gut hilft zur Mineralstoff Versorgung die Sango Koralle*, welche als natürliches Pulver ohne Zusatzstoffe zu haben ist. Diese versorgt den ganzen Organismus mit Mineralstoffen und Spurenelementen, allen voran aber gerade mit für die Zähne und Knochen besonders wichtigem Calcium und Magnesium. Zudem wirkt sie der Säure erheblich entgegen. Ich spüle daher den Mund abends nach dem Zähneputzen regelmäßig mit etwas Wasser und gelöster Sango-Koralle nach, ab und zu gebe ich sie als Pulver auch direkt auf die Zähne. Im Übrigen ist die Empfindlichkeit meiner Backenzähne die vorher überhaupt nicht vorhanden war durch den hohen Säuregehalt und Zuckeranteil der vielen Obstmahlzeiten in der veganen Ernährungsphase zum ersten Mal erhöht worden und an einigen Tagen unangenehm spürbar da gewesen.

Meine sieben Lebensmittel der siebten Woche
Wie immer kam auch in Woche Sieben pro Tag ein Lebensmittel zu meiner Ernährung hinzu. Dabei waren vor allem viele kalorienreiche Nahrungsmittel, mit denen ich mein  Gewicht nun endlich stabilisieren konnte.

  • Tag 43 – Cashewkerne
    Cashewkerne, oder auch Cashewnüsse bezeichnet folgten direkt zu Beginn der neuen Woche, sie sind ein weiteres Lebensmittel, welches sich zum Zunehmen eignet, da sie über 550kcal pro 100 Gramm und rund 10 Prozent gesättigten Fettsäuren enthalten. Sie sind außerdem eine hervorragende Quelle von Magnesium und Kupfer.
  • Tag 44 – Mais
    Mais schmeckt nicht nur lecker, sondern eignet sich auch zum Zunehmen, oder wie in meinem Fall zumindest zum Gewicht halten. Er enthält viel Magnesium und Zink und ist reich an Vitamin A, B1, B6, E und Vitamin K. Ich kaufe übrigens keinen Dosenmais, sondern entweder frische oder gefrorene Ware.
  • Tag 45 – Shiitake Pilze
    Shiitake Pilze sind sehr gesund, sollten aber unbedingt vor dem Verzehr komplett durchgegart werden, wie ich auch bereits im Beitrag zu „Pilzen einfach roh essen als Rohköstler, kann richtig gefährlich werden“ geschrieben habe. Shiitake gelten vor allem in Asien nicht nur als gesundes Essen, sondern auch als Heilpilz. Richtig frische Ware bekommt man leider nur selten im Handel. Ich habe den Pilz alternativ schon mehrfach zu Hause bzw. im Garten selbst gezüchtet. Eine kleine Anleitung zum einfachen Shiitake Anbau findet ihr unter diesem Beitrag.
  • Tag 46 – Pistazien
    Pistazien sind eine weitere Leckerei, die nicht nur gut schmeckt und gesund ist, sondern auch hilft Gewicht aufzubauen. Wie bei allen Lebensmitteln kommt es auch bei den Pistazien unbedingt auf eine gute Qualität an. Ich kaufe daher nur Bio Pistazien* ohne Pestizidbehandlung. Bis auf Vitamin B12 enthalten sie alle B Vitamine, allen voran reichlich Vitamin B1. Sie sind ebenfalls reich an Kalium und Magnesium und den wichtigen Spurenelemente: Eisen, Zink, Kupfer und Mangan. Sie besitzen leicht über 600kcal pro 100 Gramm. Zum Thema Pistazien habe ich einen separaten Artikel mit dem Titel: „Wie gesund sind Pistazien? Es kommt auf die Herkunft, den Anbau und die Verarbeitungsart an“ geschrieben.
  • Tag 47 – Erbsen
    Erbsen passen so ziemlich überall dazu, egal ob als Beilage, in Gemüsemischungen oder in Suppen. Sie sind eine gute Vitamin A, B und K-, sowie Kupfer und Maganquelle.
  • Tag 48 – Linsen
    Linsen sind bereits ab 100 Gramm verzehrt ausreichend. um den kompletten empfohlenen Vitamin K Bedarf eines Tages zu decken. Sie enthalten zudem nennenswerte Mengen an Kupfer, Zink, Mangan und Eisen, sowie Magnesium.
  • Tag 49 – Kürbiskernöl
    Kürbiskernöl gehört nur in Maßen verzehrt zu den gesunden Ölen, da es kein günstiges Omega 3 zu Omega 6 Fettsäureverhältnis besitzt. Es liefert pro 100g fast 900 kcal und einiges an Vitamin E (ca. 30 Prozent des Tagesbedarfes). Was es wohl zum größten Highlight macht, ist sein fantastischer Geschmack. Die Qualitätsunterschiede sind hierbei jedoch immens. Ich nutze lieber weniger des Öls (ohnehin empfohlen) und kaufe mir dafür ein hochwertiges Fandler Produkt*


Fazit:
Sein Gewicht einigermaßen zu stabilisieren und auch seine Zähne über Jahre gesund zu halten, ist je nach Auslegung der veganen Ernährung gar nicht so einfach und selbstverständlich. Ich würde nicht nur aus eigener Erfahrung, sondern auch nach etlichen Meldungen von veganen YouTubern mit ähnlichen Problemen und einigen Publikationen die ich im Netz hierzu gelesen habe auf jeden Fall von einer zu Obst- und Trockenfrüchten reichen veganen Ernährungsweise zumindest mittelfristig bis langfristig absehen. Je höher der Gemüseanteil in der Ernährung, desto besser, das gilt nicht nur für die Zähne, sondern auch für viele weitere körperliche Gesundheitsfaktoren. Von High Carb halte ich nicht viel, Fett ist wichtig, gesund und sättigend!

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